Teflon®


Teflon® ist eine Antihaft-Beschichtung für Kochgeschirr. Unteranderem wird diesem Material eine karzinogene Wirkung nachgewiesen. Neuste Untersuchungen ergaben nun, dass 95% der Amerikaner nachweislich Teflon-verwandte Chemikalien in ihrem Blut aufweisen.

Das Gesundheitsrisiko Teflon®

Veröffentlichung am 26.05.2008 um 16:15 Uhr / Aktualisierung am 07.12.2011 um 09:28 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Fast jeder Mensch in der westlichen Welt ist mit den Vorteilen des anti-haftbeschichteten Kochgeschirrs vertraut. Omeletts rutschen leicht aus der Pfanne, anstatt daran kleben zu bleiben und Töpfe abzuwaschen ist eine Kleinigkeit. Teflon® verkauft sich geradezu von selber.
Zwei Generationen nach dem ersten Teflon®-Geschirr-Boom und unzähligen anderen mit Anti-Haftbeschichtung versehenen Produkten müssen wir wieder einmal feststellen, dass so genannte innovative Entwicklungen häufig einen hohen Preis für unsere Gesundheit bedeuten.

Teflon

Teflonverwandte Chemikalien im Blut

Neueste Untersuchungsergebnisse belegen, dass 95% der Amerikaner nachweisbare Werte von Teflon-verwandten Chemikalien in ihrem Blut aufweisen. Teflon® Teflon verhält sich nachweislich giftig gegenüber Ziervögeln und Versuchstieren. So gut wie keine Studie, die an Menschen durchgeführt wurde, konnte die Unbedenklichkeit von Teflon® nachweisen.

Nun könnte man vermuten, dass das Teflon® im Blut die gleiche positive Wirkung wie auf der Pfanne hat. Vielleicht fließt das Blut besser? Vielleicht bildet sich weniger Plaque, wodurch das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes reduziert würde? Leider ist das nicht der Fall.

Teflon® von DuPont

Teflon® ist der Markenname für Polytetrafluorethylen (PTFE), das 1938 vom DuPont-Wissenschaftler Roy J. Plunkett entdeckt und 1946 als kommerzielles Produkt eingeführt wurde. DuPont hat Teflon® 1941 patentiert und 1944 als Markenzeichen eintragen lassen. Teflon®- Kochtöpfe wurden später mit einem weiteren DuPont-Produkt - Silverstone® - ergänzt worden. Das dreilagige Fluorpolymersystem sorgt für eine besonders glatte Oberfläche.

Die erste Antihaft-Beschichtung

Teflon

Teflon® war die erste Antihaft-Beschichtung für Töpfe und Pfannen, die aber leicht mit normalen Küchengeräten zerkratzt wurde. Anstatt Spuren von Eisen aus der Zubereitung des Essens in gußeisernen Töpfen zu sich zu nehmen, nahmen viele Menschen nun Spuren von Teflon® auf. Silverstone® war die nächste Generation des antihaftbeschichteten Kochgeschirrs, haltbarer als Teflon®, aber eben ein artverwandtes Produkt. Jedes antihaftbeschichtete Kochgeschirr ist Teflon® sehr ähnlich.

Perfluorierte Tenside sind nicht abbaubar

Die für die Herstellung konventioneller Pfannenbeschichtungen wie z.B. Teflon® verwendeten perfluorierten Tenside (PTFE), besonders Perfluoroctansäure PFOA, gelten als gesundheitsschädlich und werden auch von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA kritisch bewertet. PFOA verbleibt mehrere Jahre im menschlichen Körper und kann offenbar das Wachstum von Tumoren anregen. Bei jeder Herstellung konventioneller Pfannenbeschichtungen gelangt PFOA ins Abwasser. Dort ist es nicht abbaubar!

Teflon® bietet vielseitige Verwendungsmöglichkeiten

Antihaftbeschichtungen haben, neben dem Kochgeschirr, als unzählige andere Konsumgüter den Markt erobert. Man findet diese Beschichtungen beispielsweise in fettabweisenden Pizzaschachteln, Fast-Food-Behältern, Popcorntüten für die Mikrowelle sowie im Verpackungsmaterial für Backwaren, Getränke und Süßigkeiten. Auch in Gore-Tex® wasserabweisende Kleidung und schmutzabweisende Textilwaren, Teppichen, Löschschaum, Computerchips und Telefonkabeln ist Teflon® enthalten.

Kanarienvögel als Warnsignal

Der Kohlenbergbau war immer schon eine gefährliche Arbeitsstätte. Da Kanarienvögel aufgrund ihrer geringen Größe und ihres zarten Körperbaus sehr schnell durch den Einfluss giftiger, für den Menschen nicht wahrnehmbarer Gase sterben, nahmen Minenarbeiter in den Anfängen des Kohlebergbaus Kanarienvögel mit in die Grube, um von ihnen frühzeitig gewarnt zu werden.

Wenn der Kanarienvogel mit dem Singen aufhörte und von seiner Sitzstange fiel wussten die Minenarbeiter, dass es an der Zeit war, die Grube schnellstmöglich zu verlassen. Auch heute können wir noch vom Kanarienvogel lernen, wenn wir nur achtsamer wären.

Die Toxizität von PTFE wird durch das Ausgasen des Antihaftmaterials im Kochgeschirr verursacht. Diese Toxizität entsteht kaum wahrnehmbar. Die sensiblem Vögel bemerken es als erste. Sie bekommen ernsthafte Atemprobleme (Atmung mit offenem Schnabel, ruckartige Schwanzbewegungen und hörbares, heiseres Atmen), worauf dann in der Regel schnell der Tod folgt.

PTFE-Gas ruft eine ernste ödematöse Lungenentzündung hervor. Es kommt zu Blutungen in den Lungenkapillaren und der Vogel ertrinkt in seinem eigenen Blut. In den Wintermonaten, wenn die Häuser dicht abgeriegelt sind und die Luftzirkulation schlecht ist, steigt die Gefahr der Vergasung noch an.

Giftige Gase durch Überhitzung

Teflon

Die Toxizität entsteht durch Überhitzung von Antihaftmaterialien. Aber nicht nur überhitztes Kochgeschirr, sondern auch beschichtete Wäremstrahler und Küchenherde geben die gefährlichen Dämpfe ab. Das Gas breitet sich schnell aus und die Vögel werden krank oder sterben - je nachdem, wie intensiv sie mit den Dämpfen konfrontiert wurden. Obwohl die Gefährlichkeit der Antihaftmaterialien unumstritten ist, gibt es bis heute keine Warnschilder auf Teflonmaterial®, obwohl DuPont® bereits öffentlich bestätigte, dass Teflon® Vögel töten kann. Daraus ergibt sich zwangsläufig die Frage, wie gefährdet Babys und Kleinkinder durch die Dämpfe sind?

Erkrankungen werden ignoriert

Polymerdampf-Fieber (Teflonfieber) ist die Bezeichnung für eine Erkrankung, die durch giftige Teflonausdünstung entsteht. Die Symptome des Polymerdampf-Fiebers sind Unwohlsein, Brustenge, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, Kälteschauer, Husten, Heiserkeit und erhöhte Temperatur. All diese Symptome sind allerdings auch charakteristisch für eine normale Grippe und werden daher nur in den seltensten Fällen mit einer Vergiftung durch Teflon in Verbindung gebracht.

DuPont hat sich bezüglich eines Zusammenhangs zwischen der neuartigen Erkrankung und seiner teflonbeschichteten Produkte nicht geäußert und auch die US-Regierung sieht keine Notwendigkeit, die Sicherheit von beschichtetem Kochgeschirr zu überprüfen.

1960 hat die amerikanische Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln (FDA) Teflon® für den Kontakt mit Nahrungsmitteln freigegeben. Diese Freigabe basierte auf einer Studie, in der Hamburger in einer überhitzen Pfanne gebraten wurden. Daraus resultierte zwar ein nachweislicher Teflonspiegel im Fleisch, dieser wurden jedoch nicht als gesundheitsgefährdend eingestuft. Obwohl einzelne, im Teflon verwendete Chemikalien bereis als toxisch bewertet waren, wurde weder die Belastung, die durch das Einatmen der abgasenden Chemikalien entstand, noch die Gefahr die von der Teflonmenge im Fleisch ausging, in irgendeiner Form überprüft.

PFQA - in Tierversuchen krebserzeugend

Perfluoroctansäure (PFOA) wird nicht nur für die Herstellung von Teflon® beschichtetem Kochgeschirr benötigt. Es ist auch ein Bestandteil von Regenmänteln, Schirmen, anderen fleck- und wasserabweisenden Materialien, sowie von vielen beschichteten Aufbewahrungsbehältern. PFOAist von der US Umweltschutzbehörde (EPA) als eine schwer abbaubare Chemikalie und als "mögliches" Karzinogen eingestuft worden. Wie bereits erwähnt, wurde diese Chemikalie bei 95% der amerikanischen Bevölkerung im Blut nachgewiesen.

PFOA verursacht bei Versuchstieren viele gesundheitliche Störungen, von Schilddrüsenerkrankungen bis hin zu Krebserkrankungen. Bei Ratten führt PFOA zu Tumoren der Leber, Bauchspeichedrüse, Milchdrüse (Brust) und Hoden.

Weitere Tierversuche durch die EPA ergaben, daß Fluortelomere (Chemikalien in Lebensmittelverpackungen, in Teppichen und Kleidung) im Organismus und in der Umwelt zu PFOAs abgebaut werden.

Nach einer Studie der Unternehmensgruppe 3M, bei der 600 Kinder getestet wurden, hatten 96% PFOA in ihrem Blut. Forscher am John-Hopkins-Krankenhaus haben innerhalb eines Zeitraumes von 5 Monaten PFOA bei 99% der Neugeborenen im Blut der Nabelschnur gefunden. Welche Auswirkungen dieses Gift bei Neugeborenen verursacht, ist ebenso wenig geklärt, wie die Frage nach der Gefahr für die Gesundheit der allgemeinen Bevölkerung, gemessen an der momentanen Blutkonzentration.

Tim Kropp, Toxikologe der EWG ist aufgrund seiner Analyse überzeugt, dass das größte Risiko in der Krebserkrankung - speziell im Bereich des Brustkrebs - liegt.

Teflon® setzt gefährliche Gifte frei

Teflon

Zur Zeit läuft eine Sammelklage, eingereicht von Menschen mehrerer US-Staaten, in der behauptet wird, dass Teflon® nicht wie von DuPont behauptet erst bei sehr hohen Temperaturen, sondern bereits bei normalen Kochtemperaturen PFOA freisetzt und das Unternehmen die Verbraucher nicht auf diese Gefahren hingewiesen hat.

Unabhängige Tests haben gezeigt, dass beim Vorheizen von beschichtetem Kochgeschirr die Temperatur innerhalb von 3,5 Minuten bis auf 200°C ansteigen kann. DuPonts eigene Tests besagen, dass Teflon® toxische Partikel bei 110°C ausgast.

Beschichtete Fettpfannen erreichen leicht eine Temperatur von 280°C, wobei die Beschichtung dann in einen chemischen Kampfstoff (Perfluorisobuten, PFIB) und Fluorphosgen (das chemische Analogon eines Nervengases, das im 2. Weltkrieg eingesetzt wurde) zerfällt.

Tierversuche verdeutlichen die Gefahr

Wenn Antihaftbeschichtungen bei einem normalen Kochvorgang erhitzt werden, wird eine vielfältige Mischung von Gasen erzeugt, wobei sich die Zusammensetzung in Abhängigkeit der Temperatur verändert.
Da adäquate Studien am Menschen fehlen, sind die folgenden Informationen aus Tierstudien entnommen:

  • bei 115°C entwickelt Teflon® ultrafeine, giftige Partikel, die innerhalb von 10 Minuten ernste Lungenschäden bei Ratten zur Folge hatten, nach längerer Exposition waren sie tödlich.
  • bei 180°C erzeugt TFE bei den Versuchstieren Krebs (Nieren-, Lebertumore sowie eine Form der Leukämie).
  • bei 180°C kann die Exposition mit Hexafluorpropen (HFP) zu Irritationen von Augen, Nase und Hals führen, ebenso können unregelmäßiger Herzschlag, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Benommenheit, Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge (Ödeme) auftreten und zum Tod führen.

Verminderte Gehirnleistungen

Teflon

Anwender, die den Gasen ausgesetzt sind, können verminderte Gehirnleistung in Form von Lernstörungen und feinmotorischen Störungen aufzeigen. Das Einatmen von HFP bei Mäusen und Ratten führte zu einer verminderten Anzahl der Lymphozyten (eine Art der Immunzellen) und erhöhter Harnabsonderung. HFP begünstigt eine chromosomale Anomalie in Eierstöcken bei Hamstern. (HFP wird manchmal als "inerter" Wirkstoff in Pestiziden verwendet).

  • bei 180°C hat Trifluoressigsäure (TFA) zu vermindertem Wachstum der knochenbildenden Zellen (Osteoblasten) und den Knorpelzellen (Chondrozyten) bei Rattenföten, sowie zu Defekten des Neuralrohrs bei Rattenembryonen geführt.
  • bei 180°C kann MFA zu Übelkeit, Erbrechen, Kribbeln, Muskelzucken, niedrigem Blutdruck und verschwommenen Sehen führen. Eine hohe Exposition kann für sensible Menschen bereits bei geringen Dosen von 0,7 bis 2,1 mg/k tötlich sein.

Gifte gelangen unbemerkt in den Körper

Fast 50 Jahre nachdem die ersten Teflon beschichteten Haushaltsprodukte auf den Markt kamen, haben weder Industrie, noch Regierung umfassende Sicherheitstests bezüglich dieses Materials durchgeführt, obwohl bekanntermaßen ernsthafte gesundheitliche Risiken mit der Verwendung von Teflon oder teflonverwandten Produkten verbunden sind.

Jane Houlihan, Vizepräsidentin für Forschung bei der EWG, die unabhängige Studien zu Teflon verwandten Toxinen durchführt, erläutert: "Wie könnten die Toxine nicht in unserem Blut sein? Sie sind in derart vielfältiger Form in Produkten mit Teflon® und Gore-Tex® enthalten, dass unser Körper sich gar nicht vor ihnen schützen kann.“ Alleine durch das Tragen eines Teflon beschichteten, oder auf ähnliche Weise vor Schmutz und Flecken schützenden Kleidungsstücks gelangen die Gifte über die Poren der Haut direkt in den Blutkreislauf. Durch die Verwendung Teflon beschichteten Kochgeschirrs und anderer Behältnisse werden die Gifte eingeatmet oder gelangen über die Mundschleimhaut in unser Blut.

Gesundheitsrisiken wurden bewusst verheimlicht

Die EWG hat 16 Studien, die innerhalb der letzten 50 Jahre zum Thema Teflon gemacht wurden, eingesehen. Viele dieser Studien wurden von Wissenschaftler der Firma DuPont® durchgeführt, In den Studien wurde eindeutig belegt, dass erhitztes Teflon® in 15 verschiedene feste und gasförmige – teilweise hochgiftige Teile zerfällt. DuPont® wird daher vorgeworfen, seit über 20 Jahren Informationen bezüglich der Gesundheitsrisiken, die mit Teflon® in Verbindung stehen, ignoriert und verheimlicht zu haben.

Die Verwendung von PFOA müsste gesetzlich verboten werden

Die US-Behörde EPA ist nun dabei, den Gebrauch der umstrittenen Chemikalie PFOA, die bei der Herstellung von Teflon® und anderen antihaft- bzw. fleckenabweisenden Beschichtungen benutzt wird, zu unterbinden. DuPont®, 3M®, Ciba® und andere Unternehmen, die PFOA herstellen oder in ihren Produkten verwenden, wurden aufgefordert, die Schadstoffabgaben bis spätestens 2010 um 95% zu reduzieren sowie die Ursachen der Gefährdung bis zum Jahr 2015 auszuschalten.

Die Unternehmen benutzen weiterhin PFOA um Teflon® und ähnliche Produkte herzustellen, behaupten aber, dass Dank neuer Technologien das PFOA zukünftig nicht mehr in die Umwelt gelangt. Um die Industrie vor unnötigen wirtschaftlichen Verlusten zu bewahren, wurde der Verkauf der derzeitigen Bestände aufgrund dieser scheinbaren Entwicklung für weitere 5 Jahre erlaubt.

Wenn der unabhängige Bundes-Wissenschafts-Beratungs-Ausschuß die Chemikalie PFOA durch eine Neubewertung als ein mögliches Karzinogen einstufen würde, müsste sie gesetzlich verboten werden. Stattdessen hat der Präsident der EWG, Ken Cook, DuPont und die EPA dafür gelobt, dass sie auf eine Lösung des Problems hinarbeiten.

DuPont® zahlt ein Almosen

DuPont® hat sich bereit erklärt, die größte Geldbuße, die die EPA in der Geschichte verhängt hat, zu zahlen: $ 16,5 Millionen, eine winzige Summe im Vergleich zum möglichen Maximum von $ 314 Millionen.

Diese $ 16,5 Millionen sind eine Einmalzahlung für ein äußerst einträgliches Geschäft, bei dem über einen Zeitraum von fast einem halben Jahrhundert die gesamte amerikanische Bevölkerung zum Teil stark mit Giften belastet wurde. Der geschätzte Umsatz Teflon verwandter Produkte liegt bei $ 2 Milliarden pro Jahr. Daher beläuft sich die Strafe auf lediglich $ 825 pro $ 100.000 Einkünfte jährlich.

Wenn große Industriezweige die Umwelt verschmutzen und zahllose Menschen vergiften, bleibt der finanzielle Schaden für die medizinische Versorgung der Betroffenen und die Sanierung der Umwelt letztlich alleine auf dem Steuerzahler sitzen.

Empfehlungen

Die EWG empfiehlt den Verbrauchern, beschichtetes Kochgeschirr ausschließlich bei niedrigen Temperaturen zu benutzen und dieses nicht ohne Speisen oder Flüssigkeiten vorzuheizen, um die Emission toxischer Gase zu reduzieren. Grundsätzlich wird zum Kochen und Braten unbeschichtetes Edelstahl und Gusseisen als bessere Wahl empfohlen. Die Verwendung von beschichteten Pappkartons (Pizzakartons, Popcorntüten, Fast Food Behalter etc.) sind unbedingt zu vermeiden.

Siehe auch diese Meldung über Teflon aus dem Jahre 2006




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(5)

Rita Walter
geschrieben am: Mittwoch, 07. September 2011, 19:11
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Hallo, ich bin auf der Suche nach neuen Pfannen, die gesundheitlich unbedenklich sind. Habe auch drei Pfannen mit folgender Produktbeschreibung gefunden: 1) Hochwertige Gusseisenpfannen nach einem neuen speziellen Produktionsverfahren hergestellt, so dass die Pfannen leichter als herkömmliche Gusseisenpfannen sind.

Kratzfeste Keramik-Antihaftversiegelung. 2) „Brat Maxx“ Induktions - Keramik- Pfanne. Fettfrei und gleichzeitig lecker kochen? Das ist mit den „Brat Maxx Induktions-Keramik-Pfannen“ kein Problem: Durch die 2-fache Keramikversiegelung brennt nichts mehr in den Pfannen fest! Sie sind zudem extrem kratzunempfindlich, leicht zu reinigen und Strom sparend: Die Hitze wird optimal verteilt und die Wärme lange gespeichert. 3)Pfannen-Set aus beidseitig rautengeschmiedetem Eisen. Könnten Sie mich bitte darüber informieren, ob diese Pfannen tatsächlich unbedenklich sind. Liebe Grüße Rita




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Rita,
vielen Dank für Ihre Mail.
Leider liegen uns nicht zu allen Pfannen-Marken Details zu deren Unbedenklichkeit vor. Wir empfehlen gewöhnliche unbeschichtete Gusseisen-Pfannen. Auf diese Weise umgeht man sowohl das Risiko, das sich die jetzt noch neuen Antihaftversiegelungen irgendwann als bedenklich herausstellen könnten als auch das Problem, dass sich viele Versiegelungen nach nur wenigen Pfanneneinsätzen wieder lösen bzw. deren Wirkung bald nicht mehr vorhanden ist.

Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Lore
geschrieben am: Mittwoch, 13. April 2011, 11:46
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Sehr geehrte Damen und Herren,
es geht um Stoneline-Pfannen. Ich möchte mir so eine Pfanne kaufen, die angeblich so gut zu "bekochen" ist. Es gibt auch Tefal und Teflon beschichtete Pfannen.
Ich möchte gerne wissen, ob diese Stoneline Pfanne gesundheitlich unbedenklich ist. Sollten Sie das wissen, bitte ich Sie, mir darüber Auskunft zu geben. Teflon soll nicht so empfehlenswert sein.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, könnte ich von Ihnen Auskunft bekommen.
Freundliche Grüße
Lore


Zentrum der Gesundheit:

Liebe Lore,
noch einen kurzen Nachtrag zu unserer Antwort auf Ihre Stoneline-Pfannen-Anfrage :-)

Aktuellen Informationen des Stoneline-Herstellers zufolge (die uns eben erst erreichten) handelt es sich bei den Stoneline-Beschichtungen um PTFE, also genau um jenes Material, das auch unter der Bezeichnung "Teflon" bekannt ist und als gesundheitsbedenklich gilt.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Brand
geschrieben am: Dienstag, 12. April 2011, 11:05
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Ich habe eine frage zu beschichteten Pfannen. Wenn man die Pfanne einmal überhitzt hat und dadurch Gase freigesetzt wurden, kann die Pfanne dann noch verwendet werden? Mir ist dies passiert und ich bin mir unsicher, ob ich sie noch verwenden darf.

MfG

Brand

Zentrum der Gesundheit:

Hallo Alex,
vielen Dank für Ihre Mail.
PTFE-beschichtetes Kochgeschirr wird - auch bei nur kurzzeitiger Überhitzung - ab 280 Grad dauerhaft beschädigt, sollte also im Anschluss daran nicht mehr unbedingt verwendet werden.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Anonym
geschrieben am: Samstag, 02. April 2011, 21:19
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Hallo,

könnten Sie mir bitte die Quellen von DuPont nennen, aus denen hervorgeht, "dass Teflon toxische Partikel bei 110°C ausgast".
Denn Wikipedia scheint hier einer Überarbeitung zu bedürfen. Vielen Dank!!

Zentrum der Gesundheit:


Guten Tag,
vielen Dank für Ihre Mail.
Die betreffenden Testresultate wurden leider unlängst aus öffentlich zugänglichen Datenbanken entfernt und durch angeblich neue Resultate ersetzt, so dass wir hier leider nicht mit überprüfbaren Quellhinweisen dienen können. Da es aber inzwischen eine Reihe von Kochgeschirr ohne schädliche Beschichtungen gibt, kann man möglichen Risiken einfach aus dem Wege gehen.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Peter Steiner
geschrieben am: Montag, 07. März 2011, 14:40
eMail-Adresse hinterlegt
Guten Tag!
Danke für den informationsreichen Artikel. Können zu ihren Äußerungen im Abschnitt "Perfluorierte Tenside sind nicht abbaubar" Quellen der EFSA nennen. Ich konnte nichts darüber finden, dass die EFSA dies kritisch sieht.
Vielen Dank im voraus

Zentrum der Gesundheit:

Sehr geehrter Herr Steiner,
vielen Dank für Ihre Mail.

Hier http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/contam080721.htm

ist an folgenden Textstellen erkennbar, dass die EFSA PFOA als kritisch einschätzt bzw. der Behörde zu einer abschließenden Beurteilung noch entscheidende Informationen fehlen.

- "Das CONTAM-Gremium der EFSA räumte ein, dass es erhebliche Datenlücken zu Fragen wie der Rolle unterschiedlicher Nahrungsmittel für die menschliche Exposition gebe und dass weitere Forschungsarbeiten sowie Datenerhebungen erforderlich seien."
- "Da sie (PFOA und PFOS) sich im Körper anreichern können, braucht der Organismus unter Umständen mehrere Jahre, um sie abzubauen."
- "Eine hochgradige PFOS- und PFOA-Exposition kann gesundheitsschädliche Wirkungen haben und zu Leberschädigung, Entwicklungs- und möglicherweise Fortpflanzungsstörungen führen."
etc.

Ferner ist zu berücksichtigen, dass die EFSA hauptsächlich von einer Belastung durch Fischverzehr ausgeht, die Risiken aus Kochgeschirr jedoch leider so gut wie gar nicht in ihre Beurteilung mit einbezieht.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit