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Eisenbisglycinat oder Curryblatt-Eisen bei Parkinson?

Liebes ZDG-Team, ich nehme aufgrund von einem Eisenmangel (Ferritin 35 ng/ml, Transferrin 2,8 g/l, Transferrin Sättigungsgrad 17%, Eisen 12 umol/) ein Eisenpräparat mit Eisenbisglycinat, Vitamin C, B6 &12, Kupfer und Folsäure. Nun riet mir ein Heilpraktikerin, dass ich aufgrund meiner Parkinson-Erkrankung besser ein Präparat mit natürlichem Eisen (Curryblatt) nehmen soll. ("wg. Grad der Lipidperoxidation, u.a. weil der MP an der Substantia nigra stattfindet, die ist grau wegen der darin enthaltenen Eisenkerne"). Haben Sie darüber nähere Informationen oder eine Meinung?

Herzlichen Dank im Voraus.

24. April 2026
1 Antwort
Carina Rehberg
Carina Rehberg
ZDG-Redaktion
24. April 2026

Hallo sforge,

Ihr Eisenmangel sollte in jedem Fall behandelt werden. Sie können dazu Eisenbisglycinat verwenden, aber auch Eisen aus dem Curryblatt. Letzteres hat aus unserer Sicht keinen Vorteil gegenüber dem Bisglycinat.

Der Eisengehalt im Gehirn ist streng reguliert. Und auch wenn er bei Parkinson höher ist, so lässt er sich nicht von oral aufgenommenem Eisen beeinflussen. Das bedeutet also, Sie erhöhen nicht den Eisengehalt im Gehirn, wenn Sie Eisen einnehmen. Bei Parkinson liegt eher eine Eisenfehlverteilung im Gehirn vor.

Auch liegt bei P. verstärkt oxidativer Stress im Gehirn vor. Doch auch diesen verstärkt man nicht, wenn man Eisenbisglycinat einnimmt und man kann ihn nicht reduzieren, wenn man Eisen aus dem Curryblatt einnimmt. Hier wirken sich am besten Lebensstilmaßnahmen günstig aus. Sie verstärken die körpereigenen antioxidativen Systeme (Glutathion, SOD etc.). Dazu gehören eine gesunde Ernährung, eine gute Makro- und Mikronährstoffversorgung, Bewegung (sehr wichtig!), guter und regelmäßiger Schlaf und Intervallfasten/Esspausen.

Viele Grüße, Ihr ZDG-Team