Melden Sie sich an, um alle Funktionen des Dienstes zu nutzen

Astaxanthin und grüner Star

Kann ich Astaxanthin und OPC sowie Q10 gleichzeitig nehmen? OPC wegen schweren Beinen und Astax. und Q10 wegen grünem Star.

16. Mai 2025
2 Antworten
pjhome
pjhome
Oecotrophologie, Ergotherapie, Rendsburg
16. Mai 2025

Moin, der s. g. Grüne Star ist eine Augenerkrankung, bei der das Kammerwasser nicht mehr richtig abfließen kann, und sich dadurch der Augeninnendruck erhöht. Damit ist eine gute Vorausetzung geschaffen, zu Erblinden, weil diese Erkrankung langfristig die Sehnerven in den Augen komprimieren, und zerstören! Daher sollten sie unbedingt einen Augenarzt aufsuchen, und den Augeninnendruck messen lassen! Das tut nicht weh, und sie bekommen ggf. Augentropfen verschrieben, die allerdings lebenslang genommen werden müssen. Bei einer Verschlechterung der Druckverhältnisse unter der Tropfentherapie gibt es verschiedene operative Verfahren. Es ist auch hilfreich, nachzuforschen, woher die Druckerhöhung kommt. Bei mir war es die Cortisonmedikation. Nach dem Ausschleichen des Cortisons normalisierte sich der Druck wieder. Für sie ist wichtig, nicht lange rumzuexperimentieren, um eine Chronifizierung zu vermeiden. Also nichts wie zum Augenarzt*Ärztin, oder bei zu langen Wartezeiten in eine Augenklinik! Ein Hyperglaukoma kann plötzlich auftreten, und ist ein anerkannter Notfall ähnlich einem Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Viel Glück, und Gute Genesung wünscht Peter

Carina Rehberg
Carina Rehberg
ZDG-Redaktion
16. Mai 2025

Hallo Birgit,

die Kombination von Astaxanthin, OPC und Coenzym Q10 ist in der Regel gut verträglich und kombinierbar, da die drei Mittel teilweise unterschiedliche Wirkmechanismen haben und sich somit in ihrer Wirkung unterstützen und verstärken. Sie könnten sogar zeitgleich eingenommen werden.

Astaxanthin und Coenzym Q10 am besten mit einer fetthaltigen Mahlzeit. OPC kann vor einer Mahlzeit genommen werden, wenn es nüchtern vertragen wird. Wenn nicht, dann gemeinsam mit den anderen zum Essen.

Denken Sie in jedem Fall insgesamt an eine gute Vitalstoffversorgung und überprüfen Sie, ob Sie genügend Magnesium, B-Vitamine, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen.

Falls Sie Medikamente nehmen, sollten Sie die Einnahme der NEM mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen. Viele Grüße, Ihr ZDG-Team

birgit.m.schneider
birgit.m.schneider
16. Mai 2025
Ah ok. Vielen lieben Dank! Mein Mann ist Raucher, darf er kein Astaxanthin nehmen? Hab da mal was gelesen.
Carina Rehberg
Carina Rehberg
21. Mai 2025
Hallo Birgit, bestimmt denken Sie an die Aussage, dass Raucher bei Betacarotin vorsichtig sein sollten. Betacarotin ist wie Astaxanthin ein Carotinoid. Beim Betacarotin bezieht sich die Warnung vor allem auf hohe Dosierungen in Nahrungsergänzungsmitteln (NEM). Studien haben gezeigt, dass hohe Dosen von Betacarotin (20–30 mg täglich) das Risiko für Lungenkrebs bei Rauchern erhöhen können. In Lebensmitteln ist Betacarotin aber nicht nur unbedenklich (in Möhren, Spinat, Kürbis, Aprikosen, Melonen etc.), sondern sehr gesund. Andere Carotinoide wie Lutein und Zeaxanthin, die besonders für die Augen wichtig sind und vor Makuladegeneration schützen, zeigten in Studien kein erhöhtes Krebsrisiko in den üblichen Dosierungen. In Bezug auf Astaxanthin gibt es ebenfalls keine Studien, die auf ein erhöhtes Krebsrisiko bei Rauchern hinweisen. Astaxanthin ist ein starkes Antioxidans mit neuroprotektiven und gefäßschützenden Eigenschaften, was bei einem Glaukom potenziell nützlich sein kann. Auch hat Astaxanthin einen anderen Wirkmechanismus als Betacarotin, so dass es in den üblichen Dosen von (4–12 mg/Tag) unseres Wissens nach kein Problem darstellt. In einer Studie beispielsweise mit Rauchern zeigte sich, dass Astaxanthin in einer kurweisen Einnahme von 3 Wochen bei einer Dosis von bis zu 40 mg pro Tag den antioxidativen Status der Raucher gut verbessern konnte. Sie könnten aber (bzw. Ihr Mann) ein zyklisches Einnahmeschema wählen, auch um Gewöhnungseffekte zu vermeiden, also z. B. 5 Tage pro Woche einnehmen und 2 Tage pausieren (z. B. am Wochenende) oder 3 Monate lang einnehmen und 1 Monat pausieren. Während der Pause von Astaxanthin könnten dann andere augenschützende Substanzen eingenommen werden, die auch für Raucher unbedenklich sind, z. B. die oben genannten (Lutein und Zeaxanthin) oder auch Vitamin C oder Coenzym Q10 oder Ginkgo biloba. Wichtig ist die Kombination mit einem gesunden Lebensstil (Stressreduktion, Nikotinreduktion, Blutdruckkontrolle etc.). Alles Gute und viele Grüße, Ihr ZDG-Team