Leseraum


Herzlich willkommen in unserem Leseraum.
Dieses Portal lebt von den Beiträgen seiner Besucher. Hier können Sie selbst aktiv werden: Kommentieren Sie unsere Texte oder senden Sie uns eigene Beiträge zu, die wir gern veröffentlichen. Wir freuen uns über Ihre Mitarbeit.

Krebs durch Fleischverzehr

Dieser Text wurde veröffentlicht am 03.09.2008 um 15:55 Uhr Drucken Sie diese Seite

Eine groß angelegte amerikanische Studie hat weitere Beweise zu Tage gebracht, die den Zusammenhang zwischen dem Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch und einem erhöhten Krebsrisiko aufzeigt.

Krebs durch rotes Fleisch

Studien: Fleisch verursacht Krebs

Forscher des amerikanischen National Cancer Institutes haben die Daten der Studie, an der 494.000 Teilnehmer mitgewirkt haben, ausgewertet. Die Teilnehmer, im Alter zwischen 50 und 71, haben zu Beginn der Studie einen umfangreichen Fragebogen über ihre Ernährungsgewohnheiten ausgefüllt und wurden anschließend 8 Jahre lang begleitet.

Rotes und verarbeitetes Fleisch sind besonders problematisch

Rotes Fleisch war in der Studie definiert: vom Schwein, Rind und Lamm. Die Forscher fanden heraus, daß die Probanden mit einem besonders hohen Konsum von rotem Fleisch, ein um 25% erhöhtes Risiko hatten, an Dickdarmkrebs zu erkranken. Das Lungenkrebsrisiko war um 20% erhöht und das Risiko für Speiseröhren- und Leberkrebs war zwischen 20% und 60% erhöht.

Die Teilnehmer, die besonders häufig verarbeitetes Fleisch (auch Schinken, Wurst etc.) konsumierten, hatten ein 20% höheres Risiko an Dickdarmkrebs und ein 16% höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Eine erhöhte Zufuhr von rotem- und verarbeitetem Fleisch steht ebenfalls im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Männern. Nach Meinung der Forscher kann 1 von 10 Lungen- bzw. Dickdarmkrebserkrankungen durch die reduzierte Aufnahme von rotem Fleisch vermieden werden.

Krebserkrankungen in Verbindung mit einer falschen Ernährung

Frühere Studien haben bereits die Fleischzufuhr mit einem erhöhten Krebsrisiko, insbesondere von Magen- und Dickdarmkrebs, in Zusammenhang gebracht.

Andere Studien zeigten einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Fleischzufuhr und dem Risiko an

  • Blasenkrebs
  • Lungenkrebs
  • Eierstockkrebs
  • Brustkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Speiseröhrenkrebs
  • Nierenkrebs
  • Leberkrebs
  • Mundkrebs
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Prostatakrebs

zu erkranken.

Viele Wissenschaftler sind der Meinung, dass ca. 35% aller Krebserkrankungen in direktem Zusammenhang zur Ernährung stehen. Zwar sind sich die Wissenschaftler nicht sicher, ob nun der Fleischkonsum die Krebserkrankung tatsächlich auslöst, oder lediglich als weiterer Risikofaktor dazu beiträgt. Allerdings weisen die Forschungen darauf hin, daß Fleisch eine Vielzahl von karzinogenen Verbindungen enthält, die zum Teil auch erst beim Kochen oder Verarbeiten entstehen.

Hitze erzeugt karzinogene Verbindungen

Zu diesen möglichen Karzinogenen gehören z.B. Häm-Eisen (Eisen, das in Fleisch gefunden wird), Nitrate und Nitrite, gesättigte Fettsäuren, Hormone und Salz. All diese Substanzen haben gezeigt, daß sie den Hormonstoffwechsel beeinflussen, die Zellvermehrung erhöhen, die DNA schädigen, Insulin-ähnliche Wachstumsfaktoren anregen sowie die Zellschädigung durch freie Radikale fördern. Und all diese Faktoren können letztlich auch zu Krebs führen.

Weitere Studien sind nötig, um bestimmte Nährstoffe im Fleisch, wie z.B. Eisen, aber auch karzinogene Substanzen, wie heterocyclische Amine oder Nitrosamine, die durch bestimmte Kochmethoden entstehen, zu untersuchen, insbesondere im Bezug auf seltene Krebsarten.

Außerdem stellten die Forscher fest, dass bestimmte Praktiken bei der Tierhaltung, wie z.B. der Einsatz von Antibiotika, ebenfalls zur Kanzerogenität von Fleisch beitragen könnten.

Fazit

Wir Menschen sollten unseren Fleischkonsum grundsätzlich auf ein Minimum reduzieren und ausschließlich Fleisch aus artgerechter Tierhaltung kaufen - dann wären wir mit Sicherheit physisch und psychisch noch ein bisschen gesünder…


Möchten Sie weiterhin von uns informiert werden?

Wir informieren 1-2 mal monatlich über neu veröffentlichte Artikel.
Melden Sie sich zu unserem kostenlosen Newsletter an.

zum kostenlosen Newsletter anmelden


Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und anderen Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums. Dieser Artikel darf mit unserer Genehmigung kopiert und verbreitet, jedoch nicht verändert werden.



Diese Informationen hier werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.


2


Marion
geschrieben am: Samstag, 08. November 2008, 11:13
eMail-Adresse hinterlegt
Solche Studien sehe ich sehr kritisch.
Die Studie wurde in Amerika gemacht, die Ernährungsgewohnheiten der Amerikaner sind ja ohnehin nicht die besten.

Niemand kann sicher sagen, ob nicht Menschen, die rotes Fleisch bevorzugen, andere Ernährungsmängel aufweisen, welche eben gerade Hunger auf rotes Fleisch machen, oder ob diese Menschen generell noch andere "besondere" Nahrungsmittel zu sich nehmen.
Auch ist es wohl ein Unterschied, woher das Fleisch stammt und wie die Tiere gehalten und ernährt wurden.

Da die Urmenschen und auch viele der heutigen Kuluren schon immer rohes Fleisch gegessen haben, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Natur - bzw. der menschliche Körper - mit dieser ursprünglichen Form der Nahrung mit Krebs reagiert. Ein gesunder Körper kann sich gut gegen krebserregende Stoffe wehren.
Vielmehr liegt es wohl an einer generellen Fehlernähung, zu viel, zu wenig Gesundes, schlechte Energie der Nahrung durch gestresste Tiere und zahlreiche andere bekannte Faktoren.
Ich lasse mir die Lust, ab und zu gezielt rohes Fleisch zu essen, durch diese Statistik jedenfalls nicht vermiesen.
Martin Deffner
geschrieben am: Dienstag, 04. November 2008, 01:36
eMail-Adresse hinterlegt
Wir Menschen sollten unseren Fleischkonsum grundsätzlich auf ein Minimum reduzieren und ÜBERHAUPT KEIN Fleisch kaufen - dann wären wir mit Sicherheit physisch und psychisch noch ein bisschen gesünder!



Ihr Name *
Ihre Email-Adresse *
Homepage
Kommentar *