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Dieser Text wurde veröffentlicht am 13.10.2007 um 15:15 Uhr
Vor einem halben Jahr wurde der Impfstoff zur Vorbeugung von Gebärmutterhalstumoren zugelassen. Nun gibt es massive Kritik.
Die Euphorie war groß. Ein Traum der Menschheit schien sich zu erfüllen, als der Impfstoff Gardasil gegen Warzenviren im vergangenen Jahr auf den Markt kam. Erstmals schien eine "Impfung gegen Krebs" möglich zu sein. Denn Warzenviren gelten als Verursacher von Gebärmutterhalstumoren.
In Windeseile warben manche Krankenkassen damit, dass sie ihren Versicherten den teuren Impfstoff freiwillig bezahlen. So schnell wie selten zuvor hob die ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut die Impfung gegen Warzenviren schon im März 2007 in den Impfkalender und zwang damit auch alle übrigen Kassen, die Kosten von 465 Euro pro Impfling zu übernehmen.
Gardasil® ist einer der teuersten Impfstoffe überhaupt, und das Konkurrenzprodukt Cervarix®, das in Kürze auf den Markt kommt, wird kaum billiger ausfallen.
Ein halbes Jahr später regt sich nun harsche Kritik an Stiko und Zulassungsbehörden. "Die Zulassung des Impfstoffs erfolgte auf sehr schmaler Wissensbasis", beklagt Wolfgang Becker-Brüser in der Zeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen, die Verbraucher pharmaunabhängig über Medikamente aufklärt.
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