Wadenkrämpfe


Wadenkrämpfe verhindern sportliche Meisterleistungen, belasten die Schwangerschaft oder stören die wohlverdiente Nachtruhe. Transdermales Magnesiumchlorid kann dem Krampf ein Ende machen.

Wadenkrämpfe natürlich behandeln

Veröffentlichung am 25.10.2011 um 17:32 Uhr / Aktualisierung am 27.03.2012 um 17:02 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) – Wadenkrämpfe können eine Folge- oder Begleiterscheinung ernsthafter Krankheiten sein. In den meisten Fällen jedoch sind Wadenkrämpfe ein erstes Zeichen für einen Mineralstoffmangel. Wadenkrämpfe sind damit ein zwar störendes, aber relativ harmloses Symptom eines solchen Mangels. Die Behandlung von Wadenkrämpfen mit nebenwirkungsreichen Medikamenten ist daher nicht gerechtfertigt. Wadenkrämpfe werden besser mit einer Kombination aus ganzheitlichen und natürlichen Massnahmen angegangen.

Wadenkrämpf Wadenkrämpfe natürlich behandeln

Wadenkrämpfe kennt fast jeder

Nahezu ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung erlebt in regelmässigen Abständen nächtliche Wadenkrämpfe. Bei älteren Menschen hingegen leidet bereits jeder zweite immer mal wieder an Wadenkrämpfen. Sogar Kinder bleiben von den Krämpfen im Unterschenkel nicht verschont. Sieben Prozent sollen gelegentlich von Wadenkrämpfen geplagt werden. Die Zahl der von Wadenkrämpfen Betroffenen steigt also mit zunehmendem Alter. Wer jedoch bereits beim ersten Erscheinen der Krämpfe aktiv wird und Massnahmen zu deren Bekämpfung ergreift, kann die unangenehmen nächtlichen Erscheinungen meist erfolgreich in die Flucht schlagen und krampflos in aller (Nacht)Ruhe älter werden.

Wadenkrämpfe dauerhaft beseitigen

Wadenkrämpfe treten bevorzugt nachts auf und reissen den betreffenden Menschen rücksichtslos aus dem Schlaf. Sie äussern sich in einem plötzlichen, stechenden Schmerz, der seine Ursache in einer starken und ungewollten Muskelanspannung hat. Meist lassen sich Wadenkrämpfe völlig unkompliziert durch bestimmte Dehnungsübungen wieder aufheben (Bein strecken und Fuss bzw. Zehen in Richtung Gesicht biegen). Allerdings nur so lange, bis in einer der folgenden Nächte der nächste Krampf erscheint. Das Ziel einer Behandlung ist also nicht die Behebung eines aktuellen Krampfes und auch nicht die Reduzierung der Anzahl der wöchentlich auftretenden Krämpfe (wie das mit schulmedizinischen Medikamenten er Fall ist), sondern die DAUERHAFTE Beseitigung der Wadenkrämpfe.

Wadenkrämpfe bei bestimmten Krankheiten

Wadenkrämpfe können eine Vielzahl von Ursachen haben. Einerseits können sie als Begleiterscheinung einiger ernsthafter Krankheiten auftreten, beispielsweise bei Myalgien*, bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, bei einer Schilddrüsenunterfunktion, bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen, bei ALS **, bei einer Chemikaliensensitivität oder auch beim so genannten Restless-Legs-Syndrom***.

In diesen Fällen stehen selbstverständlich nicht die Wadenkrämpfe im Vordergrund, sondern die Grunderkrankung, die es zu therapieren gilt.

Wadenkrämpfe durch Cholesterinsenker

Auch Medikamente können die Ursache von Wadenkrämpfen sein, wie z. B. manche Cholesterin senkenden Medikamente (Statine). Zu ihren Nebenwirkungen gehören u. a. Wadenkrämpfe. Falls Sie also Statine nehmen und gleichzeitig an Wadenkrämpfen leiden, überprüfen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments, besprechen Sie Ihre Bedenken mit Ihrem Arzt und ziehen Sie unbedingt einen Medikamentenwechsel in Erwägung bzw. noch besser: Planen Sie eine gesündere Lebensweise, um Ihre erhöhten Blutfettwerte auf gesunde Art und Weise in den Griff zu bekommen.

Wadenkrämpfe bei Sportlern und schwangeren Frauen

Andererseits plagen Wadenkrämpfe oft Ausdauersportler oder auch schwangere Frauen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft klagt gar jede zweite Frau über regelmässig wiederkehrende Wadenkrämpfe. Sportler oder Schwangere jedoch leiden in den wenigsten Fällen an den genannten ernsthaften Erkrankungen und sie nehmen auch nur selten Statine ein. Auch viele ältere Menschen, die keine anderweitigen Beschwerden haben, werden des Nachts von Wadenkrämpfen wachgerüttelt. Wadenkrämpfe können also noch andere Ursachen haben.

Wadenkrämpfe durch Mineralstoffmangel

 Bei einem Grossteil der Wadenkrampf-Geplagten entsteht das zumeist nächtliche Leiden aufgrund eines Mineralstoffmangels bzw. eines aus dem Gleichgewicht geratenen Mineralstoffhaushaltes. In Frage kommen dabei in erster Linie ein Mangel an Magnesium, manchmal ein Mangel an Calcium, ein Mangel an Kalium oder auch - gerade bei Sportlern - ein Mangel an Natrium.

Insbesondere ein Magnesiummangel kann heutzutage schnell entstehen. Alkohol- und Abführmittelmissbrauch, chronische Durchfälle, Diabetes bzw. ein hoher Blutzuckerspiegel, Stress, Ausdauersport und eine Schwangerschaft (bei einer Schwangerschaft steigt der Magnesiumbedarf um mindestens 50 Prozent) gehören dabei zu jenen Faktoren, die den Magnesiumspiegel im Körper rapide sinken lassen können – besonders dann, wenn die Ernährung arm an Mineralstoffen ist und der Organismus seine leeren Magnesiumspeicher nicht wieder auffüllen kann.

Wadenkrämpfe, weil die Muskelzelle nicht mehr entspannen kann

Als Grundvoraussetzung für reibungslose Bewegungsabläufe gilt die einwandfreie Kommunikation zwischen Muskeln und Nerven. Diese Kommunikation kann jedoch nur dann funktionieren, wenn der Mineralstoffhaushalt ausgeglichen ist. Soll ein Muskel bewegt werden, dann zieht er sich erst zusammen, entspannt sich wieder, zieht sich zusammen, entspannt usw. Das Zusammenziehen geschieht unter anderem dadurch, dass Calciumionen in die Muskelzelle einströmen. Zur Entspannung des Muskels wird der Calciumionen-Einstrom in die Muskelzelle gestoppt. Für diesen Stopp ist Magnesium zuständig. Fehlt Magnesium jedoch, dann bleibt der Muskel dauerhaft angespannt. Es kommt zum schmerzhaften Wadenkrampf. Folglich greift die Versorgung mit ausreichend Magnesium das Übel nahezu an der Wurzel, während die Schulmedizin – wie üblich – meist nur die Symptomatik bekämpft.

Wadenkrämpfe in der Schulmedizin

Die Schulmedizin behandelt Wadenkrämpfe gelegentlich mit Chininsulfat. Chininsulfat ist eigentlich ein Medikament, das zur Behandlung der Malaria eingesetzt wird. Nun ist Malaria in der Tat eine bedrohliche Erkrankung, die unter Umständen zum Tode führen kann. In einer solchen Situation nimmt man gerne die eine oder andere Nebenwirkung in Kauf – Hauptsache der Malariaerreger verschwindet aus dem Blut. Bei im Grunde zwar störenden, aber dennoch harmlosen Wadenkrämpfen stellt sich dann jedoch die Frage, ob man tatsächlich ein Mittel einnehmen möchte, das nebenbei die Blutqualität mindern, Fieberschübe oder Tinnitus (Ohrgeräusche) auslösen, zu Nieren- und Leberfunktionsstörungen, Atemwegskrämpfen sowie Nervenschäden und im unglücklichsten Falle auch zum Tode führen kann – zumal manche Studienergebnisse keinesfalls so überzeugend klingen, als dass man die Risiken der Nebenwirkungen durch Chininsulfat gerne eingehen möchte.

So stellte beispielsweise eine Metaanalyse aus dem Jahre 1997 (1) fest, dass Chinin bei Personen, die vier Wadenkrämpfe pro Woche hatten, die Anzahl der Wadenkrämpfe um lediglich einen Krampf auf drei Wadenkrämpfe pro Woche reduzieren konnte. Die Forscher dieser Studie wiesen ausserdem darauf hin, dass offenbar bevorzugt solche Untersuchungen publiziert worden seien, die eine auffällige Wirksamkeit des Chinins bei Wadenkrämpfen aufwiesen, während sie in nicht veröffentlichten Studien deutlich geringer war.

Schulmedizin betäubt die Muskeln – Magnesium optimiert die Muskelfunktion

Die Wirkung von Chininsulfat auf die Muskulatur beruht auf die folgenden Eigenschaften: Chinin mindert die Reaktionsfähigkeit des Muskels sowie seine Erregbarkeit durch die Nervenzellen. Während Chinin also den Muskel regelrecht (bis zu einem gewissen Grad) zu betäuben scheint und gleichzeitig die Chancen erhöht, sich durch mögliche Nebenwirkungen das eine oder andere neue Symptom einzuhandeln, führt eine Magnesium-Behandlung nicht nur zu einer gesünderen Muskelfunktion, sondern zu einer Vielzahl weiterer positiver Auswirkungen.

Magnesium ist schliesslich (im Gegensatz zu Chininsulfat) ein lebenswichtiger Mineralstoff, der an einer Vielzahl von Körperfunktionen beteiligt ist. Da Magnesium heute überdies in viel zu geringen Dosen verzehrt wird, handelt es sich bei der Magnesium-Behandlung weniger um eine „Behandlung“ als vielmehr um einen gesunden und längst überfälligen Ausgleich des Mineralstoffhaushalts.

FDA warnt vor Chininsulfat zur Behandlung von Wadenkrämpfen

Die amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat dies überraschenderweise schon im Jahre 1994 erkannt und daraufhin den rezeptfreien Verkauf von Chininsulfat in den USA verboten. Erst 2006 hatte die FDA dann erneut vor der Anwendung von Chininsulfat bei Wadenkrämpfen gewarnt. Es helfe zwar durchaus bei Wadenkrämpfen, habe aber ein Nebenwirkungspotential, das in keinem Verhältnis zum möglichen Nutzen stehe. In Deutschland ist Chininsulfat jedoch nach wie vor ohne Rezept erhältlich.

Bei Wadenkrämpfen ist Magnesium das erste Mittel der Wahl

Eine Studie (2) der American Academy of Neurology AAN untersuchte Veröffentlichungen zum Thema Muskelkrämpfe aus den Jahren 1950 bis 2008. In den meisten Untersuchungen halfen sowohl Magnesium als auch Chininsulfat gegen Wadenkrämpfe. Ja, offenbar hätten sogar Dehnübungen der Wadenmuskeln bereits vorbeugend gute Ergebnisse erzielt.

Auch die Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen Fachgesellschaften AWMF empfiehlt in ihrer Leitlinie zu Wadenkrämpfen aus dem Jahre 2008, Wadenkrämpfe zu allererst einmal mit Magnesium-Präparaten und Dehnübungen anzugehen, bevor man zu Chininsulfat greife.

Bei Wadenkrämpfen: Transdermales Magnesiumchlorid

Werden Magnesiumpräparate jedoch oral eingenommen, dann hängt die Menge des vom Körper dann auch tatsächlich verwerteten Magnesiums von den Kapazitäten des Verdauungssystems ab. Folglich können Menschen mit einem Magensäuremangel (der sich paradoxerweise auch in Sodbrennen äussern kann) oder anderen Resorptionsproblemen (z. B. bei chronischen Darmerkrankungen) von oral zugeführten Mineralstoffen oft nur einen Bruchteil nutzen. Transdermales Magnesiumchlorid hingegen spart sich den Umweg über das Verdauungssystem. Stattdessen wird es auf die Haut aufgetragen, über die Haut aufgenommen und gelangt auf diese Weise - ohne Verluste und in Windeseile - genau dorthin, wo es gebraucht wird: Direkt in den Muskel.

Anwendung bei Wadenkrämpfen (und anderen Muskelschmerzen)

Transdermales Magnesiumchlorid ist eine Magnesiumchloridlösung, die auf die Haut gesprüht, dann einmassiert und nach einer Einwirkzeit von etwa 20 bis 30 Minuten wieder abgeduscht wird. Eine andere Anwendungsmöglichkeit von transdermalem Magnesiumchlorid ist ein bequemes Fussbad in einer Mischung aus Wasser und Magnesiumchlorid. Dazu werden etwa 100 Milliliter transdermales Magnesiumchlorid in ein knöcheltiefes körperwarmes Fussbad gegeben. Das Fussbad sollte 30 bis 45 Minuten lang dauern.

Transdermales Magnesiumchlorid für eine sichere Magnesiumversorgung

Manche Studien zur Wirkung von (oral aufgenommenem) Magnesium auf Wadenkrämpfe erbrachten keine eindeutigen Ergebnisse. Möglicherweise deshalb, weil diese Studien kaum länger als vier Wochen dauerten. Oral aufgenommenes Magnesium kann jedoch in manchen Fällen 6 bis 12 Monate benötigen, um den intrazellulären Magnesiumspiegel wieder aufzufüllen. Eine transdermale Magnesiumlösung mit einem Anteil von 30 Prozent Magnesiumchlorid schafft dies jedoch in nur einem Bruchteil der Zeit.

Dr. Norman Shealy zeigte in einer Studie, dass 75 Prozent der Teilnehmer nach nur vier Wochen mit täglichen Magnesiumchlorid-Fussbädern und der täglichen Applikation von transdermalem Magnesiumchlorid auf die Haut ihren intrazellulären Magnesiumlevel so anheben konnten, dass sie sich schliesslich im empfohlenen Referenzbereich befanden. (3)

Magnesiumchlorid wird auch manchmal Magnesiumöl genannt. Es ist jedoch kein Öl, fühlt sich auf der Haut aber fast so an. Magnesiumchlorid besteht aus 11,8 Prozent Magnesium, das an 88,2 Prozent Chlorid gebunden ist. Es wird durch Verdampfen von Meerwasser gewonnen. Anschliessend wird das Natriumchlorid (Kochsalz) entfernt und Magnesiumchlorid bleibt übrig.

Transdermales Magnesiumchlorid: Die Lösung bei Magnesiummangel

Da die Fähigkeit des Körpers, neues Magnesium über den Darm zu resorbieren, leider ausgerechnet dann sinkt, wenn der bestehende Magnesiummangel eine bestimmte Grenze überschritten hat und beginnt, Symptome (wie z. B. Wadenkrämpfe) zu zeigen, wird von oral aufgenommenem Magnesium um so weniger resorbiert, je grösser der Magnesiummangel ist. Die optimale Lösung, um einen bestehenden Magnesiummangel also schnell und sicher zu beheben, ist folglich die Magnesiumaufnahme über die Haut. Ist der Magnesiummangel mit Hilfe von transdermalem Magnesium erst einmal behoben, dann kann sich der Organismus auch wieder selbständig über die Nahrung mit Magnesium versorgen.

Anmerkung: Wenn Sie mit niedrigem Blutdruck, mit schwerwiegenden Nierenproblemen (zum Beispiel mit Niereninsuffizienz) oder mit Myasthenia gravis (Muskelleiden, bei dem die Muskeln so ermüdet sind, dass sie zeitweise gelähmt sein können) zu kämpfen haben, sollten Sie kein zusätzliches Magnesium einnehmen bzw. die Angelegenheit mit Ihrem Arzt besprechen.

Massnahmen bei Wadenkrämpfen

  1. Sprühen Sie bei einem akuten Wadenkrampf – nach der entsprechenden Dehnung zur Entspannung der Muskeln - transdermales Magnesiumchlorid auf die Wadenmuskulatur und massieren das Magnesiumchlorid in die Haut ein. Lassen Sie es 20 bis 30 Minuten lang einwirken und duschen Sie es dann ab. Zur langfristigen und insbesondere vorbeugenden Therapie von Wadenkrämpfen wird transdermales Magnesiumchlorid ein- bis zweimal täglich angewandt (siehe weiter oben „Anwendung bei Wadenkrämpfen“).
  2. Ernähren Sie sich gezielt mit ausgesuchten magnesiumreichen Lebensmitteln wie beispielsweise Amaranth, Quinoa, Meeresalgen, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Mandeln und Trockenfrüchte (z. B. getrocknete Bananen, Feigen, Aprikosen etc.).
  3. Spezielle Gymnastikübungen zur Vorbeugung von Wadenkrämpfen verbessern die Muskelfunktion und die Durchblutung.
  4. Trinken Sie ausreichend reines Quellwasser, um den Wasser- und auch den Elektrolythaushalt im Gleichgewicht zu halten.
  5. Trinken Sie Tees aus Heilpflanzen, die so genannte einfache Cumarine enthalten. Diese Cumarine wirken u. a. entkrampfend, lymphabflussfördernd und durchblutungsfördernd. Sie sind beispielsweise in Anis, Kamille, Waldmeister und weissem Steinklee enthalten.
  6. Trinken Sie täglich einen grünen Smoothie oder 0,3 bis 0,5 Liter frisch gepressten Saft aus kaliumreichen Gemüsen, um Ihren Kaliumhaushalt zu regulieren. Kaliumreiche Gemüse sind z. B. Spinat, Pastinaken, Löwenzahnblätter (und andere Wildkräuter), Petersilie (und andere Gartenkräuter), Grünkohl etc. Der Saft sollte nur zu geringen Teilen aus Wild- und Gartenkräutern bestehen, d. h. es sollten nicht mehr als 50 Gramm Kräuter entsaftet werden. Mit entsafteten Karotten, Rote Beten oder auch Äpfeln kann der Saft verdünnt bzw. geschmacklich aufgebessert werden. Der Saft sollte auf leeren Magen getrunken werden.
  7. Trinken Sie am Nachmittag eine Mandelmilch. Mandeln sind äusserst reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Datteln sind – wie die meisten Trockenfrüchte – sehr kaliumreich. Diese rein pflanzliche Milch kann auch mit Sesam (statt mit Mandeln) zubereitet werden und liefert auf diese Weise noch mehr Magnesium und gleichzeitig ausserordentlich viel Calcium.
  8. Führen Sie eine gründliche Entsäuerungskur durch: Ein Mineralstoffmangel ist in den meisten Fällen auch die Folge einer chronischen Übersäuerung des Gewebes. Wenn im Körper aufgrund einer säureüberschüssigen Ernährungsweise (Teig- und Backwaren, Fleisch- und Wurstprodukte, Milchprodukte, Süssigkeiten, etc.) und einer säurebildenden Lebensweise (Stress, Sorgen, Ängste, Bewegungsmangel) Säuren entstehen bzw. die entstehenden Säuren nur unzureichend abgebaut werden können, dann müssen diese – um den Organismus vor den ätzenden Eigenschaften dieser Säuren zu schützen - mit Mineralstoffen neutralisiert (gepuffert) werden. Da die genannte Ernährungsweise aber nicht nur Säuren, sondern gleichzeitig sehr viel weniger Mineralstoffe liefert, als benötigt werden, führt eine chronische Übersäuerung über kurz oder lang zu einem chronischen Mineralstoffmangel, der sich in den unterschiedlichsten Symptomen bemerkbar machen kann, wie z. B. in Gelenkerkrankungen, Gefässerkrankungen oder eben auch in Wadenkrämpfen.
  9. Falls ein Calciummangel der Grund für Ihre Wadenkrämpfe ist, kann dieser Mineralstoffmangel einerseits mit den genannten Tipps unter 5. und 6. sowie andererseits mit Hilfe eines Mineralstoffpräparats behoben werden. Das Mineralstoffpräparat sollte die Mineralstoffe Calcium und Magnesium im richtigen Verhältnis von 2 : 1 enthalten, wie z. B. die Sango Meereskoralle.
  10. Achten Sie auf bequemes und keinesfalls zu enges Schuhwerk. Ungeeignete Schuhe versetzen die Fuss- und Wadenmuskulatur in einen dauerhaft angespannten Zustand, was die Entwicklung von Wadenkrämpfen begünstigen kann.
  11. Kümmern Sie sich beim Sport um ein ausgiebiges Warm-up.
  12. Machen Sie bei sitzenden Tätigkeiten öfter eine Pause, bewegen Sie sich dabei und machen Sie Stretching-Übungen. Sitzen Sie nicht mit übergeschlagenen Beinen.
  13.  Reduzieren Sie Alkohol, Nikotin und Koffein, da diese Genussgifte die Entstehung von Wadenkrämpfen fördern können.

Quellen:

  1. Man-Son-Hing M, Wells G, Lau A. “Quinine for nocturnal leg cramps: a meta-analysis including unpublished data.” J Gen Intern Med. 1998 Sep;13(9):600-6.
    (Chinin für nächtliche Wadenkrämpfe: Analyse mit unpublizierten Daten)
    [Quelle als Link] [Quelle als PDF]
  2. Katzberg HD, Khan AH, So YT. “Assessment: symptomatic treatment for muscle cramps (an evidence-based review): report of the therapeutics and technology assessment subcommittee of the American academy of neurology.” Neurology. 2010 Feb 23;74(8):691-6.
    (Symptom-Behandlung von Muskelkrämpfen)
    [Quelle als Link]  [Quelle als PDF]
  3. “Transdermal Magnesium Therapy: A New Modality for the Maintenance of Health” von Mark Sircus
    (Transdermale Magnesium Therapie: Eine neue Modalität zur Erhaltung der Gesundheit)
    [Quelle als Link]  [Quelle als PDF]
     

Fussnoten

*Myalgie: Muskelschmerzen z. B. bei Fibromyalgie Fibromyalgie

**ALS: Amyotrophe Lateralsklerose: Degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems mit Funktionseinschränkungen der Muskulatur, was sich in spastischen Lähmungen, Sprech- und Schluckstörungen u. a. äussern kann.

***Restless-Legs-Syndrom: Quälende Unruhe, Kribbeln oder Ziehen in den Beinen, manchmal auch in den Beinen. Die Symptome treten meist in Ruhe, insbesondere abends sowie in der Nacht auf und führen teilweise zu extremen Schlafstörungen. Die Ursachen für diese Problematik sind unbekannt.




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(1)

Rebeka Miller
geschrieben am: Donnerstag, 17. November 2011, 11:34
eMail-Adresse hinterlegt

Guten Morgen, mir ist nicht ganz klar, warum genau Magnesium für niereninsuffiziente ( Dialysepatient? ) nicht empfehlenswert ist? Wird es vom Körper nicht aufgenommen? Oder "abgelagert" ?Danke im Voraus, R.M.




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Rebeka,
vielen Dank für Ihre Mail.
Die Nieren haben unter anderem die Aufgabe, den Mineralstoffhaushalt des Körpers zu regeln. Wenn die Nieren unter eingeschränkter Leistungsfähigkeit leiden, können mögliche Mineralstoffüberschüsse nicht mehr ausgeglichen werden. Es kann im Falle des Magnesiums zu einer Hypermagnesiämie kommen.

Die Symptome eines solchen Magnesiumüberschusses können die folgenden sein: Verstopfung, Erbrechen, Muskelinsuffizienz bis hin zu Atemlähmung und Herzstillstand.
Da jedoch Dialysepatienten oft unter einem Mineralstoffmangel leiden, kann mit dem betreuenden Therapeuten eine zusätzliche und der Dialyse angepasste Mineralstoffversorgung besprochen werden.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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