Leber Entzündung
Ich habe eine transplantierte Leber, die leider chronisch entzündet ist, weil die Gallengänge sich trotz UDC zusetzen. Deshalb habe ich seit 2 Jahren eine Drainage mit Ablaufbeutel aus der Leber Leber hängen, wo der größte Teil des Gallensaftes endet. Diese PTCD wird alle paar Wochen unter Narkose gewechselt, sowie weitere innerliche Gallengangsstents. Es treten immer wieder Infektionen danach auf, die Antibiose erfordern. Darf ich durch kollodiales Silber dem vorbeugen oder ist das ein Problem für die Immunsupressiva, Narkosemittel, Kontrastmittel oder gar das Transplantat?
Hallo,
das ist wirklich eine besonders komplexe Situation, in der mehrere medizinische Faktoren zusammenkommen. Gerade in einem solchen Kontext ist Vorsicht bei zusätzlichen Mitteln sehr wichtig – auch wenn sie natürlichen oder alternativen Ursprungs sind.
Sicherheitshalber würden wir von kolloidalem Silber in Ihrem Fall abraten. Uns liegen leider keinerlei Untersuchungen zur Wirkung bei transplantierten Menschen vor. Auch ist nicht gesichert, ob das kolloidale Silber Infektionen bei Drainage-Trägern oder Transplantatempfängern zuverlässig verhindern kann.
Zusätzlich könnte es tatsächlich zu Wechselwirkungen kommen, was aber ebenfalls nicht bekannt ist, z. B. in Bezug auf die Wirkung oder den Abbau von Immunsuppressiva, Narkose- oder Kontrastmitteln. Gerade bei einem Transplantat sollte jedes Risiko möglichst vermieden werden.
Besprechen Sie mit Ihrem Transplantationszentrum, ob Ihre Infektionen möglicherweise durch eine Biofilmbildung an der Drainage begünstigt werden – hier gibt es teils alternative Strategien, z. B. Verwendung antibakteriell beschichteter Drainagen oder Stents (einige Produkte enthalten Silberionen oder Antibiotika in der Oberfläche – jedoch medizinisch kontrolliert und lokal begrenzt), Wechsel des Drainagematerials (z. B. weniger biofilmanfällig; bestimmte Kunststoffe reduzieren die Anhaftung von Keimen), Anpassung der Wechselintervalle (ggf. seltener oder häufiger wechseln, je nach Infektionsmuster) etc.
Vielleicht wären auch manche Nahrungsergänzungen hilfreich, z. B. Probiotika und Omega-3-Fettsäuren mit ihren entzündungshemmenden Eigenschaften.
Alles Gute und viele Grüße, Ihr ZDG-Team