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Artemisia annua

Da ich versuche den Eppstein Barr Virus unter Kontrolle zu bekommen wollte ich mal fragen ob es sich mit anderen Heilpflanzen(Beijal Helmkraut,Färberwald, Süßholz, Kalmegh, Echtes Herzgespann, Rosenwurz) verträgt?

3. Oktober 2025
1 Antwort
Carina Rehberg
Carina Rehberg
ZDG-Redaktion
3. Oktober 2025

Hallo Nico,

grundsätzlich sind die von Ihnen genannten Pflanzen (nach unserem Wissensstand) nicht dafür bekannt, sich in üblichen Dosierungen gegenseitig negativ zu beeinflussen - auch nicht in Bezug auf Artemisia annua. In der Pflanzenheilkunde werden Kombinationen aus verschiedenen antiviralen, immunmodulierenden und leberunterstützenden Kräutern sogar häufig gezielt eingesetzt – etwa bei chronischen Viruslasten (wie EBV) oder zur allgemeinen Immunstärkung.

Achten Sie lediglich auf die möglichen Nebenwirkungen der einzelnen Pflanzen bei höherer Dosierung bzw. bei Langzeiteinnahme, z. B. kann Süßholz bei hoher Dosierung oder Langzeiteinnahme den Blutdruck erhöhen, Kalium senken und Wassereinlagerungen verursachen - je nach Glycyrrhizinmenge und Einnahmedauer.

Viele Grüße, Ihr ZDG-Team

nico.oelschlaegel
nico.oelschlaegel
3. Oktober 2025
Vielen Dank! In der Eppstein Barr Tinktur wäre eine Menge von 300mg Süßholz pro Tagesdosis. Nicht zu hoch eigentlich. Oder könnte man es nur mit Artemisia annua versuchen gegen den EBV anzukommen? Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Carina Rehberg
Carina Rehberg
4. Oktober 2025
Hallo Nico, es kommt auf den Glycyrrhizinanteil Ihres Süßholzextrakts an. Allerdings ist 300 mg Extrakt wenig. Als problematisch gelten Werte von mehr als 100 mg Glycyrrhizin pro Tag. Ein Extrakt hat aber meist nur 5-20 % Glycyrrhizin. Ob Artemisia annua allein hilfreich ist, lässt sich auf Basis der bisherigen Daten nicht sicher beantworten. Es kommt auch immer sehr auf die individuelle Situation und Konstitution an und natürlich auf die Konzentration (Artemisiningehalt) der Darreichungsform an. Meist kombiniert man - wie Sie bereits vorhatten - verschiedene Pflanzen, um unterschiedliche Wirkmechanismen abzudecken. Es gibt aber auch Therapeuten, die erst einmal nur Artemisia annua einsetzen. Ideal wäre, wenn Sie dies mit einem Phytotherapeuten/ganzheitlich tätigen Arzt besprechen könnten. Viele Grüße, Ihr ZDG-Team