Azidose
Erkenntnisse eines Lesers über seine Krankheit Azidose aus dem Jahr 1970. Mehr als 90 Prozent der Deutschen sind übersäuert und leiden an einer Azidose.
Veröffentlichung am 07.02.2007 um 09:22 Uhr / Aktualisierung am 28.06.2011 um 14:29 Uhr 
(H. Vogel) - Erkenntnisse meiner Krankheit Azidose aus dem Jahr 1970: Ungesunde Ess- und Lebensgewohnheiten haben die Übersäuerung zu einer regelrechten Volkskrankheit werden lassen: Mehr als 90 Prozent der Deutschen sind übersäuert und leiden unter den Folgen. Aber es gibt Möglichkeiten gegen die Azidose (Störung im Säure-Basen-Haushalt mit Abfall des pH-Wertes unter 7,35) anzugehen.
Eine basenüberschüssige Vollwertkost hilft bei AzidoseDer erste, der jemals die Übersäuerung des Körpers als "Grundübel aller Krankheiten" bezeichnete, war Paracelsus. 500 Jahre sind seitdem vergangen, und unser Leben ist fortwährend noch saurer geworden. Nicht nur der Wald stirbt den Säuretod: Mehr als 90 Prozent der Bundesbürger sind übersäuert, und so darf man die "Azidose" als Volkskrankheit betrachten.
Ist ein bestimmter Säurewert im Körper überschritten, reagiert der Mensch "sauer", nämlich gereizt, genervt oder gar aggressiv. Sauer sein ist durchaus nicht lustig. Der Betroffene fühlt sich ständig überfordert, lustlos, müde, antriebsschwach und erschöpft. Was sind die Ursachen der weit verbreiteten Übersäuerung?
Rund 80 Prozent unserer Ernährung bestehen aus "Säurebildnern" wie Fleisch, Weißmehlprodukten, Süßigkeiten und Kaffee und nur 20 Prozent, wenn überhaupt, aus Basenbildnern wie Obst, Gemüse, Kräutern und Mineralwasser ohne Kohlensäure. Lesen Sie unsere Liste über saure und basische Lebensmittel.
Fleisch beschert uns Harnsäure, Cola-Getränke Phosphorsäure, Zucker und Weißmehlprodukte die Essigsäure, Käse und Gepökeltes Salpetersäure, Schweinefleisch die Schwefelsäure, körperliche Überanstrengung die Milchsäure, Wein die Schwefelsäure, Kaffee und Schwarzer Tee die Gerbsäure und kohlensaures Wasser die Kohlensäure.
Doch nicht nur unsere ungesunden Essgewohnheiten, sondern auch unsere Lebensweise bringt das Säure-Basen-Gleichgewicht aus dem Lot. Durch Stress, zu wenig Schlaf und Anspannung, durch Überlastung, Sorgen, Zukunftsängste und mangelnde Bewegung an frischer Luft "überziehen" wir ständig unser "Säure-Basen-Konto" und geraten immer mehr in die "roten Zahlen". Wenn wir müde sind, gönnen wir uns tagsüber nur selten eine Ruhepause, sondern "dopen" uns stattdessen mit Säurebildnern wie Kaffee, Süßigkeiten, Energy-Drinks oder Cola-Getränken.
Damit nun die Zellen nicht von diesen Säuren verätzt und zerstört werden, bemüht sich der Körper um fast jeden Preis, den pH- Wert des Blutes konstant zwischen 7,3 und 7,4 zu halten. Um zu überleben, ist er gezwungen, die überschüssigen Säuren an körpereigene Mineralien zu binden, sie damit zu neutralisieren und als Schlacken im Körper zu lagern. Aus der Verbindung der Säure mit Spurenelementen und Mineralstoffen wird eine "Schlacke" - chemisch gesehen ein Salz.
Mit den Jahren nimmt die Verschlackung zu. "Alterung" könnte man als fortschreitende Entmineralisierung, Verschlackung und Übersäuerung bezeichnen. Der kontinuierliche Verbrauch von Mineralstoffen und Spurenelementen zur Neutralisierung von Säuren verursacht den Verfall der körperlichen, geistigen, seelischen und sexuellen Kräfte. Am Ende dieser Entwicklung steht der/die ausgezehrte Greis/in, der/die nicht nur die Haare, sondern auch längst alle Zähne im Kampf an der "Säurefront" geopfert hat und dessen Knochen so weich und entmineralisiert sind, dass er/sie sich beim Sturz einen Oberschenkelhalsbruch zuzieht.
Am Anfang einer jeder Erkrankung steht ohne Ausnahme die Übersäuerung. "Man sollte daher frühzeitig den Säuregrad des Körpers durch Messung mit einem pH-Indikator-Papier aus der Apotheke überprüfen.
Wie wenig viele Ärzte über Azidose wissen, wird an einem Beispiel deutlich: Eine Österreicherin aus Landeck hatte den pH-Wert ihres Urins getestet und bemerkt, dass er zu sauer war. Mit dieser Information suchte sie einen Hausarzt auf, der ihr eine Blutprobe entnahm. Diese ergab völlig normale Werte - logisch, denn wie bereits erwähnt, muss im Blut stets ein pH-Wert von 7,3 bis 7,4 aufrecht erhalten werden. Der Arzt beschied daraufhin der Patientin, sie sei nicht übersäuert und brauche sich darüber keine Gedanken zu machen.
Alarmzeichen, dass etwas nicht stimmt, gibt es viele. Bei einer "latenten" oder schleichenden Azidose treten Kopfschmerzen, Mundgeruch, Schwindelgefühl, Hautunreinheiten wie Mitesser und Pickel, eine belegte Zunge und Cellulite auf. Weitere Symptome des Anfangsstadiums können Sodbrennen, Karies, Pilzbefall, Verstopfung, Ringe unter den Augen und Haarausfall sein. Wenn Schlacken sogar im Muskelgewebe deponiert werden, kann es zu schmerzhaften Verspannungen, Arthrose, Rheuma und Gicht kommen.
Wird ein säurelastiger Lebenswandel beibehalten, holt der Körper sich die Mineralstoffe zur Neutralisierung der Säuren aus Knochen und Gefäßwänden. Die Folgen sind Krampfadern, Durchblutungsstörungen, Osteoporose, hoher Cholesterinspiegel, Hämorrhoiden und Arteriosklerose. Die fortschreitende Verschlackung führt schließlich zu ernsthaften "Säurekrankheiten" wie Nieren- und Gallensteinen, offenen Beinen, Herzinfarkt, Krebs, Schlaganfall, Verdauungskrankheiten, Grauem Star und Leberschäden. All diese Krankheiten benötigen ein saures Milieu, um entstehen zu können. Der Körper betreibt zur Neutralisierung der gefährlichen Säuren schließlich Raubbau an der eigenen Substanz.
Säurebildner wie Kaffee, Süßigkeiten, Milchprodukte mit hohem Fettgehalt, Fisch und Fleisch sollte man stark einschränken oder ganz meiden, dasselbe gilt für Fruchtsäfte, da diese Säure enthalten. Stattdessen sollte die Ernährung auf basenüberschüssige Vollwertkost umgestellt werden.
Gute Basen-Lieferanten sind Kräutertees, Grüntee, Mineralwasser ohne Kohlensäure, Gemüse, Salate, Obst und Sprossen. Besonders basenreich sind Papayas, Ananas, Aprikosen, Feigen, Oliven, Kichererbsen, Getreidegräser, Wildkräuter und Algen. Basenpräparate aus der Apotheke sind nicht gut geeignet, weil sie anorganische Mineralien enthalten und zu Ablagerungen an den Gefäßwänden führen können, zumal der Körper seit jeher ausschließlich die Natur kennt und auch nur diese verwerten kann.
Die Gesundheit fängt auf dem Teller an. Da bekommen wir die ersten Schwierigkeiten. Ist es heute noch möglich, gesunde, unbelastete Lebensmittel zu kaufen, die alles beinhalten, was der menschliche Körper zur Gesunderhaltung benötigt? Über den Biobauer? Macht ein saurer Regen etwa vor dem Bioacker halt?
Lesen Sie dazu unseren Beitrag: "Unsere Gesundheit wird manipuliert"
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