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Umstellung Pharma-Blutverdunner auf Nattokinase

Sehr geehrtes ZDG-Team,

meiner Mutter (75) wurde wegen offenen, wunden Füßen nach Bluttransfusionen einen Stent im Fuß und Beipass im Bein gesetzt. Nun muss sie eine Reihe von Blutverdünnern wie Rivaroxaban, Atorvastatin und Aurobindo nehmen. Für sie haben diese Präparate erheblich viele Nebenwirkungen und sie möchte nun gerne auf Nattokinase (2000FU-Präparat) umstellen. In ihrem Bericht über Nattokinase schreiben Sie, das es zu vermeiden ist, die Blutverdünner und Nattokinase zeitgleich einzunehmen. Wie kann sie die Umstellung am besten machen? Eine abrupte Beendigung der Einnahme von den Pharma-Medikamenten ist ja auch abzuraten. Für jeden Tipp sind wir dankbar. Liebe Grüße!

1. März 2026
1 Antwort
Carina Rehberg
Carina Rehberg
ZDG-Redaktion
1. März 2026

Hallo,

in unserem Artikel über Nattokinase schreiben wir auch unter "Kann man Nattokinase statt Blutverdünnern nehmen?" das Folgende: "Nimmt man bereits ein Medikament zur Blutverdünnung bzw. zur Blutgerinnungshemmung ein, dann ist die Versuchung natürlich groß, dieses gegen die natürlichere Variante, also Nattokinase, auszutauschen. Tun Sie es besser nicht! Denn noch weiß man nicht, ob das Natto-Enzym bei jedem Menschen wie gewünscht wirkt und welche Dosis für den Einzelnen die richtige wäre."

Es gibt daher leider keine Einnahmeempfehlung oder Umstellungsempfehlung, auch wenn es wünschenswert wäre.

Bei den genannten Medikamenten ist nur das erste ein Blutverdünner. Atorvastatin ist ein Statin (Cholesterinsenker) und Aurobindo ist der Hersteller von Bisphosphonaten, die gegen Osteoporose genommen werden.

Wenn Ihre Mutter Nebenwirkungen hat, müsste man versuchen herauszufinden, gegen welches Ihrer Medikamente. Möglicherweise kann es dann gegen ein besser verträgliches ausgetauscht werden.

Ansonsten konzentrieren sich unsere Informationen insbesondere um Selbsthilfe-Maßnahmen aus dem Bereich Ernährung und Lebensweise, weniger um Mittel, die Medikamente ersetzen könnten. Vielleicht finden Sie in unseren Artikeln rund um Cholesterin und Osteoporose Maßnahmen, die Ihre Mutter noch nicht berücksichtigt und die ihr helfen könnten.

Viele Grüße, Ihr ZDG-Team

weissherbst78
weissherbst78
1. März 2026
Frau Rehberg, vielen lieben Dank für die zügige Beantwortung und interessante Thematik. Danke danke danke!