Glutamat


Glutamat ist gefährlich, weil es in das System des Körpers eingreift, was die Botenstoffe betrifft. Es bringt nicht nur die Körperfunktionen durcheinander, sondern führt darüber hinaus zu Übergewicht und diversen Krankheiten.

Glutamat ist gefährlich

Veröffentlichung am 02.05.2008 um 11:03 Uhr / Aktualisierung am 08.03.2012 um 10:08 Uhr  Drucken Sie diese Seite

Seit geraumer Zeit ist Glutamat als Zusatzstoff, der nicht unbedingt positive Auswirkungen auf den Menschen hat, in die Schlagzeilen geraten. Der Nahrungsmittelexperte Hans Ulrich Grimm nennt Glutamat sogar den Zusatzstoff für Nahrungsmittel, der den größten negativen Einfluss auf den Menschen, sein Leben und sein Gehirn hat. Dies geschieht alles, ohne dass der Mensch davon überhaupt etwas ahnt.

Geschmacksverstärker Glutamat Glutamat wird in Nahrungsmitteln als Geschmacksverstärker eingesetzt

Glutamat verletzt das Gehirn

Glutamat wurde in Tierversuchen getestet, der bekannteste Tierversuch ist dabei der von John Olney vorgenommene. Olney gehört zu den bedeutendsten Neurologen und Psychopathologen in den USA. Seine große Entdeckung war, dass Glutamat in den Hirnregionen kleiner Mäusebabys winzige Hohlräume und Verletzungen verursachte.

Übergewicht, Diabetes und Herzkrankheiten

Olneys Ergebnisse wurden von Prof. Beyreuther zusammengefasst, der an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg tätig ist: Gerade geborene Mäuse und Ratten wurden verwendet, um die Experimente von Olney durchzuführen. Diesen wurden fünf Tage lang Injektionen mit Glutamat gegeben, woraufhin festgestellt wurde, dass bestimmte Nervenzellen im Gehirn absterben. Die erwachsenen Tiere waren übergewichtig, im Alter litten sie an Diabetes und Herzkrankheit.

Verzicht von Glutamat in den USA für Babys

Die Forschungen waren der Grund dafür, dass in den USA freiwillig auf Glutamat in Babynahrung verzichtet wurde, in vielen europäischen Ländern, darunter auch in Deutschland, ist die Verwendung von Glutamat in der Babynahrung generell verboten.

Für Nahrung, die für ältere Kinder und Erwachsene bestimmt ist, gilt dieses Gesetz allerdings nicht. Gerade, wenn bei Babys die Breifütterung und Nahrungsergänzung durch Beikost beginnt, also ungefähr ab dem sechsten Lebensmonat, sollten Eltern verstärkt auf die Zusammensetzung der Nahrung für ihr Kind achten.

Gefahr für Ungeborene

Glutamat Gefahr für Ungeborene

Neuere Tierversuche zeigen, dass auch Ungeborene einer großen Gefahr durch Glutamat ausgesetzt sind. Anhand von Versuchen mit Ratten, die der Kinderarzt und Forscher Prof. Hermanussen durchführte, wurde nachgewiesen, dass Glutamat bei der Gabe an trächtige Ratten das Geburtsgewicht des Nachwuchses sinken ließ. Außerdem wurde die Bildung des Wachstumshormons gestört. Die Ratten wurden gefräßig und übergewichtig. Sie waren zudem recht klein. Auch bei Menschen kommt es häufig vor, dass Übergewichtige vergleichsweise klein sind.

Übergewicht und Krankheiten

Glutamat ist daher so gefährlich, weil es in das System des Körpers eingreift, was die Botenstoffe betrifft. Es bringt nicht nur die Körperfunktionen durcheinander, sondern führt darüber hinaus zu Übergewicht und diversen Krankheiten. Am gefährlichsten ist am Glutamat aber, dass die Nervensynapsen regelrecht überschwemmt werden und der Zusatzstoff die Hirnzellen zerstört. Es tötet die Neuronen ab.

Nervenzellgift Glutamat?

Prof. Beyreuther, der unter anderem den Posten als Staatsrat für Lebens- und Gesundheitsschutz innehat, ist der Meinung, dass Glutamat ein Nervenzellgift sei, dessen Wirkung sehr Besorgnis erregend sei. Glutamat werde als wichtiger Faktor bei allen neurogenerativen Erkrankungen angesehen, denn der Stoff steht im Verdacht, alle die Erkrankungen zu fördern, bei denen das Hirn abstirbt. Das sind unter anderem Parkinson, Alzheimer und Multiple Sklerose.

Beeinflussung des Ernährungsverhaltens

Menschen und Tiere werden durch Glutamat dazu gebracht, mehr zu essen, als sie eigentlich müssten und sollten, das haben die Forschungen gezeigt. Forscher nennen dies den Masteffekt. Die an dem Centre National de la Recherche Scientifique, das sich in Paris befindet, tätige Forscherin France Bellisle, konnte den Anreiz, mehr zu essen, bei der Gabe von Glutamat beobachten. Die Menschen, die sich für die Versuche zur Verfügung gestellt hatten, schlangen ihr Essen schneller herunter, kauten wenigen und machten auch weniger Pausen zwischen den einzelnen Happen.

Glutamat - die Ursache des Übergewichts

Glutamat

Prof. Hermanussen ist der Meinung, die stetige Gabe von Glutamat sei ein Grund für das Problem des Übergewichts bei großen Teilen der Bevölkerung. Die Zugabe von Glutamat ist in Industrienahrung immer noch üblich. Der Appetit wird in den Nervenzellen des Gehirns geregelt, die aber durch das Glutamat beschädigt werden könnten. Dies wird als die wichtigste Verbindung angesehen.

Dieser Meinung schließt sich auch der amerikanische Forscher Blaylock, ein Neurochirurg, an. Er wirft die Frage auf, ob das Übergewicht einer Vielzahl von US-Bürgern mit der früheren Gabe von Glutamat als Zusatz in Lebensmitteln zusammenhängen könnte. Er sieht das Übergewicht tatsächlich als Folge der Einnahme des Lebensmittelzusatzstoffes Glutamat.

Glutamat führt zu ständigem Hunger

Bestimmte Proteine und eben das Glutamat sind für Prof. Hermanussen der Grund, warum übergewichtige Kinder und auch Erwachsene ständig hungrig sind und ihr Sättigungsgefühl nicht mehr richtig einschätzen können. Seine Vermutung versuchte er dadurch zu belegen, dass er gesunden Frauen, die aber stark übergewichtig waren, ein Medikament verabreichte, das in der Lage war, die schädigende Wirkung, die das Glutamat auf das Gehirn hat, zu unterbinden.

Ursprünglich wurde dieses Medikament zur Behandlung der Alzheimer Krankheit zugelassen. Die Frauen sollten während dieses Versuches keine Diät einhalten, sie sollten nur auf ihren Appetit hören, was das Essen anging. Schon nach wenigen Stunden merkten sie, dass die Lust auf das Essen nachließ und es auch nachts nicht mehr zu störenden Essattacken kam. Nach wenigen Tagen sank bereits ihr Gewicht, ohne, dass dies mit Diät oder mehr Bewegung verbunden gewesen wäre.

Blind durch Glutamat?

Glutamat

Nach Meinung des an der Hirosaki Universität in Japan tätigen Forschers Dr. Ohguro ist Glutamat auch für eine Schädigung der Augen verantwortlich, ja, es könne sogar der Grund für Blindheit sein. Das Forscherteam um Dr. Ohguro führte Versuche durch, die die schädlichen Auswirkungen des Glutamats an Ratten nachweisen sollten. Diese wurden dazu einer speziellen Diät unterzogen, bei der eine regelmäßige Gabe von Glutamat durchgeführt wurde.

Dabei konnte beobachtet werden, dass die Sehkraft der Tiere, die über ein halben Jahr hinweg hohe Gaben an Glutamat verabreicht bekamen, stark nachließ. Die Tiere entwickelten zudem eine sehr viel dünnere Netzhaut, als die Tiere in der Kontrollgruppe, die weiterhin ihr gewohntes Futter erhielten.

Grüner Star durch Glutamat?

Dr. Ohguro ist der Meinung, dass er damit eine Erklärung für den Grünen Star gefunden hat, der in Ostasien so stark verbreitet ist. Er führt dies darauf zurück, dass den meisten asiatischen Gerichten ein hoher Anteil von Glutamat beigefügt wird. Es ist allerdings nach wie vor unklar, wie hoch die Dosierung des Glutamats sein muss, damit die schädigende Wirkung auf die Augen eintritt.

Die Diskussionen um das Glutamat beschäftigen sich immer noch vorwiegend mit dem so genannten Chinarestaurant Syndrom, das mit Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Übelkeit und anderen Symptomen einhergeht. Es wird hervorgerufen durch die allergische Reaktion auf das Glutamat. Wichtiger ist für die Forscher jedoch, welche Auswirkungen der Stoff langfristig gesehen hat.

In jungen Jahren dick im Alter blind?

Schon bei Kindern und Jugendlichen wird das Übergewicht gefördert, die Fettsucht, auch Adipositas genannt, und der Grüne Star sind Folgen der Einnahme von Glutamat, die unter den Punkt "Langzeitschäden" fallen. In den letzten zehn Jahren hat sich die Menge von Glutamat, die in den Nahrungsmitteln beigemischt wird, verdoppelt. Zugesetzt wird Glutamat in Form von Hydrolysaten, wie zum Beispiel Hefeextrakte. Daneben ist der Stoff in gekörnten Brühen und verschiedenen Stoffen zum Würzen enthalten.

Verantwortung der Eltern ist gefragt

Gerade Eltern stehen hier in der Verantwortung, ihre Kinder vor dem Nahrungsmittelzusatz zu schützen, wenn schon nicht die Produzenten der Nahrung auf eine gesunde Zusammensetzung derselben achten.

Würze wird durch die Verwendung von tierischem oder pflanzlichem Eiweiß hergestellt. Dieses wird mit Salzsäure verkocht, um die Zellstrukturen zu zerstören. Dabei wird die so genannte Glutaminsäure freigesetzt. Anschließend wird das Gemisch mit Natronlauge oder Natriumcarbonat versetzt, dabei entsteht auch Kochsalz. Diese Lösung wird nun filtriert und ist für die Geschmacksverbesserung ausgelegt. Flüssigwürze wird mit Zuckerkulör gefärbt, wenn die Würze eben nicht in Konserven und fertige Gerichte kommt. Getrocknet bildet sie gekörnte Brühe oder, wenn Fett hinzugefügt wird, die bekannten Brühwürfel.

Gentechnisch verändert

Da es in der Industrie stets darum geht, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern, wurden Bakterienstämme, die zur Erzeugung des Glutamats eingesetzt wurden, durch Gentechnik verändert.

Der bekannte Ernährungsfachmann Pollmer sagt dazu, dass schon 1980 das Patent für die Anwendung der Gentechnik bei der Herstellung von Glutamat an den Marktführer namens Ajinomoto vergeben worden sei. Die Begründung dafür war, dass das Bedürfnis nach neuen Mikroorganismen gestiegen sein. Diese Mikroorganismen sollten die Produktion der speziellen L-Glutaminsäure in möglichst großer Menge zulassen. Um dies zu erreichen, wurde ein Hybridplasmid in die Bazillen eingeführt. In dieses Hybridplasmid wurde ein besonderes DNA-Fragment eingesetzt, das genetische Informationen enthielt, die die Bildung der L-Glutaminsäure fördern sollten.

Selbst Verantwortung übernehmen

Da aber niemand weiß, inwieweit die Gentechnik andere Auswirkungen hat, als gewünscht, kommt als zusätzliches Problem diese Ungewissheit zu den schädigenden Auswirkungen, die das Glutamat nachgewiesenermaßen auf den Körper hat, hinzu. Jeder steht also selbst in der Verantwortung, auf die Zusammensetzung seiner Nahrung zu achten.



Abgelegt unter: Glutamat |

Möchten Sie weiterhin von uns informiert werden?

Wir informieren 1-2 mal monatlich über neu veröffentlichte Artikel.
Melden Sie sich zu unserem kostenlosen Newsletter an.

zum kostenlosen Newsletter anmelden

Weitere themenrelevante Artikel:

Aspartam? Glutamat? Vorsicht!

Aspartam? Glutamat? Vorsicht!

(Zentrum der Gesundheit) - Der Süßstoff Aspartam und der "Geschmacksverstärker" Mononatrium-Glutamat (MNG) sind die am häufigsten verwendeten Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln und das, obwohl sie extrem gefährlich für die Gesundheit - insbesondere die ses Nervensystems sind.

weiterlesen

 

Lebensmittelzusätze in Fertiggerichten

Lebensmittelzusätze in Fertiggerichten

"Heutzutage nehmen viele Menschen mehr industrielle Lebensmittelzutaten zu sich, als echte Lebensmittel." Laut Hans-Ulrich Grimm („Aus Teufels Topf“) verspeisen die Deutschen pro Kopf und Jahr beispielsweise 11 Kilo Bananen und 16,6 Kilo Tomaten. Dem gegenüber stehen 18,8 Kilo industrielle Lebensmittelzutaten.

weiterlesen

 

Geschmacksverstärker Glutamat

Geschmacksverstärker Glutamat

(Zentrum der Gesundheit) - Noch immer wird der Geschmacksverstärker Glutamat in unzähligen Fertignahrungsmitteln und Würzmitteln eingesetzt obwohl bekannt ist, dass Glutamat extrem gesundheitsschädlich ist.

weiterlesen

 

Krank durch Konservierungsstoffe

Krank durch Konservierungsstoffe

(Zentrum der Gesundheit) - Der Geschmacksverstärker Glutamat ist inzwischen der wichtigste Zusatzstoff in industriellen Nahrungsmitteln. Es ist beispielsweise in Salzgebäck, Gewürzmischungen, Fertigsuppen und -soßen aber auch in vielen anderen Fertiggerichten enthalten. Achtung: Glutamat ist auf den Verpackungen häufig nicht deklariert. Die Nahrungsmittelindustrie versteckt das gefährliche Glutamat auch hinter Begriffen wie Würzsalz oder Geschmacksverstärker.

weiterlesen

 

Nahrungsmittelzusätze

Nahrungsmittelzusätze

Das Glutamat ist der Nahrungszusatz Nr. 1. Dieser Geschmacksverstärker entwickelte sich zum wichtigsten Zusatzstoff in der industriellen Lebensmittelproduktion. Es ist in zahlreichen Fertigprodukten enthalten. Glutamat wird auf der Verpackung von Lebensmitteln oft nicht deklariert und verbirgt sich häufig hinter Begriffen wie "Würzsalz" oder "Geschmacksverstärker".

weiterlesen

 

Umami: Glutamat im neuen Tarnkleid

Umami: Glutamat im neuen Tarnkleid

(Zentrum der Gesundheit) - Glutamat ist für die einen unverzichtbare Zutat im täglichen Essen, für die anderen ein strikt zu meidendes Nervengift. Jetzt scheint der umstrittene Geschmacksverstärker nach Fertiggerichten und Restaurantküchen auch die Kochtöpfe in Privathaushalten erobern zu wollen. Die neue Geschmacksrichtung namens Umami beschreibt nichts anderes als den Geschmack von Glutamat. Und diesen gibt es jetzt in Form einer Gewürzpaste mit modisch-schickem Image in den britischen Supermärkten.

weiterlesen

 

Fast Food macht süchtig

Fast Food macht süchtig

(Zentrum der Gesundheit) - Kann eine Tüte Chips ein Suchtverhalten wie Kokain auslösen? Wissenschaftliche Studien der letzten Jahre untersuchten die Sucht nach Junk Food im Vergleich zur Drogenabhängigkeit und brachten dabei erschreckende Ergebnisse zum Vorschein. Die Sucht nach Junk Food verläuft in unserem Gehirn nach denselben Mechanismen, wie beispielsweise eine Kokainsucht.

weiterlesen

 


Alles neu macht der Mai!

Wir werden den Mai nutzen, um unsere Kommentarfunktion weiter zu verbessern.

(1)

Sebastian
geschrieben am: Mittwoch, 11. Januar 2012, 12:43
eMail-Adresse hinterlegt

Hallo, ich habe eine Frage bezüglich der Zutat Glutamat in Fertigprodukten. Ich esse morgens immer eine pflanzliche Paste zu Frühstück, die ich im Bioladen kaufe und die auch über ein Biosiegel verfügt. Nachdem ich mir den Artikel über Glutamat auf Ihrer Seite mal wieder durchgelesen habe, habe ich aus Interesse auf die Zutatenliste auf der Dose geschaut, und siehe da, das Produkt enthält neben Nährhefe auch die Zutat Hefeextract.

Aus Ihrem Artikel geht hervor, dass zumindest Hefeextract nichts anderes als Glutamat mit einer anderen Bezeichnung ist. Das war mir so noch nicht ganz klar. Ich dachte, dass ein Produkt aus dem Bioladen frei von schädlichen Zusatzstoffen ist. Ist ein Zusatz von Hefeextract in Biolebensmitteln unbedenklich (weil sie \"Bio\"sind) oder sollte ich solche Produkte künftig meiden, wenn ich sicherstellen will, kein Glutamat zu mir zu nehmen? Abschließend möchte ich mich noch bei Ihnen für die tollen Informationen auf Ihrer Seite bedanken. Machen Sie bitte weiter so!

Zutatenliste des Produktes:
Kichererbsen* (31%), Wasser, Nährhefe, Sesamöl* (11%), Karotten*, Zwiebeln*, Sonnenblumenöl*, Gemüsebrühe* (Meersalz, Maisstärke*, Hefeextrakt, Glukosesirup*, Sonnenblumenöl*, Zwiebeln*, Karotten*, Kurkuma*, Ingwer*, Muskat*, Pfeffer*, Sellerie*, Petersilie*, Lorbeerblätter*, Liebstöckel*, Pastinaken*, Lauch*), Curry* (mit Senf), Meersalz, Ingwer*.
* Aus kontrolliert ökologischem Landbau. DE-ÖKO-013
Herkunft: EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft




Zentrum der Gesundheit:

Vielen Dank für Ihre Frage.
Nährhefe und Hefeextrakt sind für Bio-Lebensmittel zwar zugelassen, doch handelt es sich dabei um Zutaten, die selbst nicht aus biologischer Erzeugung stammen. In der Zutatenliste erkennen Sie diese Tatsache daran, dass das Sternchen, das Bio-Zutaten markiert, bei Nährhefe und Hefeextrakt fehlt.
 
Nährhefe besteht aus abgetöteten Hefepilzen. Sie wird meist als Basiszutat für viele vegetarische Brotaufstriche verwendet. Hefeextrakt hingegen ist ein aus abgetöteten Hefepilzen speziell hergestelltes eiweissreiches Konzentrat, das aufgrund seines starken Geschmackes lediglich zum Würzen verwendet wird. Glutamat ist zwar ein natürlicher Bestandteil in beiden Hefeprodukten (wobei er beim Extrakt höher ist als bei der Nährhefe), doch liegt auch hier - aufgrund der starken industriellen Verarbeitung und der Extrahierung der geschmacksverstärkenden Eiweisse - ein sehr viel höherer Glutamatgehalt vor, als dies bei natürlichen Lebensmitteln (Tomaten, Pilzen u. a.) der Fall ist, so dass auch bei Lebensmitteln, die Hefeextrakte/Nährhefe enthalten, mit den entsprechenden Auswirkungen des Glutamats gerechnet werden kann.
 
Der Unterschied zu jenem Glutamat, das in konventionellen Produkten unter der Bezeichnung Geschmacksverstärker (E620 bis ca. E633) enthalten ist, ist der, dass Glutamat in isolierter Form vorliegt (also reines Glutamat z. B. in Form von Mononatriumglutamat E620) und nicht in Form eines Hefekonzentrates, in dem neben Glutamat auch noch andere Salze und Aminosäuren sowie in geringer Menge auch Mineralstoffe und andere Begleitstoffe enthalten sind.
 
Wenn Sie also Glutamat meiden möchten, dann könnten Sie entweder - was die optimale Lösung wäre - Ihre Brotaufstriche selbst aus Nüssen, Saaten und Gemüse herstellen oder aber Ihre bisherigen Nährhefe-Brotaufstriche durch andere Brotaufstriche ersetzen (z. B. jene auf der Basis von Sonnenblumenkernen z. B. "Streich"). Auch gibt es Brotaufstriche auf der Basis von Gemüse. Wenn man es jedoch ganz genau nähme, dann enthalten auch diese gezielt solche hochkonzentrierten Zutaten, die sehr glutamatreich sind, wie z. B. Tomatenmark und Sojasauce). Das Ziel der Lebensmittelindustrie (ob bio oder nicht) ist ganz klar, Lebensmittel zu entwickeln, die unserem mittlerweile glutamatsüchtigen Gaumen entsprechen. Denn Gerichte, die konsequent glutamatarm sind und beispielsweise nur mit Kräutern, Gewürzen und etwas Meersalz gewürzt sind, schmecken vielen Menschen einfach nicht mehr.
 
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.