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  • Ältere Dame hält eine Walnuss
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Walnüsse gegen Alzheimer - Was die Forschung zeigt

Walnüsse könnten mehr sein als nur ein gesunder Snack. Ihre Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren wirken sich sehr positiv auf unseren Körper aus - und auch auf unser Gehirn. Wir stellen Studien vor, in denen man die Wirkung von Walnüssen bei der Alzheimer-Krankheit untersuchte.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 20 September 2026
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Alzheimer: Walnüsse sind gut fürs Gehirn!

Bei der Alzheimer-Erkrankung versucht man das Fortschreiten medikamentös zu verlangsamen. An Heilung ist derzeit noch nicht zu denken. Risikofaktoren sind jedoch bekannt, so dass man präventiv tätig werden kann, z. B. mit einer gesunden Ernährung, viel Bewegung und regelmäßigen geistigen Herausforderungen.

Oxidativer Stress und Entzündungen im Körper spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Alzheimer. Daher kann man - ob zur Vorbeugung oder begleitenden Therapie - gezielt solche Maßnahmen und Lebensmittel auswählen, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken.

Walnüsse sind ein solches Lebensmittel, da sie einen hohen Gehalt an Antioxidantien aufweisen und überdies dank ihres Omega-3-Gehalts Entzündungen entgegenwirken.

Mausstudie: Walnüsse schützen das Gehirn

Wissenschaftler des New York State Institute for Basic Research in Developmental Disabilities teilten Mäuse in drei Gruppen ein. Es handelte sich um transgene Mäuse, die also genetisch bedingt alzheimerähnliche Veränderungen im Gehirn (Amyloidablagerungen) und im Verhalten entwickeln und daher als sog. "Alzheimer-Modell" eingesetzt werden:

  1. Eine Gruppe erhielt eine Nahrung, die zu 6 % aus Walnüssen bestand (auf das Gewicht bezogen, also 100 g des Futters enthielt 6 g Walnüsse).
  2. Die zweite Gruppe erhielt eine Nahrung, die zu 9 % aus Walnüssen bestand.
  3. Die dritte Gruppe war die Kontrollgruppe und erhielt keine Walnüsse.

Diejenigen Mäuse, die walnusshaltiges Futter erhielten, waren lernfähiger, hatten ein größeres Erinnerungsvermögen, weniger Angst und bessere motorische Fähigkeiten als die Kontrollgruppe – und zeigten somit keine oder schwächere Alzheimer-Symptome (1).

Je länger die Tiere das walnussreiche Futter bekamen und je höher die Dosis war, umso deutlicher waren diese Unterschiede zu erkennen.

Wie viele Walnüsse müsste man essen?

Bezogen auf die menschliche Nahrung würden laut der Forscher der 6-prozentige Anteil etwa 28 g Walnüssen pro Tag entsprechen und der 9-prozentige Anteil etwa 42 g.

Walnüsse erhöhen Denkleistung

Dr. Abha Chauhan, die Leiterin der Studie erklärt, dass es bereits zahlreiche andere Studien zu den positiven Auswirkungen von Walnüssen auf die Gedächtnisleistung gibt und dass die antioxidativen Eigenschaften der Nüsse hier eine wichtige Rolle spielen.

Die alzheimertypischen Eiweißablagerungen im Gehirn (Amyloidablagerungen) werden von freien Radikalen mitverursacht, so dass Antioxidantien hier hilfreich sein könnten - nicht nur präventiv, sondern auch bei bestehender Erkrankung das Fortschreiten verlangsamen könnten.

Laborstudie: Walnussextrakt löst Amyloidablagerungen auf

Eine US-Studie von 2004 lieferte bereits erste Erkenntnisse über die Wirkung von Walnüssen auf Eiweißablagerungen im Gehirn (2). Hier setzte ein Team des New York State Institute for Basic Research in Developmental Disabilities einen methanolischen Extrakt aus Walnüssen ein.

Allerdings wurde dieser im Reagenzglas mit im Labor hergestellten Amyloidablagerungen zusammengebracht. Es gab also weder Tiere noch Menschen, die hier als Probanden fungierten.

Nach zwei bis drei Tagen konnten bis zu 90 % neuer Ablagerungen verhindert werden. Zusätzlich wurden bereits bestehende Ablagerungen sogar wieder abgebaut – auch hier waren es 90 %.

Wie sieht nun die Studienlage zu diesem Thema bis zum aktuellen Zeitpunkt (September 2026) aus? Gab es inzwischen Studien mit menschlichen Teilnehmern?

Nach zwei Jahren geringerer kognitiver Abbau bei 30-60 g Walnüssen pro Tag

In der randomisierten WAHA-Studie (2020) sollten 708 kognitiv gesunde Menschen im Alter von 63 bis 79 Jahren über 2 Jahre hinweg entweder 30–60 g Walnüsse täglich essen (etwa 15 % der täglichen Energiezufuhr) oder - in der Kontrollgruppe - Walnüsse meiden (3)

Die Studie wurde an zwei Standorten durchgeführt, Barcelona und Kalifornien. Betrachtete man alle Teilnehmer gemeinsam, unterschied sich die Entwicklung der kognitiven Leistungsfähigkeit nicht signifikant zwischen Walnuss- und Kontrollgruppe. Betrachtete man jedoch nur die Teilnehmer am Studienstandort Barcelona, zeigte sich, dass die kognitive Leistungsfähigkeit in der Walnussgruppe signifikant weniger stark abnahm als in der dortigen Kontrollgruppe.

Je mehr Walnüsse, umso besser die kognitive Leistung

In einer vierjährigen Beobachtungsstudie mit 3.632 US-Amerikanern ab 65 Jahren zeigte sich, dass Personen, die Walnüsse aßen, bessere kognitive Werte hatten als Nicht- oder Wenig-Walnussesser (4). Dabei galt: Je höher der Walnussverzehr, desto besser war die kognitive Leistung.

Training verbessert Gehirnleistung - umso mehr, wenn zusätzlich Walnüsse gegessen werden

In einer kleinen randomisierten Studie von 2024 absolvierten 20 gesunde, körperlich aktive ältere Männer sechs Wochen lang dreimal wöchentlich kombiniertes Kraft- und Ausdauertraining (5). Zehn Teilnehmer aßen zusätzlich 15 g Walnüsse täglich, die anderen zehn trainierten ohne Walnüsse.

Die kognitive Leistung wurde mit dem MoCA-Test (Montreal Cognitive Assessment (MoCA) untersucht und verbesserte sich in der Walnussgruppe stärker.

Auch bei jüngeren Menschen fördern Walnüsse die kognitive Leistung

Von 2025 stammt eine Pilotstudie mit 32 gesunden Erwachsenen zwischen 18 und 30 Jahren (6). Sie erhielten an einem Versuchstag ein Frühstück mit 50 g Walnüssen, an einem zweiten Versuchstag ein Frühstück ohne Nüsse (aber mit demselben Kaloriengehalt).

Nach dem Walnussfrühstück zeigten sich im Tagesverlauf Verbesserungen bei bestimmten kognitiven Tests, unter anderem schnellere Reaktionszeiten bei Aufgaben, für die Konzentration, Aufmerksamkeit und schnelle Entscheidungen erforderlich waren; gleichzeitig wurden Veränderungen der Gehirnaktivität mittels EEG beobachtet. Die Ergebnisse waren allerdings nicht bei allen kognitiven Tests einheitlich.

Zwar handelt es sich um eine Studie mit jungen Leuten, so dass sie im Zusammenhang mit Demenzen nicht so relevant ist. Dennnoch zeigt sie, wie gut Walnüsse sogar schon bei Jüngeren die Kognition fördern können.

In Planung: Studie bei Menschen mit Gedächtnisproblemen

Geplant ist derzeit eine Studie mit 78 Erwachsenen mit kognitiver Beeinträchtigung. Untersucht werden soll einerseits die Wirkung einer einzelnen walnusshaltigen Mahlzeit und andererseits die Wirkung nach einer Woche Walnussverzehr. Sobald die Ergebnisse veröffentlicht sind, berichten wir hier darüber (7).

Fazit: Walnüsse sind gut fürs Gehirn - ob mit oder ohne Alzheimer

Walnüsse sind in jedem Fall sehr gesunde Lebensmittel. Sie enthalten wertvolle Nähr- und Vitalstoffen, die sich u. a. sehr positiv aufs Gehirn und die kognitiven Funktionen auswirken können. Da die Nüsse auch Vorteile für Herz, Kreislauf und Gefäße bereithalten und in der Krebsprävention eine Rolle spielen, lohnt es sich, regelmäßig Walnüsse zu snacken - 30-40 g dürfen es dabei gerne sein.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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