Dunkle Schokolade


Flavanole in dunkler Schokolade unterstützen die Herzgesundheit. Flavonoide finden sich auch im Tee, Rotwein und in vielen Früchten und Gemüse.

Dunkle Schokolade

Veröffentlichung am 03.09.2008 um 14:01 Uhr / Aktualisierung am 10.10.2011 um 14:21 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Ein Leitartikel der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet, weist darauf hin, daß der Genuss eines normalen Schokoladenriegels der Herzgesundheit keineswegs förderlich ist. Die meisten Schokoriegel enthalten nämlich nur sehr geringe Mengen der Nährstoffe, die die Schokolade gesundheitlich wertvoll macht.

Dunkle Schokolade

Dunkle Schokolade für das Herz

Viele neue Studien weisen darauf hin, daß die Flavanole in dunkler Schokolade der Herzgesundheit gut tun. Ein Artikel, der in der Zeitschrift Circulation veröffentlicht wurde besagt, dass eine bestimmte Menge an dunkler Schokolade bei Herztransplantations-Patienten eine deutliche Verbesserung der Fließgeschwindigkeit des Blutes, der Blutgerinnung sowie des gesamten Kreislaufsystems zeigte - und zwar innerhalb von nur 2 Stunden. Patienten, die lediglich ein Placebo erhalten hatten, zeigten keine Verbesserung.

Flavanole für die Gesundheit

Flavanole sind natürlich vorkommende Pflanzenwirkstoffe und gehören zur Familie der Flavonoide. Es sind starke Antioxidantien, die bekanntermaßen auch eine positive Auswirkung auf die Herzgesundheit haben. Flavonoide finden sich auch im Tee, Rotwein und in vielen Früchten und Gemüse.

Allerdings machen die Flavanole, die für den gesundheitlichen Nutzen der dunklen Schokolade verantwortlich sind, die Schokolade auch bitter. Deshalb werden sie von den meisten kommerziellen Schokoladenherstellern entfernt. Die Hersteller sind nicht verpflichtet, diese Entfernung der Flavanole zu kennzeichnen.

Helle Schokolade enthält wenige Flavanole

Um in den gesundheitlichen Nutzen der dunklen Schokolade zu kommen, sollten durchschnittlich 53,5mg Flavonoide pro Riegel enthalten sein. In einem Riegel aus Vollmilchschokolade sind weniger als 14mg enthalten und weiße Schokolade enthält überhaupt keine Flavonoide mehr.

Grundsätzlich sollten in diesem Zusammenhang jedoch auch die gesundheitlichen Risiken von Zucker und Fett in der Schokolade berücksichtigt werden…

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(1)

Prof. Dr.Horst Dieter Tscheuschner
geschrieben am: Dienstag, 12. Januar 2010, 10:25
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Es ist wichtig zu wissen, wer diese Studie in Auftrag gegeben hat und wer sie bezahlt hat. Es ist richtig, dass diese Flavonoide nur in den Kakaofeststoffen vorkommen und diese beschriebene Wirkung haben, aber es spielt auch die tägliche Menge eine Rolle, die nötig ist, um diese Wirkung zu erzielen. Dunkle Schokolade steht für milchfreie Schokolade, aber da gibt es große Unterschiede bezüglich Zucker- und Kakaobuttergehalt. Edelbitter ist besonders empfehlenswert. Allerdings ist es falsch zu behaupten, dass der Kakaomasse bei der industriellen Schokoladenherstellung Bitterstoffe entzogen werden. Sie werden höchsten durch den Zusatz von Milchpulver und Zucker Überdeckt.

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