Orthorexia Nervosa


Menschen mit dem Verlangen sich möglichst gesund zu ernähren leiden, wenn es nach Ansicht mancher Psychologen ginge, an der umstrittenen Krankheit Orthorexia Nervosa, einer psychischen Essstörung.

Vorsicht: Wer gesund isst, gilt als psychisch krank

Veröffentlichung am 02.09.2010 um 13:13 Uhr / Aktualisierung am 05.01.2012 um 12:54 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Sie ernähren sich gerne gesund? Kaufen dann und wann im Bioladen ein? Studieren das eine oder andere Zutatenetikett? Ja? Dann könnte es durchaus sein – auch wenn Sie sicher anderer Meinung sind – dass Sie psychisch krank sind. Jedenfalls wird die Essstörung namens Orthorexia nervosa genau so beschrieben. Ist diese „neue Krankheit" nun ernst zu nehmen oder ist sie nichts anderes als die gut getarnte Rechtfertigung jener, die einfach nicht von ihrem Junk Food lassen können?

Orthorexia Nervosa

Sind Bioladen-Kunden potentielle Psycho-Patienten?

Die Psycho-Fraktion unter den Ärzten bringt immer wieder Erstaunliches zustande. Während es bislang als vorbildlich galt, biologisch erzeugte Produkte zu kaufen, auf eine rundum ausgewogene Versorgung mit allen Vitaminen und Mineralien zu achten und Wert auf eine möglichst schonende Zubereitung der Mahlzeiten zu legen, definieren die Experten für verwirrte Geister dieses Verhalten jetzt als mentale Störung. Das ist wirklich kein Scherz.

Wenn Sie sich also darum bemühen, sich gesund zu ernähren, dann benötigen Sie diesen Ärzten zufolge aller Wahrscheinlichkeit nach eine Therapie inklusive psychotroper und nebenwirkungsreicher Medikation.

Neue Krankheit: Die „Gesunde Essstörung“

Die mentale Störung, die sich in einer gesunden Ernährungsweise äußert, wird Orthorexia nervosa genannt, was man mit „gesunde Essstörung“ übersetzen könnte (zu griechisch: orthós: der richtige und órexi: Appetit). Natürlich sagt das kein Arzt, weil sich das so gar nicht krank anhört. Übersetzt ins Griechische jedoch klingt das „Leiden“ zugegebenermaßen äußerst intelligent, wissenschaftlich und – was besonders wichtig ist – beunruhigend.

Die Namen der allermeisten Krankheiten entstehen auf diese Weise: Ärzte beschreiben einfach nur die Symptome, die sie sehen, und übersetzen diese – des besseren Klanges wegen (vordergründig natürlich der internationalen Verständigung mit anderen Ärzten wegen) – ins Lateinische oder ins Griechische.

Osteoporose zum Beispiel heißt nichts anderes als „Knochen mit Löchern drin“, was sich zugegebenermaßen ziemlich profan anhört. Stellen Sie sich einen Professor der Medizin vor, der über „Knochen mit Löchern drin“ referiert. Das ist schlicht unvorstellbar. Daher die weise klingenden Fremdwörter.

Junk-Food-Esser gelten als normal, Menschen, die gesundes Essen lieben, hingegen als behandlungsbedürftig

Kommen wir zurück zur „Orthorexia”-Krankheit. Die englische Tageszeitung „The Guardian“ berichtete: „An Orthorexia leidende Menschen haben meist strikte Regeln fürs Essen.

Sie weigern sich Zucker, Salz, Koffein, Alkohol, Weizen, Gluten, Hefe, Soja, Mais und Kuhmilchprodukte anzurühren – und das ist nur der Anfang ihrer strengen Ernährungsrestriktionen. Auch Nahrungsmittel, die mit Pestiziden oder Herbiziden in Kontakt gekommen sind oder künstliche Zusatzstoffe enthalten, kommen für sie keinesfalls in Frage.“

Es mag sich zwar ein bisschen seltsam anhören, wenn Menschen sich als mental gestört qualifizieren, nur weil sie keine Chemikalien und keinen Zucker im Essen haben möchten, doch die offiziellen Gesundheitsexperten, denen zufolge das so sein soll, neigen ja generell zu teilweise überschäumender Phantasie – ob nun aus eigenem Antrieb oder weil sie dafür bezahlt werden, mag dahingestellt bleiben.

Wer darauf achtet, Pestizide, Herbizide, Zucker und genetisch veränderte Nahrungsmittel wie Soja und Mais zu vermeiden, tickt also nicht mehr richtig. Selbstverständlich wird gleichzeitig das Essen von Junk Food als völlig normal angesehen, über dessen negative Auswirkungen auf die Gesundheit sich bloß keiner den Kopf zerbrechen möge.

Wenn Sie also industriell verarbeitete Nahrungsmittel zu sich nehmen, die voller synthetischer Lebensmittelzusatzstoffe und aufgrund ihrer Verarbeitung, ihrer minderwertigen Zutaten und ihrer teilweise wochenlangen Lagerung im Supermarkt extrem vitalstoffarm sind, ist das für die Experten vollkommen okay. Aber passen Sie bloß auf, dass keiner dieser Experten Sie dabei beobachtet, wie Sie Ihren Bioladen betreten und dort womöglich gewissenhaft das eine oder andere Zutatenetikett studieren. Man könnte Sie als geisteskrank und behandlungsbedürftig einstufen.

Noch schlimmer stünde es übrigens um Sie, wenn Sie im eigenen Garten Ihr Gemüse selbst anbauten, um sich mit möglichst frischen und gesunden Lebensmitteln zu versorgen. Das wäre dann das Endstadium.

In unserer Gesellschaft offenbar unerwünscht: Eigenverantwortliche und gesundheitsbewusste Menschen

Schon vor Jahren warnte man, dass sicher schon bald der Versuch unternommen werde, Brokkoli gesetzlich zu verbieten. Schließlich sei dieses Gemüse ziemlich gesund und enthalte krebsbekämpfende Phytonährstoffe. Klingt ziemlich übertrieben. Vor dem Hintergrund der Orthorexia-Definition ist diese Vermutung aber womöglich gar nicht so weit hergeholt.

Irgendwie erhält man immer mehr den Eindruck, dass unauffällig Maßnahmen ergriffen werden sollen, die es dem selbst denkenden und eigenverantwortlichen Menschen bald unmöglich machen könnten, selbst für seine Gesundheit zu sorgen und Krankheiten mit Hilfe eines natürlichen und gesunden Lebensstils vorzubeugen (siehe auch: Fragwürdiger Verbraucherschutz).

Gesundheitsbewusste Menschen werden mit der Schaffung dieser Krankheit nicht nur vorsätzlich ins lächerliche Abseits der Gesellschaft gedrängt, man hat künftig auch alle Rechtfertigungen der Welt, sie in psychiatrische Kliniken einzuweisen, da sie als mental instabile Menschen deutlich behandlungsbedürftig sind.

Hat man sie einmal in der Gummizelle, werden ihnen bewusstseinstrübende Psycho-Drogen injiziert und mästet sie mit der üblichen 08/15-Ernährung, die industriell verarbeitet, biologisch tot und voller giftiger Chemikalien ist. Klingt noch übertriebener als die Sache mit dem Brokkoli-Verbot, ich weiß, dürfte aber nicht gänzlich unmöglich sein.

Das Bemühen um die Rechtfertigung der üblichen Schlechtkost

Der Guardian ist außerdem sehr um eine mögliche Unterernährung der gesund Essenden besorgt. Er schreibt: „Die Besessenheit dieser Leute, Nahrungsmittel ständig in „gute Nahrungsmittel“ und „schlechte Nahrungsmittel“ einzuteilen, führt dazu, dass die an Orthorexia leidenden Menschen unterernährt sind.“

Bei all den Übergewichtigen, die uns umgeben, fällt ein gesund lebender und essender Mensch mit seiner schlanken Silhouette natürlich unmittelbar ins Auge. Das ist klar. Dies als Krankheitssymptom zu werten, um die allgemeine Überernährung zu rechtfertigen, zeugt jedoch nicht gerade von brillanter Intelligenz.

Sollte mit „Unterernährung“ eine Art Mangelernährung aufgrund fehlender Nähr- und Vitalstoffe gemeint sein, dann empfehle ich dem Guardian einen „Pig Mac“ und einen bunten Salat aus verschiedenen biologisch erzeugten Blattgemüsen, Kürbis- oder Pinienkernen, Avocado, Leinöl und Zitronensaft zwecks Nährstoffanalyse in ein Labor zu schicken.

Das Labor möge aber bitteschön nicht nur eine quantitative, sondern auch eine qualitative Analyse erstellen und dabei auch sekundäre Pflanzenstoffe, Enzyme, Chlorophyll sowie die Denaturierung von Eiweißen und Fetten bei Hitze, die Belastung mit Schadstoffen und auch die bei der Verstoffwechslung beider Gerichte entstehenden Säuren und Stoffwechselgifte in die Auswertung mit einbeziehen.

Daraufhin wird man im Salat fast ausschließlich positive Dinge entdecken, während in einem Hamburger kaum etwas gefunden werden kann, das den Organismus NICHT belastet. Leider wird sich für eine solch untypische Untersuchung kaum ein Labor finden. Denn wer will schon herausfinden – und Herausgeber, Verfasser und Informanten des Guardian werden da sicher keine Ausnahme darstellen – dass seine tägliche Nahrung, an die er von Kindesbeinen an gewöhnt ist und die er keinesfalls ändern möchte, nicht gerade die beste Wahl ist?

Es ist also kein Wunder, dass die Menschen heutzutage so krank sind: Wer ohne Unterbrechung von allen Seiten gezeigt und gesagt bekommt, dass all die hübsch verpackten Sachen im Supermarkt einfach wundervoll sind und dass gleichzeitig der Verzehr gesunder Nahrung ziemlich bedenklich sei und möglicherweise gar eine psychische Erkrankung darstelle, der glaubt das und wird nicht im Traum auf die Idee kommen, einen Bioladen zu betreten geschweige denn in seinem Garten den gekämmten Rasen umzustechen, um darauf ein Gemüsebeet anzulegen.

Halten Sie den Mund und schlucken Sie Ihren Kunstfraß

Von den Menschen wird verlangt, dass sie ihre Nahrungsmittel nicht in Frage stellen. Es ist, als sitze ihnen ein oberlehrerhafter Tyrann im Nacken und plappere Ihnen unentwegt ins Ohr: Setzen Sie sich hin, halten Sie den Mund, schieben Sie das Zeug in sich rein und schlucken Sie es verdammt noch mal runter. Hören Sie auf darüber nachzudenken, was Sie da essen und tun Sie einfach das, was Ihnen durch die Mainstream-Medien und die Werbung gesagt wird.

Wer den gesundheitlichen Nutzen von Junk Food in Frage stellt ist psychisch gestört, wussten Sie das noch nicht? Und wenn Sie sich „wie besessen“ um die Qualität Ihrer Nahrung kümmern (wie zum Beispiel durch das Lesen der Inhaltsstoffe), dann sind Sie einfach nur verrückt. Vielleicht sogar krank. Das wollen Sie doch nicht, oder? Also passen Sie sich bitte rechtzeitig an – bevor noch die Leutchen von der nächsten Psychoanstalt vor Ihrer Türe stehen und um ihre Begleitung bitten.

Nur mit gesunder Nahrung kann sich das Bewusstsein entwickeln

Aber warum, fragen Sie, sollte man gesundheitsbewusste Menschen derart angreifen wollen? Dr. Gabriel Cousens, ein amerikanischer Arzt, Psychologe, Familientherapeut und Meditationslehrer, hat sich eingehend mit dem Einfluss der Ernährung auf Spiritualität und Bewusstseinsentwicklung beschäftigt und kam zu dem Ergebnis: Nur mit einer lebendigen und natürlichen Nahrung kann spirituelles Bewusstsein erreicht werden.

Kranke Nahrung macht Sie kontrollierbar

Der Verzehr von Junk Food hält Ihren Geist nieder. Sie sind einfacher kontrollierbar, wenn industriell verarbeitete Nahrung Ihr Hirn umnebelt und es langsam aber sicher verkümmern lässt. Menschen, die von Junk Food leben, sind in der Regel fügsamer und verlieren schnell die Fähigkeit, für sich selbst zu denken. Sie glauben einfach alles, was ihnen im Fernsehen vermittelt wird oder von Menschen, die in scheinbar wichtigen Autoritätspositionen sitzen. Sie stellen selten in Frage, was sie tun und was wirklich in der Welt geschieht.

Gesunde Nahrung lässt Sie durchblicken

Menschen, die vitalstoffreiche und natürliche Nahrung lieben, versorgen Geist und Gemüt mit allen relevanten und intakten Nähr- und Vitalstoffen. Dadurch werden sie befähigt, die Realität um sie herum zu hinterfragen. Sie werden sich „bewusst“ und beginnen schließlich, hinter die konstruierte Wirklichkeit der „Matrix(1)“ zu blicken.

„Brot und Spiele“ für die Massen

Eine solche Entwicklung des menschlichen Bewusstseins ist jedoch nicht erwünscht. Unsere Gesellschaft basiert auf Konsum. Gedankenloser und grenzenloser Konsum ist nur dort möglich, wo Menschen manipuliert und beeinflusst werden können. Menschen sollen blind Nahrung, Medikamente, Krankenversicherungen und Konsumgüter kaufen. Ihre höheren Gehirnfunktionen aber müssen dabei abgeschaltet bleiben.

Industriell verarbeitete vitalstoffarme Nahrungsmittel, die mit einer Vielzahl synthetischer Zusätze versehen sind, helfen dabei schnell und unauffällig. Warum, glauben Sie, ist stark verarbeitetes Essen aus Fertigzutaten weiterhin die Hauptnahrungsquelle in öffentlichen Schulen, Kantinen, Mensen, Krankenhäusern und Gefängnissen?

Dieses Essen verhindert den Zugang zu höheren Bewusstseinsebenen. Gleichzeitig sorgt man unentwegt dafür, dass die Menschen schön abgelenkt sind – mit Fernsehen, negativen Nachrichten voller Gewalt, Angst, Sport und Sex. Sie leben immer noch wie in alten römischen Zeiten und lassen sich kritik- und gedankenlos mit „Brot und Spielen“ ködern.

Was „normal“ ist, muss nicht richtig oder gesund sein

Wer so lebt, gilt in der heutigen Gesellschaft als „normal“. Normal deshalb, weil es eben so unglaublich viele Menschen – ja die überwältigende Mehrheit aller Menschen – gleichzeitig tun. Doch ist eine Lebens- und Ernährungsweise nur deshalb normal, weil alle sie praktizieren? Ja, denn normal bedeutet, der Norm entsprechend. Das, was die Masse tut entspricht der Norm.

Allerdings muss das, was normal ist, noch lange nicht richtig, noch lange nicht gut für die geistige und körperliche Gesundheit und noch lange nicht gesund für unseren Planeten sein. Wenn sie ein Lemming wären und sich alle ihre Mit-Lemminge über die Klippen stürzen, würden sie ebenfalls springen?

Was möchten Sie? Ein selbstbestimmtes oder ein fremdgesteuertes Leben?

Wer sich von der Norm befreit, wer damit beginnt, für sich selbst zu denken und wer sich mit lebendiger Nahrung ernährt, hat sich für die „Rote Pille(1)“ entschieden. Wer sich lieber mit Brot und Spielen (Junk Food und TV) in den Dauerschlummerzustand (ver)schaukeln lässt, hat längst die „Blaue Pille(1)“ geschluckt, hat sich für ein fremdgesteuertes Leben in einer konstruierten Realität entschieden.

Wenn Sie bewusst leben möchten, wenn Sie die Kontrolle über Ihr eigenes Leben behalten möchten, essen Sie mehr gesunde, lebendige Nahrung. Aber erwarten Sie nicht, dass die Mainstream-„Experten“, all die Ärzte, Psychologen, Psychiater oder auch nur die so genannten Ernährungsberater das besonders gut finden werden. Sie sind alle darauf programmiert, Sie für „verrückt“ zu halten, sobald Sie anfangen, Normalo-Essen zu meiden und gesunde Nahrung zu wählen.

Was aber, wenn diejenigen, die sich gesund und bewusst ernähren, die geistig Gesunden sind? Was, wenn die wirklich Geisteskranken diejenigen sind, die Junk Food vergöttern? Was, wenn die einzige Möglichkeit, in der realen Welt aufzuwachen, darin besteht, lebendige Nahrung zu essen? Vielleicht finden Sie einige Menschen, die bereit dazu sind, ebenfalls die „Rote Pille“ zu wählen. Die meisten sind es nicht. Man kann ihnen die Tür zeigen, doch öffnen und hindurchgehen müssen die Menschen schon selbst.

(1) Matrix/Rote Pille/Blaue Pille: Matrix ist ein Science-Fiction-Film aus dem Jahre 1999. Die Fortsetzung gab es 2003. Hauptdarsteller Neo wird im Film vom Anführer einer geheimnisvollen Untergrundbewegung gefragt, welche Pille er nehmen möchte. Die Rote Pille oder die Blaue Pille. Nimmt er die Blaue Pille, dann werde er weiterhin in der „Matrix“ leben, sein Leben werde sich also nicht verändern. Nehme er jedoch die Rote Pille, entscheide er sich für die Wahrheit und werde das Leben so erleben, wie es wirklich ist. Die Matrix ist also das Leben, wie es uns von unserer Umwelt vorgegaukelt wird, ein Leben, in dem wir – natürlich völlig unbewusst – nur das tun, was andere möchten, dass wir es tun (Medien, Werbung, multinationale Konzerne und all ihre unerkannt bleibenden Drahtzieher im Hintergrund). Im Film wird dieser Sachverhalt science-fiction-mäßig in einer (vermutlich) übertriebenen Weise dargestellt. Nachdem er die Rote Pille genommen hatte, erwacht Neo in einer für ihn bis dahin unvorstellbaren Realität: Bis auf wenige Überlebende und Befreite werden alle Menschen von intelligenten Maschinen in riesigen Zuchtanlagen gehalten und dort als lebende Energiequellen genutzt. Ihre Körper sind an eine komplexe Computersimulation, die Matrix, angeschlossen, die ihnen eine komplette Scheinrealität vorgaukelt (die „normale“ Realität, die wir für real halten).

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Julia
geschrieben am: Sonntag, 14. August 2011, 21:02
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Die Krankheit, die hier beschrieben wird, gibt es tatsächlich. Das ist wie eine andere Psychose, wie Putzzwang oder ähnliches.

Aber, das Problem hierbei ist ja nicht die Krankheitsbezeichnung oder die psychatrische Diagnose, sondern wie die allgemeinen Medien sie darstellen und wie die Bevölkerung das dann aufnimmt und verarbeitet. Mal ein Beispiel: Fast jeder, der im Bioladen einkauft, wird von mindestens einem Freund oder Verwandten belächelt, wenn nicht von fast allen. Letztens im Supermarkt, in der Bioabteilung habe ich folgenden Satz gehört, von einer Dame, die nur Fertigprodukte im Einkaufswagen hatte: "Bio? Ich kauf grundsätzlich kein Bio!" Was soll das denn??

Unter solchen Gegebenheiten, wo man ins Lächerliche gezogen wird, weil man -Oh mein Gott- Veganer ist, finde ich das Szenario, welches hier beschrieben wird, gar nicht undenkbar. Ich meine, wenn der Großteil der Bevölkerung denkt, Veganer und Bio-Einkäufer sind krank, ja, dann ist es auch. Leider.

Danke für den Artikel!
Julia
Julia
geschrieben am: Montag, 11. Juli 2011, 12:55
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Liebes ZDG-Team,

erstmal vielen Dank für Ihre tolle Website mit all den hilfreichen Informationen! Sie haben mir gehörig die Augen geöffnet und seitdem habe ich meine vormals extrem zuckerhaltige Ernährung auf eine weitgehend basische umgestellt und habe schon gute Erfolgserlebnisse, besonders der Heißhunger auf Zucker hat unglaublich nachgelassen und ich habe wieder Spaß daran, mich um meine Ernährung zu kümmern. Außerdem brauche ich zum Wachsein keinen Kaffee mehr und habe wieder viel mehr Energie als früher. Bitte machen Sie weiter so, Sie haben mir mit den ganzen Informationen so sehr geholfen!
Ich finde auch den Artikel zur Orthorexie in keinem Fall übertrieben und sehr interessant. Ich werde z.B. von meinen Arbeitskollegen/Familienmitgliedern dauernd schief angesehen und muss dumme Kommentare über mich ergehen lassen, nur weil ich Bio-Obst und -Gemüse kaufe und z.B. auf Gluten, Milchprodukte und Fleisch verzichte. Auch auf Zigaretten und bis auf ein seltenes Glas Wein auf Alkohol. Schade, dass es da soviel Intoleranz gibt.

Viele Grüße,
Julia (eine ehemalige Zuckersüchtige)

Zentrum der Gesundheit:

Liebe Julia,

vielen Dank für Ihr Lob. Wir bemühen uns, die Qualität unserer Arbeit weiterhin zu steigern.

Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Manuela
geschrieben am: Donnerstag, 18. November 2010, 14:27
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Es geht ja wohl kaum darum, Menschen als krank abzustempeln, die versuchen, sich so gesund wie möglich zu ernähren. Es geht hier um Menschen, die krankhaft ihr Essen sortieren, planen, abzählen und unter dem Druck leiden, eventuell bösartige Nahrung zu sich zu nehmen. Die Dosis macht das Gift. Und da es in jedem Lebensbereich Menschen gibt, die sich obsessiv mit etwas beschäftigen, neigen auch viele dazu, sich dadurch selbst zu schädigen. Ob man so ein Verhalten als eigenständige Krankheit definieren muss, halte ich für zweifelhaft. Aber etwas beginnt krankhaft zu sein, sobald derjenige darunter leidet. Sicherlich ist diese art von "Ernährungs-Kontrollwahn" bei vielen kein Indiz für einen wachen Geist und eine selbstverantwortliche Lebensweise, sondern für eine unausgeglichene Persönlichkeit. Diese Menschen können nur in Extremen leben und damit ist sicherlich nicht gemeint, dass man am Wochenende auf den Markt geht und sich lecker frisches Gemüse holt.
Hygienebewusste Menschen und Leute, die unter einem krankhaften Putzzwang leiden, werden ja auch nicht in einen Topf geworfen.
Abgesehen davon halte ich viele Absätze in diesem Artikel für höchst unwissenschaftlich. Wenn man schon Verschwörungstheorien aufstellt, sollte man doch irgendeinen Anhaltspunkt dafür haben. Und nicht so wischi-waschi "DIE(wer ist das?) wollen uns kontrollieren"-Sätze raushauen oder mit Bezeichnungen wie "die Mainstream-Experten" um sich werfen. Ich finde den artikel insgesamt eher verklärend als aufklärend, eher emotional militant und wichtigtuerisch als wisschenschaftlich gehaltvoll. Wer die rote Pille nimmt und sich für die Wahrheitsfindung entscheidet (welch pathetische Metapher), sollte vllt nicht so voreingenommen sein.

Zentrum der Gesundheit:

Hallo Manuela,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie schreiben: "Aber etwas beginnt krankhaft zu sein, sobald derjenige darunter leidet." Und genau das trifft auch zu. Sobald die betreffende Person leidet und für sich selbst entscheidet, dass sie sich so nicht mehr wohl fühlt und daher behandelt werden möchte, dann ist die von der Person eigenständig gewählte Therapie auch angebracht. Wie wir jedoch bereits sinngemäß auf den Beitrag von lilalaune schrieben, liegt das Problem der Krankheitsgenerierung darin, dass sich aufgrund des DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) Ärzte (und/oder Richter) anmaßen können zu entscheiden, wann ein Verhalten oder gar eine Lebensweise als Krankheit und der Betreffende damit als behandlungsbedürftig gilt.

Zwangspsychiatrisierung beispielsweise ist nichts Neues mehr, doch je mehr angebliche Verhaltensstörungen im DSM verzeichnet sind, um so einfacher kann - wenn "man" es als nötig erachtet - eine solche durchgeführt werden.

Übrigens müssen nicht alle journalistischen Stilformen zwangsläufig wissenschaftlichen Anspruch erheben und können dennoch ohne weiteres zum Nachdenken anregen.

Mit lieben Grüßen
Ihr ZDG-Team
lilalaune
geschrieben am: Mittwoch, 27. Oktober 2010, 18:38
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Ich finde es sehr schade, wie einseitig auf dieser Seite das Thema gesunde Ernährung beleuchtet wird. Außerdem ist der ganze Artikel nicht hinreichend belegt. Niemand behauptet, man solle sich nicht gesund ernähren oder Bioprodukte kaufen. Genausowenig wird behauptet, dass Junk Food akzeptiert wird. Natürlich weiß man um Adipositas.
Und Orthorexia nervosa bedeutet ja, dass man sich KRANKhaft viele Gedanken um gesunde Ernährung macht. D.h. man kann an nichts anderes mehr denken, und dass hat ja dann nur noch wenig mit einem gesunden Lebensstil zu tun.

Zentrum der Gesundheit:

Hallo lilalaune,
dankesehr für Ihre Meinung. Orthorexia nervosa ist tatsächlich so definiert, wie Sie schreiben. Nur Menschen, die sich KRANKhaft viele Gedanken um gesunde Ernährung machen, gelten als betroffen und krank. Nur: Wer entscheidet, was und welcher Zeitaufwand für gesunde Ernährung als "krankhaft" gilt? Es geht also nicht allein darum, ob jemand nun vielleicht wirklich ein ernstes Problem hat und seinen Fokus tatsächlich auf nichts anderes mehr lenken kann als auf gesunde Ernährung. Es geht darum, dass man neue Krankheiten schaffen möchte, um möglichst viele Menschen in die Kategorie "behandlungsbedürftig" stecken zu können. Wenn man damit gleichzeitig Menschen, die das Mainstream-Denken gefährden, als krank disqualifizieren kann - um so besser. In diesem Zusammenhang ist auch der Text "Schüchternheit als Krankheit" interessant.

Viele Grüße
Ihr ZDG-Team
Jessica
geschrieben am: Mittwoch, 15. September 2010, 22:09
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Hallo Elisabeth,
aus dem Ausland importiertes Gemüse wird neuerdings bestrahlt, damit es länger hält und nicht keimt. Es ist also im Grunde totes Gemüse. Ich versuche, frisches Gemüse aus Deutschland zu bekommen, auch auf dem Markt.
Viele Grüße
Schulze Hannelore
geschrieben am: Donnerstag, 09. September 2010, 17:44
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Es liegt doch voll auf der Hand. Die Psychatrie will leben. Weil es weder verifizierbar noch falsifizierbar ist.Also alles nur Behauptungen. Und so werden wir zu solchen gemacht. Selbst bei exakt diagnostizierten Schäden im Körper behauptet eine Psychologin in Arnsdorf, alles nur Wahn. Dabei handelt es sich um die Spezialklinik Neukirchen (Bayern), welche vorbildliche Diagnostik und Therapie betreibt. Auch in Sachen Ernährung. Bin vor zwei Tagen erst aus dieser Klinik zurückgekommen. Ich kann nur sagen, da ist es einfach Spitze.
ismet
geschrieben am: Mittwoch, 08. September 2010, 18:06
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"Wir leben in einer absonderlichen Zeit, in der Menschen, die in ihrer Nahrungswhal gesundheitsbesusst und mitfühlend sind, oft als verrückt bezeichent werden, wärend man andere als normal betrachtet, deren Nahrungsgewohnheiten Krankheit und imenses Leid hervorrufen." John Robbins
disco
geschrieben am: Freitag, 03. September 2010, 22:22
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Wenn das so weitergeht, laufen hier in 20 Jahren nur noch Zombies durch die Gegend - manchmal krieg ich echt Angst. Durch deren Mangelernährung werden den Leuten noch viel öfters die Sicherungen durchbrennen und Gewalt und Perversion nehmen zu. Warum versteht bloß keiner was hier vor sich geht, warum versteht keiner was man mit uns vorhat?!?!

P.S.Veganer der von Bio Kost lebt.
Elisabeth
geschrieben am: Donnerstag, 02. September 2010, 16:15
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In Amerika ist es bereits verboten Regenwasser zu sammeln. Ich sehe es soweit kommen dass es verboten ist selbst Obst und Gemüse anzubauen. Die Begründung ist natürlich die das man krank ist, die Wahrheit ist dass man die großen Wirtschaftsbosse schädigt.
Ich baue nichts selber an weil mir der Platz fehlt aber ich versuche mich möglichst gesund zu ernähren, Obst und Gemüse kauf ich bei mir am Markt, hauptsächlich von ausländischen Händlern die aus dem Süden stammen, denen kann man noch vertrauen dass ihr Obst unbehandelt ist. Dort gibts auch Fleisch dass nicht von in LKWs gepferchten mit Antibiotika vollgepumpten Tieren stammt. Man muss also nicht auf gutes Essen verzichten, im Gegenteil mit meinem Partner zaubern wir so manche leckere Speise auf den Tisch da können die mit ihren Geschmacksverstärkern aber sowas von sch****n gehen.
Annette
geschrieben am: Donnerstag, 02. September 2010, 13:36
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Die Ärzte haben wohl Angst, dass sie überflüssig werden könnten (oder weniger verdienen) wenn immer mehr Menschen auf ihre Ernährung achten - und das ist eindeutig der Trend. Aber lustig finde ich das ganze nicht, eher beunruhigend.