Stress in der Schwangerschaft
Eine Studie der Harvard Medical School hat gezeigt, dass extrem gestresste Mütter unteranderem zu verfrühten Wehen und zu Fehlgeburten neigen. Auch das Risiko, ein asthmatisches oder allergisches Baby zur Welt zu bringen, erhöt sich mit dem Anstieg von Stress in der Schwangerschaft.
Veröffentlichung am 03.09.2008 um 15:23 Uhr / Aktualisierung am 02.12.2011 um 14:10 Uhr 
(Zentrum der Gesundheit) - Es ist bekannt, dass extremer Stress eine besonders negative Auswirkung auf den Körper hat und somit zu Krankheit und Degeneration führen kann. Heutzutage leben wir in einer extrem stressigen Zeit. Wir machen uns ständig Sorgen z.B. um unsere Finanzen, unsere Beziehungen und unsere Sicherheit.
Stress vermeiden!Auch die Schwangerschaft an sich ist eine anstrengende Zeit für den Körper einer Frau. Allein die normalen körperlichen und hormonellen Veränderungen können recht heftig sein. Hinzu kommt noch, dass viele amerikanische Frauen während ihrer Schwangerschaft so lange wie möglich arbeiten, um dann nach der Geburt ihren Mutterschaftsurlaub ausdehnen zu können.
Extremer Stress während der Schwangerschaft kann einige ernsthafte Auswirkungen auf die Gesundheit des ungeborenen Kindes haben. Hierzu zählen u.a. ein verfrühtes Einsetzen der Wehen, ein erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt oder eines untergewichtigen Babys. Der vorgeburtliche Stress birgt auch das Risiko, ein asthmatisches oder allergisches Baby zur Welt zu bringen.
Die Harvard Medical School in Boston hat vor kurzem ihre neuesten Forschungsergebnisse diesbezüglich vorgelegt. Hierbei handelte es sich um eine Studie, bei der 387 schwangere Frauen bezüglich folgender Themen befragt wurden: finanzielle Situation, gesundheitliche Situation, Beziehung, häusliche Umgebung und allgemeine Sicherheit.
Zusätzlich wurde eine mögliche Belastung durch Hausstaubmilben in ihrem Zuhause untersucht. Die Auswirkung auf den Fötus wurde untersucht, indem man den Babys bei der Geburt Blut aus der Nabelschnur entnahm. Dabei wurden die Immunglobulin E-Spiegel (IgE) berechnet, um festzustellen, in wie weit der Stress während der Schwangerschaft die Entwicklung des Immunsystems der Babys beeinflußt hat. IgE ist ein Bestandteil (Antikörper) des Immunsystems, der an allergischen und asthmatischen Reaktionen beteiligt ist.
Die Studie hat gezeigt, daß die Babys, deren Mütter extremem Stress ausgesetzt waren, deutlich mehr IgE in ihrem Blut aufwiesen, als die Babys von Müttern mit einem normalen Stresslevel. Das weist darauf hin, daß diese Babys eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, an Asthma oder Allergien zu erkranken.
Es wird angenommen, daß Stress die Zellen durchlässiger macht, also schwächt, und diese dann anfälliger für Allergene sind, so daß auch niedrige Konzentrationen eines Allergens bereits zu einer Allergie führen können. Außerdem schwächt Stress generell das Immunsystem, wodurch die Babys anfälliger für Krankheiten werden und der kleine Körper in Folge dessen auch weniger gut mit Allergenen umgehen kann.
Hier einige Tipps zur Stressreduzierung:
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