Gesundes Tierfutter


Gesundes Tierfutter besteht hauptsächlich aus rohe und artgerechte Zutaten. In den meisten Fertigfuttersorten hingegen sind künstliche und nicht artgerechte Zutaten enthalten welche der Gesundheit des Tieres zusetzen können.

Gesunde Ernährung für Haustiere

Veröffentlichung am 31.08.2010 um 13:13 Uhr / Aktualisierung am 28.06.2011 um 14:30 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Genau wie für den Menschen, ist auch für unsere Haustiere eine möglichst natürliche Ernährung einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zu einem langen und gesunden Leben voller Energie und Leistungsfähigkeit. Gesunde Ernährung erspart Ihrem Tier viel Leid und Ihnen viel Geld und Zeit für lästige Tierarztbesuche.

gesunde Tiernahrung Bewusste Ernährung für ein langes und gesundes Leben ihres Lieblings!

Der Irrtum vom gesunden Fertigfutter

Industriell hergestelltes Heimtierfutter ist praktisch. Mehr Vorteile gibt es leider nicht. Die Ernährung mit Dosen- oder Trockenfutter ist ähnlich gesundheitsschädlich wie Menschennahrung, die sich auf künstlich vitaminisierte Dosenravioli beschränken würde.

Dennoch werden die meisten Hunde und Katzen in den Industrienationen – als gäbe es weit und breit keine andere Möglichkeit – ausschließlich mit industriell hergestellter Dosen- oder Trockennahrung versorgt.

Besonders tragisch ist, dass die Mehrzahl der Hunde- und Katzenhalter es nicht einmal wagen würde, die Mahlzeiten für ihre Tiere selbst zusammen zu stellen, weil ihnen von allen Seiten (Werbung, Tierärzte, Futterverkäufer, Züchter, Hundesportvereine, etc.) eingetrichtert wird, ihre Tiere könnten nur mit industriell hergestelltem Dosen- oder Tüten-Fast-Food gesund alt werden. Das ist natürlich ein Irrtum – und ein ziemlich offensichtlicher dazu.

Zivilisationskrankheiten bei Hund und Katze

Wäre Fertignahrung tatsächlich so optimal, wie immer behauptet wird, dann gäbe es nur einen Bruchteil der heute bei Hunden und Katzen weit verbreiteten gesundheitlichen Beschwerden. Dabei handelt es sich interessanterweise häufig um genau dieselben Zivilisationskrankheiten, unter denen Menschen leiden, die sich gerne von Industrienahrung (Auszugsmehlen, Zucker, Fertigprodukte, etc.) ernähren, nämlich um Allergien, Diabetes, Krebs, Arthrose, Karies, Zahnstein, Parodontose, chronische Verdauungsprobleme, Ohrinfektionen, Blasen- und Prostataentzündungen, Gallensteine, unerklärlicher Juckreiz sowie Haut- und Fellprobleme.

Ein gesundes Haustier hat klare strahlende Augen, ein glänzendes, geruchloses Fell, unproblematischen Stuhlgang, blitzblanke Zähne und einen wohlriechenden Atem. Jetzt frage ich mich aber,

  • warum so viele Hunde, die mit auf wissenschaftlicher Grundlage zusammengestellter Fertignahrung ernährt werden, so unangenehm riechen, dass man – nachdem man sie nur ein wenig gestreichelt hat – das dringende Bedürfnis hat, sich sofort die Hände zu waschen. Oft riecht bei diesen Hundehaltern die ganze Wohnung (und das Auto) schon von weitem äußerst penetrant nach Hund.
  • Ich möchte ferner gerne wissen, warum so viele Hunde einen ekelhaften Mundgeruch haben.
  • Ich möchte wissen, warum sich so viele Hunde, die Fertignahrung erhalten, tagtäglich mit Juckreiz quälen müssen.
  • Auch würde mich interessieren, warum es in Katzenhalterkreisen schon fast als normal gilt, Katzen alle Zähne ziehen zu lassen – einfach, weil diese so fürchterliche Zahn- bzw. Zahnfleischprobleme haben, dass nichts anderes mehr hilft.
  • Und warum sterben so viele Katzen heutzutage an Nierenkrankheiten, wenn es doch so hervorragendes Fertigfutter, ja sogar veterinärmedizinisch ausgeklügelte Fertigfutter-Nieren-Diäten gibt?

Natürlich gibt es – wie bei den Menschen – durchaus auch Hunde und Katzen, die mit der fürchterlichsten Supermarkt-Billig-Fertignahrung gesund steinalt werden. Der Trend jedoch geht leider in die entgegengesetzte Richtung.

Natürlich ernährte Hunde und Katzen sind gesund, vital und widerstandsfähig

Gleichzeitig fällt auf, dass die Wohnung von Hundehaltern, die ihre Hunde natürlich ernähren, so riecht, als wohne dort gar kein Hund, weil deren Hunde kein bisschen Körpergeruch haben.

Auch riechen diese Hunde weniger aus dem Munde als manche Menschen. Man könnte sich auch fragen, warum Katzen, die natürlich ernährt werden, ohne jegliche Zahn- oder Zahnfleischprobleme bis zu ihrem Tod an Altersschwäche glücklich und zufrieden leben. Warum scheinen außerdem die Nieren von Katzen, die sich größtenteils selbst mit Mäusen versorgen, um so vieles widerstandsfähiger zu sein als die Nieren von Katzen, die unter Hausarrest leben und nur mit Fertignahrung gefüttert werden? Mit dieser Art von Fragen könnte man unendlich fortfahren.

Ganzheitliche Tierärzte raten vom üblichen Industriefutter ab

Ganzheitliche Tierärzte (und andere Experten) sind inzwischen der Meinung, dass die minderwertigen und teilweise chemischen Zutaten der meisten Heimtierfertigfutterarten bedeutenden Einfluss auf die Gesundheit der Tiere haben und zu den verschiedensten Krankheiten, insbesondere zu chronischen Leiden führen können.

Sie empfehlen daher den Tierhaltern, ihre Katzen und Hunde entweder mit qualitativ hochwertiger Fertignahrung zu füttern, die aus biologischen Zutaten hergestellt wurde und außerdem frei von synthetischen Zusätzen ist oder – was noch bedeutend besser wäre – frische Mahlzeiten aus rohen Zutaten selbst zusammen zu stellen.

Die Zutaten im Dosen- und Trockenfutter

1. Pflanzliche Abfallprodukte

Herkömmliche Fertignahrung, wie sie in jedem Supermarkt und in jedem Heimtierfuttergeschäft erhältlich ist, besteht aus kaum einer einzigen Zutat, die wirklich empfehlenswert wäre. Besonders Trockenfutter besteht zu einem großen Teil aus Getreide und pflanzlichen Abfallprodukten.

Dabei handelt es sich im besten Falle um Mehle, meistens aber eher um Dinge wie Lignozellulose (ein hübscheres Wort für Holz), getrocknete Zuckerrübenschnitzel (Müll der Zuckerindustrie), um Weizenkleber (isoliertes Weizeneiweiß), Maiseiweiß und um sog. „Pflanzenproteinextrakte“ unbestimmbaren Ursprungs.

Da die natürliche Nahrung einer Katze (Maus, Vogel) zu 95 bis 99 Prozent aus Fleisch und Knochen besteht und der pflanzliche Rest (Mageninhalt des Beutetieres) von vielen Katzen verschmäht wird, ist eine getreidelastige Ernährung für den 100prozentigen Fleischfresser Katze besonders folgenschwer und begünstigt ganz enorm die erwähnten Zahn- und Nierenprobleme, außerdem Diabetes, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Leberstörungen und Harnwegserkrankungen.

Grundsätzlich kann man diese pflanzlichen Futterbestandteile als für einen Raubtierorganismus schwer verdaulich, allergieauslösend, zahnstein- und mundgeruchbegünstigend, blähend und das Immunsystem reizend bezeichnen.

2. Genmanipuliertes Soja

Aufgrund der preiswerten und in großen Mengen verfügbaren Sojabohne, macht die fast nur noch in genmanipulierter Ausgabe erhältliche Hülsenfrucht auch vor Hunde- und Katzenfutter nicht halt. Sie soll bei Hunden Skeletterkrankungen (z. B. Hüftgelenksdysplasie) und außerdem Übergewicht begünstigen können.

Italienische Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass Genfutter die Erbanlagen verändere – obwohl die Genlobby diese Zusammenhänge stets geleugnet hatte. In verschiedenen Organen und auch im Blut von Schweinen hatten die Forscher Bruchstücke genveränderter Futterpflanzen gefunden. Abgesehen davon gehört Soja gemeinsam mit Weizen und Mais zur Top 3 der Allergieauslöser bei Hunden und Katzen.

3. Geringer Fleisch- und Knochenanteil

Über die Qualität des in Industriefutter verwendeten Fleisches ist viel bekannt. Oft erregt die Tatsache, dass Schlachtabfälle wie Füße, Köpfe, Blut, Sehnen und Gedärme verarbeitet werden, großen Ekel. Wenn Sie aber bedenken, wie die natürliche Nahrung eines Hundes oder einer Katze aussieht, dann ist an dieser Praktik der Tierfutterindustrie ausnahmsweise einmal nichts auszusetzen – vorausgesetzt es werden ausreichend Knochen verarbeitet (Knochen versorgen Hund und Katze mit hochwertigem Calcium).

Eine Katze frisst die Maus mit Füßen, Fell, Knochen, Kopf, Blut und den Gedärmen. Ein Hund frisst ein Kaninchen mit Füßen, Fell, Knochen, Kopf, Blut und – je nach Hund – frisst er mit besonders großem Appetit die Gedärme samt Inhalt. Im Gegensatz dazu werden – zumindest, wenn der Hund natürliche Nahrung gewöhnt ist – reines Hühnchenbrustfilet oder die teure Rinderlende abgelehnt bzw. nicht mit derselben Begeisterung gefressen wie das zum Beispiel bei einem Hühnerkopf der Fall ist.

An dieser Stelle möge man also bitte nicht vom eigenen peniblen Standpunkt ausgehen, sondern versetze sich in die Rolle eines Raubtieres, das auch Aas ganz besonders köstlich findet.

Industrielle Verarbeitung zerstört Vitalstoffe, Enzyme und Proteine

Das Beklagenswerte am industriell verarbeiteten Fertigfutter für Hunde und Katzen sind also nicht die Schlachtabfälle an sich – obwohl man deren Qualität natürlich jederzeit toppen kann, indem man sie von einem biologisch wirtschaftenden Hof bezieht – sondern viel eher die für einen Fleischfresser viel zu geringe Menge derselben im Futter, da – wie erwähnt – fragwürdige pflanzliche Zutaten überwiegen.

Mindestens genauso negativ wirkt sich die industrielle Verarbeitung auf die Gesundheit des Hundes und der Katze aus. Dosen- und Trockenfutter wird mehrfach bei hohen Temperaturen erhitzt und mit Druck behandelt, was sowohl die Struktur der Proteine sowie einen Großteil der Vitalstoffe zerstört.

4. Synthetische Vitamine

Daher fügt man Vitamine und Mineralien hinterher wieder zu – und zwar in synthetischer Form. Obwohl die angeblich optimale Futterzusammensetzung von wissenschaftlichen Koryphäen auf dem Gebiet der Heimtierernährung akribisch erforscht und errechnet worden sein soll, verwundern in diesem Zusammenhang all die unterschiedlichen Vitamin- und Mineralstoffdosen in den verschiedenen Fertigfuttermarken. Welche Dosis ist nun die richtige? Welcher Futterhersteller hat Recht?

Bei einer natürlichen Hunde- und Katzenernährung aus frischen, rohen und vor allem artgerechten Zutaten wird der Vitalstoff- und Mineralstoffbedarf des Tieres in perfekter Weise gedeckt – ohne dass der Halter je einen Taschenrechner geschweige denn einen Experten um Rat bemühen müsste. Selbstverständlich kann die Tierfutterindustrie nicht ALLE Vitalstoffe und lebenswichtigen Enzyme ersetzen, die bei der industriellen Verarbeitung verschütt gegangen sind. Eine natürliche Haustierernährung aber enthält ALLE Enzyme und Vitalstoffe und zwar im natürlichen Verbund, also im richtigen Verhältnis und in ihrer natürlichen Form.

5. Synthetische Zusatzstoffe

Verständlicherweise braucht ein Industriefutter noch viele weitere künstlichen Zusätze, da es andernfalls unschön aussieht (Farbstoffe), komisch schmeckt (Aromen, Geschmacksverstärker, Zucker, Säureregulator, Süßstoffe), bald verdirbt (Konservierungsstoffe, künstliche Antioxidantien) oder die gewünschte Konsistenz verliert (Emulgatoren, Geliermittel, Stabilisatoren, Trennmittel).

Im Bereich der Konservierungsstoffe ist erhöhte Vorsicht geboten. Wenn „Ohne Konservierungsstoffe“ auf der Packung steht, dann weist das in den meisten Fällen entweder darauf hin, dass bereits fertig konservierte Zutaten vom Hersteller verwendet wurden (er selbst also nicht konservierte, sondern sein Zulieferer) oder dass tatsächlich keine Konservierungsstoffe eingesetzt wurden, dafür aber konservierende und gleichzeitig hochgiftige chemische Antioxidantien wie BHA, BHT oder Ethoxyquin.

Antioxidantien heißen deshalb Antioxidantien und nicht Konservierungsstoffe, obwohl sie zur Konservierung eingesetzt werden, weil der Gesetzgeber das zur Freude der Futterhersteller und allgemeinen Verwirrung der Verbraucher so festgelegt hat. Ethoxyquin ist in Lebensmitteln für Menschen übrigens aufgrund seines krebserregendes Potentials streng verboten.

BHA und BHT reichern sich im Organismus an und sollen langfristig in der Lage sein, Schilddrüse und Leber zu schädigen sowie das Immunsystem zu irritieren. Beide Stoffe dürfen in Baby- und Kindernahrung nicht enthalten sein.

Big Business

Das Geschäft mit industriellem Dosen- und Trockenfutter ist nichts anderes als Big Business und stellt eine der erfolgreichsten Branchen unserer Zeit dar. Schließlich leben derzeit allein in Deutschland über fünf Millionen Hunde und annähernd acht Millionen Katzen.

In den USA besaßen – laut einer Umfrage aus dem Jahre 2005 (mit dem Titel „National Pet Owner Survey“) – 63 Prozent aller amerikanischen Haushalte Haustiere. Darunter waren etwa 73 Millionen Hunde und 90 Millionen Katzen. Augenblicklich erzielt die Branche daher jedes Jahr Milliardenumsätze mit rasch steigender Tendenz. Entsprechend hoch ist der Werbeetat. Er bewegt sich beim bekanntesten deutschen Heimtierfutterhersteller in dreistelliger Millionenhöhe.

Damit werden unter anderem Veranstaltungen für Tierärzte, tiermedizinische Messen, Seminare für Tierarzthelferinnen und Kongresse für die Professoren unter den Veterinären gesponsert. Herausgeber des größten Nachschlagewerkes zum Thema Kleintierernährung, das bei jedem Tierarzt im Regal steht, ist übrigens niemand Geringeres als ein bekannter Hunde- und Katzenfutterhersteller höchstpersönlich. Dass in diesem Werk nirgends die Rede von natürlicher Frischkost ist, die jeder Tierhalter selbst herstellen könnte, dürfte klar sein.

Wenn Sie sich gesund und bewusst ernähren, warum sollte Ihr Haustier nicht ebenso gesund und bewusst ernährt werden? Die Gesundheit Ihres Haustiers hängt von Ihren Entscheidungen ab.

Gibt es wirklich hochwertige Fertignahrung?

Wer nach wie vor Fertignahrung füttern möchte, entscheide sich für die hochwertigste, die er finden kann. Der Preis ist hier nicht unbedingt das entscheidende Kriterium. Achten Sie darauf, dass nicht nur Muskelfleisch verarbeitet wird, wie oft besonders stolz hervorgehoben wird.

Hunde und Katzen benötigen nicht nur Muskelfleisch. Sie benötigen die viel mineralstoffreicheren Innereien, Gelenke, Sehnen und Knochen mindestens genauso dringend. Eine reine Ernährung mit Muskelfleisch wäre äußerst einseitig und würde im Organismus des Tieres zu einem Phosphorüberschuss führen, da das ausgleichende Calcium aus Knochen und Gelenken fehlen würde.

Auch ist auf den Getreideanteil zu achten, der bei alternativen Futterherstellern oft ebenfalls sehr hoch ist – einfach weil gesundheitsbewusste Menschen meist selbst begeisterte Müsli- und Vollkornesser sind und diese Lebensmittelgruppe daher fälschlicherweise für ihr Tier als wichtig einstufen.

Gemüsezusätze wie Möhren und Erbsen klingen höchst gesund, sind aber für Hund und Katze nicht wirklich nötig. Viel besser wären hier sehr fein zerkleinerte Wildkräuter und Gräser (als Ersatz grünes Blattgemüse), denn diese würden sich auch im Magen von wildlebenden Hasen und Mäusen befinden.

Doch selbst, wenn die Fertignahrung alle diese Aspekte berücksichtigen würde, sie müsste dennoch bei hohen Temperaturen erhitzt, zu Kroketten oder Pellets gepresst oder eingedost werden, um entsprechend haltbar zu sein und ist daher nicht mehr und nicht weniger als eine höchst unlebendige Dauerkonserve, die immer noch ein Risiko für die Gesundheit unserer Tiere bergen kann.

BARF – die optimale, weil natürliche und artgerechte Hunde- und Katzenernährung

BARF bedeutete ursprünglich „Bones And Raw Food“ (Knochen und rohe Nahrung). Im Deutschen hat sich inzwischen die elegantere Deutung dieser Abkürzung durchgesetzt, nämlich: „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“.

Bei dieser Art der Ernährung wird die Natur bestmöglich imitiert. Hund und Katze erhalten Muskelfleisch, Knochen, Innereien, Fett, Haut, Blut, Fell – alles roh – und feinst zerkleinerte Wildpflanzen oder grüne Blattgemüse in etwa der Zusammensetzung, wie diese Zutaten auch im natürlichen Beutetier vorhanden wären.

Der Aufwand ist nicht viel höher als beim Öffnen einer Dose. Selbstverständlich muss man anfangs mit einem höheren Zeitaufwand rechnen, bis man sich in die neue Ernährungsmethode eingedacht hat, bis man alle Antworten auf seine diesbezüglichen Fragen gefunden hat, bis man sich mit anderen BARFern ausgetauscht hat (z. B. über das äußerst hilfreiche Forum gesunde Hunde, wo es auch eine Katzenabteilung gibt) und bis man gute Bezugsquellen für Fleisch, Knochen etc. ausfindig gemacht hat (es gibt sogar bereits BARF-Menüs, fix und fertig als Tiefkühlkost über spezielle BARF-Shops im Internet zu bestellen).

Diese Beschäftigung mit der gesunden Ernährung des eigenen geliebten Haustieres jedoch gehört automatisch zum Hobby Hund und Katze mit dazu und macht daher großen Spaß – insbesondere deshalb, weil man alsbald miterleben kann, wie glücklich und gesund die Tiere mit einer frischen und artgerechten Nahrung sind bzw. werden.






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Janine
geschrieben am: Donnerstag, 06. Oktober 2011, 20:39
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Liebes Zentrum der Gesundheit Ich habe eine mir zugelaufene Katzendame, sie ist 11 Jahre alt. Vor kurzem war ich beim Tierarzt wollte einen Check machen und man hat leider eine Schilddrüsenüberfunktion und ein Nierenproblem festgestellt. Der Tierarzt hat mir gesagt ich sollte darauf achten das das Futter wenig Rohproteine hat, doch dies bedeutet in meinen Augen weniger Fleisch.

Habe es auch schon mit Poulet versucht aber sie hat es nicht gefressen. Ich möchte sie gesund ernähren, möchte aber auch nichts falsch machen wegen den Nieren. Was könnten sie mir empfehlen?
Mit lieben Grüssen Janine




Zentrum der Gesundheit:

Liebe Janine,
vielen Dank für Ihre Mail.
 
Eine mögliche Ursache für Nierenleiden dürfte bei Katzen das jahrelange Füttern von Fertigfutter, insbesondere von Trockenfutter sein. Im ungünstigsten Falle müssten Sie die Fleischportionen tatsächlich reduzieren. Zwar ist eine fleischreduzierte und dafür kohlenhydrathaltige Ernährung für Katzen äusserst unnatürlich und es scheint absurd, einer kranken Katze ein weniger optimales Futter geben zu müssen, kann aber manchmal nötig sein, wenn die Nieren bereits soweit geschädigt wurden, dass sie natürliches Futter nicht mehr verarbeiten können.
 
Allerdings hat sich herausgestellt, dass viele Katzen trotz Nierenproblemen sehr gut mit einem hohen Fleischanteil gefüttert werden können und es ihnen damit hervorragend geht, was wiederum ein Zeichen dafür ist, dass nicht die Proteine das Problem sind, sondern die Futterqualität.
 
Natürlich reagiert jede Katze anders, so dass wir nicht beurteilen können, inwieweit Sie den Proteinanteil dennoch reduzieren sollten. Wenn Sie die Proteine reduzieren, ersetzen Sie einen Teil davon mit tierischen Fetten und geben Sie keinesfalls pflanzliche Öle dazu.
 
Reichern Sie das Futter ferner mit Taurin an und streuen Sie gemahlene Eierschalen darüber. Konkrete Rezepte finden Sie in den einschlägigen BARF-Foren

Alles Gute für Ihre Katze wünscht Ihnen
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Bijan Martin
geschrieben am: Mittwoch, 17. August 2011, 15:38
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Liebes Zentrum der Gesundheit,
Ich wollte mich erkundigen ob es stimmt das generell, viel der Nahrung die unseren Tieren gegeben wird, aus hauptsächlich Abfall und Chemie besteht ebenso wie Konservierungstoffen? Mit freundlichen Gruesse, Bijan Martin




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Bijan,
vielen Dank für Ihre Mail.
Im betreffenden Artikel (Gesunde Tiernahrung) ist im Kapitel "Die Zutaten im Dosen- und Trockenfutter" beschrieben, aus was sich herkömmliches Hunde- und Katzenfutter größtenteils zusammensetzt.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
 

Daniela
geschrieben am: Montag, 11. April 2011, 08:31
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Sehr geehrte Damen und Herren,

als Haus der Gesundheit können Sie mir vielleicht weiter helfen. Bei unserem Hundesenior wurde vor 14 Tagen Altersdiabetes fest gestellt, der auch ein 2xtgl. spritzen erfordert. Jetzt sollen wir seine Nahrung mit Rohfaser reichen Lebensmittel anreichern, um die Blutzuckerschwankungen zu verringern und ein größeres Sättigungsgefühl herbei zu führen. Leider werde ich in den Weiten des Internets nicht fündig, welche Lebensmittel hohe Rohfaser Anteile haben und wieviel kcal 100g haben. Können Sie mir da eventuell einen Tipp geben bzw, eine gute Seite nennen?

Mit freundlichen Grüßen und danke

Daniela

Zentrum der Gesundheit:

Hallo Daniela,
vielen Dank für Ihre Mail.
Mit dem Begriff "Rohfaser" wird eine Untergruppe der Ballaststoffe bezeichnet, nämlich die Zellulose. Dabei handelt es sich um unverdauliche pflanzliche Fasern, welche u. a. die Darmbewegung des Hundes anregen. Zellulose ist ein Bestandteil pflanzlicher Zellwände, kommt infolgedessen in nahezu allen Gemüse, Früchten und Getreide vor. Bei Diabetiker-Hunden werden daher rohfaserreiche Futter empfohlen, damit der Hund die ebenfalls im Futter (meist zu reichlich) vorhandenen Kohlenhydrate langsamer aufnimmt und der Blutzuckerspiegel infolgedessen nicht zu schnell ansteigt. Hier wäre evtl. zuerst an eine Senkung des Kohlenhydratgehalts des Futters zu denken.

Uns ist leider keine Seite bekannt, die den Zellulosegehalt von Lebensmitteln angibt. Für Hunde und Katzen gibt es jedoch eine besondere Futterzellulose (als Nahrungsergänzungsmittel), die genau dosiert dem Futter beigegeben werden kann und somit den Rohfasergehalt ganz nach Wunsch hebt. Allerdings ist von diesem Futterzusatz - aus geschmacklichen Gründen - nicht jeder Hund begeistert. Falls Sie das Futter für Ihren Hund selbst zubereiten, könnten Sie es (außer mit frischem püriertem Gemüse) auch mit zellulosereichem Graspulver (z. B. von der ZDG GmbH http://www.zentrum-der-gesundheit.de/bio-dinkelgraspulver.html) anreichern. Dinkelgraspulver beispielsweise enthält einen Ballaststoffanteil von 40 Prozent, was einem Rohfasergehalt von etwa 20 Prozent entspricht. Bei jeder Änderung in der Ernährung eines Diabetiker-Hundes sollte jedoch der Blutzuckerspiegel akribisch überwacht werden (Stichwort "HomeMonitoring").

Im Forum www.gesundehunde.com oder bei www.zuckerhunde.de erhalten Sie von anderen Diabetiker-Hunde-Haltern Hilfe und Unterstützung :-)
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Marion Huizinga
geschrieben am: Montag, 14. Februar 2011, 20:53
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Hallo liebes ZDG Team
erstmal möchte ich mich herzlich bedanken für die sehr informativen Artikel.
Wir barfen jetzt seit 3 Jahren und unseren Golden Retriever sowie die beiden Kater. Sie sind, soweit ich das beurteilen kann zufrieden mit uns.
Es ist durchaus richtig , dass nicht nur Fleisch gefüttert wird sondern auch gerade die rohen fleischigen Knochen sehr wichtig sind, sowie ein gewisser Anteil an pflanzlicher Nahrung, die der Kanivor in freier Wildbahn allerdings zum größten Teil vorverdaut zu sich nimmt
Ich finde nicht, dass eine naturnahe Ernährung für unsere Pelzträger sehr teuer ist, wir hätten wesentlich weniger kranke Haustiere, würde sich jeder mit dem Thema intensiv auseinander setzen, am Besten bevor man sein Leben mit einem tierischen , fleischfressenden Gefährten teilen möchte .
Ein bißchen arbeitsintensiver ist es in sofern, dass man natürlich das übernehmen muß, was jahrelang vorher die Futtermittelindustrie für uns getan hat...nämlich das Denken.
Sehr dabei geholfen das Wissen richtig umzusetzen hat uns Juliette de Bairacli - Levy , die Zeit ihres Lebens Hunde gezüchtet hat , diese mit naturnaher Nahrung aufgezogen hat und nie einen kranken Hund hatte. Züchter, die ihrem Beispiel gefolgt sind hatten das gleiche Ergebnis...rundum gesunde Hunde.
Zum Schluß habe ich noch eine Frage, ich würde gerne mit ihrer Erlaubnis die sehr informativen Artikel zitieren , selbstverständlich mit Quellenangabe
liebe Grüße
Marion mit Happy, Louis und Leopold


Zentrum der Gesundheit:

Liebe Marion,

Sie dürfen den Text gerne ausdrucken und verteilen. Bitte geben Sie immer unsere Webseite als Quelle an.

Dieser Text darf jedoch nicht im Internet dupliziert werden.

Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Michael Schmitt, Münster
geschrieben am: Mittwoch, 08. Dezember 2010, 00:09

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die Zubereitung von 'barf' ist tatsächlich eine Wissenschaft für sich, sehr arbeitsintensiv, sehr geruchsintensiv und außerdem sehr sehr teuer....
Ich stimme dem Artikel oben voll zu! endlich mal jemand, der wirklich weiß, wovon er spricht!!

Deshalb 'köcheln' wir auch für Hund und Katz = wir kochen extrem schonend bei der niedrigsten Temperatur, die vorstellbar ist, mit dem Dampfgarer ein. 'barfen' aus der Büchse' sagen manche, weil wir ca 70 % echtes gewachsenes Fleisch + innere Organe (keine Abfälle!!) + Gemüse + Kräuter verwenden. Punkt. Ende aus. keinerlei Zusatzstoffe, Abfälle, Produktionsrückstände und derlei Unrat.....
bei 106 Grad wird das in Konserven eingeköchelt und ist das Beste europaweit, was man m.W. kaufen kann. Hergetellt in einer rel. kleinen manierlichen Manufaktur in der Lüneburger Heide, wo auch die Schlachttiere von der Naqchbarwiese kommen.

Werbung wurde editiert.
Michaela
geschrieben am: Montag, 13. September 2010, 20:25
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Super Artikel. Ich füttere schon länger nur hochwertiges Futter und überlege auf Barf umzusteigen. Da es recht schwierig ist, würde ich gerne für den Anfang fertige Barf-Menüs kaufen. Können Sie mir Tipps für seriöse Online-Shops geben, die Katzen-Barf-Futter (geforen) versenden?

Zentrum der Gesundheit:

Hallo liebe Michaela,
vielen Dank für Ihre Mail :-)
Die beste Möglichkeit, eine gute BARF-Fertigmenü-Quelle zu finden, ist, sich mit anderen (Katzen-)BARFern auszutauschen und deren Erfahrungen zu hören. Im Text wird ein Hunde-Forum erwähnt. Dort gibt es eine Rubrik (Fleisch - Einkaufgemeinschaften), in der Erfahrungen mit Shops ausgetauscht werden. Viele der Hunde-BARFer BARFen auch ihre Katzen, so dass Sie bestimmt hilfreiche Antworten erhalten werden.
Viele Grüße
Ihr ZDG-Team
Deubel, Elvira
geschrieben am: Donnerstag, 09. September 2010, 16:53
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Das ist alles sehr interessant! Unsere 1. Hündin haben wir mit Trocken- und Dosenfutter ernährt. Sie ist an Krebs gestorben (ohne einschläfern). Wir haben wieder eine Hündin und dachten diesmal nicht und wir füttern artgerecht. Ist wesentlich teurer und zeitaufwendiger, aber wenn wir die Tierarztkosten sparen, dann passt es. Leider war sie kürzlich trotzdem krank und ich war schlimm enttäuscht, weil ich dachte, wir machen alles richtig so. Magen-Darm-Entzündung. Neben dem füttern gibt es da noch was, nämlich ausreichende Zuwendung!
Aber nun zum Futter: Für große Hunde ist die Menge schon etwas mehr und man braucht auch geeignete Geräte zum pürieren von Obst und Gemüse, sonst fällt es hinten unverdaut wieder raus und meine Kleine sortiert es aus. Auch mit Fleisch ist sie sehr wählerisch und was nicht gut riecht, wird auch nicht gefressen. Suppenhuhn geht gar nicht, da muß es schon Broiler sein. Nix mit billig! Ich schätze die Futterkosten auf ca. 5€ pro Tag. An gescheite Innereien ranzukommen ist nicht ganz leicht und man braucht Beziehungen, weil man das nicht so einfach im Laden kaufen kann und wer wohnt schon neben einem Bio-Landwirt oder Schlächter? Die Gesetzeslage ist da nicht so gut. Mit Gefriergut haben wir uns auch schon versucht - hier muß man die entsprechenden Lagerkapazitäten natürlich haben.
Das Prinzip ist natürlich klar, aber die Umsetzung nicht so ganz leicht und schon gar nicht im Urlaub, wenn man seinen Hund mitnimmt und im Ausland erstmal alle Fleischerläden abklappern muß. Da hab ich immer viel Freude beim Vokabeln lernen.
Da muß sich jeder überlegen, welchen Aufwand er bereit ist zu tun bzw. was er zeitlich überhaupt tun kann, wenn man auch noch berufstätig ist. Oder sind Hunde und Katzen nur was für Rentner?
Wir haben mit unseren Tieren schon einiges erlebt, in jeder Beziehung und das wichtigste ist, wie bei uns Menschen auch, wenn die Zuwendung nicht stimmig ist, wird man trotz bestem Futter krank. Deshalb sterben auch nicht alle Raucher an Krebs und die Gesundheitsapostel manchmal auch vor der Rente. Wir geben uns einfach Mühe mit uns und unseren Tieren.
Alles Liebe
Elvira und Wauwau von Maja und Miau von Max

Zentrum der Gesundheit:

Hallo liebe Frau Deubel,

vielen Dank für Ihr interessantes Feedback :-) Dass Suppenhühner offenbar nicht das Gelbe vom Ei sind, können wir bestätigen. Unsere Hunde sind derselben Meinung ;-) Natürlich wissen wir nicht, wie konkret Sie gefüttert haben und können daher nicht beurteilen, was der Grund der Krankheit Ihres Hundes gewesen sein kann. Was nun die Zuwendung betrifft, so haben Sie selbstverständlich Recht. Geist und Seele sind grundsätzlich am Gesundheitszustand jedes Wesens maßgeblich mitbeteiligt. Krankheit kann nie ausgeschlossen werden, aber warum sollte man nicht alles tun, um das Risiko zu minimieren?

Wie im Text bereits erwähnt, bedeutet BARF nicht reines Fleisch oder gar "gute" Fleischstücke. Broiler beispielsweise haben heute sehr viel mehr Fleisch auf den Rippen als ein Tier in der Wildnis (Wildkaninchen, Rebhühner, Wachteln haben ein ganz anderes Fleisch-Knochen-Verhältnis als Masttiere), so dass man davon ausgehen kann, dass ein Hund mit eher wenig Fleisch, dafür mit mehr Knochen in Form von Kaninchenköpfen, Lammschwänzen, Hühnerkarkassen und Hühnerrücken sehr viel glücklicher bzw. gesünder ist. Auf diese Weise werden die Reste der Fleischproduktion sinnvoll verwertet und für Hund und Katze muss kein Tier extra geschlachtet werden. Die beiden letztgenannten sind Überreste, die nach der Entfernung des Fleisches übrig bleiben (und oft auch noch die Innereien enthalten). Sie sind in der Regel sehr günstig zu haben, oft für weniger als 1 Euro das Kilo.

Im Text wird ferner ein Hundeforum erwähnt, wo sich BARFer zu Einkaufsgemeinschaften zusammenschließen. Es gibt also - wenn man wirklich möchte - immer Möglichkeiten, seinen Hund gesund UND günstig zu ernähren. Zum Pürieren von Früchten und Gemüsen verwendet man einen einfachen Mixer, den es in guter Qualität bereits für 30 Euro oder weniger gibt und der in den meisten Küchen zur Grundausstattung gehört.

Urlaub ist natürlich ein Sonderfall. Aber auch hier kommt es immer darauf an, mit welcher Begeisterung man die Sache angeht. Wer die Suche nach geeigneten Fleischquellen eher als Abenteuer statt einer mühevollen Last betrachtet, wird seine Freude daran haben und gleich die ersten Einheimischen kennenlernen.

Liebe Grüße, auch an Maja und Max
Ihr ZDG-Team
Michael Schmitt
geschrieben am: Mittwoch, 08. September 2010, 21:41
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Anna: die Zubereitung von 'barf' ist tatsächlich eine Wissenschaft für sich, sehr arbeitsintensiv, sehr geruchsintensiv und außerdem sehr sehr teuer....
Ich stimme dem Artikel oben voll zu! endlich mal jemand, der wirklich weiß, wovon er spricht!!

Deshalb 'köcheln' wir auch für Hund und Katz = wir kochen extrem schonend bei der niedrigsten Temperatur, die vorstellbar ist, mit dem Dampfgarer ein. 'barfen' aus der Büchse' sagen manche, weil wir ca 70 % echtes gewachsenes Fleisch + innere Organe (keine Abfälle!!) + Gemüse + Kräuter verwenden. Punkt. Ende aus. keinerlei Zusatzstoffe, Abfälle, Produktionsrückstände und derlei Unrat.....
bei 106 Grad wird das in Konserven eingeköchelt und ist das Beste europaweit, was man m.W. kaufen kann. Hergetellt in einer rel. kleinen manierlichen Manufaktur in der Lüneburger Heide, wo auch die Schlachttiere von der Naqchbarwiese kommen.

wer mehr wissen mag zum Besten was man fertig kaufen kann (und das obendrein pro Mahlzeit/Tag/Monat.. verblüffend preisniedrig ist) - der mag sich umschauen auf
www.art-gerechte-tiernahrung.de
oder dort nachfragen!
Astrid Suchanek
geschrieben am: Mittwoch, 08. September 2010, 19:28
eMail-Adresse hinterlegt
Eine sehr gute Aufklärung in dem Artikel "Gesunde Ernährung für Haustiere", aber ich vermisse den Hinweis auf das in den Fertigfuttern, dem sog. Alleinfutter, fehlende Vitamin K1. Ohne Vitamin K1 kein gesunder Organismus. K1 ist existentiell, es regelt alle Körperkreisläufe. Fehlt es, arbeitet der Körper wie ein Auto ohne Getriebe.

Da die Industrie das weiß, sprüht sie nicht etwa Vitamin K1 mit obendrauf, nein, sie nimmt den billigen Laborstoff K3, Menadion, bezeichnet ihn als Vitamin K3 und täuscht damit die Tierhalter - damit die Tiere nicht verbluten, denn an verbluteten Tieren verdient sie nichts, auch die Tierärzte nicht.

Das Verbluten zu verhindern ist aber nur eine der vielen Funktionen des Vitamins K1. Das Fehlen des K1 führt zu Mangel, zu Gesundheitsschäden, und die Zugabe von K3 zu noch mehr. K3/Menadion führt zu allen möglichen Krankheiten, denn es hat wie alle Medikamente seine schädlichen Nebenwirkungen. Es ist nämlich toxisch.

Die Informationen in diesem Artikel, weitere im internet und in den inzwischen erschienenen guten Aufklärungsbüchern sollten völlig genügen, um die Leute Reißaus vorm Fertigfutter nehmen zu lassen. Welcher Mensch würde sich jeden Tag mit demselben Fertigfutter - "gesund" - ernähren wollen? Und die Tiere sollen das?

Völlig absurd und übelste Tierquälerei ist es, sein Tier zu einem Futter zu zwingen. Kein Mensch kann "Steine" essen und ißt nichts, was ihm nicht schmeckt. Von seinem Tier verlangt es aber so mancher. Ein Tier kann nicht etwas essen, was es nicht als Futter erkennt ("Steine"). Was es nicht als Futter erkennt, kann es nicht essen. Es sind nach Aussage eines TA Hunde verhungert, weil sie Trockenfutter nicht als Futter erkannten und nicht aßen. Auch seiner Katze immer denselben Dreck hinzustellen, bis sie vor Hunger das vielleicht auch noch schlecht gewordene "Futter" nach Tagen doch noch nimmt, ist abartig und abstoßendes Verhalten. Kein Mensch tut sich sowas an. Was denkt er sich dabei, den Tieren das anzutun?! Ähnlich bösartiger Blödsinn ist das Drücken des Gesichtes seines Tieres in seine Exkremente, was man früher propagierte. Heute macht das hoffentlich keiner mehr. Die meisten Hundehalter zerren ihr Tier zum Glück auch nicht mehr am Halsband durch die Gegend, sondern nehmen das Brustgeschirr.

Hinweisen möchte ich noch auf die Bücher von Dr. Vera Biber (vor allem auf "Hilfe, mein Hund ist unerziehbar" - Pflichtlektüre für jeden Hundehalter, ja, für jeden Tierhalter - hat vor allem mit Ernährung und Einfühlungsvermögen in sein Tier zu tun), auf die Bücher von Klaus Dieter Kammerer (vor allem auf "Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin", beziehbar als CD nur über seine hp

transanimal-editor - es behandelt neben den Ernährungsfragen die industriellen Verflechtungen u. widerlegt

HD als Erbkrankheit) oder auf Hans Grimm "Katzen würden Mäuse kaufen" usw.

Zum Fertigfutter, dem sog. Alleinfutter, finden Sie beim Googlen mit "Bröckchengesellschaft" viele Eintragungen.

Zur vegetarisch-veganen Tierernährung kann ich mich schlecht äußern, das veg. Fertigfutter nicht "bewerben", weil die K3-Situation im veg. Fertigfutter die ähnliche ist, hier ist K3 als Natriumbisulfit deklariert. Vegane Fütterung ist zum Schutz der sog. Nutztiere richtiger, sie soll entgegen der Meinung von Tierärzten machbar sein. Es gibt genug gesunde, bis zu ihrem natürlichen Tod veg. ernährte Hunde. Aber wohl nur dann, wenn man die Nahrung selbst zubereitet?

Und: Sogar in Stärkungspaste für kranke/rekonvaleszente Tiere ist K3 statt K1 drin. Das ist doch Verbrechen! Jeder Tierhalter, der von seinem TA eine Paste zur Stärkung erhält, sollte auf die Inhaltsstoffe schauen. Ist K3/Menadion/Natriumbisulfit drin, würde ich sie meinem Tier nicht geben, sondern es lieber mit viel Liebe und gutem Futter kräftigen, das kein sog. Alleinfutter u. kein sog. Diätfutter von der gleichen Bauart beim Tierarzt ist - und daher natürlich teurer. Gesundheit hat nun mal ihren Preis, den wir unseren Tieren schulden. Im internet findet man Anbieter guten Futters, s. auch bei peta oder Die Tierfreunde.

Vitamin K1 kann man seinem Tier isoliert ins Essen geben und damit zu seiner Gesundheit beitragen. Die Hunde u. die Katzen nehmen es problemlos auf, die Fa. medphano stellt es unter dem Namen ka-vit-Tropfen her. Vor Licht schützen!

astrid suchanek

Zentrum der Gesundheit:

Hallo liebe Astrid,
vielen herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben natürlich Recht, die Vitamin-K-Problematik hatten wir nicht erwähnt - wie so vieles andere zu diesem Thema auch nicht, womit wir verhindern wollten, dass aus dem Text ein Buch wird ;-) Wir freuen uns aber immer sehr, wenn unsere Artikel von Lesern konstruktiv ergänzt werden und veröffentlichen Ihre Mail daher mit dem größten Vergnügen.

Was die vegetarische/vegane Ernährung angeht, so wären wir ebenfalls sehr erleichtert, es gäbe hier eine (für Hund und Katze) gesundheitlich unbedenkliche und gleichzeitig ethisch einwandfreie Lösung. Daher sind auf jeden Fall Schlachtabfälle aus der biologischen Tierhaltung zu bevorzugen. Um die benötigte Fleischmenge pro Hund zu reduzieren, lege man mindestens einen Fastentag pro Woche ein (was außerdem der Gesundheit des Tieres äußerst dienlich ist). Manche BARF-Experten raten außerdem zu einem reinen Gemüsetag pro Woche (Gemüse, nicht Getreide!). Blieben also nur fünf Tage, an denen Fleisch gefüttert wird. Auch ist denkbar, die tägliche Gemüseration zu erhöhen und dafür die Fleischportion zu reduzieren. Wichtig dabei ist, dass das Gemüse bevorzugt aus Wildpflanzen, Blattgemüse, Beeren und evtl. Zucchini o. ä. besteht und nicht etwa Kohl und Rüben enthält und - ganz wichtig - es muss feinst zerkleinert werden, um es verdaulich zu machen.
Noch einmal vielen lieben Dank und herzliche Grüße
Ihr ZDG-Team
Anonym
geschrieben am: Mittwoch, 08. September 2010, 18:56
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Wo kann ich BARF für meinen Hund 4Monate alt kaufen

Zentrum der Gesundheit:

Guten Tag,
dankesehr für Ihre Frage. BARF-Menüs oder auch Futterfleisch kann man in einschlägigen Online-Shops bestellen. Einfach "BARFer Shop" oder "Futterfleisch" in die Suchmaschine geben. Biologisches Futterfleisch erhalten Sie am besten direkt bei einem biologisch wirtschaftenden Landwirt - oder falls in Ihrer Nähe vorhanden - einem Bio-Metzger. Ein Welpe erhält annähernd dieselbe Nahrung wie erwachsene Hunde, da es in der Natur auch kein Welpenfutter für Jungtiere gibt. Allerdings sollten Sie fettarm füttern und dafür sorgen, dass der Knochenanteil zwecks Calciumversorgung hoch ist. Dazu eignen sich für Junghunde besonders gut Hühnerrücken und Hühnerhälse. Der Hund sollte außerdem Früchte und püriertes Blattgemüse erhalten.
Viele Grüße
Ihr ZDG-Team
Michael Schmitt
geschrieben am: Mittwoch, 08. September 2010, 17:58
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Anna: die Zubereitung von 'barf' ist tatsächlich eine Wissenschaft für sich, sehr arbeitsintensiv, sehr geruchsintensiv und außerdem sehr sehr teuer....
Ich stimme dem Artikel oben voll zu! endlich mal jemand, der wirklich weiß, wovon er spricht!!

Deshalb 'köcheln' wir auch für Hund und Katz = wir kochen extrem schonend bei der niedrigsten Temperatur, die vorstellbar ist, mit dem Dampfgarer ein. 'barfen' aus der Büchse' sagen manche, weil wir ca 70 % echtes gewachsenes Fleisch + innere Organe (keine Abfälle!!) + Gemüse + Kräuter verwenden. Punkt. Ende aus. keinerlei Zusatzstoffe, Abfälle, Produktionsrückstände und derlei Unrat.....
bei 106 Grad wird das in Konserven eingeköchelt und ist das Beste europaweit, was man m.W. kaufen kann. Hergetellt in einer rel. kleinen manierlichen Manufaktur in der Lüneburger Heide, wo auch die Schlachttiere von der Naqchbarwiese kommen.


Zentrum der Gesundheit:
Hallo Herr Schmitt,
vielen Dank für den Hinweis auf Ihre Produkte, die sicherlich ein hochwertiges Fertigfutter darstellen. Fertigfutter ist jedoch nicht BARF. Und "BARF aus der Dose" kann es nicht geben. Sie schreiben selbst, dass Ihr Futter bei über 100 Grad erhitzt wurde. BARF jedoch imitiert die artgerechte Raubtierernährung in der Natur. Dort aber wird nirgends erhitzt, weder schonend noch auf 100 Grad. Bei 100 Grad wird das Eiweiß des Fleisches denaturiert, werden Enzyme und Vitalstoffe deaktiviert und der Geschmack wird unnatürlich verändert. Wie gesagt, Ihr Futter mag eine prima Alternative zu herkömmlichem Dosenfutter, nicht aber zu BARF darstellen.

Wer keine Zeit fürs BARFen hat, kann sich komplette BARF-Menüs in einschlägigen Online-Shops bestellen. Übrigens: BARF beinhaltet das Verfüttern frischer Zutaten, von "geruchsintensiv" kann hier keine Rede sein. Jedes Dosenfutter riecht intensiver als ein frischer Hühnerhals. Was die Kosten betrifft, so kann aus langjähriger Praxis berichtet werden: BARF für ein 22-Kilo-Hund kostet pro Tag - wenn direkt beim Metzger besorgt - 1 Euro.
Viele Grüße
Ihr ZDG-Team
Anna
geschrieben am: Dienstag, 31. August 2010, 15:19
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Das ist mal ein interessanter Artikel!
Ich (als Veganerin) stelle mir die Zubereitung von diesem BARF-Futter allerdings sehr eklig vor. Hat jemand damit Erfahrung? Gibt es nicht auch die Möglichkeit, dass eine Katze sich ihr Futter komplett selbst erjagt, zumindest in der warmen Jahreszeit? Oder würde die Katze dann "verwildern"?
Ich habe schon von Veganern gehört, die ihre Hunde auch komplett vegan ernährt haben und Haustiere in strahlender Gesundheit gehabt haben sollen, die auch noch besonders alt geworden sind. Artgerecht kann das ja nicht sein, aber ich dachte immer, dass das gut funktioniert.

Zentrum der Gesundheit:
Liebe Anna,
dankesehr für Ihr Feedback. Nein, die Zubereitung von BARF-Futter ist nicht eklig. Warum sollte man sich vor toten Tieren oder Tierteilen ekeln? Man könnte bei deren Anblick traurig werden, das stimmt. Wenn man sich aber für die Haltung eines Raubtieres entschieden hat, dann sollte man diesem auch eine möglichst artgerechte Ernährungsweise ermöglichen. Wer damit ein Problem hat, kann sich entweder BARF-Menüs in speziellen Online-Shops bestellen und erspart sich damit selbst die Zubereitung oder er/sie entscheidet sich besser für ein pflanzenfressendes Haustier. Katzen können sich, wenn sie in einer idealen Gegend wohnen, sehr gut mit Mäusen selbst versorgen. Früher wurden Katzen niemals gefüttert. Ihre AUFGABE war das Mäusefangen. Katzen "verwildern" auch nicht, wenn sie selbst jagen dürfen. Im Gegenteil: Sie ermöglichen Ihrer Katze damit ein ungleich glücklicheres Leben als ein solches im goldenen Käfig, zu dem viele Wohnungskatzen leider ihr Leben lang "verpflichtet" werden. Natürlich wird sie nicht mehr so oft zu Hause sein. Wer ein Tier möchte, das aus eigenem Wunsch am liebsten ständig an der Seite des Menschen leben möchte, der ist mit einem Hund besser bedient.

Genau so, wie es Menschen gibt, die mit täglich Sahnetorte, Eisbein und dem Schnaps hinterher uralt werden, so gibt es auch Hunde und Katzen, die trotz ungeeigneter Nahrung alt werden können. Wer auf einen solchen Glückstreffer hoffen will, geht natürlich ein gewisses Risiko ein. Außerdem muss auch bei veganer Nahrung differenziert werden, da es verschiedene vegane Ernährungsmöglichkeiten gibt, die sich qualitativ sehr unterscheiden können.
Viele liebe Grüße
Ihr ZDG-Team