Die Pseudo-Leberreinigung


Nicht jede Leberreinigung ist ganzheitlich. So manche Leberreinigung kann die Leber auch in Stress versetzen.


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letzte Aktualisierung am 21.02.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Pseudo-Leberreinigung mit Fasten, Saft und Olivenöl

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(Zentrum der Gesundheit) – Die Leber braucht zweifelsohne Unterstützung, um bei all den Belastungen der modernen Zeit zwischendurch auch mal wieder aufatmen zu können. Zu diesem Zweck führt man in regelmässigen Abständen – z. B. ein Mal jährlich – eine Leberreinigung durch. Eine Leberreinigung soll die Leber entlasten, damit das grossartige Entgiftungsorgan Altlasten ausleiten kann. Auch die Leberregeneration steht im Mittelpunkt einer Leberreinigung. Doch ist nicht jede Leberreinigung für die Leber auch sinnvoll, geschweige denn angenehm.

Die Pseudo-Leberreinigung © Dušan Zidar - Fotolia.com

Die Öl-Saft-Leberreinigung

In naturheilkundlichen Kreisen kennt man die sog. Leberreinigung mit Olivenöl und Grapefruitsaft. Natürlich gibt es zu dieser Leberreinigung – je nach Autor – die verschiedensten Varianten.

Grundsätzlich geht es jedoch darum, zunächst einmal ein bis mehrere Tage entweder fettfrei zu essen oder gar nur Apfelsaft zu trinken. Dadurch soll sich die Gallenflüssigkeit in der Gallenblase, aber auch in der Leber sammeln, um einen Druck aufzubauen.

Am letzten Apfelsaft- oder Fettfrei-Tag nimmt man über den Tag verteilt mehrere Portionen eines Abführmittels (Bittersalz) und trinkt dann am Abend kurz vor dem Zubettgehen eine Mischung aus 125 Milliliter Olivenöl und etwa 190 Milliliter Grapefruitsaft.

Die Überdosis Fett (Olivenöl) führt dazu, dass die in der fettfreien Zeit aufgestaute Gallenflüssigkeit ganz plötzlich und mit hohem Druck ausgestossen wird. Dadurch sollen Gallensteine ausgeschieden und die Gallenwege durchspült werden können.

Handelt es sich um Pseudo-Gallensteine?

Am nächsten Morgen hat man dann Durchfall. Man wird angewiesen, den Stuhl zu untersuchen und darin nach grünen Steinchen Ausschau zu halten. Diese Steine seien Steine aus der Gallenblase und der Leber. Interessanterweise finden nahezu ALLE Menschen, die diese Leberreinigung machen, solche Steine in Ihrem Stuhl – ob sie nun zuvor eine Gallensteindiagnose hatten oder nicht.

Ebenfalls interessant ist, dass diese Steine beachtliche Grösse annehmen können und zur Frage veranlassen könnten, wie um alles in der Welt diese Steine mit einem Durchmesser von teilweise über 2 Zentimetern die Gallenwege – die nur wenige Millimeter breit sind - passieren können und das auch noch ohne jegliche Gallenkolik.

Viele Menschen führten diese Leberreinigung bereits durch und berichten begeistert von reichlichem Stein-Abgang. Meist werden die Leberreinigungen in regelmässigen Abständen empfohlen, da – so heisst es – nicht alle Steine bei der ersten Reinigung abgehen würden.

In Wirklichkeit ist es nun sogar so, dass sehr viele Menschen schon echte Profis in Sachen Leberreinigung geworden sind, weil sie sie bereits unzählige Male absolvierten, Tausende Steine ausschieden und – trotz perfekter Ernährung – immer noch Steine ausscheiden und diese auch nicht weniger zu werden scheinen (Ausnahmen bestätigen die Regel).

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Pseudo-Gallensteine sind Fettsteine

Der Verdacht liegt also ziemlich nah, dass es sich eben NICHT um Gallensteine handelt, sondern um etwas, das man ohne diese Reinigung gar nicht gehabt hätte. Analysen besagter Steine zeigten dann offenbar auch, dass es sich um sog. Fettsteine handelt.

Diese Fettsteine bilden sich durch eine chemische Reaktion erst im Darm aus den Zutaten der Leberreinigung und weisen eine ganz andere Zusammensetzung auf als echte Gallensteine. Und so braucht man sich nicht wundern, wenn die tatsächlichen Gallensteine nach der Pseudo-Leberreinigung noch immer in der Gallenblase sitzen – wie (Erfahrungsberichten zufolge) Ultraschalluntersuchungen zeigen.

Natürlich kann es auch einmal sein, dass sich unter all den Fettsteinen auch ein echter Gallenstein oder Gallengriess befindet, was sehr erfreulich wäre. Die überwältigende Mehrzahl der Steine kommt jedoch weder aus der Galle noch aus der Leber.

Noch fehlt der Nachweis

Wer nach wie vor davon überzeugt ist, mit der Pseudo-Leberreinigung ausnahmslos echte Gallensteine auszuscheiden, gehe einfach wie folgt vor:

  1. Vor der Leberreinigung lasse man sich das Vorhandensein von Gallensteinen (Ultraschall) beim Arzt bescheinigen.
  2. Die ausgeschiedenen Steine sende man in ein Labor und lasse sie auf ihre Zusammensetzung untersuchen und daraufhin, ob es sich um Gallensteine handeln kann oder nicht.
  3. Wenn zuvor Gallensteine diagnostiziert wurden, gehe man nach der Reinigung erneut zum Arzt und lasse sich bescheinigen, dass die Steine jetzt verschwunden sind.

Wer nicht zum Arzt gehen möchte, sollte wenigstens Punkt 2 erledigen. Jeder kann "Gallensteine" in entsprechende Labore einsenden. Die Kosten für eine derartige Untersuchung der Steine liegen meist unter 50 Euro.

Leider konnte bislang noch niemand entsprechende Nachweise erbringen, obwohl das im Grunde nicht schwierig sein dürfte.

Die Vorteile der Pseudo-Leberreinigung

Wenn die Pseudo-Leberreinigung nun keine Gallensteine ausscheidet, sondern lediglich selbst produzierte Fettsteine, warum fühlen sich manche Menschen anschliessend dann besser? Ganz einfach: Schon allein die entschlackenden Saft-Tage und danach die völlige Darmentleerung führen zu einem angenehmen Gefühl von Leichtigkeit und erhöhen das Wohlbefinden.

Die Sache mit der Olivenöl-Grapefruit-Bittersalz-Kombination, die einzunehmen nicht wenige Menschen eine ziemlich grosse Überwindung kostet und die für unsere Leber und nicht zuletzt auch für die Bauchspeicheldrüse eine radikale und schockartige Massnahme darstellt, kann man sich und seinen Organen aber sparen.

Eine ganzheitliche Leberreinigung mit tiefgreifenden und nachhaltig positiven Auswirkungen für das gesamte System unseres Organismus kann nicht im Hauruckverfahren innerhalb von ein bis vier Tagen erzielt werden, sondern benötigt Zeit.

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(1)

breid
geschrieben am: samstag, 20. februar, 19:31
eMail-Adresse hinterlegt

Ich weiß zwar nicht woher ihr eure infos habt aber was ihr da schreibt ist vollkommen falsch natür hat es schon Menschen gegeben die ihre Steine im Labor untersuchen ließen aber die werden ja nicht wirklich bekannt mit ihrem ergebniss aber eines ist fakt Mit Säure und Magnesiumsulfat kann man kein Öl verseifen. Öl wird durch stark alkalische Hydroxide wie Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid verseift, aber niemals durch eine Säure




Zentrum der Gesundheit:

Hallo breid
Gerne erwarten wir die Ergebnisse Ihrer Laboranalysen.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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