Brot aus Keimlingen
Brot ist ein schädliches Nahrungsmittel geworden. Gesundes Brot gibt es kaum zu kaufen. Backen Sie Ihr eigenes Brot aus Keimlingen.
Veröffentlichung am 12.05.2010 / Aktualisierung am 28.11.2012
Brot wurde einst aus frisch gemahlenem Getreide, etwas Salz, Wasser und hauseigenem Sauerteig oder etwas Hefe hergestellt. Diese Ära ist längst vorbei. Heute ist Brot zu einer Mischung aus vitalstoffarmen Auszugsmehlen und einer Ladung Lebensmittelzusatzstoffen verkommen. Solch ein Brot macht satt – und krank. Wer wirklich gesundes Brot essen will, macht sich sein Brot selbst – im Idealfall ein Brot aus Keimlingen.
Die Misere beginnt bereits beim Anbau. Das Getreide wächst in der konventionellen Landwirtschaft niemals ohne chemische Pilz-, Unkraut- und Insektenvernichtungsmittel und auch nicht ohne Kunstdünger. Natürlich ist all das Gift anschließend nicht nur im Boden oder im Stroh, sondern auch im Korn selbst. Diese gesundheitsschädlichen Rückstände schluckt der Verbraucher dann mit jedem Bissen Brot.
Alles, was im Getreidekorn für unsere Gesundheit von Wert wäre, wird aus kommerziellen Gründen daraus entfernt. Die wertvollen Ballaststoffe (Kleie) und der höchst vitalstoffreiche Keim werden an das Vieh verfüttert. Für die Menschen bleibt nur mehr ein zwar prima lagerfähiges, sehr stärkereiches, aber leider vollkommen vitamin- und mineralstoffarmes Auszugsmehl übrig. Es stillt den Hunger, nicht aber die wirklichen Bedürfnisse des Körpers.
Leider ist Brot aus solch einem Mehl nicht nur nutzlos, sondern auch außerordentlich schädlich, da es den Organismus nicht minder übersäuert und verschleimt als das z. B. auch Milchprodukte tun. Die Folgen sind Raubbau an den körpereigenen Mineralienvorräten und Ablagerungen in den Atemwegen und Gelenken.
Brot ist also maßgeblich an der Entstehung von chronischen Erkältungen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Problemen mit den Bronchien und chronisch-degenerativen Erkrankungen wie Rheuma, Arthrose, Osteoporose, Diabetes etc. beteiligt.
Gleichzeitig besitzt das heute übliche Brot einen hohen glykämischen Index (GI). Der Glykämische Index (GI) – manchmal auch einfach nur Glyx genannt – gibt die blutzuckersteigernde Wirkung von Lebensmitteln an. Dabei dient Traubenzucker mit einem GI von 100 als höchstmöglicher Referenzwert. Je höher der GI, umso schneller steigt der Blutzuckerspiegel an und umso eher trägt das betreffende Lebensmittel zu Übergewicht und Fettleibigkeit bei.
Ernährungsformen wie z. B. die Glyx-Diät wählen Lebensmittel anhand ihres GI aus. Als empfehlenswert gelten Lebensmittel mit einem GI von weniger als 50, Lebensmittel mit einem GI zwischen 50 und 70 sollten nur selten gegessen werden, während Lebensmittel mit einem GI von über 70 vollständig zu meiden sind.
Weißbrot hat beispielsweise einen GI von 70, während Vollkornbrot einen GI von 40 besitzt. Auch die Verarbeitungsmethoden beeinflussen den GI. So haben Bratkartoffeln oder Pommes einen GI von 95, Pellkartoffeln aber nur einen GI von 65. Der GI von gekochten Karotten liegt bei stolzen 85, derjenige von rohen nur bei 30. Daher glänzt Brot aus Keimlingen, also Brot aus gekeimtem Getreide, das zudem nur bei sehr niedrigen Temperaturen getrocknet wurde, mit einem GI von 15 bis 30 (mit fortschreitender Keimdauer sinkt der GI).
Das chemische Bleichen von Mehl ist in Europa glücklicherweise seit den Fünfziger Jahren verboten – in den USA und manchen anderen Ländern jedoch nach wie vor an der Tagesordnung. Auch als Vollkornbrot etikettiertes Brot kann neben etwas Vollkornmehl auch chemisch gebleichtes Weißmehl enthalten.
Chemisch gebleichtes Mehl hat eine höhere Haltbarkeitsdauer, lässt sich leichter verarbeiten und bietet natürlich eine strahlendweiße Optik. Beim Bleichprozess entsteht ungünstigerweise ein Nebenprodukt namens Alloxan. Es wird in der Diabetesforschung dazu benutzt, bei den bemitleidenswerten Versuchstieren Diabetes auszulösen.
Alloxan zerstört irreversibel die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Und was bei Versuchstieren Diabetes auslöst, kann das – in der richtigen Dosis – natürlich auch beim Brotesser tun. Denken Sie bei Ihrem nächsten USA-Aufenthalt daran.
Schon vor zehn Jahren schrieb Greenpeace, dass 98 Prozent aller Bäcker für nahezu jedes ihrer Produkte Fertigmischungen bei Backmittelherstellern einkaufen – und diese liefern ihnen die Aufkleber „Aus eigener Herstellung“ gleich mit. Das gilt natürlich heute mehr denn je und zwar für den Großbäcker, der die großen Supermarktketten beliefert, genauso wie für den kleinen Bäcker um die Ecke. Einzige Ausnahme: Bio-Bäckereien.
Die Fertigmischungen enthalten allerlei Zusätze, die zwar das Backverhalten, die Verarbeitungs- oder auch die Lagerfähigkeit verbessern, die Gesundheit der Verbraucher aber nicht unbedingt.
Dabei handelt es sich beispielsweise um Konservierungsstoffe, Aromen, Säureregulatoren, Mehlbehandlungsmittel, Molkepulver, Emulgatoren, gentechnisch hergestellte Enzyme, Gensoja, Stärke aus Gen-Mais, Phosphate, Zucker und vieles andere mehr. Diese schaden dem Körper auf zweierlei Arten.
Einerseits irritieren sie etliche Stoffwechselprozesse im Organismus, andererseits hat der Körper alle Hände voll damit zu tun, sie wieder auszuscheiden. Dafür benötigt er Nährstoffe. Da diese im Brot aber nicht vorhanden sind, muss er sie aus seinen eigenen meist spärlichen Vorräten borgen und für die Entsorgung der unnatürlichen Brotzusatzstoffe opfern.
Viele Mehlzusätze erscheinen auf dem Etikett eines abgepackten Brotes, aber nicht alle. Alloxan zum Beispiel steht natürlich nicht auf den Produktetiketten. Alloxan ist ja „nur“ ein Nebenprodukt des Bleichungsprozesses und kein (beabsichtigter) Bestandteil der Brotrezeptur. Auch gentechnisch hergestellte Enzyme werden nicht erwähnt.
Also erfahren Sie auch nicht, dass all diese unberechenbaren Zutaten, deren langfristige Folgen niemand kennt, in Ihrem Brot vorhanden sind. Kaufen Sie unverpacktes Brot, dann wissen Sie überhaupt nicht, was dort alles enthalten ist, weil es weit und breit keine Zutatenliste gibt. Daher ist es äußerst empfehlenswert, Brot in bestmöglicher Qualität zu kaufen oder es selbst herzustellen.
Wenn Sie Ihr Brot NICHT selbst backen möchten, dann kaufen Sie Brot in kleinen Familienbetrieben, die außerdem Mitglied in einem Bio-Anbauverband wie z. B. Bioland oder Demeter sind. Sie können frisches Brot auch in Naturkostläden kaufen.
In manchen Naturkostläden oder Reformhäusern ist so genanntes Essenerbrot erhältlich. Es wurde nach den Essenern, einer jüdischen Glaubensgemeinschaft benannt, die vor etwa 2000 Jahren gegründet wurde und sehr gesundheitsbewusst gelebt haben soll.
Essenerbrot wird aus gekeimtem Korn und meistens bei niedrigen Temperaturen (um 100 Grad) gebacken. Es enthält viele Nährstoffe und hat einen niedrigen glykämischen Index. Auch hier gibt es Qualitätsunterschiede: Es gibt abgepacktes Essenerbrot und frisches Essenerbrot. Wählen Sie möglichst letzteres.
Die beste Garantie für wirklich gesunde Lebensmittel haben Sie nur dann, wenn Sie sie selbst zubereiten und somit die Lebensmittelindustrie mit all ihren Hilfschemikalien und nährwertmindernden Verarbeitungsverfahren weiträumig umgehen.
Brot aus frisch gemahlenem Vollkorngetreide kann jeder ganz einfach selbst backen. Dazu genügen eine kleine Getreidemühle und ein Backofen. Wer möchte, kauft sich einen Backautomaten, was aber nicht nötig ist. Die Zutaten (Getreide, Hefe und/oder Sauerteig) besorgt man sich im Bioladen.
Besser als jedes Vollkornbrot ist aber Brot aus Keimlingen. Dieses wird nicht aus dem Mehl von trockenen, harten Getreidekörnern zubereitet, sondern aus gekeimtem Getreide. Dazu lässt man Getreide (am besten Dinkel oder andere alte Getreidesorten wie Emmer, Einkorn oder Ur-Roggen) zwei bis drei Tage keimen, schüttet sie mit etwas Wasser in einen Mixer und mixt wenige Sekunde lang. Der entstandene Brei wird jetzt nach Wunsch mit Brotgewürzen und Kristallsalz gewürzt.
Ganz nach Lust und Laune kann man Sonnenblumenkerne (am besten ebenfalls gekeimt), Leinsamen oder Sesam dazugeben. Auch gemahlene Nüsse oder Mandeln eignen sich und verleihen dem Brot einen herrlich würzigen Geschmack. Je nach Konsistenz des Teiges formt man kleine Fladen mit den Händen oder setzt sie mit dem Löffel auf ein Backblech. Bei sehr niedrigen Temperaturen (50 Grad) werden die Fladen jetzt eher getrocknet als gebacken. An sonnigen Tagen, können Sie Ihr Brot aus Keimlingen auch an der Sonne trocknen.
Normales Getreide „schläft“ praktisch noch. Brot daraus – ob Vollkorn oder nicht – ist sehr schwer verdaulich und löst daher bei vielen Menschen – wenn es nicht ausgiebig gekaut wird (und das wird es nie) – Verdauungsstörungen der verschiedensten und unangenehmsten Art aus.
Der Kauprozess würde dafür sorgen, dass die Stärke bereits im Mund von einem speziellen Verdauungsenzym (Ptyalin), welches nur im Speichel vorhanden ist, vorverdaut wird. Essen wir schnell, dann gelangt die Stärke unverdaut in den Magen. Dort aber fehlen Enzyme, welche Kohlenhydrate verdauen könnten.
Jetzt liegt der Stärkekleister namens Brot stundenlang im Magen, gärt vor sich hin und blockiert die Verdauung. Blähbauch und Sodbrennen sind noch die harmlosen Folgen einer Ernährung, die sich auf Brot und Backwaren konzentriert.
Wenn man aber das Getreide keimen lässt, dann wacht das Korn auf und wird leicht verdaulich. Tannine, Phytinsäuren und andere Stoffe, die die Verdauung des Korns so schwer machen, werden beim Keimprozess abgebaut. Der Nährwert und Vitamingehalt steigt während des Keimens enorm. Auch der Gesamteiweißgehalt nimmt zu – und zwar um 20 Prozent.
Mineralien und Spurenelemente wie Calcium, Kalium, Phosphor, Magnesium, Zink und Eisen vervielfachen sich und liegen außerdem in einer viel besser verwertbaren Form vor als zuvor im trockenen Getreidekorn. Der Gesamtfettgehalt nimmt ab, andererseits steigt der Gehalt an wertvollen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren stark an. Gleichzeitig sinkt der Kaloriengehalt.
Ein solches Brot macht ebenfalls satt, zusätzlich aber nährt, schützt und versorgt es den Organismus, ohne ihn im Geringsten zu belasten. Brot aus Keimlingen ist wie eine Rückkehr zum gesunden Brot unserer Vorfahren.
Bettinas Keimbackstube liefert Keimling-Brot zu günstigen Preisen. Zur Interseite Keimling-Brot
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weiterlesenIst gekeimtes Brot basisch oder sauer ?
Liebe Schnib
Ihre Frage wurde bereits am 18.12.2011 (siehe weiter unten) beantwortet.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Hallo ZDG-Team, ich hab Ihre Artikel, unter anderem dieser hier, mit großem Interesse gelesen. Nun habe ich jedoch folgendes Problem: Ich bin 15 Jahre alt und gehe deshalb noch zur Schule. In der Mittagspause gehe ich mit Freunden normalerweise in den Supermarkt, wo ich mir Brötchen beim Bäcker kaufe, da ich einfach nicht weiß, was ich sonst innerhalb von weniger als 45 Minuten essen sollte. Nun raten Sie hier vom Verzehr ab und ich brauche nun mehrere gesunde Alternativen, die sich auch in der Hand verzehren lassen.
Hallo Tomate22,
vielen Dank für Ihre Mail.
Wichtig ist in erster Linie, dass Sie nicht irgendein Brot oder irgendwelche Brötchen kaufen, sondern wenigstens ein hochwertiges Vollkornbrot von einem Biobäcker, idealerweise ein Dinkelbrot. Dieses können Sie sich dann bereits zu Hause als Pausenbrot vorbereiten und müssen sich keine minderwertigen Backwaren im Supermarkt kaufen.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Mich würde mal noch interessieren, wie ich am Besten und Einfachsten Getreide keime, z. B. zum Backen von Brot? Braucht man da ein spezielles Gerät oder geht es auch ohne? Kann man gekeimtes Getreide auch zur Herstellung von Baby-Getreide-Brei verwenden?
Hallo anschmidt480,
wie man Keimlinge bzw. Sprossen herstellt, können Sie hier nachlesen: Wie stellt man Keimlinge/Sprossen her?
Babys sollten noch keine Sprossen bekommen, da sie für den Babydarm viel zu schwer verdaulich sind. Ideal für Babys unter einem Jahr sind die speziellen Babyflocken, die Sie im Biohandel erhalten (z. B. von Holle).
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Hallo zusammen, können Sie mir vielleicht sagen, ob gebackenes Brot aus Buchweizenmehl, evtl. auch Leinmehl oder Süßlupinenmehl eine ähnliche Wirkung hat wie \"normales\" Brot? Vielen Dank!
Hallo Cobra04,
vielen Dank für Ihre Mail.
Ob ein Brot positiv oder negativ für die Gesundheit sein kann, hängt von vielen Dingen ab. Die von Ihnen genannten Zutaten sind glutenfrei und daher schon einmal günstiger als z. B. Weizen. Backen Sie nun z. B. ein Brot aus weissem Buchweizenmehl, dann ist auch hier die glykämische Last hoch, also eher ungünstig. Wählen Sie hingegen die Vollkornvariante, dann ist sie niedriger. Backen Sie Ihr Brot selbst, dann wird es keine schädlichen künstlichen Lebensmittelzusatzstoffe enthalten. Kaufen Sie hingegen ein fertig gebackenes glutenfreies Brot, so ist dieses zwar glutenfrei, kann aber eine Menge künstlicher Lebensmittelzusätze und anderer unerwünschter Zutaten enthalten.
Wertvolle Informationen zur Wahl des richtigen Mehls finden Sie auch hier: Welches Mehl ist das Richtige?
Lupinenmehl eignet sich als Zutat bis zu 15 Prozent sehr gut für nahezu jedes gesunde Brotrezept.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Sehr geehrte Damen und Herren, Ich hoffe diese Nachricht findet Sie wohlauf. Ich habe seit Jahren Verdauungsprobleme, fuehle mich muede und schlapp. Vor kurzem bin ich auf Ihre Seite gestossen und habe mir saemtliche Artikel mit Aufmerksamkeit gelesen. Ich habe mir jetzt vorgenommen auf basische Ernaehrung umzusteigen. Ich wuerde gerne das Brot aus Keimlingen nachbacken. Koennten Sie mir da genau die Mengenangaben und Backzeit geben? Ich waere Ihnen sehr dankbar. Mit freundlichen Gruessen, Elli
Liebe Frau Buller,
vielen Dank für Ihre Mail.
Die Mengenangaben zum Brot aus Keimlingen fehlen deshalb im entsprechenden Artikel, weil sie für die Herstellung im Grunde nicht in dem Mass wichtig sind, wie das bei einem gebackenen Brot der Fall ist. Es geht einfach darum, einen streichfähigen Teig zu bereiten. Ein Beispielrezept finden Sie jedoch in unserem Artikel zum Thema "Basisch frühstücken" im Abschnitt "Brot aus Keimlingen mit basischem Brotaufstrich". Das "Brot" ist übrigens vom Erscheinungsbild eher mit Knäckebrot zu vergleichen und wird nicht gebacken, sondern nur getrocknet.
Wir wünschen Ihnen gute Besserung und viel Spass bei der Zubereitung des Keimlingsbrotes!
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
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Hallo, wuerden Sie uns allen bitte ein schoenes Rezept geben fuer Brot aus Sprossen? Danke sehr!
Liebe Angie, im obigen Text finden Sie unter"Brot aus Keimlingen selber machen" ein Rezept.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Hallo, ich trinke gerne alkoholfreies Weizenbier. Können Sie mir sagen, ob das hinsichtlich des Weizens ebenfalls problematisch ist oder handelt es sich hier um so geringe Mengen bzw. eine andere Verarbeitung des Weizens, so dass diese Form des Weizenkonsums unbedenklich ist. Besten Dank...
Hallo Matze,
vielen Dank für Ihre Mail.
Die üblichen Probleme mit Weizen (hoher Proteingehalt, Glutengehalt, Lektine, Phytinsäure,...) sind im Bier nicht mehr in dem Mass relevant, da Bier ja durch den Gärprozess verändert wurde und der Flüssigkeitsgehalt hoch ist. Falls Sie kohlenhydratarme Ernährungsformen bevorzugen, könnten Sie sog. LC-Biere wählen.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Seit einiger Zeit mache ich regelmäßig Sauerteigbrot und zwar mit biologischem Weissmehl und Roggenmehl. Ich habe gelesen, dass Sauerteigbrot die gesündeste Form von Brot ist, deshalb kaufe ich kein Brot im Supermarkt mehr. Ich werde nun auch versuchen, die Menge an herkömmlichem Mehl zu verringern. Schade ist nur, dass man in Supermärkten (ich lebe ich Australien im Moment) fast keine Getreidevarianten bekommen kann, man muss sich sozusagen auf eine Detektiv-Mission oder so begeben :).
Sobald ich wieder in der Schweiz bin, möchte ich versuchen, Getreide und Getreidealternativen selbst anzupflanzen.. Richtige Ernährung und (=) Gesundheit ist ein riesiger Aufwand und alles scheint in unserer modernen Gesellschaft dagegen anzukämpfen. Das kann schon sehr frustrierend sein! Aber ich glaube auch, dass mehr und mehr Bewusstsein geweckt wird! Halleluja! :) Soll ich beim Sauerteigbrot bleiben und kann ich es getrost weiter essen (in Massen)? Ich habe gelesen, dass der Vorteil von Weissmehl der niedrige Getreidetoxin-Gehalt ist. Ist dies überhaupt relevant? Vielen Dank für Ihre Hilfe.. Ich könnte noch hunderte von weiteren Fragen stellen:))
Hallo NoCa,
vielen Dank auch für diese Mail :-)
Zum Thema "Weissmehl oder Vollkornmehl" haben wir hier einen interessanten Informationstext, der Ihnen sicher einige, wenn nicht die meisten Fragen beantworten wird:
Mehl - Vor- und Nachteile
Wenn Sie gesund sind, also keine Verdauungsbeschwerden und auch keine chronischen Erkrankungen haben, dann können Sie Ihr Sauerteigbrot sicher in gewissem Mass weiter essen.
Eine leckere und einfach herzustellende Brot-Alternative haben wir hier vorgestellt (unter Brot aus Keimlingen):
Basisches Frühstück
Gibt es in Ihrer Gegend eine Bezugsquelle des traditionellen Bush Breads der Aborigines oder der Zutaten dazu? Dieses Buschbrot soll aus Hirse und verschiedenen Samen von Wildpflanzen aus dem Outback hergestellt worden sein.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Hallo und danke für Eure Seite. Meine Frage zum gekeimten Brot: Habe Dinkelkörner in einer großen Schüssel nach Eurer Anweisung keimen lassen. Jetzt las ich, dass es bei zu engem Nebeneinanderliegen zu Schimmelbildung kommen kann. Bei mir lagen sie haufenweise aufeinander. Woran kann ich jetzt Schimmel erkennen? Oder muß das nicht zwangsläufig sein? Sie sehen gekeimt aus und riechen auch nicht schlecht. Danke fürs Beantworten und freundliche Grüße
Hallo El,
vielen Dank für Ihre Mail.
Wenn die Körner mindestens zweimal täglich mit frischem Wasser gespült und gut abgetropft wurden, ist es nahezu unmöglich (auch wenn sie mehrschichtig lagen, was übrigens die Schimmelbildung nicht mehr begünstigt als einschichtiges Keimen), dass sich Schimmel oder Fäulnisbakterien ansiedelten. Gerade bei Getreide entstehen bei längeren Keimprozessen oft winzige Faserwurzeln, die man mit Schimmel verwechseln könnte, die aber definitiv kein Schimmel sind. Körner für Keimbrot lässt man jedoch nicht so lange keimen, bis diese Wurzeln entstehen. Schimmel entsteht erfahrungsgemäss nur dann, wenn das Spülen vergessen wird und wenn die Körner mehr als eine Woche liegen.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Ich habe ebend eine Frage zu dem Eisengehalt von Brot gestellt. Dabei ist mir ein Fehler unterlaufen. Ich meine natürlich: Ob es mehrere Milligramm (!) Eisen und nicht Gramm enthält :)
Liebe Melanie,
vielen Dank für Ihre nette Mail.
Das Dinkelkorn liefert rund 4 Milligramm Eisen pro 100 Gramm Korn. Wird daraus ein Brot gebacken reduziert sich der Eisengehalt pro 100 Gramm, da das Dinkelmehl ja noch mit Wasser und ggfs. anderen Zutaten vermischt und damit "verdünnt" wird. Auch beim Keimprozess reduziert sich der Eisengehalt, da sich das Korn mit Wasser vollsaugt und es damit ebenfalls zu einer "Verdünnung" der Inhaltsstoffe kommt. Beim Dinkelmehlbrot mag diese "Verdünnung" negativ sein, beim Dinkelsprossenbrot führt jedoch der Keimprozess dazu, dass das Eisen - auch wenn im Verhältnis gesehen jetzt weniger vorhanden ist als im trockenen Korn - vom Körper besser verwertet und folglich auch besser aufgenommen werden kann. Konkrete Messwerte zu Dinkelsprossen liegen uns jedoch nicht vor, da der Eisengehalt ja abhänigig von der Keimdauer schwankt.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Hey liebes ZdG-Team! Erstmal ein großes Lob zu dieser gelungenen und sehr hilfreichen Website. In diesem Artikel unter dem Absatz \"Brot aus Keimlingen selber machen\" stehen zwar die Zutaten zum Selbermachen,aber keine genauen Mengenangaben. Ich würde das oben beschriebene Brot echt gerne herstellen, deswegen wäre es sehr nett, wenn ihr mir weiterhelfen könntet und die genauen Gramm-Angaben auflisten würdet. Danke!
Hallo Valerie,
lieben Dank für Ihre nette Mail :-)
Die Mengenangaben zum Brot aus Keimlingen fehlen deshalb, weil sie für die Herstellung im Grunde nicht in dem Mass wichtig sind, wie das bei einem gebackenen Brot der Fall ist. Es geht einfach darum, einen streichfähigen Teig zu bereiten. Tipps zur Herstellung und auch ein Rezept mit Mengenangaben finden Sie bei unseren Antworten auf bereits ähnliche Fragen am Ende des Textes (bei den Kommentaren, z. B. vom 27. Juli 2010).
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Hallo liebes ZdG-Team, Ich finde Ihre Seite toll! Seit dem ich meine Ernährung vor 1 Jahr umgestellt habe - aufgrund vieler Ihrer Artikel - bin ich nicht mehr krank und habe Blutwerte wie ein 15-Jähriger. Dankeschön. Nun 2 Fragen. Welche guten Öle kann ich bei Ihnen zum Kochen und Backen bestellen? Gerade beim Backen bin ich völlig orientierungslos.
Und dann würde ich gern mal selbst gekeimtes Dinkelbrot backen. Bestelle zwar auch bei Bettinas Keimbackstube - aber ich würde gern mal einen Kuchen (nur mit gesunden Lebensmitteln) und ein gutes Brot backen. Haben Sie da Rezepte und Tipps? Also konkret: Kann ich bei Ihnen Dinkel kaufen, der keimt? Wie machen ich das? Wie verarbeite ich nachher alles weiter? Also Teigerstellung? Darf ich Hefe benutzen? Oder Backpulver? Oder gibt es gesundes Alternativen? Bei welcher Temperatur und ist ein Backautomat hilfreich? Danke für die Tipps und WEITER SO! MfG
Hallo Francis,
vielen Dank für Ihre Mail und Ihre tolle Erfolgsmeldung :-)
Gerne beantworten wir Ihre Fragen.
Zum Braten und Backen (also zum Erhitzen bei hohen Temperaturen) eignet sich vorzüglich Bio-Kokosöl (es ist bei Temperaturen unter ca. 23 Grad fest, darüber flüssig). Zum gemässigten Braten (also bei nicht zu hohen Temperaturen) eignet sich auch das carotinoidreiche rote Palmöl. Eine andere Möglichkeit ist Ghee, das ayurvedische Butterschmalz, das ebenfalls auf hohe Temperaturen erhitzt werden kann, ohne dass sich schädliche Nebenprodukte (Peroxide, freie Radikale o. ä.) bilden würden. Alle anderen Öle (Leinöl, Hanföl, am besten auch Olivenöl etc.) sollten den Speisen erst im Nachhinein zugegeben werden. Bio-Kokosöl und Bio-Ghee verleihen gerade Backwaren einen köstlichen Geschmack.
Beim Keimbrot aus Bettinas Keimbackstube handelt es sich nicht um ein "echtes" naturbelassenes Keimbrot, das bei 50 Grad getrocknet wurde (da es ganz normal gebacken wird), doch ist es ein Kompromiss gerade für Menschen, die sich von liebgewonnenen Gewohnheiten nicht gänzlich verabschieden möchten, da das Brot ganz normal in Scheiben geschnitten und belegt werden kann.
Das echte Keimbrot hingegen ist kein Brot im herkömmlichen Sinne. Es liegt nicht in Form eines Laibes vor und kann daher auch nicht in Scheiben geschnitten werden. Stellen Sie sich das echte Keimbrot bitte wie Cracker vor. Da keine Backtriebmittel verwendet werden, geht es nicht auf, sondern bleibt fladenförmig. Da der Teig ferner nicht wie gewöhnlicher Brotteig klebt, werden nur kleine Fladen auf das Backblech gelegt. Sie haben höchstens einen Durchmesser von 10 Zentimetern oder werden zu Knabberstangen geformt. Daher nützt auch ein Backautomat hier nichts. Für die echten Keimbrote ist eher ein Dörrgerät nützlich.
Konkrete Rezepturen zum Keimbrot haben wir noch nicht veröffentlicht. Das Buch von Elysa Markowitz "Leben mit Green Life" bietet hier hervorragende Ideen. Allerdings wird im Buch die Green Life-Saftpresse (die heute Green Star heißt) verwendet, also ein besonderes Küchengerät. Nichtsdestotrotz können die Rezepturen teilweise auch mit dem gewöhnlichen Mixer hergestellt werden.
Hier ein Beispiel (Roggen-Brotstangen): 2 Tassen Roggen und 1 Tasse Sonnenblumenkerne keimen lassen. Die Keimlinge mit dem Green Star oder einer anderen Küchenmaschine pürieren. Mit Kümmelpulver, Zwiebelpulver und Kräutersalz nach Geschmack würzen, zu kleinen Fladen oder Knabberstangen formen und bei niedrigen Temperaturen backen oder - noch besser - im Dörrgerät trocknen lassen.
Weitere Rezepte zu Keimbroten finden sich in den Büchern von Gabriele Mauz.
Keimfähigen Dinkel erhalten Sie in jedem Naturkostfachgeschäft. Für Keimbrote können Sie jedoch auch Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Leinsamen, Nüsse und Mandeln verwenden.
Wie man Keimlinge herstellt (die dann als Grundlage für die Keimbrote dienen) lesen Sie hier:
Infos Sprossenzucht
Herzliche Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Hallo liebes ZDG-Team, ich habe Ihren Artikel über das Brot aus Keimlingen gelesen. Nur ging für mich nicht ganz daraus hervor, ob dieses Brot dann auch basisch verstoffwechselt wird? Weiter esse ich gerne Gemüse mit Dips, welche ja eigentlich immer aus tierischem Eiweiß (Joghurt, Quark etc.) bestehen. Gibt es da eine basische Alternative? Bislang war meine Suche noch nicht erfolgreich. Vielen Dank für das Beantworten meiner vielen blöden Fragen. MfG Kristina
Hallo Kristina,
vielen Dank für Ihre Mail.
Keimlinge (und so auch das Brot daraus) werden basisch verstoffwechselt, da der Keimvorgang aus dem Getreide quasi ein Gemüse macht. Köstliche rein pflanzliche Dips gibt es in vielen verschiedenen Sorten jedem Bioladen, z. B. auf der Basis von Sonnenblumenkernen (z. B. "Streich" von der Fa. Zwergenwiese). Dips können auch selbst aus Nüssen oder Ölsaaten wie den genannten Sonnenblumenkernen gemacht werden. Nüsse/Kerne mahlen oder mixen, würzen, etwas Zitronensaft oder Sauerkrautsaft und weitere Zutaten nach Wahl (gehackte Kräuter, Zwiebeln, Knoblauch, Paprika etc.) dazugeben.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Sehr geehrtes Team, zunächst vielen Dank für Ihre und Geduld, mit der Sie diese Seiten aufgebaut haben und Fragen beantworten. Ich habe Ihre Seiten erst heute entdeckt und lese nun schon seit mind. 2 Stunden. Von der idee des keimbrotes bin ich fasziniert. Was ich mir noch nicht so recht vorstellen kann ist, wiel ich meinem Mann morgens seine \"Brote\" schmieren soll. Geht das, wenn ich den Teig 3 Stunden bei 50° im Backofen trockne? Kann ich dann Scheiben schneiden? Vielleicht steht das auch schon irgendwo, aber dann habe ich es noch nicht gefunden . Da ich - wie Sie sihcer schon bemerkt haben - sehr langsam lese, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir mit Ihrer Antwort den Link zu \"richtigen Rezepten\" mitschicken wrden. Ihnen allen danke ich und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg! Eine besinnliche Adventszeit wünscht Ihnen mit herzlichen Grüßen Maria
Liebe Maria
vielen Dank für Ihre freundliche Mail :-)
Im Anschluss an unseren Brottext finden Sie einen Link zu einem Keimbrot, das Sie bestellen können. Dabei handelt es sich zwar nicht um ein "echtes" naturbelassenes Keimbrot, das bei 50 Grad getrocknet wurde (da es ganz normal gebacken wird), doch ist es ein Kompromiss gerade für Menschen, die sich von liebgewordenen Gewohnheiten nicht gänzlich verabschieden möchten. Es kann ganz normal in Scheiben geschnitten und belegt werden.
Das echte Keimbrot hingegen ist kein Brot im herkömmlichen Sinne. Es liegt nicht in Form eines Laibes vor und kann daher auch nicht in Scheiben geschnitten werden. Stellen Sie sich das echte Keimbrot bitte wie Cracker vor. Da keine Backtriebmittel verwendet werden, geht es nicht auf, sondern bleibt fladenförmig. Da der Teig ferner nicht wie gewöhnlicher Brotteig klebt, werden nur kleine Fladen auf das Backbleck gelegt. Sie haben höchstens einen Durchmesser von 10 Zentimetern.
Konkrete Rezepturen zum Keimbrot haben wir noch nicht veröffentlicht. Das Buch von Elysa Markowitz "Leben mit Green Life" bietet hier hervorragende Ideen. Allerdings wird im Buch die Green Life-Saftpresse (die heute Green Star heißt) verwendet, also ein besonderes Küchengerät. Nichtsdestotrotz können die Rezepturen teilweise auch mit dem gewöhnlichen Mixer hergestellt werden.
Hier ein Beispiel (Roggen-Brotstangen): 2 Tassen Roggen und 1 Tasse Sonnenblumenkerne keimen lassen. Die Keimlinge mit dem Green Star oder einer anderen Küchenmaschine pürieren. Mit Kümmelpulver, Zwiebelpulver und Kräutersalz nach Geschmack würzen, zu kleinen Fladen oder Knabberstangen formen und bei niedrigen Temperaturen backen oder - noch besser - im Dörrgerät trocknen lassen.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
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Ich möchte gerne zu den untenstehenden Bedenken von Ina etwas sagen. Während der Keimung von Getrede werden durch die Schale(Aleuronschicht) die im Mehlkörper enthaltene Stärke und Eiweißmoleküle gespalten. Dabei wird das womöglich schhädliche Gluten abgebaut. dies ermöglicht dem Keimling sich von dieser zu ernähren, genauso wie dem Menschen!! Man kann dies mit einem Embryo vergleichen ;) Außerdem enthält der Keimling gesunde Fette.
Überall wird von dem erhöhten Minerialiengehalt in gekeimtem Getreide gesprochen. Welche aussagekräftigen Studien gibt es dafür? Sind Unterschiede zwischen den Substraten Erde und Wasser bekannt? Wie ist der höhere Gehalt an Mineralien zu erklären wenn nicht zusätzliche Mineralien durch das Substrat z.B. ERde aufenommen und verstoffwechselt werden? Bin gespannt auf Ihre Antwort und bedanke mich schon jetzt. Freundliche Grüße Ina
Liebe Ina,
vielen Dank für Ihre Mail.
Uns liegen keine Studien für die Erhöhung des Mineralstoffgehalts im Laufe des Keimprozesses (in Bezug auf Sprossen) vor. In David A. Phillips "Gesunder Boden, Gesunde Seele", Aurum-Verlag erscheint eine Tabelle, die bei der Mungbohne auf erhöhte Calcium-, Kalium-, Natrium-, Eisen- und Phosphorwerte beim Keimling im Vergleich zur trockenen Bohne hinweist. Allerdings gehen wir persönlich davon aus, dass die vorhandenen Mineralstoffe während des Keimprozesses aufgeschlossen werden und damit für den menschlichen Organismus erst optimal verfügbar werden.
Herzliche Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Ich bitte um eine Kontaktstelle in Hamburg Othmarschen
Liebe Bettina,
vielen Dank für Ihre Frage. leider können wir Ihnen keine Kontaktstelle nennen. Welche Fragen haben Sie? Bitte senden Sie uns eine Email unter diesem Link.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Hallo, An einem etwas wärmeren Tag habe ich letztens auch mal die Keimlings-Kräcker ausprobiert. Leider musste ich sie ganze 24 stunden liegen lassen bis sie trocken waren. Gerochen haben sie daraufhin sehr lecker, richtig würzig nach Kräutern. Beim Probieren waren sie zuerst auch ganz okay aber entwickelten nach einigem Kauen einen fiesen säuerlichen Nachgeschmack.
Jetzt wollte ich mal fragen ob das normal ist dass sie so schmecken, vielleicht aufgrund einer Zutat die enthalten ist. Ich habe hauptsächlich gehackte Walnüsse, etwas Mandeln und die vielen Leinsamen hinzu gegeben. Oder lag es vielleicht an der zu langen Trockenzeit wodurch die Kräcker säuerlich geworden sind? Ich fänd es wirklich schade wenn ich es dabei belassen würde und dem ganzen nicht nochmal einen Versuch gönnen würde. Wenn die Kräcker so schmecken wie riechen würden hätte ich überhaupt kein Problem :) Dann würde ich aber mal eine schnellere Trockenmethode wählen, vielleicht mit Heizung.
Was meinen Sie, soll ich es nochmal probieren? Viele liebe Grüße, Alina
Liebe Alina,
vielen Dank für Ihre Mail.
Die Trockenzeit war keineswegs zu lang. Normalerweise verhält es sich so, dass man die Fladen - je nachdem, wie trocken sie wurden - sehr lange bei Zimmertemperatur lagern kann, ohne dass Verderb einsetzt. Vermutlich hat bei Ihren Fladen eine Fermentation aufgrund von Milchsäurebakterien eingesetzt. Das ist oft der Fall, wenn die Trockentemperatur nicht hoch genug ist. Meist ist der leicht säuerliche Geschmack jedoch angenehm, erinnert eher an ein Sauerteigbrot, ist also keineswegs "fies". Darüber hinaus sind milchsauer fermentierte Speisen bekanntlich äusserst gesund und fördern eine gesunde Darmflora.
Doch gibt es vielerlei Mikroorganismen, die sich bei zu niedrigen Temperaturen ansiedeln können, so dass sich dadurch vielleicht der in Ihren Fladen entstandene unangenehme Geschmack erklären liesse.
Unter Umständen führten auch die Walnüsse zu einem seltsamen Geschmack. Als Basiszutat eignen sich insbesondere Mandeln oder Sonnenblumenkerne.
Zuverlässige Ergebnisse lassen sich im deutschen Klima entweder direkt über der Heizung (auf ein Kuchengitter legen, damit die warme Luft um die Fladen zirkulieren kann), in einem Dörrgerät oder im Backofen bei 50 Grad erzielen. Sie sollten es also in jedem Falle mit den genannten Tipps noch einmal probieren :-)
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Liebes ZDG,
wie lange dauert es ca. bis die Keimlingsfladen an der Luft getrocknet sind? Ich habe sie ohne zusätzliches Wasser püriert und ein wenig Salz und Kräuter hinzugefügt. Ich habe meine Keimlingsfladen 3 Stunden im Backofen bei 50°C getrocknet, aber mein Freund meinte das sei Energieverschwendung und hat den Ofen abgestellt :( Wo soll ich die Fladen am besten hinlegen, wenn ich sie an der Luft trockne? Die Heizung ist noch nicht an und Sonne gibt es im Moment auch nicht sehr viel...
Danke für Ihre Antwort!
Gruß Rita A.
Liebe Rita,
vielen Dank für Ihre Mail.
Eine Möglichkeit zum Trocknen der Keimbrote ist ein Dörrgerät. Dessen Energieverbrauch ist niedriger als der eines Backofens. An der Luft trocknen die Fladen nur an wirklich warmen Tagen.
Darüber hinaus könnten Sie Ihrem Freund mitteilen, dass Aktionen, die der Gesundheit dienen, enorm lohnende Investitionen, jedoch niemals Verschwendungen sind. Ferner dürfte der Stromverbrauch beim Trocknen der Fladen (3 Std. bei 50 Grad) nur unwesentlich über jenem liegen, der anfällt, wenn ein Brot 1 Stunde lang bei 180 bis 200 Grad gebacken wird.
Herzliche Grüsse
Ihr Team vom
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Hallo, Die getrockneten Essenerbrote werden ja auch von Henning Müller-Burzler als Heilnahrung propagiert. Er sagt aber, dass sich Salz und rohes Getreide im Magendarmtrakt nicht vertragen. Also ungebackene Keimbrote nie salzen. Wie stehen Sie zu dieser Aussage? Gruss M. Hafner
Hallo Herr/Frau Hafner,
vielen Dank für Ihre Mail.
Wer Probleme mit dem Verdauungssystem hat, kann einen Versuch wagen, ob der Tipp, Salz im Keimbrot zu meiden, dessen Verträglichkeit verbessert. Allerdings darf laut Herrn Müller-Burzler zur Zubereitung der Brote auch kein mineralienhaltiges Wasser verwendet werden, da auch diese Mineralien, die Aktivierungsenergie des gekeimten Getreides blockieren würden.
Unser Hinweis auf Keimbrote war jedoch nicht ausschliesslich für Menschen mit Gesundheitsproblemen gedacht, sondern auch für solche Menschen, die sich einfach gerne gesund ernähren möchten. Da Keimbrot ohne Salz für moderne Gaumen nicht übermässig verlockend ist, sind wir der Meinung, dass hier Salz durchaus seine Berechtigung hat, letztendlich aber natürlich jeder nach seinem Befinden entscheiden sollte.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
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Hallo und Guten Tag, ich habe Ihre Seite gerade entdeckt und mich schon ein bisschen eingelesen. Aktuell fällt mir bereits eine Frage zum Brot ein, ist Brot aus Keimlingen das Essener Brot und ist es somit basisch?!
Wie ist es außerdem, wenn ich aus Hirsemehl und Backpulver selbst Brot backe, ist es dann auch basisch, da Hirse ja grundsätzlich basisch bzw. basenbildend ist?
Wissen Sie außerdem, wie sich Stevia als Süßungsmittel verhält, ist es sauer (wie alle anderen künstlichen Süßstoffe) oder ist es vielleicht basisch, da es pflanzlich ist? Vielen Dank im Voraus für ihre Rückanworten.
MfG
Vielen Dank für Ihre Mail.
Bei dem von uns beschriebenen "Brot aus Keimlingen" handelt es sich um "Brot", dass aus einem Teig aus Keimlingen bereitet und hernach luft- bzw. sonnengetrocknet wird. Ziel ist hier nicht nur ein basisches Brot, sondern ein Brot, das uns - aufgrund der niedrigen Herstellungstemperatur und der Verwendung von Keimlingen anstatt von Mehlen - mit einer aussergewöhnlichen Vielfalt und Menge an Vitalstoffen, organischen Mineralien, Antioxidantien und Enzymen versorgt. Darüberhinaus ist der Gehalt an Kohlenhydraten eines solchen Brotes deutlich niedriger, da Keimlinge weniger zu den Getreiden als vielmehr zu den Gemüsen gehören.
Der Begriff "Essener Brot" war ursprünglich die Bezeichnung eines solchen Brotes. Inzwischen werden aber bereits Brote als Essener Brote bezeichnet, wenn sie nur mit ein paar Keimlingen dekoriert sind. Hier gilt es also beim Hersteller konkret nachzufragen, welche Zutaten bei welchen Temperaturen verarbeitet wurden - zumindest wenn man Wert auf ein echtes Essener Brot legt.
Wenn es Ihnen allein um ein geringeres Säurepotential geht, dann können Sie auch Brot aus Hirsemehl bereiten. Denken Sie jedoch daran, dass Hirsemehl allein kein günstiges Brotgetreide darstellt und das Brot aufgrund der fehlenden klebenden Eigenschaften der Hirse auseinanderfallen wird. Ein Rezept, das im Gegensatz zu den üblichen Hirserezepturen, die meist sehr viel Stärke oder Eier enthalten, fast ausschliesslich empfehlenswerte Zutaten enthält, ist dieses:
Rezept Basisches Brot mit Hirse
Stevia in Form des getrockneten Pflanzenpulvers ist in jedem Falle ein basisches Süssmittel. Doch auch das reine extrahierte Steviosid scheint in der Hauptsache basisch verstoffwechselt zu werden, so sorgt es zumindest dafür, dass im Mund der pH-Wert nicht sinkt und sich folglich auch keine kariogene Plaque an den Zähnen bildet - wie das beim Verzehr zuckerhaltiger Speisen der Fall ist.
Herzliche Grüsse
Ihr Team vom
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Ich muss sagen, dass ich diese Fladenbrotidee sehr interessant... Eine Frage stellt sich mir aber: Auf dieser Seite wird an anderer Stelle die Hirse ja als sehr gutes Getreide beworben. Kann man diese Fladenbrote auch aus Hirse? Im Internet finde ich sogar die Information, dass die ersten Fladenbrote der Menschheit aus Hirse gebacken (bzw. passender eher "getrocknet") worden seien... Aber lässt sich Hirse genauso keimen? Gibt da evt. für das Fladenbrot einen Nachteil, den ich gerade nicht berücksichtige? Und wenn es auch mit Hirse geht...gibt es von der Hirse auch irgendeine "Ur-Form", die empfehlenswerter ist, oder ist die normale Hirse bereits ein altes Getreide, weil - so laut Hirse-Artikel - erst sein kurzen wieder Einzug hält?
Hallo Marcus,
vielen Dank für Ihre Mail.
Ja, natürlich können Fladenbrote auch aus Hirse zubereitet werden. Allerdings kann man die Hirse in den meisten Fällen nicht mehr keimen lassen, da sie - als Lebensmittel für den Menschen - geschält in den Handel kommt (Hirse im Vogelfutter ist ungeschälte Hirse). Aus Hirse kann also kein Keimbrot mehr bereitet werden. Die Hirse muss folglich zunächst gemahlen werden. Denkbar wäre aber auch, die Hirse als ganzes Korn zu kochen und dann mit etwas Hirsemehl oder gemahlenen Sonnenblumenkernen zu einem Teig zu verarbeiten und schliesslich zu trocknen oder zu backen. Hier müssten Sie einfach etwas experimentieren.
Hirse ist die älteste kultivierte Getreideart des Menschen. Eine Ursorte ist uns nicht bekannt. Von der Hirse gibt es jedoch - je nach Region - sehr viele verschiedene Sorten.
Herzliche Grüsse
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Hallo, ich habe noch so einige Fragen.
Mein Versuch das Korn keimen zu lassen ist nämlich fehl gelaufen, hat am 2ten Tag schon verdorben gerochen. Ich muss sagen, ich hatte aber auch SEHR viel Korn in der Metallschüssel und Licht war auch nicht unbedingt vorhanden. Könnten sie die Keimbedingungen genau beschreiben? Und wie ist es mit den 50Grad im Backofen, da gehen sie Enzyme doch auch verloren? Wirkt sich das Trochnen in der Mittagssonne nicht auch negativ aus? Und wenn ich Brot bei heißen Temperaturen backe wie 200Grad, was bleibt an Gesundem noch vorhanden?
Hallo Olga,
vielen Dank für Ihre Mail.
Die Anleitung für Sprossenzucht finden Sie u. a. in diesem Artikel: Sprossen - im Abschnitt "Sprossen-Anzucht ist kinderleicht". Licht ist nicht nötig, da das Korn für Keimbrot keine Sprossen bilden muss, sondern nur ankeimen soll. Sie können das Korn also bereits verwenden, auch wenn Sie noch keinen Spross erkennen, das Korn aber Zeit hatte (mind. 24 - 36 Stunden lang), sich mit Wasser vollzusaugen, so dass der Keimprozess in Gang kam.
Die meisten Enzyme gehen ab 50 Grad verloren. In der Mittagshitze im Hochsommer sollte das Keimbrot natürlich nicht in der Sonne getrocknet werden. Das kann man jedoch einfach regeln, indem man das Brot in den Halbschatten stellt.
Nach Backtemperaturen verliert das Brot seine Lebendigkeit und sämtliche hitzeempfindlichen Vitalstoffe. Mineralien und Spurenelemente bleiben erhalten.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
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Hallo,durch welche Lebensmittel kann man Brot am besten ersetzen? Ich arbeite täglich min 8 Stunden und ich brauche etwas ,was auch satt macht. Vielen Dank!
Hallo Wioletta,
vielen Dank für Ihre Mail.
Es gibt viele Möglichkeiten, "normales" Brot zu ersetzen, z. B. mit Keimbrot, mit Quinoa, mit Hirse, mit Kartoffeln, mit Nüssen und Mandeln, mit Sonnenblumenkernen oder Kürbiskernen. Gerade das im Text erwähnt Keimbrot lässt sich auch mit Nüssen und Kernen herstellen.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
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