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  • Brokkoli gegen Atemwegserkrankungen
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Brokkoli kann bei Atemwegserkrankungen hilfreich sein

Brokkoli ist gesund - und zwar besonders in Sprossenform. Welche Erfolge mit dem regelmäßigen Genuss von Brokkolisprossen in Bezug auf Atemwegserkrankungen erzielt werden können und welche Rolle der sekundäre Pflanzenstoff Sulforaphan dabei spielt, zeigt eine Studie der University of California (UCLA).

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 26 September 2026
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Sulforaphan schützt vor Atemwegserkrankungen

Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl und andere Vertreter der Familie der Kreuzblütengewächse enthalten die Vorstufe von Sulforaphan. Dies ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Familie der Senföle bzw. Senfölglykoside, der in Zukunft eventuell als natürliche Waffe gegen Atemwegsentzündungen und daraus resultierende Krankheiten wie Asthma, allergische Rhinitis und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) eingesetzt werden könnte (1).

Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der University of California (UCLA) in Los Angeles, die im Fachmagazin Clinical Immunology veröffentlicht wurde.

Freie Radikale verursachen Atemwegserkrankungen

Bei entzündlichen Atemwegserkrankungen spielen immer auch freie Radikale, also oxidativer Stress eine Rolle. Freie Radikale sind sehr reaktive und aggressive Verbindungen, die enorme Zellschäden anrichten können, wenn sie im Übermaß vorhanden sind.

Freie Radikale werden zwar mit jedem Atemzug durch die Oxidation des Luftsauerstoffs in unserem Körper gebildet, doch solange wir ausreichende Mengen an Antioxidantien besitzen, welche die freien Radikale einfangen und unschädlich machen, stellen sie keine Gefahr für unsere Zellen dar.

Ein Problem entsteht also nur dann, wenn zu wenig Antioxidantien und zu viele freie Radikale vorhanden sind. Genau diese Situation wird durch eine ungesunde, antioxidantienarme Ernährung, aber auch durch zusätzliche Faktoren wie Luftverschmutzung, Tabakrauch oder andere ungesunde Umwelteinflüsse begünstigt.

Eine ungesunde Ernährung, gepaart mit schlechter Atemluft kann folglich zu den oben beschriebenen Atemwegserkrankungen führen. Doch wie könnte Brokkoli das verhindern?

Sulforaphan bewirkt enormen Anstieg antioxidativer Enzyme

Das aus Brokkoli stammende Sulforaphan regt im Körper die Ausschüttung von antioxidativen Enzymen an. Diese Abwehrstoffe wirken wie ein natürliches Schutzschild gegen freie Radikale und könnten schwere Atemwegserkrankungen entsprechend verhindern - so die genannte Studie.

Dr. Marc Riedl, Leiter der Studie und Assistenzprofessor für klinische Immunologie und Allergien an der David Geffen School of Medicine der UCLA, sieht in Sulforaphan eine echte medizinische Chance.

Die große Effektivität von Sulforaphan liege darin begründet, dass es scheinbar eine Vielzahl unterschiedlicher Enzyme mit antioxidativer Wirkung gegen gesundheitsgefährdende Stoffe aus der Luftverschmutzung mobilisiere, erklärte er in einer Pressemitteilung.

Brokkolisprossen gegen freie Radikale

An der Studie zur Wirksamkeit von Sulforaphan aus Brokkoli waren 65 Freiwillige beteiligt.

Über einen Zeitraum von drei Tagen nahmen die Testpersonen eine bestimmte Menge Brokkolisprossen zu sich, die als größte natürliche Quelle von Sulforaphan gelten. Eine Kontrollgruppe verzehrte stattdessen Luzernensprossen (Alfalfa), welche nachweislich kein Sulforaphan enthalten und als Placebo fungierten.

Um eine einwandfreie Messung der antioxidativen Enzyme in den Zellen der oberen Atemwege zu ermöglichen und transparente Werte bei den Vergleichsgruppen zu erzielen, unterzogen sich alle Probanden vor und nach der Studie Nasenspülungen.

Die Forscher um Dr. Riedl gelangten zu der erstaunlichen Erkenntnis, dass sich die antioxidativen Enzyme in den Nasenwegen der Brokkoli-Gruppe bei einer Dosis ab 100 Gramm Brokkolisprossen um das Zwei- bis Dreifache vermehrten.

Noch eindeutiger zeigte sich der Anstieg der Antioxidantien in den Atemwegen der Studienteilnehmer bei einer Tagesration von 200 Gramm.

Beim Verzehr dieser Menge an Brokkolisprossen stellte sich ein Anstieg des antioxidativen Enzyms namens GSTP1 um 101 Prozent heraus. Das Vorkommen des antioxidativen Enzyms namens NQO1vergrößerte sich gar um spektakuläre 199 Prozent.

Mit Brokkolisprossen natürlich vorsorgen

Diese Untersuchung zählt zu den ersten Studien, die nachweisen konnten, dass Brokkolisprossen – ein leicht erhältliches Lebensmittel – sehr wirksame biologische Effekte aufweisen, die eine antioxidative Reaktion beim Menschen verursachen,

verdeutlichte Dr. Riedl in einer Presseerklärung.

Zwar legte sich Dr. Riedl im Rahmen seiner Studie nicht auf eine exakte Dosierungsempfehlung von Brokkoli zu gesundheitlichen Zwecken fest. Der Nutzen von Brokkoli und insbesondere von Brokkolisprossen in der täglichen Ernährung dürfte aber auf der Hand liegen.

Neben der positiven Auswirkung auf die Atemwege kann das grüne Gemüse auch in der natürlichen Krebs-, Arthritis- oder Alzheimervorsorge hilfreich sein.

Fazit: Brokkolisprossen als heilsame Lebensmittel

Brokkolisprossen aus dem Biohandel oder besser noch frisch gezogen aus dem eigenen Keimglas als Zutat für leckere Salate oder grüne Smoothies sowie schonend gedünsteter Brokkoli als Teil einer basischen Mahlzeit bereichern den Speiseplan daher enorm.

* Hier finden Sie ein Keimgerät und hier Keimgläser.

Allerdings ist es nicht sehr alltagstauglich, täglich 100-200 g Brokkolisprossen zu essen, zumal sich die Sprossen auch nicht immer einfach ziehen lassen und sie auch in den Läden nicht zum Standardsortiment zählen.

In diesem Fall ist eine Nahrungsergänzung aus Brokkoliextrakt eine Alternative. Diese kann dann kurweise eingesetzt werden, z. B. 1-3 Monate lang, um das Immunsystem entsprechend zu fördern.

* Hier erhalten Sie einen hochwertigen Brokkoliextrakt mit 100 mg Sulforaphan pro Tagesdosis.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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