Cholesterin und Medikamente
Vor 1/2 Jahr wurde bei mir ein zu hoher Cholesterinspiegel festgestellt - ich 63 Jahre, vollkommen gesund, keine Medikamente, 1,57m und 49,5 kg - immer gesund ernährt. Damals war schon die Rede von Cholesterinsenkern-Statinen. ich war dagegen, der Arzt hat mir dann 1/2 Jahr gegeben etwas dagegen zu tun. Habe dann die Ernährung umgestellt auf Paleo und eben so 4 kg abgenommen - viel Bewegung sowieso. Gestern erneute Blutabnahme: Cholesterin leicht angestiegen: LDL 330, HDL 208. Soll jetzt Medikamente bekommen, habe mir Bedenkzeit erbeten. Bitte um Ihren guten Rat, möchte keine Medikamente nehmen, aber natürlich auch keinen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen. Ist mein Cholesterin nur medikamentös zu behandeln?
Hallo Jan,
LDL 330 ist wirklich sehr hoch und Paleo mit vielen tierischen Fetten eine sehr ungünstige Ernährungsform bei erhöhtem Cholesterin. Pflanzliche Ernährung und gute Öle sind besser. Der Cholesterinspiegel ist aber leider nur zu einem relativ geringen Teil über die Ernährung zu beeinflussen. Sehr viele Menschen haben eine familiäre Hypercholesterinämie, also eine ererbte Fettstoffwechselstörung, die man mit Ernährung nur wenig beeinflussen kann. Ich bin auch schlank, ernähre mich sogar vegan, bin täglich fast 10 km mit den Hunden unterwegs und habe trotzdem LDL 146 mg/dL. Ich habe vor kurzem meine Halsschlagadern schallen lassen und dort konnte man sogar schon leichte Plaques, also Ablagerungen, sehen. Wenn diese Plaques aufbrechen, kann man einen Schlaganfall bekommen. Außerdem sind sie ein Hinweis darauf, dass auch an anderen Gefäßen Ablagerungen entstehen. Ich nehme jetzt seit zwei Wochen Statine, weil mir das Risiko einfach zu groß ist. Lass also bitte mal deine Halsschlagadern checken. Vielleicht hilft dir das bei der Entscheidung.
Cholesterin läßt sich z.b. durch zunahme von Q10 senken, ich würde auf keinen Fall Chemische Cholesterinsenker nehmen da diese nicht unterscheiden wo das Cholesterin gesenkt oder abgebaut werden soll. Das Gehirn besteht zu 2/3 aus Cholesterin. Der Blutzuckerspiegel steigt was das Risiko an Diabetes zu erkranken erhöht. Cholesterin wird in der Leber prodziert und dient auch zum Schutz, das bedeutet wenn der Arzt einen hohen Cholesterinwert feststellt, sollte er zuerst herausfinden wieso die Leber mehr Cholesterin produziert und nicht gleich mit der chemischen keule ankommen. Ich würde auf dauer stattdessen Vitamin D3+K2, OPC (Traubenkernextrakt mit über 30000 Antioxidantien), Vitamin C, Q10 nehmen. Und um den Blutdruck zu regulieren würde ich Schwarzkümmelöl nehmen das gibt es auch als Kapseln. Folsäure ist auch wichtig, also auch noch Vitamin B12 nehmen. Das hört sich im ersten moment viel an ist aber immer noch besser als meinen Körper auf dauer irgendwelcher Chemie auszusetzen.
Hallo zusammen,
etwas sehr spät, aber vielleicht noch hilfreich, als eine ergänzende Information…
Bei mir, 70, werden und wurde schon seit Jahrzehnten immer höhere oder leicht zu hohen Cholesterinspiegel festgestellt. Gesamt aber ziemlich oben noch im Grenzbereich beim LDL-gesamt und beim Gesamtcholesterin immer zwischen 220 - 230, manchmal etwas mehr bis 250.
Das Hdl-Cholesterin ist immer gut bis sehr gut. Insofern rege ich mich nicht auf.
Meine Recherchen und hartnäckiges insistieren vor den letzten Laboruntersuchungen führten dann zu Ermittlung des Quotienten und auch Einbeziehung der Tricglyzerid-Werte in die Gesamtbetrachtung. Die sind bei mir dank gesamt guter, überwiegend pflanzlicher Ernährung sehr niedrig. Und siehe da: dieser Risikomarker ist sehr niedrig ausgefallen, nur 1,6 - weit weg von irgendwelchen Maßnahmen.
Noch ein wichtiger Tipp: Wenn man öfter Kokosöl verwendet, schlägt sich das auch im Gesamtcholesterin etwas nieder - obwohl es bekanntlich sehr gesund ist. Dazu muss man wissen, dass das LDL-Gesamt etliche sogenannte Subfraktionen hat (so wie ein Chef Mitarbeiter 😅), die nicht alle gefährlich sind, hier heute weiter oberflächlich und verständlicher betrachtet könnte man sagen, das sind div. kleinere und größere Moleküle mit unterschiedlichen Möglichkeiten und Aktivitäten. Die kleinen sind die Übeltäter (s-LDL oder v-LDL) die sich durch die Darm-Gefäßwände schmuggeln und im Blut in den Arterien zur Plaquebildung führen können. Nähere Infos auf den Sites einiger großen Labore. Achtung, sehr viele nehmen diese differenzierten Sub-Werte nicht ab! Die größeren Moleküle, z.B. vom Kokosfett, sind die auch für die Ernährung guten und in richtiger Menge Hilfsbereiten, die Sie am Ende des Darms wieder brav verlassen. Eigentlich, wenn man also hier beim nächsten Mal ein differenzierteres Blutlabor anfordert (ggf. Selbstzahler) weiß man, ob der eigene Wert gefährlich ist oder nicht. Interessanterweise sind nämlich ggf. übergewichtige u.a. diesbzgl. scheinbar „verdächtige“ Menschentypen an der Stelle topfit - und die schlanken, sportlichen diesbzgl. weniger, mit schlechten Werten.Ansonsten: die Ernährung hat einen relativ kleinen Anteil an der Cholesterinproduktion, das meiste Cholesterin produziert der Körper selbst. Nicht zuletzt triggert Stress den Cholesterinwert ! Leider kennen sich hierbei wenig Ärzte gut aus, es gibt jedoch YTs von Laborärzten zu Cholesterin. Viel Erfolg.
Hallo Jan, als ich mich mit meinem Cholesterinwert beschäftigte, wurde mir schnell klar, dass die Gesundheit eines Menschen nicht anhand eines einzigen Wertes eingeschätzt werden kann. Ein erhöhter Cholesterinwert allein ist selten ein ernsthafter Risikofaktor. Problematisch wird es jedoch, wenn zusätzlich Faktoren wie Übergewicht, Blutzuckerprobleme oder Bluthochdruck ins Spiel kommen. Ich erkannte, dass auch mein Lebensstil eine Rolle spielt – eine ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel wären ebenfalls ungünstig.
Besonders interessant fand ich die Frage, ob mein Cholesterinspiegel plötzlich angestiegen war oder ob er schon immer erhöht war. Bei einem plötzlichen Anstieg wird geraten, nach den Ursachen zu suchen. Eine chronische Entzündung könnte beispielsweise der Grund sein.
Daraufhin sprach ich mit meinem Arzt und fragte ihn nach meinem Gesamtrisiko. Er half mir, nicht nur den Cholesterinwert zu betrachten, sondern auch andere Faktoren ins Auge zu fassen: Wie steht es um meinen Triglyceridspiegel? Den Lipoprotein-a-Wert? Habe ich eventuell Vitalstoffmängel, etwa an Folsäure und B-Vitaminen, die meinen Homocysteinspiegel beeinflussen könnten? Auch meine Vitamin-D-Versorgung, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C, Magnesium und Antioxidantien aus frischer Rohkost kamen zur Sprache.
Nachdem mein Arzt ein umfassendes Bild von meinem Gesundheitszustand gewonnen hatte, konnte er besser beurteilen, ob ich tatsächlich Cholesterinsenker brauche oder nicht.
Mehr Informationen dazu habe ich auch in diesem Artikel gefunden: Artikel zum Thema Cholesterin. Grüsse Karl