Allergie, Neurodermitis und Asthma
Liebes Team, ich habe eine mittlerweile 22jährige Tochter, die seit dem Kleinkindalter mit schweren Allergie, Neurodermitis und Asthma zu tun hat. Ich führe es auf eine vermehrte Einnahme von Antibiotika zurück. Wir haben schon sehr viel probiert. Von Desensibilisierung zu Bioresonanztherapie, Nahrungsergänzungsmittel, etliche Heilprakter. Keiner konnte wirklich helfen bzw. alle waren am Ende ratlos. Festgestellt wurde ein Leaky Gut, starker Zinkmangel (dieser Wert änderte sich auch nicht nach Gabe von Zink) und noch etliche andere Werte, die im Keller waren. Am Ende hat alles sehr viel Geld gekostet aber helfen konnte keiner. Meine Tochter tut mir sehr Leid, da sie total eingeschränkt ist! Ich würde ihr so gerne helfen, weiß aber nicht mehr weiter :(
Hallo,
ich möchte Neurodermitis-Betroffene auf ein Hilfsmittel
namens PEA (Palmitoylethanolamid) aufmerksam machen.
Fundierte Infomationen sind per google Suche
- orthoknowledge PEA - zu finden.
Entzündete Zellen programmieren sich genetisch um.
Neben weiteren Wirkungen unterstützt PEA die Rück-
programmierung dieser Zellveränderungen.
Bei mir heilen entzündete, schon länger existierende
Hautstellen schlecht bzw. äusserst langsam ab, sie
verschlechtern sich zeitweilig sogar , trotz PEA.
Entscheident ist aber das keine neuen, schweren Schübe
mehr auftreten.
Äusserlich kann ich Hammamelis Wund- und Heilsalbe
empfehlen.
Wünsche gute Genesung.
Ich würde es mit einer Schwermetallentgiftung versuchen ( nach einer Desensibilisierung wurde ich schwer krank, da Aluminiumhydrochlorid als Wirkstoffträger oft benutzt wird.) Danach eine Darm- und Leberaufbaukur. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und vor allem Durchhaltevermögen. Liebe grüße aus dem Schwabenland.
Karin K.
Hallo Astrid,
aus ganzheitlicher Sicht geht es nicht darum, Mittel auszuprobieren und zu therapieren, sondern die Ursachen versuchen zu finden und letztendlich zu beheben.
Die Kombination aus Neurodermitis, Asthma, Allergien, einem diagnostizierten Leaky Gut, chronischen Mikronährstoffmängeln (wie Zink) und der erfolglosen Behandlung trotz Zufuhr deutet auf ein komplexes, aber in sich zusammenhängendes Ungleichgewicht hin.
Sie haben bereits selbst vermutet, dass die häufigen Antibiotikagaben im Kleinkindalter eine tiefgreifende Rolle gespielt haben könnten. Diese Annahme ist absolut plausibel. Besonders in dieser frühen Entwicklungsphase kann eine gestörte Darmflora (das kindliche Mikrobiom) die Immunregulation langfristig aus dem Gleichgewicht bringen – mit Folgen für Haut, Schleimhaut, Atemwege und die Nährstoffaufnahme.
Doch auch andere Faktoren könnten mitspielen: chronische Entzündungen, mitochondriale Erschöpfung, Belastungen durch Umweltgifte, Störungen der Zellregulation oder auch epigenetische Prägungen in der frühen Kindheit. Entscheidend ist, nicht mehr länger symptomatisch versuchen zu „reparieren“, sondern gezielt und systematisch stabilisierend vorgehen.
Nach all den Versuchen mit hochkomplexen oder punktuellen Therapien kann es oft hilfreich sein, den Fokus wieder auf die körperliche Selbstregulation zu lenken – nach dem Motto: Gib deinem Körper das, was er braucht, um sich wieder selbst zu ordnen und nimm das weg, was ihn überfordert und belastet.
Dazu gehören in erster Linie eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise - gesund und vitalstoffreich, pflanzenbasiert essen, sich viel bewegen, gut schlafen, für Erholung sorgen und die eigene Psyche kennenlernen.
Für die weitere Vorgehensweise würden wir evtl. statt Heilpraktiker lieber Umwelt- oder Ernährungsmediziner aufsuchen, die ganzheitlich agieren und mit Ihrer Tochter gemeinsam die Ursachen ergründen. Dazu können Tests erforderlich werden, z. B. zelluläre Mikronährstoffanalyse, Mitochondrienfunktionstest, Histamin-, DAO- und Mastzellmarker, Umweltbelastung (Schwermetalle, Pestizide, Wohngifte), Silent Inflammation-Marker, breite mikrobiologische Stuhlanalyse inkl. Diversität und Barrierefunktion u. a.
Wichtig ist überdies, nicht die Hoffnung zu verlieren. Auch nach vielen Jahren kann sich das System wieder regulieren – besonders bei jungen Menschen. Die körpereigene Heilkraft ist oft größer, als wir denken, wenn sie nicht ständig überfordert, sondern in Ruhe unterstützt wird.
Gute Besserung und liebe Grüße, Ihr ZDG-Team