Vegetarische Soja-Burger


Viele Vegetarische Soja-Burger werden aus konventionell angebauten Sojabohnen hergestellt, welche wiederum Nervengifte enthalten und somit beim Menschen schwere Nervenschäden und Hautirritationen verursachen können.



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Vegetarische Soja-Burger sind nicht immer gesund

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(Zentrum der Gesundheit) - Sojaprodukte sind oft – entgegen ihres Rufes – alles andere als gesund. Starke industrielle Verarbeitung und Rückstände giftiger Chemikalien können einem den Appetit auf den Soja-Burger glatt verderben. Doch der Verbraucher kann das Risiko beim Einkauf minimieren und sich Sojaprodukte – in gemässigten Mengen – weiter schmecken lassen.

vegetarische Burger © PhotoSG - Fotolia.de

Unangenehme Wahrheiten über Soja-Produkte

Eine Studie, die kürzlich vom Cornucopia Institut(1) veröffentlicht wurde, bringt so manche unangenehme Wahrheit über Sojaprodukte ans Tageslicht. Sojaprodukte in Form von vegetarischen Burgern, vegetarischen Würsten, vegetarischem Hackfleisch etc. werden hauptsächlich in Bioläden und Reformhäusern verkauft und gelten als besonders gesunde Alternative zu Fleisch und Wurst.

Sojaprodukte vermeiden Tierleid

Glücklicherweise müssen für Sojaprodukte keine Lebewesen getötet werden. Schon allein aus diesem Grund haben die vielseitigen Produkte aus der runden Hülsenfrucht durchaus ihre Daseinsberechtigung. Wer gerne Fleisch und Wurst isst, aber keine Tiere mehr auf dem Gewissen haben möchte, kann auf Sojaprodukte ausweichen und dennoch weiterhin den Geschmack von Wurst und Fleisch geniessen.

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Gewürze bringen den Geschmack – bei Soja, wie auch bei Fleisch

Für viele hört sich das absurd an, wenn Vegetarier, die zwar kein Fleisch essen, den Geschmack von Fleisch mögen und daher gerne entsprechend zubereitete Sojaprodukte essen. In Wirklichkeit ist es aber so, dass auch Fleisch ohne Gewürze nach nicht viel schmeckt und Wurst ist ohne Gewürze und Rauch(aroma) gänzlich undenkbar.

Es geht daher nicht um einen bestimmten Fleisch- oder Wurstgeschmack, sondern einzig und allein um die gewohnten Gewürze, die traditionell zur Zubereitung von Fleisch und Wurst verwendet werden. Aus was letztendlich die Basismasse besteht, ist für den Geschmack dagegen nicht so ausschlaggebend. Das kann Soja sein, aber auch Weizeneiweiss (Gluten), Lupineneiweiss oder eine Masse aus gemahlenen Nüssen oder Sonnenblumenkernen.

Konventionelle Sojaprodukte enthalten Nervengift

Das Cornucopia Institut fand nun heraus, dass viele vegetarische Burger aus Sojabohnen bestehen, die mit Hexan behandelt wurden. Hexan ist ein chemisches Lösungsmittel, das als Nebenprodukt bei der Raffination von Benzin entsteht und bei der amerikanischen Umweltbehörde EPA als starkes Umweltgift gelistet wird.

Es kann beim Menschen schwere Nervenschäden und Hautirritationen verursachen. Und trotzdem werden die meisten herkömmlichen Sojabohnen in genau dieses Zeug getaucht und anschliessend auch noch als besonders gesundes Nahrungsmittel verkauft.

Hexan wird insbesondere bei der Herstellung von stark verarbeiteten Sojaprodukten eingesetzt. Wenn z. B. Texturiertes Pflanzenprotein (TVP)(2) hergestellt wird, dann wird Hexan verwendet, um das Sojaöl vom Sojaprotein zu lösen. TVP ist oft die Basismasse für vegetarische Burger, vegetarisches Gulasch oder vegetarische Hackfleischsauce. Allerdings darf Hexan nicht für Bio-Sojaprodukte verwendet werden.

Bei konventionellen, also nicht-biologischen Sojaprodukten jedoch ist der Einsatz von Hexan gang und gäbe – besonders wenn auf deren Zutatenliste Dinge wie Sojaproteinisolate, Sojaproteinkonzentrate oder TVP aufgeführt sind.

"Bio" statt "natürlich"

Leider steht auf dem Etikett vieler konventioneller Produkte die irreführende Bezeichnung "natürlich", was beim Verbraucher automatisch mit einem chemiefreien Produkt in Verbindung gebracht wird. "Natürlich" ist kein geschützter Begriff. Nur bei Produkten, die aus kontrolliert biologischer Erzeugung stammen (und das auch so auf dem Produkt steht), sollte man sicher sein können, dass Sie wirklich ohne Hexan produziert wurden.

Konventionelles Soja ist Gen-Soja

Sojabohnen werden heutzutage auf riesigen Flächen – insbesondere in Südamerika – mit Hilfe von Maschinen und Pestiziden angebaut. So mancher Regenwald musste für Sojafelder weichen. Allerdings wird Soja nur am Rande für Soja-Burger angebaut. Der überwältigende Hauptanteil verschwindet in Form von Viehfutter in den riesigen Rinder- und Hühnerställen auf der ganzen Welt.

Konventionelle Sojabohnen werden fast nur noch in der gentechnologischen Variante angebaut. Die langfristigen Folgen von Gensoja-Verzehr sind nicht bekannt.

So manche Studie jedoch enthüllt schon jetzt Ergebnisse, die diesbezüglich beängstigende Zukunftsszenarien befürchten lassen. Wählen Sie daher ausschliesslich Sojaprodukte aus biologischem Anbau, da Bio-Landwirte gentechnisch veränderte Pflanzen nicht kultivieren. Auf dem Etikett steht in diesen Fällen meist ein eindeutiger Hinweis wie z. B. "nicht gentechnisch modifiziert", "ohne Gentechnik", "Non-GMO" (3) o. ä. Die Gen-Food-Kennzeichnung soll allerdings demnächst komplett wegfallen.

Wenn Soja, dann fermentiert

In vielen asiatischen Ländern gehören Sojaprodukte seit langer Zeit zur täglichen Ernährung. Wenn man jedoch genauer hinsieht, dann fällt auf, dass die Asiaten Sojaprodukte hauptsächlich in fermentierter Form z. B. Tempeh(4), Miso oder Sojasossen zu sich nehmen – und zwar in relativ geringen Mengen.

Die Giftstoffe, die von Natur aus in der Hülsenfrucht vorkommen und z. B. die Verdauung oder die Aufnahme wichtiger Vitamine behindern können, werden während des Fermentationsprozesses abgebaut. Daher sind fermentierte Sojaprodukte leicht verdaulich und – in sparsamer Dosierung – für die Gesundheit u. U. von Vorteil. Unfermentierte Sojaprodukte aber gelten auch in Asien als nicht unbedingt gesund, auch dann nicht, wenn sie aus Bio-Anbau und Bio-Verarbeitung stammen.

Gelegentlich werden Sojaprodukte aufgrund der enthaltenen Phytoöstrogene(5) gerade für Frauen in den Wechseljahren empfohlen, ganz nach dem Motto: Soja statt Hormontherapie. Doch fand man heraus, dass Phytoöstrogene nicht so vorteilhaft für den Hormonspiegel sind, wie erst angenommen wurde – besonders dann nicht, wenn sie in grösseren Mengen regelmässig verzehrt werden.

Wenn Soja, dann Bio, fermentiert und nur in kleinen Mengen

Ob Sojaprodukte nun gesünder sind als Fleisch – darüber lässt sich vermutlich lange diskutieren. Zwar ist mit dem Verzehr von Sojaprodukten kein Tierleid verbunden, doch sollte man auch sie nicht häufiger als ein- oder zweimal pro Woche essen.

Denken Sie daran, dass fermentierte Sojaprodukte (Tempeh, Miso, Sojayoghurt, Shoyu, Tamari, Natto oder Nattokinase) auf jeden Fall vorteilhafter sind als nicht fermentierte (Tofu, TVP, Sojamilch, Sojasahne etc.).

Achten Sie beim Kauf von Sojaprodukten unbedingt darauf, ausschliesslich solche aus biologischer Erzeugung zu erwerben. Nur dann können Sie sicher sein, dass kein Hexan verwendet wurde und dass die Sojabohnen nicht gentechnologisch verändert wurden.

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(1)Cornucopia-Institut: Eine öffentliche Interessengruppe, die Forschungen insbesondere in den Bereichen (ökologische) Landwirtschaft und gesunde Ernährung durchführt und die Ergebnisse dann vor allem Verbrauchern und landwirtschaftlichen Familienbetrieben, aber auch den Medien zur Verfügung stellt. www.cornucopia.org, wo Sie eine Studie zur Sojabohne und deren gesundheitlichen Nachteilen finden. Die Studie heisst: "Behind the bean".

(2)Texturiertes Pflanzenprotein: (auf englisch: "Textured Vegetable Protein" kurz TVP) ist ein industriell hergestellter Fleischersatz, der aus entfettetem Sojamehl, einem Nebenprodukt der Sojaölproduktion, hergestellt wird. Es kann sehr schnell gegart werden, enthält viel Protein und wenig Fett. Texturiertes Soja ist eine vielseitig einsetzbare Substanz, die in verschiedenen Formen das Mundgefühl vieler Fleischarten annehmen kann. Es erlaubt, vegetarische oder vegane Versionen vieler bekannter Fleischgerichte herzustellen. www.wikipedia.org

(3)Non-GMO: engl.: Non-genetically modified organism, was so viel bedeutet wie "Nicht-genetisch veränderter Organismus"

(4)Tempeh: traditionelles indonesisches Sojabohnenprodukt. Gekochte und geschälte Sojabohnen werden von einem Pilz über- und durchwachsen und dabei zu einem zusammenhängenden Stück verbunden. Sie erhalten einen weissen Überzug aus Edelschimmel. Geschmacklich erinnert Tempeh an Champignons. Normalerweise isst man Tempeh in Scheiben geschnitten, in Sojasosse mariniert, angebraten oder frittiert.

(5)Phytoöstrogene: Stoffe, die in Pflanzen vorkommen und im menschlichen Körper hormonähnliche Wirkung haben können. Im Falle der Phytoöstrogene ist es eine östrogenähnliche Wirkung.


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(11)

DiDo
geschrieben am: samstag, 21. juni 2014, 20:41
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Jetzt bin ich aber enttäuscht, daß sie so reagieren. Die FTH AG ist doch ihr Partner und übernimmt doch sicher auch ihre wissenschaftlichen Informationen, um Rezepte auszuarbeiten und Sie schieben den Schwarzen Peter einfach weiter? Schade, ich habe etwas anderes erwartet.😞😞😞




Zentrum der Gesundheit:

Hallo DiDo
Das tut uns nun natürlich sehr leid, wenn Sie enttäuscht sind. Doch bitten wir bei allen Anfragen/Fragen, die andere Firmen betreffen, darum, die entsprechenden Firmen zu kontaktieren. Dies ist völlig normal! Keine Firma/Organisation wäre damit einverstanden, wenn eine andere Anfragen zu ihren Produkten oder Projekten beantwortet. Es geht hier also nicht um einen "Schwarzen Peter", sondern um die richtige Zuständigkeit.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

DiDo
geschrieben am: freitag, 20. juni 2014, 21:32
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Hallo zusammen, ich möchte Ihnen erst einmal ein Lob für die gut erklärten Seiten aussprechen. Es macht großen Spaß, sich damit zu beschäftigen. Es ist mir allerdings aufgefallen, daß sie in den Rezepten Ihrer Entschlackungskur Häufig Sojasahne und Co. Verwenden, obwohl Sie auf dieser Seite darauf hinweisen, daß gerade Soja in nicht fermentierter Form nur eingeschränkt zu empfehlen ist? Wie erkläre ich mir das jetzt? Soja- ja oder nein. Vielen Dank für ihr statement




Zentrum der Gesundheit:

Hallo DiDo
Wir - das Zentrum der Gesundheit - haben bislang noch keine Entschlackungskur entwickelt. Bitte wenden Sie sich - falls es sich um die vierwöchtige FTH-Entschlackungskur handelt - auch direkt an die FTH AG in Stans/Schweiz.
Lieben Dank und viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

litux
geschrieben am: mittwoch, 11. dezember 2013, 13:29
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Hallo liebe Redaktion. Wir haben einen kleinen Jungen (15 Monate) der leider auf Kuhmilch allergisch reagiert. Er bekommt Hautausschlag bzw. leichte Neurodermitis... Nun sind wir bei der HUMANA SL angelangt und geben ihm diese. Er verträgt es gut und wir hatten ein gutes Gefühl dabei. Nur wenn ich die Infos aus diesem Artikel lese wird mir ziemlich schlecht und übel bei dem Gedanken.... Das ist natürlich kein "bio" Produkt. Sojamilchpulver habe ich bis jetzt auch keine in "bio" Qualität gefunden. Was können wir den unserem kleinen denn sonst noch geben? Ich wäre für einen Rat sehr sehr dankbar! Liebe Grüße Viktor




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Viktor
Wenn Sie eine soja- und milchfreie Babymilchnahrung geben möchten, dann können Sie in der Apotheke danach fragen, wo man eine solche für Sie bestellen kann, wenn sie nicht vorrätig ist. Im Biohandel gibt es ferner Babymilchnahrung auf Ziegenmilchbasis. Möglicherweise verträgt Ihr Kleiner diese. Im Grunde aber braucht er in seinem Alter nicht mehr unbedingt eine Tiermilch. Mit einer abwechselungsreichen, frisch zubereiteten und ausgewogenen Nahrung bekommt er in jedem Fall ausreichend Nähr- und Mikronährstoffe, so dass Sie sich wegen eines möglichen Mangels keine Sorgen machten müssten.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

a.m.
geschrieben am: freitag, 12. juli 2013, 20:34
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Danke Ihnen für die freundliche Auskunft & Bestätigung :-)!




Zentrum der Gesundheit:

Bitte, gerne :-)

a.m.
geschrieben am: freitag, 05. juli 2013, 14:09
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Liebe ZDG-Redaktion, ich habe mal eine Nachfrage: was meinen Sie zu z.B. Milch aus angekeimten Sojabohnen? Dürfte diese nicht leichtverdaulicher, nährstoffreicher und insgesamt gesünder sein? Wie sieht/sähe es mit den nachteiligen Stoffen i.d. Bohne für den menschlichen Organismus aus? Wären diese aufgrund des Keimprozesses reduziert? Ich freue mich über eine Antwort! Viele Grüße, Alexandra




Zentrum der Gesundheit:

Hallo a.m.
Vielen Dank für Ihre Fragen.
Ihre Vermutungen treffen in allen erwähnten Belangen zu: Ja, Sojamilch aus gekeimten Sojabohnen wäre besser verdaulich und ist selbstverständlich in Bezug auf die unerwünschten sek. Pflanzenstoffe der Bohne bekömmlicher als Sojamilch aus ungekeimten Sojabohnen.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

gsund
geschrieben am: sonntag, 20. januar 2013, 23:51
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Liebes Redaktionsteam Während die einen behaupten, Sojaprodukte unterstützten eine Gewichtsabnahme, sagen die anderen das Gegenteil. Welcher der beiden Thesen würden Sie eher zustimmen? Unter welchen gesundheitsspezifischen Voraussetzungen sind geringe Mengen fermentierte Sojaprodukte zu empfehlen bzw. nicht zu empfehlen? Würde mich sehr wundernehmen. Freundliche Grüsse gsund




Zentrum der Gesundheit:

Lieber Gsund,
vielen Dank für Ihre Mails, die zwar möglicherweise aus ernährungsphysiologischer Sicht interessante Themen aufwerfen, denen jedoch aus unserer ganzheitlichen Sicht betrachtet nicht selten die Logik fehlt und deren Beantwortung unseren übrigen Lesern keinerlei praktischen Nutzen bringt. Genau das aber ist unsere Motivation auf Leserfragen einzugehen. Aus diesem Grunde bitten wir Sie, Ihre Fragen künftig mit Hilfe jener zu klären, die die Ihnen fragwürdigen Thesen aufwerfen bzw. jenen, die diesen Thesen widersprechen.
Lieben Dank für Ihr Verständnis und
mit besten Grüssen
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

gsund
geschrieben am: donnerstag, 01. november 2012, 23:29
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Guten Tag! Wollte mich folgendes erkundigen: Soja hat einen negativen PRAL und wird auch in vielen anderen Quellen zu den basischen Nahrungsmitteln gezählt. Doch sollen die Purine in Soja eine säuernde Wirkung haben. Wie erwähnt esse ich gerne selber fermentiertes Sojamehl. Wissen Sie zufällig, ob die Purine in fermentiertem Soja noch säurebildend wirken können? Es existieren Behauptungen, wonach Soja den Bedarf an Vitamin D erhöht und die Schilddrüse belastet. Wie verhält sich dies bei fermentiertem Soja? Sind geringe Mengen davon (wie Sie im Artikel erwähnt haben) völlig unbedenklich? Danke für Ihre Rückmeldung! Herzliche Grüsse gsund




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Gsund,
bei der Fermentation kann auch die Purinmenge reduziert werden. In welchem Mass dies geschieht kann jedoch nicht gesagt werden, da der Purinabbau von der Art der an der Fermentation beteiligten Mikroorganismen und der Durchführung der Fermentation abhängt.


Sie schreiben es bereits richtig. "Es existieren Behauptungen", doch ist deren Stimmigkeit nicht gewiss. So "existieren" genauso Studien, die darauf hinweisen, dass Sojaeiweiss und die in Soja enthaltenen Isoflavone die körpereigene Vitamin-D-Bildung optimieren können oder die Calcium-Resorption aus dem Darm verbessern, was beides eine bessere Knochengesundheit zur Folge haben könnte. Studien, die zur Vermutung führten, dass Soja die Schilddrüse beeinträchtigen könne, wurden mit isolierten Isoflavonen durchgeführt, aber nicht mit Lebensmitteln aus Sojabohnen, können daher u. U.(!!) auf eine Ernährung zutreffen, die grosse Sojamengen aufweist, aber nicht auf eine Ernährung, die gelegentlich kleine Mengen Soja enthält.


Es gilt also nach wie vor, dass kleine Mengen Sojaprodukte im Rahmen einer insgesamt hochwertigen und gesunden Ernährung eher positive als negative Auswirkungen haben.

Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

MeikeF
geschrieben am: montag, 02. april 2012, 10:35
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Vielen Dank für die vielen interessanten Artikel! Gerade sind mir einige kritische Artikel über Soja in die Finger gekommen, die schon ein sehr schwarzes Bild mahlen. Ich lebe vegan, bemühe mich auch, das gesund zu tun, trinke aber trotzdem ab und zu gern mal einen Kaffee. Natürlich am liebsten einen Milchkaffee - bisher immer mit Soja- oder Soja-/Reismilch. Was können Sie als verträglichste Alternative empfehlen? Herzlichen Dank!




Zentrum der Gesundheit:

Liebe Meike,
vielen Dank für Ihre Mail.
Gerade die von Ihnen erwähnte Reismilch ist bereits deutlich empfehlenswerter als Sojamilch, auch Haferdrink wäre eine Alternative (ist kohlenhydratärmer als Reismilch). Ideal wäre selbst gemachte Mandelmilch. Allerdings ist ein hochwertiger Sojadrink aus Bio-Sojabohnen in kleinen Mengen sicher tolerierbar. Sie trinken Sojamilch ja nicht literweise, sondern geben davon nur ein bisschen in den Kaffee.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Helmut
geschrieben am: mittwoch, 09. juni 2010, 00:34
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Soja ist keine durchlichtete Pflanze (z.B. im Gegensatz zu Getreide)!
Claus
geschrieben am: dienstag, 08. juni 2010, 19:30
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Auch diverse Billigschokoladen sind angeblich mit Hexan behandelt
graubartnr
geschrieben am: mittwoch, 19. mai 2010, 11:45
eMail-Adresse hinterlegt
Danke sehr hilfreiches Thema, ich stand der Sojabohne immer skeptisch gegenüber (Überzüchtung/Hybridisierung/Genmanipulation), auch wegen der Hemmstoffe also dem Purin!
Gruss

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