Trauben


Trauben enthalten sekundäre Pflanzenstoffe welche für die Gesundheit des Menschen von großem Nutzen sind.

Mit Trauben gegen Rheuma und Gicht

(Zentrum der Gesundheit) - Weintrauben und andere Früchte, die reich an Kalium sind, können dabei helfen, Rheuma- und Arthritissymptome sowie schmerzhafte Gichtanfälle zu lindern.

Trauben

Trauben – die Nahrung weiser und langlebiger Völker

Die Weintraube wuchs – laut Bibel – schon im Garten Eden Seite an Seite mit Datteln, Oliven, Feigen und Granatäpfeln. Auch bei den alten Essenern, einer Glaubensgemeinschaft, zu der auch Jesus gehört haben soll und die im alten Israel in der Gegend des Toten Meeres gelebt hat, waren Weintrauben ein wichtiges Grundnahrungsmittel.

Die Essener waren bekannt für ihre naturbelassene vegetarische Lebensweise, ihre hoch entwickelte Weisheit und ihre bemerkenswerte Langlebigkeit. Heute nun wird nach und nach mit großem Aufwand wissenschaftlich bewiesen, was die weisen Völker in alten Zeiten offenbar längst gewusst hatten: Früchte sind nährend und heilsam zugleich.

Trauben zersetzen Harnsäurekristalle und lindern daher Gichtschmerzen

Erst kürzlich fanden Wissenschaftler heraus, dass Trauben Blut und Urin alkalisch (basisch) machen können. In einem alkalischen Milieu können saure Stoffwechselschlacken wie z. B. Harnsäure leichter ausgeschieden werden. Harnsäurekristalle entstehen einerseits durch eine eingeschränkte Nierenfunktion, andererseits aber hauptsächlich durch eine Ernährung, die reich an tierischen Nahrungsmitteln ist.

Sobald der Urin überwiegend alkalisch ist, können darin die Harnsäurekristalle aufgelöst werden, die Harnsäuremenge im Blutstrom wird verringert, Ablagerungen in den Gelenken kommen erst gar nicht zustande und folglich entstehen auch keine Gichtschmerzen oder Rheumaschmerzen. Auch andere rheumatische Erkrankungen wie Arthrose können vermieden werden, wenn dem Körper – nicht nur Trauben – sondern generell alkalische (basische) Lebensmittel zur Verfügung gestellt werden.

Sekundäre Pflanzenstoffe mit starker Wirkung

In Trauben sind unglaublich viele Stoffe enthalten, die für den Menschen und seine Gesundheit von Nutzen sind. Zwar wird ihr Vitamin-A- und Vitamin-C -Gehalt von vielen anderen Früchten übertroffen, dafür enthalten Weintrauben – vor allem rote Sorten – besonders viele sog. sekundären Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Polyphenole (z. B. Quercetin und Resveratrol) sowie den natürlichen Radikalfänger Pycnogenol.

Quercetin ist ein sehr starkes Antioxidant und ist außerdem für seine Anti-Tumor-Wirkung bekannt. In Kombination mit Vitamin C regt Quercetin das Immunsystem an, bekämpft Infektionen, Krebs und Entzündungen und lindert die bereits erwähnten schmerzhaften Arthritis- und Rheumasymptome in Gelenken und Muskeln.

Die Kerne der Trauben enthalten eine Substanz, die sich Pycnogenol nennt. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein kraftvolles Antioxidant. Auch Pycnogenol hilft dabei, alle Formen von Arthritisschmerzen, aber genauso Herz- und Gefäßprobleme, Stress und Allergien aufzulösen.

Pycnogenol hemmt einerseits Enzyme, die an der Entstehung von Entzündungen beteiligt sind, andererseits reduziert es vorbeugend oxidative Schäden an lebenswichtigem Gewebe und kann nebenbei bereits bestehende Schäden reparieren helfen. In Versuchen zeigte sich, dass Pycnogenol in seiner Funktion als Antioxidant doppelt so wirkungsvoll war als Vitamin E.

Auch wird vermutet, dass Pycnogenol die Blut-Hirn-Schranke passieren kann, und daher Gehirn- und Nervengewebe vor zerstörerischen Oxidationen bewahren kann. Außerdem kann Pycnogenol die Blutzirkulation verbessern, was besonders für Raucher, Diabetiker, Arthrose-Patienten, Schlaganfall-Opfer und für Personen, die oft an geschwollenen Beinen leiden, wichtig ist.

Resveratrol in Trauben beugt Leberzirrhosen vor und stoppt das Tumorwachstum

Resveratrol ist ein weiterer heilkräftiger Stoff, der in Weintrauben zu finden ist. Resveratrol gehört zu den sog. Phytoalexinen. Das sind Substanzen, die von der Pflanze zum Selbstschutz gebildet werden. Sie bilden sozusagen das Immunsystem der Pflanze. Die Hauptaufgabe von Resveratrol ist der Schutz der Weintraube vor Pilz-, Bakterien- und Virusinfektionen sowie vor schädlichen Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung, Ozonbelastung und Toxinen.

Erst dann, wenn die Pflanze (Weinrebe) von Pilzen oder anderen Erregern bedroht wird, bildet sich Resveratrol. Hohe Resveratrol-Konzentrationen finden sich daher natürlich nur in solchen Trauben, die mit Pilzen oder anderen Erregern Kontakt hatten, deren Immunsystem also stark gefordert wurde.

Wenn jedoch Fungizide gespritzt werden – wie in der konventionellen Trauben- und Weinerzeugung üblich – dann bildet sich kaum Resveratrol in der Pflanze, weil sie ja so gut wie nie von Pilzen bedroht wird. Daher befinden sich in biologisch angebauten Trauben viel mehr Resveratrol (und auch andere sekundäre Pflanzenstoffe) als in gespritzten Früchten.

Wissenschaftler an der Universität von Illinois berichteten, dass Resveratrol, so wie es in Weintrauben vorliege, das Wachstum gutartiger und bösartiger Tumore verlangsamen oder sogar stoppen könnte. Ihre Studien zeigten, dass Resveratrol das Tumorwachstum nicht nur im Anfangsstadium, sondern auch in fortgeschrittenen Stadien unterbinden konnte.

Französische Wissenschaftler, die sich hauptsächlich der Erforschung von Lebererkrankungen widmeten, teilten darüber hinaus mit, dass Resveratrol dabei helfen könne, Leberzirrhosen vorzubeugen. Außerdem fand man heraus, dass Resveratrol die Entwicklung eines Enzyms stoppe, das mit Brustkrebs in Verbindung gebracht werde. Ganz nebenbei soll Resveratrol den Alterungsprozess der Haut aufhalten können. Es mache jede Haut geschmeidiger und lasse sie deutlich jünger erscheinen.

Mit Trauben Herz- und Gefäßkrankheiten vorbeugen

Untersuchungen der Universität von Wisconsin zeigen, dass Flavonoide, wie sie besonders üppig in roten Trauben vorkommen, Herz- und Gefäßkrankheiten vorbeugen können, da sie die Blutgefäße, insbesondere die Arterien, welche Blut zum Herzen transportieren, elastisch und frei von Ablagerungen halten.

Trauben-Tipps: Wie essen und worauf beim Einkauf achten?

Die süßen Früchtchen sind – in der Erntezeit regelmäßig verzehrt – also nicht nur ein natürliches Gichtheilmittel und ein sanftes Schmerzmittel bei rheumaähnlichen Beschwerden, sondern außerdem großartige Wegbereiter für eine rundum phantastische Gesundheit.

Kaufen Sie möglichst keine kernlosen Trauben und auch keine kernlosen getrockneten Sultaninen. Kernlose Trauben sind hybride Zuchtsorten, die besonders viel Zucker enthalten, was Ihren Blutzuckerspiegel gehörig irritieren kann – insbesondere, wenn Sie gerne zwecks der erwünschten antirheumatischen Wirkung viele Trauben essen möchten. Wählen Sie also in jedem Falle kernhaltige Sorten und kauen Sie die Kerne ausgiebig. Dann kommen Sie nämlich gleichzeitig in den Genuss der bekannten stark antioxidativ, antiallergisch und immunstärkend wirkenden OPCs (Oligomere Proanthocyanidine, die sich auch konzentriert in Traubenkernextrakt-Präparaten befinden).

Da sich Trauben schlecht einzeln abrubbeln lassen, bekäme man – beim Verzehr konventionell angebauter Trauben – mit jeder Traube eine Ladung Gratisgifte ab. Trauben gehören in konventionellen Betrieben zu denjenigen Früchten, die mit am häufigsten gespritzt werden. Gleichzeitig nehmen sie im Vergleich zu manch anderen Früchten deutlich größere Mengen der Spritzgifte durch ihre Haut auf.

Kaufen Sie Trauben und auch Traubensaft daher besser aus biologischem Anbau in Ihrem Bioladen.

Der Trauben-Smoothie – ein Anti-Rheuma-Drink

Als Zwischenmahlzeit oder wenn Sie gerade Lust auf Süßes haben, eignet sich ganz hervorragend ein Traubensmoothie:

Nehmen Sie Weintrauben und mixen Sie diese zusammen mit anderen Beeren wie z. B. Blaubeeren (Heidelbeeren), Himbeeren oder Brombeeren zu einem frischen, vitalstoffreichen Anti-Rheuma-Drink. Normalerweise sind die Früchte süß genug und ein zusätzliches Süßungsmittel ist nicht nötig. Sollten die Beeren eher säuerlich sein, dann können Sie mit etwas Bio-Honig oder Ahornsirup nachhelfen. Mögen Sie gerne dünnflüssige Drinks, dann verdünnen Sie mit etwas Wasser. Fertig ist ein bei Arthritis und Gicht schmerzlindernder Smoothie.

Naschen erlaubt: Trauben statt Süßigkeiten

Statt Süßigkeiten naschen Sie künftig (in der entsprechenden Saison) einfach Trauben. Auf der einen Seite, um die Lust auf Süßes zu stillen, aber auf der anderen Seite auch, um die Fähigkeit Ihres Körpers anzukurbeln, sich selbst gegen Arthritis, Gelenkschmerzen und quälende Gichtattacken zu schützen.

Anstatt irgendwann einmal schädliche Arzneimittel und Medikamente mit möglichen Nebenwirkungen einnehmen zu müssen, ist es doch wirklich angenehmer, vorbeugend regelmäßig einige Weintrauben oder andere kaliumreiche Beeren zu essen. Manche Leute haben gar die Erfahrung gemacht, dass der Verzehr dieser Früchte zu einer deutlichen Linderung von akuten Gichtschmerzen geführt haben soll, so dass keine oder nur noch wenige Medikamente nötig gewesen wären.






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(1)

Daniele Wedadi
geschrieben am: Samstag, 11. September 2010, 10:11
eMail-Adresse hinterlegt
Danke für den immerwieder informativen news-letter.Zum Thema "Trauben" hätte ich eine Frage: Habe öfters Probleme mit Darmpilz und habe gelesen, in diesem Falle wäre der Verzicht auf Weintrauben angesagt. Stimmt das wirklich? Danke für ihre Antwort! Mit freundl. Grüßen

Hallo Daniele,
vielen Dank für Ihre Frage :-)
Wie im Text erwähnt, gibt es Traubensorten, die besonders zuckerreich sind. Das sind in der Hauptsache die kernlosen Sorten. Aber auch andere Sorten, z. B. die Muskateller-Trauben sind extrem süß. Wer davon dann große Mengen verzehrt, kann einen bereits vorhandenen Pilz (bei Frauen auch Vaginalpilz) mit dem Trauben-Zucker tatsächlich füttern und zur Vermehrung anregen. Der Rat, keine Trauben zu essen, sollte bei massivem Pilzbefall erst einmal befolgt werden. Doch führt allein diese Maßnahme noch zu keinem Rückgang der Pilze. Pilzbefall kann mit einer grundsätzlichen Ernährungsumstellung, hin zu ballaststoffreicher, basischer und kohlenhydratarmer Kost (wie im Text "Gesunde Ernährung" oder "Basische Ernährung" beschrieben) sowie einer intensiven Darmreinigung und dem konsequenten Aufbau einer gesunden Darmflora aufgehoben werden. Sobald im Körper wieder ein gesundes mikrobielles Gleichgewicht herrscht, können nicht-hybride, also kernhaltige Traubensorten wieder problemlos verzehrt werden.
Mit den besten Grüßen
Ihr ZDG-Team