Medikamententests an Tieren
Tierversuche bieten keine hilfreichen Informationen über die gesundheitlichen Gefahren von Medikamenten in Bezug auf den Menschen.
Veröffentlichung am 25.08.2008 um 12:48 Uhr / Aktualisierung am 17.02.2011 um 12:05 Uhr 
(Zentrum der Gesundheit) - Millionen von Tieren werden jedes Jahr für die Forschung benötigt, davon zwei Millionen alleine in Europa. Von diesen zwei Millionen werden eine halbe Millionen für die Toxizitätsprüfung neuer Medikamente benutzt, einschließlich der 15.000 Tiere, die für akute Toxizitätstests eingesetzt werden.
Tierversuche dienen lediglich als Alibifunktion der PharmaindustrieEine umfangreiche Untersuchung, die von Sally Robinson (AstraZeneca Plc) ergab, daß diese akuten Toxizitätstests keine hilfreichen Informationen über die gesundheitlichen Gefahren von Medikamenten in Bezug auf den Menschen liefern.
Bei der Untersuchung wurde Datenmaterial verwendet, das von 18 pharmazeutischen Unternehmen und dem britischen National Center for the Replacement, Refinement and Reduction of Animals in Research zusammengetragen wurde.
Bei dem akuten Toxizitätstest wird den Tieren, meist handelt es sich um Ratten und Mäuse, eine hohe Dosis eines neuen Medikaments verabreicht. Anschließend wird vermerkt, bei welcher Dosis sich die ersten giftigen Auswirkungen bemerkbar machen. Den Tieren werden Dosen bis zu 2.000 mg pro kg
Körpergewicht verabreicht. Nach Gabe dieser höchstmöglichen Dosis werden die Tiere von den Wissenschaftlern 24 Stunden beobachtet. Toxische Reaktionen werden schriftlich festgehalten.
In vielen Fällen sind diese Dosen für die Tiere jedoch tödlich.
Derzeitig verlangt die Europäische Union noch den akuten Toxizitätstest, bevor ein Medikament für klinische Studien am Menschen zugelassen wird, obwohl dieser Test keine brauchbaren wissenschaftlichen Informationen liefert...
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