Liebe Barbara,
haben Sie herzlichen Dank für Ihre Nachricht! Es freut uns sehr, dass unsere Antwort hilfreich für Sie war – und wir wissen Ihre Bereitschaft zur Weiterempfehlung sehr zu schätzen. Danke sehr!
Ihre Zusatzfragen sprechen wichtige und leider oft unterschätzte Themen an – insbesondere im Zusammenhang mit dem Älterwerden und der zunehmenden Häufung chronisch-neurologischer und rheumatischer Beschwerden wie Polyneuropathie (PNP), Restless Legs Syndrom (RLS) und Weichteilrheuma (Fibromyalgie).
Kennen Sie schon unsere entsprechenden Artikel dazu?
Fibromyalgie: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/rheuma-knochen-gelenke/fibromyalgie-uebersicht/fibromyalgie
RLS: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/weitere-erkrankungen/neurologische-erkrankungen/restless-legs-syndrom
PNP: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/weitere-erkrankungen/neurologische-erkrankungen/polyneuropathie
Bei der Lektüre werden Sie merken, dass es hier viele Überschneidungen gibt - was typisch für die ganzheitliche Vorgehensweise ist. Denn es geht immer nur um ein einziges Ziel:
Dem Körper all das zu geben, was er braucht, um eigenständig wieder in sein Gleichgewicht zu finden und all das wegzunehmen, was ihn daran hindert.
Zu den entsprechenden Maßnahmen zählen sinnvolle Nährstoffkombinationen, wie das von Ihnen bereits erfragte Magnesium (besonders Glycinat oder Taurat). Es wirkt beruhigend, nervenstabilisierend, schlaffördernd, lindert schmerzhafte Muskelverkrampfungen und Unruhe - passt daher bei allen drei Beschwerdebildern.
Dazu ein Vitamin B-Komplex für die Nervenregeneration, besonders bei Polyneuropathie Vitamin B1 (Benfotiamin), da es die Nervenleitung verbessert und antioxidativ wirkt sowie Vitamin B6 und B12 (idealerweise als Methylcobalamin): essenziell für die Myelinisierung der Nerven!
Alpha-Liponsäure, ist ein Antioxidans, das bei Polyneuropathie (insbesondere diabetischer) zur Verbesserung der Nervengesundheit beitragen kann. Auch hilfreich bei oxidativem Stress, der bei chronischen Erkrankungen oft erhöht ist. Das Mittel entgiftet ferner, leitet also Schwermetalle aus, muss aber separat von anderen Ergänzungen eingenommen werden, also mit Abstand von ca. 3 Stunden.
Coenzym Q10 kann ebenfalls hilfreich sein, etwa bei bei chronischer Müdigkeit, Muskelschwäche und altersbedingten Erschöpfungszuständen. Dazu L-Carnitin, das bei Fibromyalgie und Muskelschwäche eingesetzt werden kann. Es verbessert die Energieverwertung und kann die körperliche Belastbarkeit etwas erhöhen.
Omega-3-Fettsäuren sind in jedem Fall wichtig. Sie wirken entzündungshemmend, nervenschützend, stimmungsstabilisierend - und sind bei rheumatischen Beschwerden sowie bei PNP und allgemeinem neurovaskulärem Stress hilfreich.
Ihr Hinweis auf die Chinesische Medizin ist sehr berechtigt. Diese nutzt oft Kombinationen natürlicher Substanzen, die in der westlichen Medizin entweder als zu komplex oder „wissenschaftlich nicht eindeutig“ gelten – aber in der Praxis erstaunlich wirksam sein können.
Auch bei uns in der westlichen Naturheilkunde haben inzwischen adaptogene Kräuter aus den östlichen Heilverfahren Einzug gehalten, wie Ashwagandha, Reishi, Cordyceps oder Rhodiola – sie regulieren das Nervensystem, helfen gegen Stress und fördern Schlaf sowie Regeneration.
Wenn Sie zu den einzelnen Mitteln weitere Informationen benötigen, geben Sie das entsprechende Wort in unser Suchfeld. Sie gelangen dann zu einem passenden Artikel.
Chinesische Kräuterformeln mit schmerzlindernden, beruhigenden und durchblutungsfördernden Wirkungen würden wir von einem in TCM bewanderten Arzt zusammenstellen lassen - z. B. auch in Kombination mit Akupunktur, die in der TCM sehr erfolgreich bei RLS, PNP und Fibromyalgie eingesetzt wird.
Letztendlich wäre es ideal, westliches Mikronährstoffwissen mit östlicher Kräuter- und Energieheilkunde zu verbinden. Die moderne Mitochondrienmedizin und funktionelle Medizin gehen diesen Weg zunehmend. Das bedeutet: Stärkung auf Zellebene, Beruhigung des Nervensystems und Wiederherstellung der inneren Ordnung.
Ihre Frage „ob uns ein paar Mittel gegen das Alter einfallen“ berührt ein wichtiges Thema. Unsere Antwort wäre: Nicht gegen das Alter – aber für mehr Lebensqualität im Alter oder sagen wir für ein gutes und glückliches Leben ganz unabhängig vom Alter. Denn gerade chronische Krankheiten treten immer früher auf.
Die ganzheitliche und vor allem individuelle Vorgehensweise hat genau das zum Ziel:
Eine gesunde, vitalstoffreiche Ernährung in Kombination mit viel Bewegung in Form von gezieltem Training (Kraft und Ausdauer - ist in jedem Alter möglich) stehen im Mittelpunkt.
Dazu kommen Nährstoffe - je nach Bedarf, eine individualisierte Nahrungsergänzung, ausreichend Schlaf, lieber meditieren als fernsehen und viel Freude an Selbstfürsorge und Achtsamkeit.
Allerdings ist "Langlebigkeit" das Wunschthema vieler LeserInnen, so dass wir es in unserem kommenden Newsletter am Sonntag besprechen werden.
Mit lieben Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Ihr ZDG-Team