Verhaltnis zwischen freien Radikalen und Antioxidantien schadlich?
Ich nehme täglich Nahrungsergänzungen ein, darunter Antioxidantien, Mineralstoffe und Spurenelemente, Bitterstoffe usw.
zu den Antioxidantien zählen hier wohl:
OPC 440 mg
Sulforaphan 100 mg
Bio Spirulina und Chlorella jeweils 3000 mg
MSM 2000 MG
1 bis 2 Esslöffel Lavita
Artischockenextrakt 2400 mg
Mariendistelextrakt 900mg (vermutlich Silymarin)
Cordeyceps 13 mg mit 40 % Polysaccharide
Omega 3 Fischöl
curcumin 47,5
glucosamin 1200 mg & Phytodroitin 760 mg
Ich habe gelesen, dass durch zu viele Antioxidantien das Gleichgewicht im Körper aus dem Ruder gerät und das Gegenteil bewirkt. Sprich Umwandlung in freie Radikale. Krebsgefahr und andere Magen-Darm-Symptome. Ist das wirklich der Fall?
Auszug aus der KI
Zu viele Antioxidantien, insbesondere isoliert als Nahrungsergänzungsmittel, können schädlich sein und sogar die Gesundheit gefährden. Mögliche Folgen sind die Förderung von Metastasen, eine erhöhte Krebswahrscheinlichkeit, Schäden an der DNA und das Entstehen von Symptomen wie Übelkeit, Magenbeschwerden oder Nierenproblemen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Antioxidantien und freien Radikalen ist wichtig;eine übermäßige Zufuhr kann dieses System stören.Warum zu viele Antioxidantien schaden können:
- Förderung von freien Radikalen:Paradoxerweise können hohe Dosen bestimmter Antioxidantien selbst die Bildung von freien Radikalen begünstigen.
- Störung des natürlichen Gleichgewichts:Der Körper verfügt über ein eigenes, komplexes System zur Abwehr freier Radikale.Eine Überdosierung mit isolierten Antioxidantien kann dieses System stören und schädlich wirken.
- Erhöhtes Krebsrisiko:Einige Studien deuten darauf hin, dass hohe Dosen von Antioxidantien, insbesondere in der Krebstherapie, die Wirkung von Chemo- oder Strahlentherapien verringern oder sogar das Fortschreiten von Metastasen fördern können.
- Zellschäden:Obwohl Antioxidantien Zellen eigentlich schützen sollen, können sie in zu hoher Konzentration selbst zellschädigend wirken.
- Nebenwirkungen:Hohe Dosen von Nahrungsergänzungsmitteln können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hervorrufen.
Ich würde mich über eine Antwort freuen.
LG Jochen
Hallo Jochen,
geben Sie sich nie mit einer ersten Antwort der KI zufrieden. Wenn Sie KI nutzen, dann haken Sie stets nach. Denn die Antwort, die Sie erhalten haben, ist zu pauschal, um sie ernstnehmen zu können.
Sie müssten also weiterfragen: "Auf welche Antioxidantien/NEM (Nahrungsergänzungsmittel) bezieht sich Ihre Antwort und in welchen Dosen müsste man diese NEM nehmen, damit sie auf die erläuterte Art und Weise schädlich sein könnten?"
Und selbst dann könnte die Antwort fehlerhaft sein, so dass es sich immer lohnt, bestimmte Aussagen und Werte zu überprüfen.
Denken Sie immer auch daran, dass "Antioxidantien" keine einheitliche Stoffgruppe sind. Sie haben lediglich eine Eigenschaft gemein, nämlich die antioxidative Wirkung. Antioxidativ aber können auch Stoffe sein, die man nie zu sich nehmen würde, zumindest nicht als antioxidatives Nahrungsergänzungsmittel, wie z. B. die beiden Konservierungsstoffe BHA und BHT.
Kurzum, die Antwort Ihrer KI bezieht sich auf bestimmte isolierte antioxidativ wirksame Stoffe, vermutlich auf Betacarotin, Vitamin E, Selen und vielleicht auch auf EGCG - und auch nur WENN diese Stoffe über einen langen Zeitraum in Überdosen eingenommen werden.
Sie hingegen nehmen erstens Ihre Nahrungsergänzungen in ganz normalen Dosierungen ein, also nicht in Überdosen. Zweitens wirken Ihre NEM alle über ganz unterschiedliche Mechanismen antioxidativ, so dass es auch nicht passieren kann, dass sich deren antioxidativen Wirkungen summieren.
OPC z. B. ist ein direkter Radikalfänger, fängt reaktive Sauerstoffspezies (ROS) ab, stabilisiert auch Kollagen/Elastin und schützt vor Lipidperoxidation.
Bei Sulforaphan liegt ein indirekter antioxidativer Mechanismus vor. Der Stoff aktiviert den Transkriptionsfaktor Nrf2, was nun wiederum zu einer vermehrten Aktivität körpereigener antioxidativer Enzyme (z. B. Glutathion-S-Transferase, Superoxiddismutase, Katalase) führt.
MSM ist kein klassisches Antioxidans, sondern unterstützt die Synthese von Cystein und Glutathion, also wichtige Bausteine des endogenen antioxidativen Systems.
Curcumin und Artischocke können Metalle binden und auf diese Weise oxidativen Stress, der durch Metalle entstehen würde, verhindern usw. usf.
Eine prooxidative Wirkung ist bei Ihrer Vorgehensweise somit nicht zu erwarten. Im Gegenteil, die Wahl Ihrer NEM ist sehr durchdacht und wird sich aus unserer Sicht positiv auf Ihren Gesundheitszustand auswirken.
Lediglich wenn Sie Medikamente nehmen, könnte es zu Wechselwirkungen kommen, aber das ist ein anderes Thema.
Viele Grüße, Ihr ZDG-Team