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Dieser Text wurde veröffentlicht am 28.11.2007 um 16:12 Uhr
Experten der Universität von Southampton haben einer Gruppe von Drei- bis Neunjährigen über einen längeren Zeitraum Lebensmittel mit bestimmten Azofarbstoffen zu essen und zu trinken gegeben, wie sie ein durchschnittliches Kind im Alltag normalerweise konsumiert. Der anderen Testgruppe wurden diese Zusätze nicht verabreicht.
Azofarbstoffe beeinflussen bei vielen Kindern Konzentration, Schlafqualität oder aggressives Verhalten signifikant negativ. Wieder einmal werden frühere Studien, die immer wieder angezweifelt worden waren, bestätigt.
Sprecher der Nahrungsmittelindustrie begründen den Einsatz der Farbstoffe damit, dass alle E-Nummern vor ihrer Zulassung in der Europäischen Union auf ihre toxikologische Sicherheit hin überprüft worden seien. Bei dieser Zulassung wird meist der so genannte ADI-Wert ermittelt, wobei ADI für "Acceptable Daily Intake" steht, also die akzeptable tägliche Aufnahmemenge pro Kilogramm Körpergewicht, bezogen auf das ganze Leben eines Menschen.
Kinder konsumieren Azofarbstoffe bereits in großen Mengen. Die Farbstoffe
dienen vor allem Süßigkeiten, Snacks und Limonaden für Kinder farblich attraktiv zu gestalten.
40 Prozent der Lebensmittel auf dem kindlichen Speiseplan sind nach der Analyse der britischen Verbraucherorganisation Food Commission mit diesen Zusatzstoffen versehen. Wer auf problematische Zusätze in Lebensmitteln verzichten und auch nicht unabsichtlich welche essen oder trinken will, der ist mit Bio-Produkten auf der sicheren Seite.
In der Bio-Verordnung sind künstliche Farbstoffe verboten. Die Bio-Verordnung umfasst in einer Positivliste nur 47 von insgesamt mehr als 350 für die konventionelle Lebensmittelverarbeitung zugelassenen Zusatzstoffen.
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