Verbot von Amalgam


In Schweden herrscht nun ein pauschales Verbot von gesundheitsschädlichen Amalgam (Quecksilber) in Zahnfüllungen.

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letzte Aktualisierung am 01.11.2014  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Regierung verbietet Amalgam

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(Zentrum der Gesundheit) - Die schwedische Regierung hat ein pauschales Verbot von Quecksilber beschlossen. Das Verbot bedeutet, dass die Verwendung von Zahnamalgam in Füllungen aufhören wird, und dass es ab sofort nicht mehr erlaubt ist, Produkte, welche Quecksilber enthalten, auf den schwedischen Markt zu bringen. "Schweden weist hiermit den Weg, Quecksilber - das nicht biologisch abbaubar ist - zu beseitigen und somit die Umwelt zu schützen.

Zahnfüllung Zahnfüllungen mit Amalgam sind in Schweden Geschichte

Starkes Signal gegen Amalgam

Das Verbot ist ein starkes Signal an andere Länder und ein schwedischer Beitrag zu den Anstrengungen der EU und den Vereinten Nationen den Gebrauch und den Ausstoße an Quecksilber zu verringern," erklärte Umweltminister Andreas Carlgren.

Alternativen müssen eingesetzt werden

Die Entscheidung der Regierung bedeutet, dass quecksilberhaltige Produkte nicht mehr auf dem schwedischen Markt erscheinen dürfen. In der Praxis bedeutet dies, dass in der Zahnmedizin, der chemischen Analyse und Chloralkali-Industrie alternative Techniken genutzt werden müssen . Die schwedische Chemikalien-Behörde wird autorisiert, in bestimmten Fällen Ausnahmegenehmigungen erlassen zu können.

Deutsche Giftdeponien mit mangelhafter Sicherheit

In Verbindung mit der Regierungsentscheidung werden quecksilberhaltige Abfälle in anderen EU-Mitgliedsstaaten in dort befindlichen unterirdischen Deponien endgelagert. Der schwedische Markt für Giftmüll ist sehr klein. Im letzten Frühjahr ergab eine öffentliche Untersuchung, dass es beispielsweise in Deutschland Deponien für quecksilberhaltige Giftmülle gibt, die den Sicherheitsbestimmungen der schwedischen Gesetzgebung mehr als entsprechen.

Der Aufbau eines eigenen schwedischen Endlagers wäre ca. 15mal teurer als die Deponierung des Abfalls in bereits existenten Anlagen in der EU. Die mit diesem Thema befassten Behörden teilten die Ergebnisse der Untersuchung.

Hohe Kosten für die Verursacher

"Das Verfolgen herkömmlicher Lösungen und eine fast 40 Jahre währende Erfahrung in der Lagerung von Quecksilber ist nicht gleichbedeutend mit einer Herabsenkung von Sicherheitsstandards. Der Abfall wird zu unterirdischen Deponien transportiert, die hohen Sicherheitsstandards unterliegen. In Übereinstimmung mit dem "Verursacher-zahlt-Prinzip" sind die Besitzer des Sondermülls verantwortlich für den Transport zu den Endlagern und für die Kosten des Verfahrens," sagt Mr. Carlgren.

Die Verbringungsmöglichkeiten in andere EU-Staaten sorgen für höhere Anreize, die gewünschte Entwicklung von sicheren groß angelegten Technologien zu beschleunigen, um quecksilberhaltigen Müll zu verringern. Seit Anfang der 1990er Jahre gibt es in Schweden ein Verbot auf die Produktion und den Verkauf bestimmter quecksilberhaltiger Produkte, wie beispielsweise Thermometer und andere Messinstrument, sowie elektronische Komponenten. Die neue Verordnung trat am 01. Juni 2009 in Kraft.

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Quelle


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(1)

Daniela Rogat
geschrieben am: samstag, 29. august 2009, 10:38
eMail-Adresse hinterlegt
Wo haben die Schweden denn ihre bisherigen Quecksilberabfälle deponiert? Ich denke dabei vor allem an Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren und den "Trester" aus den Amalgamsammlern in Dentalpraxen und Laboratorien...

Warum unterirdisch in anderen EU-Mitgliedsstaaten für schlechte Zeiten bunkern?

Jörg Hacker vom Robert-Koch-Institut hatte vor kurzem eine DEGUSSA-finanzierte Studie publiziert, in der er die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Mercurium in Amalgamfüllungen unter "Beweis" stellte... Verfüttern wir das Zeugs an ihn und exportieren ihn nach Schweden! Das spart überflüssige Transportkosten und schont die Umwelt. ;-)

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Dieser Artikel erschien zuerst in raum&zeit Nr. 152.

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