Zucker lässt den Cholesterinspiegel steigen
Zucker ist schädlich und kann viele Beschwerden und chronische Erkrankungen begünstigen. Auch das Risiko für Übergewicht steigt, wenn man gerne süß isst oder trinkt - und Übergewicht kann den Cholesterinspiegel erhöhen.
Forscher der britischen University of Warwick haben nun aber auch einen direkten Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Cholesterinspiegel entdeckt. Der süße Stoff führt im Körper zur Bildung von Methylglyoxal (MG).
Dr. Naila Rabbani und ihre Kollegen stellten fest, dass MG die Moleküle des (guten) HDL-Cholesterins instabil macht. Sie fallen daraufhin auseinander und können ihre Arbeit nicht mehr verrichten.
Das jedoch ist fatal, denn eine der Aufgaben des HDL ist es, das schädliche LDL-Cholesterin und andere Blutfette zur Leber zu transportieren, wo sie abgebaut und ausgeschieden werden können. Wird das HDL-Cholesterin nun vom MG geschädigt, steigt der LDL-Spiegel.
Wie Zucker zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann
Je niedriger der HDL-Spiegel und je höher der LDL-Spiegel ist, umso gefährlicher wird es für das Herz-Kreislauf-System.
So wird ein hoher LDL-Spiegel mit diversen Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht, unter anderem auch mit Herzinfarkten und Arteriosklerose.
Im Grunde kennt der Körper jedoch Methylglyoxal und weiß um dessen Toxizität. Daher verfügt er auch über eine Möglichkeit, Methylglyoxal abzubauen. Er tut dies mit Hilfe eines Enzyms namens Glyoxalase 1 (kurz Glo 1). Glo 1 baut MG zu harmlosen Stoffen ab.
Werden jedoch ständig gesüßte Lebensmittel verzehrt oder auch Produkte aus isolierten Kohlenhydraten (Weißmehl, weißer Reis, Stärke etc.), die rasch zu Zucker (Glucose) verstoffwechselt werden, reichen die körpereigenen Schutzmechanismen gegen das nun reichlich entstehende Methylglyoxal nicht mehr aus – und der Cholesterinspiegel steigt.
Mit zunehmendem Alter nimmt überdies die körpereigene Glo-1-Menge ab, sodass der MG-Spiegel und mit ihm das Cholesterin immer weiter ansteigen können.
Zuckerreduktion senkt Cholesterinspiegel
Die Studie ist hochinteressant, gibt sie doch eine weitere Erklärung dafür, warum es nicht zwingend das Ei sein muss und auch nicht unbedingt die Butter, die den Cholesterinspiegel steigen lassen, sondern auch eine kohlenhydratlastige Ernährung aus Brot- und Backwaren, aus Pasta, Süßigkeiten und aus zuckerhaltigen Getränken (1).
Dies zeigt auch, warum der Cholesterinspiegel oft nicht zufriedenstellend sinkt, wenn lediglich cholesterinreiche Lebensmittel gemieden werden, der Speiseplan aber weiterhin voll beladen ist mit Pizza, Pasta, Praliné und Co.
Sie haben einen hohen Cholesterinspiegel und würden ihn gerne senken? Sie essen gerne die genannten ungünstigen Lebensmittel, kommen aber einfach nicht vom Zucker los? Lesen Sie dann gerne unseren Artikel Ausstieg aus der Zuckersucht.