Vanillin


Vanillin ist ein künstlicher Aromastoff und hat mit der natürlichen Vanille nichts gemeinsam. Weltweit werden jährlich 12.000 Tonnen des synthetischen Stoffes verbraucht.



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Vanillin - Synthetische Vanille

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(Zentrum der Gesundheit) - Die echte Vanille mit dem botanischen Namen Vanilla planifolia gehört zur großen Familie der Orchideengewächse und ist die einzige Orchideenart, die zur menschlichen Ernährung beiträgt.

Vanille

Vanille - die Königin der Aromen

Das spezielle Aroma der Vanille entwickelt sich während eines Fermentationsprozesses, dem die unreif geernteten Früchte unterzogen werden. Dabei entsteht aus Coniferin zunächst ein geruchloses Glykosid, dessen enzymatische Spaltung zu Glucose und Vanillin führt. Letzteres ist als Hauptaromakomponente bis zu ca. 3-4% in der Vanille enthalten.

Die echte Vanille enthält neben dem Vanillin noch weitere Inhaltsstoffe, wie 25% Zucker, 15% Fett, 15 bis 30% Cellulose und 6% Mineralstoffe. Der Wassergehalt ist mit 35% ungewöhnlich hoch.

Echte Vanille ist - nach Safran - das zweitteuerste Gewürz der Welt und aufgrund seines feinen Aromas sehr begehrt. Ausschliesslich hochwertige Schokoladen und Backwaren enthalten echtes Vanillemark als Aromastoff. Die weltweite Ernte von jährlich nur 1000 Tonnen echter Vanille kann den steigenden Bedarf schon lange nicht mehr decken. Daher wird das Vanillearoma hauptsächlich synthetisch hergestellt.

Vanillin

Vanillin ist mittlerweile der weltweit am meisten verwendete Aromastoff - ca. 12000 Tonnen werden jährlich verbraucht! Der wichtigste Grund hierfür ist das äusserst günstige synthetische Herstellungsverfahren, durch das der hohe Bedarf an Vanillearoma gedeckt werden kann.
Aber es gibt noch weitere Gründe, die - leider nur auf den ersten Blick - für das Vanillin sprechen:

  • Vanillin rundet den Geschmack von Süss- und Backwaren (Vanillinzucker), Schokolade, Speiseeis, Milchprodukten und Likören ab
  • es verfeinert den Duft von Parfum
  • es kann zur Haltbarmachung von Lebensmitteln eingesetzt werden.
  • es dient der chemischen Industrie als Ausgangsstoff bei der Herstellung von Medikamenten und Vitaminpräparaten, sowie für bestimmte Diagnoseverfahren.
  • Eine besondere Verwendung findet Vanillin als Glanzzusatz beim galvanischen Verzinken.

Beim Vanillin wird zwischen natürlichem Vanillin und naturidentischem Vanillin unterschieden:

1. Natürliches Vanillin

In der Biotechnologie ist es heute möglich, durch Einsatz von Schimmelpilzen und Bakterien aus Ferulasäure Vanillin in riesigen Tanks, so genannten Fermentern, zu erzeugen. Die Ferulasäure wiederum kann aus Eugenol hergestellt werden, einem Stoff der aus Nelkenöl gewonnen wird. Für Allergiker kann dieser Stoff problematisch sein.

Die biotechnologische Herstellung von Vanillin konnte die synthetische Produktion leider nicht verdrängen. Sie ist zwar weitaus günstiger, als die Herstellung echter Vanille, kostet aber immer noch ungefähr das 60-fache einer synthetischen Herstellung.

2. Naturidentisches Vanillin

Vanillin lässt sich sehr einfach und äusserst günstig in grossen Mengen durch verschiedene technische Methoden synthetisch herstellen. Ein Grossteil wird bei der Papierherstellung aus Sulfitabfällen gewonnen und zwar bei hoher Temperatur und hohem Druck, in mehreren Arbeitsschritten durch Oxidation, Alkalienbehandlung, Extraktion, Destillation und Kristallisation.

Aus Kostengründen wird heute auch das 2 bis 4x intensiver schmeckende Ethylvanillin verwendet. Als natürlicher Stoff kommt Ethylvanillin im Holz von Eichenholzfässern vor und trägt so zur Aromatisierung von darin gereiftem Wein bei. (Barrique -> holzartig). Rotwein erhält dadurch ein kirschartiges, Weisswein dagegen ein Vanille-Pfirsich-Aroma.

Anzeige:

Synthetisches Vanillin ist ein starkes Nervengift und schädigt das Erbgut

Künstlich hergestelltes Vanillin gilt laut des "Beratergremiums für umweltrelevante Altstoffe" (BUA) der Gesellschaft Deutscher Chemiker mit der höchsten Gefährdungsstufe +3 als

  • krebserzeugend
  • mutagen
  • DNS-Schäden verursachend
  • Chromosomen verändernd

Die kanzerogene Wirkung des Vanillins kann durch den Stoff selbst verursacht werden, oder auch durch die Nebenprodukte, die bei der chemischen Synthese entstehen.

Weitere Auswirkungen von Vanillin auf den Organismus sind:

  • Durch den Verzehr von synthetischem Vanillin nehmen die Konzentrationsfähigkeit ab und die Nervosität zu.
  • Bemerkenswert ist auch die Appetit steigernde Wirkung, die bis zu einem regelrechten Fressrausch führen kann. Denn durch Vanillin werden manche Nahrungsmittel erst geniessbar, und zwar so sehr, dass man mit dem Essen gar nicht mehr aufhören mag.
  • Sehr weisses Mehl (Type 405) zum Beispiel ist ohne Aromatisierung kaum zu geniessen. Vanillin überdeckt den muffigen Geschmack von altem Mehl oder anderen Zutaten mit minderer Qualität.
  • Ohne Vanillinzucker im Gebäck ist man schneller satt. Allein der Geruch nach Vanille ist schon appetitanregend und lässt einem das Wasser im Mund zusammen laufen.
  • In der Tierhaltung werden solche Appetitanreger im Kraftfutter zum Mästen der Nutztiere zugesetzt.

Die Menge macht das Gift

Normalerweise kann der Körper chemische Stoffe bis zu einem bestimmten Grad kompensieren. Erst die Menge macht letztlich das Gift. Wenn man sich jedoch vergegenwärtigt, dass künstliches Vanillin in nahezu jeder Süssigkeit vorkommt - von der Schokolade angefangen, über Kuchen, Gebäck, Eis etc -, so wird deutlich, welche Mengen dieser Substanz sich im Laufe der Jahre tatsächlich im Körper ansammeln. Je schwächer das Immunsystem eines Menschen ist, umso gravierender werden die Auswirkungen dieser Belastung sein.

Fazit:

Beachten Sie vor jedem Kauf die Angaben auf der Zutatenliste! Achten Sie auch beim Verzehr von Genussmitteln unbedingt auf qualitativ hochwertige Ware und geniessen Sie sie in geringen Mengen. Je weniger Sie davon zu sich nehmen, umso grösser ist der Genuss. Auf diese Weise können Sie die Belastung durch künstliche Zusatzstoffe deutlich reduzieren. Ihr Körper wird es Ihnen danken!

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Quellen:


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(9)

Hallenser
geschrieben am: mittwoch, 16. juli 2014, 17:17
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Sehr geehrte Autoren, Mit Interesse habe ich ihre Ausführungen zum Vanillin gelesen. Leider sind Ihnen bereits zu Beginn des Artikels Fehler unterlaufen Ist diese eine Informationsseite, dann bitte wissenschaftlich korrekt, oder stellt dies die Meinung des Autors dar, dessen eingeschränkte Fachkenntnis einseitig interpretiert erscheint. Nicht nachvollziehbar, wenn es um Gesundheitsfragen geht.

Beispiele:

1. Vanillin wird in der Vanilleschote nach jüngsten Recherchen aus Ferulasäure synthetisiert (Gallage et al., Nature Comm. 2014, DOI: 10.1038/ncomms5037). Wie soll das denn gehen, aus Coniferin mit einer Glycosidase, hat der Autor sich die Moleküle mal angeschaut?

2. Sie vermitteln den Eindruck, dass einmal aufgenommen, dieses „giftige“ Vanillin über Jahre im Körper verbleibt, wie denn das? Seit den 1970er Jahren ist bekannt, dass selbst übermäßig hohe Dosen von Vanillin innerhalb von 24 h metabolisiert, glucuronidiert oder sulphatiert, damit wasserlöslich, über die Niere ausgeschieden werden. Was bitte und vor allem wo soll sich denn da was ansammeln?

3. Welche Nebenprodukte entstehen bei der chemischen Synthese? Geben Sie vielleicht ein Beispiel. Selbst wenn es Nebenprodukte gibt, wird die Substanz doch gereinigt und per Massenspektrometrie genauestens analysiert – Reinheit und Nebenprodukte müssen beim Verkauf auch angegeben werden, selbst bei 0.01 %. Dazu gleich Punkt 4:

4. Natürlicher Vanilleextrakt enthält mehrere hundert Inhaltstoffe, deren Toxizität noch unbekannt ist, möglichweise auch Ethylvanillin, von pilzlichen oder mikrobiellen Verunreinigungen mal ganz abgesehen,. Der Lagerungs- und Fermentationsprozess ist steuerbar und auch hier kann es gewollt oder ungewollt zur Ansammlung spezifischer, potentiell toxischer Inhaltstoffe kommen, die wir zu uns nehmen - ohne Kontrolle. Die natürliche Vanille wäre damit potentiell toxischer als das mikrobiell hergestellte Aroma – wenn Vanillin oder der "natürliche" Extrakt denn toxisch oder gar mutagen wäre.




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Hallenser
Vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Bemerkungen. Unser Vanillin-Artikel wird in Kürze entsprechend überarbeitet, korrigiert und aktualisiert werden.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

bipa
geschrieben am: donnerstag, 01. mai 2014, 01:04
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Sehr geehrtes Zentrum-der-Gesundheit-Team, Ich habe ihren Artikel gelesen und interessehalber auch die Quelle überprüft. Nur ist es nun leider so, dass dieser von Ihnen angegebene Link nicht zur "Quelle" selbst führt, sondern zu einem Artikel von einem gewissen Herrn Wolfgang Meiners, welcher aus der dubiosen Quelle, nämlich einem angeblichen Stoffbericht der BUA, zitiert. "Vanillin ist unter der Nummer 0012 folgendermassen bewertet worden: a. Vanillin ist mit der Stufe +3 ( von -2 bis +3 ) als "kanzerogen oder mutagen in vitro oder in vivo oder DNS-Schäden oder Chromosomenveränderungen" eingestuft. b. Die Giftigkeit für Säugetiere ist oral niedrig, von 100 Tieren sterben bei einer Dosis von 0,2 bis 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht 50 Tiere. c. Die Fischgiftigkeit ist niedrig ( LC 50 0,1 - 1 g/ ltr Wasser) d. In der Umgebungsluft wurde Vanillin nachgewiesen, Konzentrationsangaben sind in der Literatur nicht vorhanden. e. Andere Kriterien wie Vorkommen in Wasser und Boden oder die Abbaubarkeit in Wasser ist bisher in der Literatur noch nicht beschrieben." Nur stellte sich nun nach einer Recherche folgendes heraus: Die GDCh führte in der Tat bis 2007 ein Beratergremium für umweltrelevante Altstoffe (BUA), welches auch den Stoff Vanillin (4-Hydroxy-3-methoxybenzaldehyd, CAS-Nummer 121-33-5) behandelt hätten sollte. Link GDCh: https://www.gdch.de/publikationen/weitere-publikationen.html Link Nummern: https://www.gdch.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&file=fileadmin/downloads/Publikationen/Weitere_Publikationen/PDF/stoffberichte_deu.pdf&t=1399587020&hash=a47b620653ef685421c4e42adcdca53d92bb27a8 Link CAS-Nummern: https://www.gdch.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&file=fileadmin/downloads/Publikationen/Weitere_Publikationen/PDF/nachcasnr.pdf&t=1399587020&hash=33deef6590f9397fccede2fb921d573a8118e769 Link alphabetische Reihenfolge: https://www.gdch.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&file=fileadmin/downloads/Publikationen/Weitere_Publikationen/PDF/stoffe_alphabetisch.pdf&t=1399587020&hash=81a39bdfad7ba0e1028dc15371b23be7a986cc29 Nur findet sich in den Listen überhaupt kein Hinweis auf Vanillin. Weder die Nummer 12, welche in der Liste für Dinitrotoluol steht, noch die Suche nach der CAS-Nummer 121-33-5 für Vanillin lieferte ein Ergebnis. Vanillin ist anscheinend nicht Teil dieser Listen. Woher nun diese Aussage über Vanillin stammt, scheint für mich daher zweifelhaft. Ich möchte keinesfalls ausschließen, dass meinerseits ein Missverständnis bzw. ein Übersehen des Eintrags in der Liste vorliegt, aber bitte ich Sie dennoch, die „Quelle“ nochmals zu überprüfen und wenn möglich auf die tatsächliche und originale Bewertung der GDCh hinzuweisen. Es würde mich sehr interessieren. Mit freundlichen Grüßen, Max Neubauer




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Bipa
Gerne werden wir sowohl Quelle als auch Artikel überprüfen und ggf. überarbeiten.
Vielen Dank für Ihren Hinweis und viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

fifi
geschrieben am: montag, 14. oktober 2013, 22:49
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Hm irgendwie reden hier alle an der eigentlichen Sache vorbei :/ Logischerweise sind identsiche Molküle nunmal identisch, somit ist es auch nur sehr bedingt möglich, dass sie unterschiedliche Wirkung haben. Es ist ja eigentlich auch niemand eine pure Vanilleschote, genauso trinkt auch keiner pures Vanillin. Nun wird aber im Text korrekterweise das Ethylvanilin erwähnt. Bloss wird es von allen ignoriert ;) Die kernaussage ist somit ja nicht, das Vanilin ungesund sein soll welches identisch dem natürlichen Vanilin ist auf molekularer Ebene, sondern es geht um das ETHYL-Vanilin welches eben NICHT identisch ist. Ethylvanillin (3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd, Bourbonal, FEMA 2464) ist eine organische chemische Verbindung mit der Summenformel C9H10O3.

Es ist ein Derivat des Benzaldehyds mit einer zusätzlichen Hydroxy- und einer Ethoxygruppe. Es unterscheidet sich vom Vanillin, indem man die Methylgruppe gegen eine Ethylgruppe austauscht. Quelle: wikipedia "Künstliche" Aromastoffe werden ebenfalls industriell synthetisiert, kommen jedoch nicht in der Natur vor. Ein künstliches Vanillearoma ist etwa das Ethylvanillin, das häufig in Süßspeisen verwendet wird. Ethylvanillin kommt nicht in pflanzlichen oder tierischen Ausgangsstoffen vor, es ist eine reine Entwicklung der Lebensmittelindustrie. Quelle: www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/lebensmittelzusatzstoffe.php Es hat mich wirklich irritiert, dass niemand auf dies eingegangen ist. Das beweist nun leider das auf beiden Seiten nicht viel wissenschaftliches Wissen darüber vorhanden war :) Grüsse!




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Fifi

Vielen Dank für Ihren Kommentar sowie Ihre wichtige Ergänzung zur Vanillin-Diskussion J

Viele Grüsse
Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Steven
geschrieben am: mittwoch, 19. dezember 2012, 18:55
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geehrtes Zentrum-der-Gesundheit-Team,

Chemisch betrachtet unterscheidet sich das Vanillin in der Vanillekapsel nicht vom - wie auch immer - industriell hergestellten Vanillin. Der grosse Unterschied ist jedoch, dass man das Vanillin in der Vanillekapsel nun einmal MIT der Vanillekapsel bzw. MIT allen anderen Stoffen des Vanillemarks zu sich nimmt und nicht isoliert.

Frage: Wieso soll das ein großer Unterschied sein? Entweder Vanillin ist krebserregend oder nicht. Warum sollte die cancerogene Wirkung eines Stoffes plötzlich auf mirakulöse Weise verschwinden, nur weil man eine braune Schote drumherummacht?

Sie schreiben selbst, dass Vanillin 2 Prozent der gesamten "Vanilleschote" ausmacht. 2 Prozent sind für uns nun einmal "winzige Mengen".

Und deshalb ist eine typische Dosis Vanilleschote, die zum Würzen eingesetzt wird, auch etwa fünfzigmal so groß wie eine typische Dosis reines Vanillin, die Gesamtmenge Vanillin bleibt damit ungefähr gleich.

Würde man nun Vanillekapseln regelmässig in übermässig grossen Mengen verzehren, so hätte dies sehr wahrscheinlich ebenfalls negative Effekte. Fügt man jedoch "normale" Mengen der natürlichen Vanille manchen Mahlzeiten bei, so ist dies unbedenklich, wenn nicht gar nützlich, da der Vanille in der Gesamtheit ihrer synergetisch wirksamen oder auch sich gegenseitig hemmenden Inhaltsstoffe ja auch sehr positive Auswirkungen auf den Organismus nachgesagt werden.

Gibt es dazu wissenschaftliche Untersuchungen, die diese angeblichen posiven synergistischen Effekte objektiv beweisen? Mir sind keine bekannt, und deshalb halte ich das für blinde Mutmaßungen, die einer nicht haltbaren "natürlich gut - synthetisch böse"-Ideologie entsprungen sind.




Zentrum der Gesundheit:

vielen Dank für Ihr Feedback.
 
Im entsprechenden Artikel nannten wir unsere Quelle und darauf bezieht sich die Aussage, dass industriell hergestelltes Vanillin gesundheitlich bedenklich ist. Im Text wird ferner erwähnt, dass "die kanzerogene Wirkung des Vanillins durch den Stoff selbst verursacht werden kann, oder auch durch die Nebenprodukte, die bei der chemischen Synthese entstehen" - was ein Hinweis darauf sein könnte, dass jenes Vanillin in der Vanillekapsel nicht auf diese Weise problematisch sein muss. Damit - da haben Sie ganz Recht - erschöpft sich die Wissenschaftlichkeit unseres Artikels und, da es Ihnen nur um Wissenschaftlichkeit geht, erübrigt sich eine weitere Diskussion. Im Grunde kritisieren Sie ja auch nicht unseren Artikel, sondern lediglich die Tatsache, dass wir nirgends den Satz "Ab hier handelt es sich um eine Mutmassung" eingeflochten haben ;-)
 
Letztendlich möchten wir noch zu bedenken geben, dass das Nichtvorhandensein von Studien für eine bestimmte These nicht gleichzeitig auf die Nichtstimmigkeit derselben hinweist. Ja, es gibt nicht einmal Studien, welche die langfristige Unbedenklichkeit des industriell hergestellten und isoliert verzehrten Vanillins beweisen würden. Der Einsatz von isoliertem Vanillin in Nahrungsmitteln basiert also auf der reinen Mutmassung, dass der Stoff - um langfristig unproblematisch zu sein - eben nicht die übrigen Begleitstoffe der Vanillekapsel bzw. des Vanillemarks benötigt.
 
Mit freundlichen Grüssen
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Steven
geschrieben am: mittwoch, 19. dezember 2012, 18:47
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Durch Zufall bin ich über Ihre "Informationsseite" zu Vanillin gestossen, und bin schockiert über die pseudowissenschaftlichen Halb- und Unwahrheiten, die sie da verbreiten. Kern der Behauptung: natürliches Vanillin ist gut, weil natürlich - synthetisches Vanillin ist böse, weil synthetisch. Nur: ein chemisches Molekül hat kein "Mascherl", an dem man ihm ansehen kann, ob es in einer Pflanze gewachsen, in biotechnologischen Fermentern erzeugt oder chemisch synthetisiert ist. Die Behauptung, dass synthetisches Vanillin krebserzeugend/mutagen/wasauchimmer wäre und dies auf natürliches Vanillin nicht zutrifft, ist daher schlicht nicht haltbar. Ihr fadenscheiniges Argument, dass Vanillin in der Vanille nur in "einer winzigen Menge und im Verbund mit allen anderen natürlichen Inhaltsstoffen" vorkommt, ist sachlich falsch - Vanillin macht etwa 2% der gesamten Vanilleschote bzw. 85% der flüchtigen Inhaltsstoffe aus.




Zentrum der Gesundheit:

Lieber Steven,
vielen Dank für Ihre Mail.
 
Chemisch betrachtet unterscheidet sich das Vanillin in der Vanillekapsel nicht vom - wie auch immer - industriell hergestellten Vanillin. Der grosse Unterschied ist jedoch, dass man das Vanillin in der Vanillekapsel nun einmal MIT der Vanillekapsel bzw. MIT allen anderen Stoffen des Vanillemarks zu sich nimmt und nicht isoliert. Sie schreiben selbst, dass Vanillin 2 Prozent der gesamten "Vanilleschote" ausmacht. 2 Prozent sind für uns nun einmal "winzige Mengen". Und da die Vanillekapsel dann logischerweise 98 Prozent andere Stoffe enthalten muss, liegt das Vanillin im Verbund mit anderen natürlichen Inhaltsstoffen vor. Was daran "fadenscheinig" oder "sachlich falsch" sein soll, ist uns rätselhaft.
 
Schon allein der Geschmack zeigt, dass es sich um ganz unterschiedliche Dinge handelt, denn reines Vanillin unterscheidet sich geschmacklich ganz ausserordentlich von der Vanillekapsel bzw. ihrem Mark.
 
Würde man nun Vanillekapseln regelmässig in übermässig grossen Mengen verzehren, so hätte dies sehr wahrscheinlich ebenfalls negative Effekte. Fügt man jedoch "normale" Mengen der natürlichen Vanille manchen Mahlzeiten bei, so ist dies unbedenklich, wenn nicht gar nützlich, da der Vanille in der Gesamtheit ihrer synergetisch wirksamen oder auch sich gegenseitig hemmenden Inhaltsstoffe ja auch sehr positive Auswirkungen auf den Organismus nachgesagt werden.
 
Das isolierte Vanillin wird jedoch (insbesondere von der Lebensmittelindustrie) in grösseren Mengen der Nahrung beigegeben - sowohl in der einzelnen Rezeptur als auch in Bezug auf die Anzahl der Produkte und kann insofern auch sehr leicht die bedenkliche Dosis erreichen, die sich im Versuch als - so neuere Untersuchungen - klastogen erwiesen haben soll.
Mit freundlichen Grüssen
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
 

luca
geschrieben am: dienstag, 13. september 2011, 16:46
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künstliches vanillin wird schon seit über 100 jahren als lebensmittel aroma benutzt. vanillin ist mengenmäßig der wichtigste aromastoff weltweit. es erscheint mir als unwahrscheinlich das es erst jetzt im jahre 2011 als krebserregend eingestuft wird.




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Luca,
vielen Dank für Ihre Mail.
Sie haben Recht. Vanillin wird nicht erst seit 2011 als krebserregend eingestuft. Der betreffende Artikel bezieht sich u. a. auf eine Studie aus dem Jahre 1984. Darüber hinaus beweist die Einsatzdauer eines Stoffes in der Lebensmittelindustrie sicher nicht dessen Unbedenlichkeit. Azofarbstoffe werden beispielsweise ebenfalls seit mehr als 100 Jahren zum Färben von u. a. Süssigkeiten verwendet und erst im letzte Jahr wurde gesetzlich festgelegt, dass Produkte, die bedenkliche Azofarbstoffe enthalten, mit einem Warnhinweis versehen werden müssen, weil sich im Jahre 2007 - weit mehr als 100 Jahre nach Entdeckung der Azofarbstoffe - herausgestellt hatte, dass diese Farbstoffe bei Kindern Hyperaktivität auslösen oder begünstigen können.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Anonym
geschrieben am: montag, 02. mai 2011, 11:05
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Ich habe gerade einige ihrer Artikel überflogen und wie so oft im Netz finde ich auch hier manipulierende Artikel ohne jeglichen Beleg aus Primärliteratur. Natürlich = gut.... weiß ja jeder. Künstlich ist böse und weiß ja auch jeder. Artikel wie Ihre verstärken diese falsche Meinung der Menschen umso mehr.

Die Inkompetenz wird zudem noch untermauert:

Vanillin ist:

mutagen
DNS-Schäden verursachend
Chromosomen verändernd

bitte erklären Sie mir den Unterschied. Dass mutagen nicht das gleiche ist, wie krebserregend, da lasse ich mit mir reden, auch wenn Krebs die Folge daraus ist.

Ich bitte Sie Ihre Artikel noch einmal auf Richtigkeit zu überprüfen und mit entsprechender Primärliteratur aus den Fachdatenbanken zu belegen.

Freundliche Grüße


Zentrum der Gesundheit:

Vielen Dank für Ihre Mail und Ihre auf den ersten Blick nachvollziehbare Reklamation :-)

Auch unserer Meinung nach handelt es sich bei den Begriffen "mutagen", "DNS-Schäden verursachend" und "Chromosomen verändernd" um Synonyme. Da es sich jedoch um einen Text handelt, der u. a. auf Grundlage von Informationen des Beratergremiums für umweltrelevante Altstoffe (BUA) der Gesellschaft Deutscher Chemiker entstand (darauf verwies auch die im Text genannte Quelle) und wir uns nicht anmaßen wollten, die Bewertungen der Fachwelt, in diesem Falle des erwähnten Beratergremiums, anzuzweifeln, übernahmen wir deren Wortwahl unverändert.

Gerne greifen wir bei dieser Gelegenheit jedoch Ihre Anregung auf, werden vor der nächsten Aktualisierung des Textes bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker um eine Erklärung der Angelegenheit bitten und diese in den aktualisierten Artikel einfließen lassen.

Viele Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Nuong Tran
geschrieben am: mittwoch, 23. mã¤rz 2011, 21:31
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Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich Ihren Artikel gelesen hatte, habe ich mich gefragt, ob echtes/natürliches Vanillin auch diese kanzerogene Wirkung wie künstliches haben kann? Sie schreiben "Die kanzerogene Wirkung des Vanillins kann durch den Stoff selbst verursacht werden [...]"; bedeutet das also dass natürliches wie auch synthetisches Vanillin jene Wirkung haben können (da natürliches und naturidentisches Vanillin doch dieselbe Strukturformel haben)?
Ich bedanke mich im Voraus.
Liebe Grüße
Nuong

Zentrum der Gesundheit:

Hallo Nuong,
vielen Dank für Ihre Mail.
Natürliche Vanille enthält Vanillin neben Hunderten anderer Stoffe. Hier liegt Vanillin also in einer winzigen Menge und im Verbund mit allen anderen natürlichen Inhaltsstoffen der Vanille vor, so dass von keiner kanzerogenen Wirkung ausgegangen werden kann. Wird Vanillin jedoch isoliert und konzentriert verwendet, dann kann es zu ungünstigen Folgen kommen.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Michael
geschrieben am: dienstag, 15. mã¤rz 2011, 09:00
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Guten Tag,

ich habe heute ein Rezept ausprobiert bei dem man 2 Packungen Vanillin karamelisieren sollte. Als ich den Vanille-Zucker karamelisierte, sind ätzend riechende Dämpfe entstanden bei denen ich fast keine Luft mehr bekommen habe.
Deshalb kam mir der Gedanke, daß im Vanillin-Aroma nicht gerade Gesund sein könne.
Auf Ihrer Seite habe ich nun gelesen, daß das Vanillin sogar als sehr krebseregend gilt. Muß ich mir nun Sorgen machen, daß diese Dämpfe meine Lunge geschädigt haben?
Besten Dank vorab.
Mit freundlichen Grüßen
Michael

Lieber Michael,
vielen Dank für Ihre Mail.
Zwar ist die Erhitzung von Vanillin tatsächlich am besten zu vermeiden und die entstehenden Dämpfe können zu Gesundheitsschäden führen. Doch besteht Vanillezucker ja nur zu einem kleinen Teil aus reinem Vanillin und außerdem werden Sie nicht jeden Tag Vanillezucker karamellisieren, so dass Sie durch diesen einmaligen Vorfall vermutlich keine Schäden davon tragen werden. Falls Sie jedoch seither unter Kopfschmerzen, Schwindel und/oder grippeähnlichen Symptomen leiden, sollten Sie sicherheitshalber Ihren Hausarzt aufsuchen. Für künftige Rezepturen, die nach Vanille schmecken sollen, aber auch für Fruchtsalate und Desserts nahezu jeder Art empfehlen wir die Verwendung von echter Bio-Vanille (z. B. von der ZDG GmbH: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/bourbon-vanille-bio.html), die Ihnen einen unbeschwerten Vanille-Genuss garantiert :-) Doch sollten Sie auch diese natürliche Vanille pur keinen hohen Temperaturen aussetzen (wie sie z. B. beim Karamellisieren entstehen).
Viele Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit


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