Grapefruits und ihr gefährliches Geheimnis


Grapefruits enthalten einen Stoff, der die Wirkung mancher Arzneimittel dramatisch verstärken kann. Dadurch steigt nicht nur die Gefahr der Nebenwirkungen dieser Medikamente, sondern auch das Risiko der Überdosierung.


Ihre Suche im Zentrum der Gesundheit

letzte Aktualisierung am 10.05.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Grapefruit und Medikamente

Sie befinden sich hier: interessante Artikel » Gesundheit

(Zentrum der Gesundheit) - Gehören Grapefruits oder Grapefruitsaft zu Ihrem Frühstück? Dann frühstücken Sie gesund – allerdings nur, wenn Sie nicht gleichzeitig Arzneimittel nehmen müssen. Grapefruits können nämlich die Wirkung vieler Arzneimittel derart verstärken, so dass der Patient mit jeder Tablette plötzlich die doppelte Dosis erhält. Je nach Art des Medikaments kann eine solch gravierende Dosisabweichung lebensgefährlich sein. Wenn Sie Medikamente nehmen, sollten Sie überprüfen, ob diese zu jenen gehören, die sich von Grapefruits beeinflussen lassen. Eine entsprechende Medikamenten-Liste finden Sie weiter unten.

Wechselwirkungen zwischen Grapefruit und Medikamenten © ZDG

Grapefruits lassen Medikamente anders wirken

Wissenschaftler des Lawson Health Research Institutes in London, Kanada, erforschten über Jahrzehnte hinweg die Auswirkungen von Grapefruit-Saft, wenn dieser gemeinsam mit verschreibungspflichtigen Medikamenten getrunken wird. Erst 2008 hatten sie eine Liste von insgesamt 17 Medikamenten veröffentlicht, die keinesfalls zusammen mit Grapefruit-Saft eingenommen werden sollten. Inzwischen erhöhte sich diese Anzahl auf bereits 44 Medikamente.

Grapefruit-Saft sorgt dafür, dass manche Medikamente im Körper nicht – wie üblich – abgebaut werden. Dadurch erhöht sich natürlich die Wirksamkeit dieser Medikamente so signifikant, dass der Patient in manchen Fällen mit jeder Tablette die doppelte Dosis erhält. Doch scheint die Wirkung des Grapefruit-Saftes je nach Medikament unterschiedlich zu sein. Während sich bei einigen Medikamenten unter Grapefruit-Einfluss die Wirkung erhöhte, wurde sie bei anderen Medikamenten abgeschwächt. Im letzteren Falle bedeutet das natürlich, dass besagtes Medikament plötzlich gar nicht mehr wirkt.

Gefährliche Wechselwirkungen durch Grapefruit

Doch ganz gleich, ob nun eine Verstärkung oder Abschwächung der Medikamentenwirkung eintritt, die Folgen sind in jedem Falle ungünstig. Entweder leidet der Patient an einer Überdosis und damit auch an stärkeren Nebenwirkungen oder aber der Patient fühlt sich, als habe er überhaupt kein Medikament eingenommen. Die Forscher des Lawson Health Research Institutes nun stellten in einer Studie fest, dass unter Einwirkung von Grapefruit-Saft häufig Hautausschläge, Schwindel, Kopfschmerzen und Atembeschwerden beobachtet werden können. In manchen Fällen gingen die Wechselwirkungen mit der Grapefruit jedoch sogar tödlich aus.

Das kanadische Forscherteam weist darauf hin, dass von den 27 Medikamenten, die seit 2008 zur oben genannten Liste hinzugekommen sind, allein 13 einen plötzlichen Herzstillstand verursachen könnten, insbesondere dann, wenn ihre Wirkung durch Grapefruitsaft verfälscht wird.

Anzeige:

Grapefruit nicht mit Calciumkanalblocker und Statinen kombinieren

Zu allem Unglück hat sich die Grapefruit für ihre besondere Wirkung auch noch gerade solche Medikamente ausgesucht, die von sehr vielen Menschen tagtäglich genommen werden. Dazu gehören so alltägliche Medikamente wie zum Beispiel Cholesterinsenker (Statine wie z. B. Lovastatin) oder Blutdrucksenker bzw. Herzmedikamente (Calziumkanalblocker wie z. B. Amlodipin). Trotzdem wird kaum auf die problematischen Wechselwirkungen zwischen Grapefruits und Medikamenten hingewiesen. Infolgedessen bleiben viele Patienten völlig ahnungslos über die möglichen Gefahren, trinken nach wie vor täglich Grapefruit-Saft oder essen Grapefruits, weil sie sich etwas Gutes tun möchten - und wundern sich schliesslich über ihr schlechtes Befinden.

Orangeat und Orangenmarmelade besser meiden

Ungünstigerweise sind Grapefruits nicht die einzigen Früchte mit der beschriebenen Wirkung. Der verantwortliche Stoff (Furanocumarin) ist in vielen anderen Zitrusfrüchten ebenfalls enthalten, wie z. B. in Limetten, Limonen, Pampelmusen und Bitterorangen. Letztere werden zur Herstellung von Orangeat, Orangenmarmelade und manchen Likören verwendet. Alle diese Produkte sollten Sie nicht verzehren, wenn Sie Medikamente aus der unten verlinkten Liste einnehmen.

Auch genügt es nicht, einfach nur ein paar Stunden Abstand zwischen dem Trinken des Safts und der Medikamenteneinnahme einzuhalten. Grapefruit-Saft zeigte auch schon dann einen Einfluss auf Medikamente, wenn er bereits Stunden vor dem Medikament getrunken worden war.

Eine vollständige Liste der Medikamente, die in Verbindung mit Grapefruits bzw. Furanocumarinen gefährlich sein können, finden Sie unter folgendem Link: Consumeraffairs.com

Da jedoch sowohl Bluthochdruck als auch ein hoher Cholesterinspiegel äusserst gut auf eine hochwertige und basenüberschüssige Vitalkost ansprechen, könnten Sie sich überlegen, Ihre Gesundheitsprobleme vielleicht auf eine ganzheitliche Weise zu lösen. Medikamente können dann – selbstverständlich in Übereinkunft mit dem Therapeuten - langsam ausgeschlichen werden. Und bald schon können Sie sich wieder unbesorgt Ihren Grapefruitsaft schmecken lassen.

Ihre Ausbildung zum Ernährungsberater?

Ihnen gefällt das Ernährungskonzept des Zentrums der Gesundheit? Sie möchten gerne detailliert wissen, wie Sie für sich und Ihre Familie eine rundum gesunde Ernährung gestalten können? Oder möchten Sie vielleicht Ihrem Berufsleben eine neue Perspektive geben und auch andere Menschen zu Themen rund um eine ganzheitliche Gesundheit beraten können? Wir empfehlen Ihnen die Akademie der Naturheilkunde.

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie – die gesunde Ernährung und ein gesundes Leben lieben – in 12 bis 18 Monaten zum zum ganzheitlich denkenden Ernährungsberater aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Nutritionist Training

Quellen:


Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal.

Möchten Sie weiterhin von uns informiert werden?

Wir informieren 1-2 mal monatlich über neu veröffentlichte Artikel.
Melden Sie sich zu unserem kostenlosen Newsletter an.

zum kostenlosen Newsletter anmelden




© Neosmart Consulting AG - Alle Rechte vorbehalten.
Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und anderen Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums. Dieser Artikel darf ohne Genehmigung weder kopiert, veröffentlicht noch verteilt werden. Eine Verlinkung direkt auf die jeweilige Text-Seite ist erlaubt und erwünscht.

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.





Liebe LeserInnnen

Aufgrund des hohen Kommentaraufkommens haben wir uns dazu entschlossen, unsere Kommentarfunktion bis zum 01. Juli 2016 zu schliessen. Bitte berücksichtigen Sie, dass wir Kommentare, die zum Zwecke versteckter Werbung genutzt werden, nicht veröffentlichen. Erscheinen Markennamen in Ihrem Kommentar, so werden diese vor Veröffentlichung entfernt.

(0)

Weitere themenrelevante Artikel:

Grapefruitkernextrakt – Das natürliche Antibiotikum

(Zentrum der Gesundheit) – Grapefruitkernextrakt gilt schon lange als Geheimtipp im Kampf gegen Bakterien, Pilze und Viren. Gerade in Zeiten mit erhöhtem Infektionsrisiko – wenn Grippen und Erkältungen grassieren – sollte der Grapefruitkernextrakt zur Hand sein. Begeisterte Anwender berichten regelmässig davon, wie ein paar Tropfen Grapefruitkernextrakt, verdünnt in einem Glas Wasser getrunken, Durchfall oder eine Grippe stoppen konnten oder auch wie Ekzeme und Hautpilzinfektionen endlich ausheilten. Zahlreiche Studien stützen die Patientenberichte über den erfolgreichen Einsatz des Grapefruitkernextrakts.

weiterlesen

 

Pilzinfektionen natürlich beseitigen

(Zentrum der Gesundheit) - Pilzinfektionen zeigen sich als Fusspilz, Nagelpilz, Hautpilz oder Genitalpilz. Doch können Pilze über den Darm auch in die Blutbahn gelangen und auf diese Weise sogar einzelne Organe und Körperbereiche befallen, wie z. B. die Gelenke, die Lungen o. ä. Diese Art von Pilzinfektion wird häufig erst sehr spät erkannt und oft wird die Pilzinfektion als Ursache der Beschwerden gar nicht erst in Betracht gezogen wird. Doch ganz gleich, welche Pilzinfektion vorliegt, die Naturheilkunde hält verschiedene Mittel und Wege bereit, wie Pilze dauerhaft besiegt werden können.

weiterlesen

 

Leberreinigung – ganzheitlich

(Zentrum der Gesundheit) – Die Leber ist unser Entgiftungsorgan Nr. 1. Die Leber entgiftet und reinigt den Körper – Tag für Tag, ohne Urlaub und ohne Feiertage. Die moderne Ernährungs- und Lebensweise überlastet die Leber häufig. Ausruhen kann die Leber aber nicht, also arbeitet das Organ bei vielen Menschen nur noch mühsam und angestrengt. Müdigkeit, Rückenschmerzen, hoher Cholesterinspiegel, Völlegefühl, erhöhte Infektanfälligkeit und manchmal auch eine juckende Haut sind die Folgen einer überlasteten Leber. Beugen Sie besser vor und machen Sie regelmässig eine ganzheitliche Leberreinigung!

weiterlesen

 

Cholesterin natürlich senken

(Zentrum der Gesundheit) - Die Schulmedizin ist scheinbar der Ansicht, dass die Ärzte ein ausreichendes Verständnis über Ihren Körper haben, um Krankheiten zu verhindern, bevor sie beginnen. Zunehmend wenden sich die Ärzte der so genannten Präventiv-Medizin zu. Man erzählt den Patienten, dass sich Herzinfarkte durch eine Senkung des Cholesterinspiegels - entweder mit Hilfe von Medikamenten oder durch reduzierte Fettzufuhr - vermeiden liessen. Lesen Sie, welche Absichten verfolgt werden.

weiterlesen

 

Grapefruitsaft verhindert Gewichtszunahme

(Zentrum der Gesundheit) – Grapefruitsaft hemmt die Gewichtszunahme auch bei einer sehr fettreichen Ernährung. Darüber hinaus verhindert er ein starkes Ansteigen des Blutzucker- und Insulinspiegels. Ja, Grapefruitsaft kann den Blutzuckerspiegel genauso gut senken wie blutzuckersenkende Medikamente. Zu diesem Ergebnis kam eine US-amerikanische Studie. Naringin, ein in Grapefruits enthaltener Stoff, ist bekannt dafür, dass er bei der Gewichtsabnahme eine Rolle spielt. Die detaillierten Ergebnisse der Studie zeigten jedoch, dass die positive Wirkung von Grapefruits nicht allein auf Naringin zurückzuführen ist.

weiterlesen

 

Gefährliche Betablocker

(Zentrum der Gesundheit) - Laut einer Studie, durchgeführt von den Forschern der McMaster University in Kanada und veröffentlicht in der Zeitschrift The Lancet, senken Betablocker zwar während einer Operation das Risiko von Herzversagen, können aber tatsächlich zu einem lebensgefährlichen Risiko für den Patienten werden.

weiterlesen