Seit Kupferverhutung fuhle ich mich nicht mehr richtig fit – Zusammenhang moglich?
Hallo zusammen,
Zu mir: Ich bin 23 Jahre alt und habe mir vor etwa 1,5 Jahren die Gynefix (Kupferkette) einsetzen lassen. Kurz davor (ca. eine Woche vorher) hatte ich mehrere körperliche Belastungen gleichzeitig, unter anderem einen Weisheitszahn-OP mit Narkose.
Etwa 2 Monate später kam es zu sehr starkem Haarausfall (telogenes Effluvium), was natürlich auch mit der damaligen Stressbelastung zusammenhängen könnte.
Allerdings habe ich seit dieser Zeit das Gefühl, dass mein Körper insgesamt nicht mehr richtig in seiner Balance ist:
- Ich werde sehr häufig krank, vor allem rund um meine Periode (vorher war ich vielleicht 1–2 Mal im Jahr krank)
- Meine Wundheilung hat sich deutlich verschlechtert (kleine Verletzungen heilen sehr langsam oder vernarben stärker)
- Mir ist aufgefallen, dass ich vermehrt kleine Rubinflecken (rote Punkte auf der Haut) bekomme
Ich achte sehr auf meine Ernährung und nehme täglich Zink (im Hinblick auf das Kupfer-Zink-Verhältnis) sowie ua Vitamin C, Opc, Vitamin D und Omega 3…, bisher ohne spürbare Verbesserung.
Daher beschäftigte mich die Frage, ob die Kupferkette möglicherweise einen Einfluss auf meinen Körper haben könnte, z. B. im Sinne einer dauerhaften Belastung für das System.
Oder ob es einfach an einer Stress- Virusbelastung liegt.
Mich würde sehr interessieren:
👉 Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit dem Gynefix oder anderen kupferhaltigen Verhütungsmitteln gemacht?
👉 Gibt es hier Frauen, die z. B. Veränderungen im Immunsystem, oder eine verschlechterte Regeneration bemerkt haben?
👉Und fällt ja: Hat sich etwas verbessert, nachdem das Kupfer entfernt wurde?
Ich bin ehrlich gesagt sehr unsicher, da das Einsetzen für mich extrem schmerzhaft war und ich großen Respekt davor habe, diesen Schritt rückgängig zu machen, gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass mein Körper mir Signale sendet, die ich nicht ignorieren möchte.
Ich bin für jede Erfahrung oder Einschätzung sehr dankbar
Hallo Elena,
die Kupferkette wirkt im Grunde "nur" lokal in der Gebärmutter. Es werden Kupferionen abgegeben, die einerseits direkt Spermien abtöten. Andererseits verursachen sie eine niedriggradige Entzündung in der Gebärmutter, was zu einem feindlichen Milieu für Keimzellen sorgt. Die Kupferkette wird vom Körper also eindeutig als Fremdkörper betrachtet, der zu einer Abwehrreaktion führt.
Daher haben viele Frauen auch eine stärkere Monatsblutung unter der Kette.
Man kann nun sagen: "Das ist für mich ok und auch besser als ständig hormonell zu verhüten." Viele Frauen fühlen sich mit der Kette (oder auch Kupferspirale) aber keineswegs wohl und möchten deren Wirkmechanismus nicht mehr, haben ein Fremdkörpergefühl, auch wenn dieses nur subtil ist, da man die Kette ja nicht spürt.
Warum genau die Kette zu Beschwerden führt, ist noch nicht geklärt. Auch ist in Ihrem Fall nicht sicher, ob die Kette tatsächlich die Ursache ist. Die beschriebenen Probleme weisen in jedem Fall nicht auf eine typische Kupferwirkung hin. Es wäre bei Ihnen also eher die Folge davon, dass sich der Organismus gegen den Fremdkörper stellt (wenn keine andere Ursachen gefunden werden können).
Wir würden in jedem Fall erst mögliche andere Ursachen abklären und die Vitalstoffwerte prüfen lassen, damit Sie Ihre Nahrungsergänzungen auch gezielt und individuell dosiert einnehmen können.
Wenn Sie die Kette wieder entfernen lassen, dann ist ein Zeitpunkt während der Periode günstiger. Der Muttermund ist leicht geöffnet, das Gewebe ist weicher, so dass der Eingriff viel leichter durchführbar ist und auch nicht so schmerzhaft ist - wobei die Entfernung ohnehin schmerzärmer ist als das Einsetzen. Auch die Einnahme einer Ibu 30-60 Minuten davor kann helfen, insbesondere gegen mögliche Krämpfe danach.
Viele Grüße, Ihr ZDG-Team