Babynahrung


Hersteller von Babynahrung verschweigen den gesundheitlichen Aspekt des Stillens und stellen ihre Produkte als gleichwertig dar.

Babynahrung - Die miesen Tricks

"Wenn Ihr Leben so verbittert wäre wie meins, und Sie Tag für Tag dieses Massaker an unschuldigen Kindern durch eine völlig ungeeignete Ernährung mit ansehen müssten, dann glaube ich, würden Sie genau wie ich empfinden: Diese fehlgeleitete Propaganda über Säuglingsnahrung sollte als Mord an den Kindern betrachtet werden. Jeder, der aus Unwissenheit oder auch leichtfertig dafür sorgt, dass ein Baby mit ungeeigneter Nahrung gefüttert wird, kann an dem Tod des Babys für schuldig befunden werden."- Dr. Cicely Williams, Milk and Murder , 1939

Babynahrung Mir schmeckt das nicht!

Ein schmutziges Geschäft

Die Hersteller von Babyfertignahrung setzen jährlich Milliarden um. In diesem Geschäft geht es um viel Geld, aber nicht um die Gesundheit der Kinder. Obwohl das Stillen einen außergewöhnlichen Nutzen für die Säuglinge und auch für die Mütter hat, wird es untergraben. Und obwohl wissenschaftliche Studien die Überlegenheit der Muttermilch eindeutig belegen, wird das Füttern der Babys mit der Flasche immer mehr zur Normalität.

Durch die aggressive Werbung für die Babyfertignahrung wird den Müttern suggeriert, dass die Fertignahrung der Muttermilch gleichwertig ist. Der positive Effekt des Stillens für die Gesundheit der Mütter wurde ignoriert. Überall auf der Welt werden knappe Ressourcen für die Herstellung von Fertignahrung verwendet, obwohl das Geld weitaus sinnvoller eingesetzt werden könnte.

Der politische Einfluss

Hersteller von Säuglings- und Kleinkindernahrung nehmen immer mehr Einfluss auf die öffentliche Gesundheitspolitik und haben zudem die Ärzteschaft zu ihrem Diener gemacht. Während sie einen Teil der Werbung, die speziell auf die Mütter abzielte, in den Massenmedien eingeschränkt haben, kauften sie gleichzeitig Sendezeit und Programme, um Propaganda gegen das Stillen zu führen.

Sie haben dem Internationalen Kodex für die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten der WHO/UNICEF zwar widerwillig zugestimmt, haben diesen jedoch nach und nach gekürzt. Trotzdem beschweren sie sich immer noch, dass dieser zu restriktiv ist. Durch die World Trade Organisation sammeln sie noch mehr Macht an. Trotz des Kodex und trotz der Bemühungen von Tausenden, die für das Stillen eintreten, floriert der Markt mit der Säuglingsanfangsnahrung. Die entsprechenden Unternehmen wachsen, und die Gewinne nehmen immer weiter zu.

Der WHO / UNICEF Kodex für die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten

Ziel des Kodex ist es, an der Bereitstellung einer sicheren und angemessenen Ernährung für Säuglinge mitzuwirken und zwar durch den Schutz und die Förderung des Stillens und durch die ordnungsgemäße Verwendung von Muttermilchersatz, wenn diese erforderlich ist. Dies soll auf der Grundlage angemessener Informationen erfolgen.

Beim Kodex geht es hauptsächlich um folgende Bestimmungen:

  • Keine Werbung für Muttermilchersatzprodukte
  • Keine Gratisproben von Muttermilchersatz für Mütter
  • Keine Werbung für Produkte durch Einrichtungen des Gesundheitswesens
  • Keine Geschenke oder persönliche Proben für Angestellte im Gesundheitswesen
  • Keine Texte oder Bilder, die industriell hergestellte Nahrung idealisieren, einschließlich Bilder von Kindern auf den Etiketten der Produkte
  • Informationen für die Angestellten im Gesundheitswesen sollte wissenschaftlich und sachlich sein
  • Alle Informationen über industriell hergestellte Nahrung, einschließlich der Etiketten, sollten über die Vorteile des Stillens sowie über die Kosten und Risiken im Zusammenhang mit industriell hergestellter Ernährung aufklären
  • Ungeeignete Produkte, wie z. B. gesüßte Kondensmilch, sollten nicht beworben werden
  • Alle Produkte sollten von hoher Qualität sein und die klimatischen, sowie die Lagerbedingungen des jeweiligen Bestimmungslandes berücksichtigen

Gewinne maximieren heißt die Devise

Babynahrung ist ein Milliarden Geschäft


Das Hauptziel der Ernährungsindustrie ist es, ihre Gewinne durch wachsende Märkte zu maximieren, den Nutzen der Produkte zu erhöhen, die Entwicklung neuer Produkte sowie die Verlängerung der Nutzungsdauer. Die Gier dieser Unternehmen scheint unersättlich. Es ist klar, dass Stillen aus Sicht der Säuglingsnahrungs-Hersteller nicht gut zu heißen ist. Die Babynahrungs-Industrie (einschließlich der Herstellung von Flaschen und Saugern) ist ein Milliarden-Geschäft mit einer enormen Gewinnspanne und brutalem Wettbewerb zwischen den einzelnen Unternehmen.

Die Unternehmen investieren nur, um ihre Gewinne zu maximieren. Die Hersteller von Säuglingsnahrung geben Gelder an Ärzte, Krankenschwestern, Studenten und medizinische Abteilungen der Pädiatrie weiter und zwar für Forschung, Ausrüstung, Geschenke, Vergütungen, Konferenzen, Reisen und Veröffentlichungen, mit dem Ziel, dass ihre Produkte entsprechend befürwortet und bei der Zielgruppe beworben werden.

Die Gesundheit der Babys scheint keine hohe Priorität zu haben. Die meisten der Zutaten in Säuglingsanfangsnahrung sind unglaublich billig. Milchpulver macht nur ein Sechstel der Gesamtkosten aus. Isoliertes Soja-Protein ist noch billiger

Welche Stoffe enthält Säuglingsanfangsnahrung?

  • Maissirup: enthält Glucose. Muttermilch dagegen enthält Lactose als wichtigstes Kohlenhydrat. Nicht jede Säuglingsanfangsnahrung enthält Lactose
  • Saccharose: enthält keine Laktose. Das ist der falsche Zucker für Babys
  • Sojaöl: Dieses Öl ist ein stark verarbeitetes Öl unter Verwendung von hohen Temperaturen und Chemikalien, es ist gebleicht und desodoriert. Es kann zudem sehr schnell ranzig werden
  • Molkeprotein: durch die Hochtemperatur-Verarbeitung können die empfindlichen Molkenproteine zerstört werden. Kuh-Milch ist für Kinder ohnehin nicht zu empfehlen
  • Isoliertes Sojaprotein: hoch verarbeitet, enthält Phytoöstrogene, die sich negativ auf die hormonelle Entwicklung der Babys auswirken sowie die Schilddrüsenfunktion herabsetzen#+ können. Es verfügt nicht über den GRAS-Status.
  • Carrageen: extrem schwer verdaulich. Carrageen ist eine der häufigsten Ursachen für Verdauungsstörungen bei Säuglingen, die Fertignahrung erhalten. Bei Ratten verursachte Carrageen Leberprobleme und verzögertes das Wachstum.
  • Soja-Lecithin: wird aus Sojaöl-Rückständen gewonnen. Kann hohe Mengen an Pestiziden enthalten.
  • Synthetische Vitamine: haben oft die gegenteilige Wirkung von natürlich vorkommenden Vitaminen in Lebensmitteln. Den synthetischen Vitaminen fehlen also die natürlichen Begleitstoffe, die unserem Organismus bei der optimalen Verwertung und kontrollierten Aufnahme, das heißt wohldosierten, behilflich sind. Es kann rasch zu einer Überversorgung kommen, wodurch das Immunsystem gestört werden kann.
  • Freie Glutaminsäure und Asparaginsäure: Neurotoxine, die während der Verarbeitung von Milch- und Sojaprotein-Pulver entstehen. Besonders hohe Werte findet man in hypoallergener Fertignahrung.

Hinter die Kulissen der USA geschaut

Säuglingsmilchnahrung basiert auf industriell verarbeiteter Kuhmilch oder stark verarbeitetem Soja-Protein. Dennoch war die Säuglingsnahrungs-Industrie in der Lage, die FDA zu überzeugen, Säuglingsnahrung als Lebensmittel und nicht als Medikament einzustufen. So unterliegt sie einer weniger strengen Überprüfung.

Die FDA erlaubt den Einsatz von isoliertem Soja-Protein in Soja-basierter Säuglingsnahrung, obwohl dieses nicht dem Generally Recognized as Safe-Status (GRAS) vereinbar ist. Dieser Status wird von der FDA für Substanzen vergeben, die allgemein als sicher angesehen werden. Das gilt besonders für Substanzen, die für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind, wie beispielsweise Nahrungszusätze oder Medikamente.

Die Unternehmen nehmen Einfluss auf die Auswahl der Delegierten, die an den internationalen Konferenzen für Säuglingsnahrung teilnehmen - einschließlich derer, die von der WHO gesponsert werden. Sie erstellen spezielle Angebote für Muttermilchersatzprodukte, die auch zur Abhilfe des Hungerproblems beitragen sollen. Dafür verlangen sie jedoch, dass ihr Logo verwendet wird. So wird jede Gelegenheit genutzt, um die Werbung für ihre Produkte auszudehnen.

Regierungen profitieren von zweifelhafter Säuglingsnahrung

Babynahrung ist ein Milliarden Geschäft



Es gibt finanzielle Anreize für Regierungen, Säuglingsnahrung zu importieren. Zusätzliche Einnahmen durch Umsatzsteuern und Einfuhrzölle sind jederzeit willkommen. In Simbabwe werden die Einnahmen für die Regierungen durch die Umsatzsteuer auf eingeführte Säuglingsnahrung sowie die 10 Prozent Einfuhrzoll generiert. So profitieren auch die Regierungen von den Gewinnen, wenn die Mütter auf das Stillen verzichten.

Die Hersteller von Säuglings- und Kleinkindernahrung haben spezielle Kontakte in den Abteilungen für Ernährung und Kindergesundheit innerhalb der verschiedenen Regierungen, die als deren Befürworter agieren und die sich um den Namen und die Interessen des jeweiligen Unternehmens kümmern. Die Unternehmen bezahlen den Delegierten die Teilnahme an internationalen Ernährungskonferenzen, damit sie in deren Interesse abstimmen.

Hersteller beeinflussen das Lehrmaterial

Die Hersteller und ihre Vertreter mischen sich sogar in die Produktion von Lehrmaterialien zum Thema Stillen ein. So hat z.B. die Firma Nestlé ein Schreiben an den amerikanischen Gesundheitsminister gerichtet und diesen aufgefordert, eine beliebte Publikation über "Perspektiven für die Mutter-Kind-Ernährung", aus dem Verkehr zu ziehen, da sie deren Einfluss fürchteten. Der Bericht sei "unwissenschaftlich", behaupteten die Hersteller. In diesem Fall blieben ihre Anstrengungen erfolglos, da eine Überprüfung des Sachverhalts durch führende Autoritäten auf diesem Gebiet stattgefunden hatte.

In Simbabwe, wurde die Herausgabe einer das Stillen propagierenden Veröffentlichung "Baby Feeding", die von UNICEF finanziert wurde, verzögert und zwar wegen der Lobbyarbeit von Nestlé. Der Generalstaatsanwalt hat dennoch schließlich angeordnet, diese zur Veröffentlichung freizugeben. Es ist allerdings nicht bekannt, wie viele solcher Veröffentlichungen erfolgreich blockiert wurden.

Mit Drohungen werden Regierungen gefügig gemacht

Als eine Gruppe stillender Mütter in Guatemala gegen die Verwendung von Babybildern auf Gerber-Babynahrung (Nestlé-Konzern) protestierte, versuchte Gerber, die nationale Stillkommission zu bestechen. Als das nicht funktionierte, wurde die Regierung bedroht. Wenn Guatemala es ihnen nicht ermöglicht, ihr Recht auf freien Handel auszuüben, würden sie ihr Unternehmen aus dem Land zurückziehen, so die Drohung von Gerber. Aufgrund dessen wurde dem Willen des Unternehmens nachgegeben.

Nahrungsmittelhersteller kontrollieren sich selbst

Das australische Bundesamt für Verbraucherschutz und mehrere Hersteller für Säuglingsnahrung haben eine Marketing-Vereinbarung getroffen, die angeblich auch die Bestimmungen des Kodex mit einschließen. Aber dem Gremium, welches gegründet wurde, um das Marketing von Säuglingsnahrung in Australien zu überprüfen, gehören auch Vertreter der Nahrungsmittel-Unternehmen an, die eigentliche kontrolliert werden sollten. Die Philippinen haben zwar einen starken nationalen Kodex, der das Marketing von Säuglingsnahrung beschränkt, doch unternimmt die Regierung nichts in Bezug auf die schamlosen Verletzungen der Vorschriften durch die Nahrungsmittelhersteller.

AIDS - eine willkommene Erkrankung

Eines der gravierendsten Beispiele für das Funktionieren der Werbemaßnahmen für die Säuglingsanfangsnahrung ist das aktuelle Dogma, dass HIV-positive Mütter nicht stillen sollten. Trotz der unvollständigen und widersprüchlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Übertragung von HIV durch das Stillen, haben die Unternehmen die HIV-Epidemie als eine Gelegenheit benutzt, die Säuglingsanfangsnahrung auch in der Dritten Welt einzuführen. Für die Hersteller der Säuglingsnahrung stellt AIDS eine hervorragende Gelegenheit dar, ihre Gewinne noch weiter in die Höhe zu treiben.

Die Hersteller der Säuglingsnahrung haben die Aids-Forschung, die 1996 auf der Internationalen Aids-Konferenz in Vancouver vorgestellt und auf der Titelseite der New York Times veröffentlicht wurde, dazu benutzt, um Druck auf UNICEF auszuüben. UNICEF sollte die Säuglingsanfangsnahrung für Babys mit HIV-positiven Müttern befürworten.

Die Industrie hat diese Forschung unterstützt, obwohl die Forschungsergebnisse noch nicht veröffentlicht worden waren. Der Autor des New York Times-Artikels hatte zwar sechs Experten zum Thema Stillen interviewt, allerdings nie über deren Ansichten berichtet. Stattdessen hat der Autor die Meinung der Stillgegner veröffentlicht, wie z.B. die von Thad Jackson, einem Immunologen und früherem Vollzeit-Mitarbeiter von Nestlé, der heute immer noch als Berater für diesen Konzern tätig ist. Der Bericht war daher sehr einseitig. Der WHO und der UNICEF wurde anschließend unterstellt, sich nicht um das Wohl der der Dritte-Welt-Kinder zu kümmern.

Eine Studie aus Durban zeigt, dass es bei HIV-infizierten Kindern keinen Unterschied macht, ob die Kinder bis zu einem Alter von 6 Monaten ausschließlich gestillt oder ausschließlich mit Säuglingsanfangsnahrung gefüttert wurden. Leider berichtet kein Lobbyist über diese positiven Nachrichten.

Fragwürdige Zertifikate

Es gibt unzählige weitere Beispiele für die unglaubliche Einflussnahme der Hersteller von Säuglings- und Kleinkindernahrung in wichtigen Kontrollbereichen. Bei der Internationalen Ernährungskonferenz (INC) in Genf haben die Hersteller die Tagung systematisch infiltriert. Die Empfehlungen der INC mussten im Geheimen formuliert werden und wurden erst in der Plenarsitzung - zur Überraschung der Babynahrungshersteller - öffentlich gemacht.

Der neueste Trick von Nestlé ist es, sich eine Bestätigung von den Regierungen geben zu lassen, dass sie den Anforderungen des Kodex gerecht wurden. Nestlé stellt "Zertifikate der Übereinstimmung mit dem Kodex" zur Verfügung, die von den jeweiligen Regierungs-Repräsentanten nur noch zu unterzeichnen sind. Dies ist bereits in Panama City geschehen und Nestlé drängt weitere lateinamerikanische Regierungen zur Unterzeichnung dieser so genannten Zertifikate.

Die Regierung der Provinz Western Cape in Südafrika steht ebenfalls unter diesem Druck. Allerdings scheint diese Strategie von Nestlé, nach Aussagen des Internationalen Aktionsnetzwerks für Babynahrung (IBFAN), nach hinten loszugehen, da eine wachsende Anzahl von Regierungen die Gelegenheit wahrnimmt und die Unzulänglichkeiten von Nestlé aufdeckt.

Das südafrikanische Gesundheitsministerium bat Nestlé, die Etiketten auf einigen Produkte zu ändern, da diese die Beikost bereits ab dem 4. bis 6. Monat nahe legen, obwohl die WHO diese erst ab einem Alter von 6 Monaten empfiehlt. Das Gesundheitsministerium beklagt außerdem, dass sich in verschiedenen Kliniken - trotz des Verbotes - Werbeplakate sowie frei zugängliche Broschüren der Firma Nestlé befanden, die den Verkauf ihrer Produkte förderten.

Psychologie im Einzelhandel

Die Hersteller der Säuglingsnahrung kaufen eine ganze Regalfläche und überschwemmen die Geschäfte mit Babynahrungsprodukten, Plakaten und Werbematerialien, die die Produkte in Verbindung mit den Markennamen in ein besonders positives Licht stellen. In den Supermärkten auf den Philippinen findet man beispielsweise praktischerweise direkt neben der Säuglingsnahrung mit entsprechenden Werbebroschüren ein Regal mit Mitteln gegen Durchfall, da dieser auftreten kann, wenn die Babynahrung mit unsauberem Wasser zubereitet wird. Mittlerweile wird auch Flaschenwasser für die Herstellung der Babynahrung angeboten, trotzdem wird damit bei weitem nicht die immunologische Wirkung der Muttermilch erreicht.

Für Kinder, die auf Kuhmilch allergisch reagieren, gibt es Babynahrung auf Sojabasis. Wie immer werden die Gefahren im Zusammenhang mit der Verwendung dieser Produkte vehement bestritten oder heruntergespielt. In einigen amerikanischen Supermärkten findet sich am Regal, in dem die Säuglingsanfangsnahrung steht eine Kennzeichnung: "Empfohlen von WIC", dem amerikanischen Regierungsprogramm für Frauen, Säuglinge und Kinder. Auf diese Weise benutzen die Hersteller von Babynahrung Regierungsprogramme zur Förderung ihrer Waren.

In Australien konnte man bislang Werbematerialien der Säuglingsnahrungs-Hersteller nur in einigen Apotheken finden. Mittlerweile bieten aber Unternehmen wie Mead Johnson den Apotheken spezielle Kaufanreize. Seit einiger Zeit sind auch Supermärkte zu regelrechten Babynahrungs-Zentren geworden, die durch groß angelegte Werbung an ausgesuchten Standorten Botschaften gegen das Stillen vermitteln. Apotheken befinden sich nun im Wettbewerb mit den Supermärkten, um ihren alten Marktanteil bei zu behalten.

Die Machenschaften der Ärzte

Krankenhäuser, Kliniken, Entbindungsstationen und Ärztezimmer sind zu Verkaufszentren geworden. Die Vertriebsmitarbeiter gehen mit ihren Produkten tatsächlich auf die Stationen, um dort ihre Produkte mit irreführenden Aussagen zu vermarkten. In einem Krankenhaus in Ost-London, das hauptsächlich Süd-Afrikaner versorgt, wurde den Krankenschwestern von den Vertretern der Firma Abbott gesagt, dass Similac® keine Fertignahrung, sondern ein Ergänzungspräparat für Frühchen sei. Die Mütter glauben dann, dass diese Produkte besser sind als Muttermilch.

Ärzte verteilen Proben der Babynahrung und versorgen die Mütter mit Informationsmaterialien. Sie verteilen auch Videos zum Thema Stillen, die von den Herstellern der Babynahrung produziert wurden. Es konnte nachgewiesen werden, dass 93 Prozent der Mütter, die diese kostenlosen Muster erhalten hatten, bei der jeweiligen Marke bleiben.

Das von der amerikanischen Regierung geförderte WIC-Programm und ähnliche Ernährungsprogramme dienen der Absatzförderung von Säuglingsanfangsnahrung. Dadurch werden Mütter auf eine bestimmte Marke eingestimmt. Teilnehmer am WIC-Programm erhalten nur genug Babynahrung, um ein 9 Pfund schweres Baby zu füttern. Braucht das Baby mehr, müssen die Mütter den Rest selbst kaufen. Wären die Mütter nicht von der Anfangsnahrung überzeugt worden, hätten sie ihre Kinder durch das Stillen kostenlos versorgen können.

Krankenhäusern erhalten enorme Summen für die Empfehlung eines bestimmten Markenproduktes. Obwohl den Händlern der Zutritt zu den Entbindungs- und Säuglingsstationen nicht gestattet ist, kommen sie regelmäßig dort zu Besuch. In Südafrika benutzt die Firma Abbott ihr Produkt Formance®, das fälschlicherweise bei schwangeren Frauen mit größeren Babys beworben wird, um Zugang zu pränatalen und postnatalen Patientinnen zu bekommen. Diese Praxis wird durch den Kodex nicht untersagt.

Ärzte werden bezahlt

Beschäftigte im Gesundheitswesen haben eine besondere Verantwortung für den Erfolg oder Misserfolg des Kodex. Sie sind jedoch häufig das Ziel von Werbemaßnahmen, ohne es bewusst wahrzunehmen. Einrichtungen des Gesundheitswesens werden von den Unternehmen häufig zur Absatzförderung ihrer Produkte genutzt.

Es ist durchaus üblich, dass die Vertreter der Herstellerfirmen Karteikarten über Ärzte führen, die Informationen über ihre Geburtstage sowie weiterer persönlicher Daten enthalten. Kinderärzte mit einer großen Praxis, die bestenfalls auch noch Lehrveranstaltungen durchführen , werden als Typ A klassifiziert und erhalten besondere Aufmerksamkeit.

Die Vertreter der Industrie nehmen an medizinischen Tagungen, Ernährungskonferenzen sowie an Stillseminaren teil und finanzieren viele davon. Besonders erwähnenswert ist, dass bei Tagungen der Babynahrungs-Hersteller keine Ärzte anwesend sind, die nicht auf deren Gehaltsliste stehen. Es sei denn, spezielle Expertenmeinungen sind gefragt.

Bei einem Kodex-Treffen von Beschäftigten im Gesundheitswesen in Capetown waren 10 Vertreter der Babynahrungs-Hersteller anwesend, um das, was über den Kodex gesagt wurde, zu untergraben und für Irritation zu sorgen. Außerdem nahmen Befürworter von Nestlé an dem Treffen teil, die von dem Unternehmen finanziell unterstützt wurden bzw. Geschenke erhalten hatten.

Angst verkauft

Babynahrung Gesundheitliche Aspekte des Stillens werden verschwiegen!

Die Hersteller der Säuglingsanfangsnahrung lassen Informationsmaterialien erstellen, die die Mitarbeiter im Gesundheitswesen aufklären sollen. Eine dieser Publikationen gibt einen Überblick über die verschiedenen Methoden zur Fütterung und beinhaltet die Argumentation, dass die Anfangsnahrung dieser Marke genauso gut ist wie Muttermilch. Wissenschaftliche Studien, die die Unzulänglichkeiten der Muttermilch aufzeigen, werden vermittelt, aber niemand spricht über die Möglichkeit, die Ernährung der Mütter zu verbessern. Das Ziel ist es, Angst unter den (werdenden) Müttern zu verbreiten und so die Säuglingsanfangsnahrung zu verkaufen.

Die Unternehmen setzen ihr Geld sehr gezielt ein. Die amerikanische Vereinigung der Kinderärzte (AAP) erhält $ 1 Million pro Jahr von den Herstellern der Babynahrung. Außerdem erhielt sie $ 8 Millionen für ihren Baufonds. Nach dieser Zuwendung hat die AAP ihre Einwände gegen die Soja-basierte Babynahrung fallen gelassen. Die Unternehmen zahlen für Konferenzen und Messen, für besondere Gäste, sie sponsern die Forschung, Fachzeitschriften, Veröffentlichungen und Stipendien. Es gibt jedoch auch einige Gruppen, die diesem Angebot widerstehen. So hat z.B. die indische Vereinigung der Kinderärzte kein Geld von den Herstellern angenommen.

Die Macht der Medien

Die Unternehmen haben Zugang zu den Medien und nutzen ihn zu ihren Gunsten. Sie nutzen wie z.B. im Wall Street Journal, der Time oder der New York Times, um das Stillen zu untergraben.
Das Internet hat sich zu einem sehr wichtigen Marketing-Instrument entwickelt und die Hersteller der Säuglingsnahrung nutzen es daher ebenfalls zum Verkauf ihrer Produkte. Sie organisieren auch Ernährungskurse für Eltern-Kind-Gruppen, wobei der Schwerpunkt dieser Kurse auf "richtiger" Säuglingsernährung liegt.

Das Eisen- "Problem"

Ein weiterer Trick der Babynahrungs-Hersteller ist, das Thema Eisenmangel aufzubauschen. Die Muttermilch enthält nur eine sehr geringe Menge an Eisen, daher bewerben sie die mit Eisen angereicherte Säuglingsnahrung.

Kleinkinder, die diese Fertignahrung erhalten hatten, nahmen 22 mal so viel Eisen auf wie gestillte Säuglinge. Dadurch erhöht sich das Risiko für eine Eisenspeicher-Krankheit mit all ihren Folgen deutlich. Den wohl einzigen Vorteil hatten die Hersteller, da die mit Eisen angereicherte Nahrung entsprechend teurer war, als die ohne diesen Zusatz.

Interessanterweise wurden 77% der Studien, die den wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit der Eisen-Supplementierung erbringen sollten, wurden von der Industrie finanziert.

Muttermilch enthält aus mindestens zwei Gründen wenig Eisen:

  • Der niedrige Eisenspiegel in der Muttermilch trägt zu ihrer antiviralen Wirkung bei.
  • Eisen konkurriert bei der Absorption mit Zink. Der Säugling benötigt jedoch viel Zink für die Entwicklung seines Gehirns und Nervensystems.

In den traditionellen Gesellschaften wurde daher das Nabelschnurblut dem Säugling direkt zugeführt, bevor die Nabelschnur abgebunden bzw. abgeschnitten wurde. Dadurch konnte das Kind mit eisenreichem Blut versorgt werden. Anschließend, etwa in einem Alter von 4-6 Monaten, erhielt das Baby seine erste feste Nahrung, in der Regel eisenreiche Leber, die die Mutter sorgfältig vorgekaut hatte.

Mit Eisen angereicherte Fertignahrung kann zu Verstopfung und zu einer Blockade der Zinkaufnahme führen und sollte deshalb auf keinen Fall verwendet werden. Eltern sollten darauf bestehen, dass ihr Baby sein Nabelschnurblut bekommt und die Ernährung dann ab dem 4. Monat mit zerkleinerter Leber und Eigelb anreichern. Auch die Mütter sollten während der Stillzeit für eine eisenreiche Ernährung sorgen, damit die Eisenspeicher wieder aufgefüllt werden, die durch die Geburt geleert worden sind und um dadurch eine Anämie zu verhindern.

Die Möglichkeiten der Verbraucher

So mächtig wie diese Unternehmen auch zu sein scheinen, können sie doch durch die Kräfte des Marktes gezwungen werden, sich in einer Art und Weise zu benehmen, die mit den menschlichen Bedürfnissen übereinstimmt, keinen Schaden anrichtet und bei dem Aufbau einer besseren Zukunft für unsere Kinder hilft.

Wir brauchen ein System, das die Regelungen für die Unternehmen verbindlich werden lässt und die Gesundheit von Müttern und Babys schützt. Evidenz-basierte-Studien sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass Babynahrung nicht gesundheitsschädlich ist und dass die Angaben, die zu diesen Produkten gemacht werden, auch fundiert sind.

Wir müssen den Stellenwert des Stillens wieder in den Vordergrund stellen und Mutterschaftsansprüche sichern. Die Gesellschaft muss den Wert der Mütter erkennen und diese entsprechend unterstützen. Aber vor allem müssen die Frauen selbst wieder ihre einzigartige Fähigkeit zu stillen würdigen und für ihre Rechte eintreten.

Über die Autorin

Dr. Naomi Baumslag ist Klinische Professorin für Pädiatrie an der Georgetown University Medical School, und Präsidentin des Women's International Public Health Network, Bethesda, MD.

Quelle

Siehe auch: Nestle-Kritik



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(24)

Tante Ju
geschrieben am: Donnerstag, 26. Januar 2012, 00:12
eMail-Adresse hinterlegt


Ich habe mein Kind anderthalb Jahre gestillt, dann hatte ich das Gefühl, dass die Brust nur noch zum Spielen benutzt wird... und irgendwie wurde es dann nervig, und ich habe abgestillt. Mein Kind mochte anschließend und auch während der Stillzeit so gut wie nie andere Milchprodukte (kein Grießbrei, kein Milchreis, kein Pudding). Seltsamerweise kam im Alter von 6-7 Jahre eine Phase, wo meine Tochter 5-6 pure Joghurt pro Tag gegessen hat. Ebenfalls hat sich mein Kind beharrlich geweigert, aus Flaschen zu trinken, selbst wenn nur Tee drin war, und Schnuller wurden umgehend ausgespuckt. Es hat auch ein paar Fertiggläschen gegessen irgendwann mal, aber nicht viele, das war eher einer Notlösung.

Ich möchte jetzt kein Moralapostel sein, aber was ich eigentlich sagen wollte, war Folgendes: Wer ein Kind in die Welt setzt, sollte sich darüber im klaren sein, dass das Ego im diesen Augenblick etwas zurücktreten sollte. Ich habe 27 Monate keinen schwarzen Tee getrunken, keinen Kaffee, keinen Alkohol und aufgehört zu rauchen (weitestgehend, hin und wieder habe ich in Abständen von Wochen oder Monaten eine Zigarette geraucht, ist blöd ich weiß, aber das ist mir wirklich sehr schwer gefallen - obwohl ich sagen muß, dass ich sie oft nicht zu Ende geraucht habe, weil ich sie einfach nicht mehr vertragen habe). Rückblickend gesehen möchte ich diese Stillzeit nicht missen. Es war ein sehr schönes Gefühl, ein kleines saugendes Wesen mit Muttermilchbart an der Brust zu haben, schmatzend, sabbernd und glucksend. Und ich denke, es war ein sehr schönes Gefühl für mein Kind.

Ich habe nachts durchgeschlafen und mein Kind auch, denn es schlief immer bei mir und konnte trinken wann es wollte. Es fand die Brust eigentlich von alleine auch Nachts im Dunkeln. Kein Streß mit nächtlichem Schreien, mit Aufstehen, mit Milchmachen. Wunderbar. Auch tagsüber gab es nichts Besseres. Kein Mitschleppen von Brei, Milch, Saugern, Fläschchen etc. etc. - denn die Brust hat man ja immer dabei :-) Und Hängebrüste kriegt man davon auch nicht...Immunstoffe werden z.T. weitergegeben, was will man mehr? Die Stillzeit ist eine besondere Zeit, so meine bescheidene Meinung. Ich finde es persönlich sehr schade, dass Mütter, die ausreichend gute Milch hätten und denen das Stillen keine Probleme bereitet wie Brustentzündung etc., nicht stillen WOLLEN, aus was für Gründen auch immer - sowohl Mutter als auch Kind entgeht etwas, denke ich... und zwar mehr als nur die eigene Milch.

Eines der schönsten Erlebnisse war, als mein Bambini herausgefunden hat, dass durch Drücken und Kneten der Brust wunderbare Milchfontänen entstehen, wenn man gerade nicht selber trinkt. Ich hab mich halb tot gelacht, weil die erste Fontäne mitten ist Gesicht ging...okay, dass wird fast zu intim...aber Fazit: Stillen kann schön sein, und gemütlich, und erspart einem viel Streß...dem Kind auch. Und selbstgemachte Kindernahrung ist eigentlich viel billiger als fertig gekaufte, und wenn man\'s gescheit macht eben wahrscheinlich auch gesünder.


Susanne
geschrieben am: Samstag, 05. November 2011, 15:32
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Hallo liebes Team des Zentrums der Gesundheit, Ich möchte meinen Sohn (11 Monate) und mich gern milchfrei ernähren. Ihr empfehlt, Babys bis zum 2. Lebensjahr zu stillen. Was mache ich aber wenn ich nicht mehr stillen kann? Liebe Grüße,




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Susanne,
vielen Dank für Ihre Mail.
Ein Baby kann ab dem Zeitpunkt wunderbar milchfrei ernährt werden, ab dem es sich abstillt. WANN ein Baby keine Muttermilch mehr möchte, ist von Baby zu Baby verschieden. Manche Kinder brauchen mit einem Jahr die Brust nicht mehr, andere möchten noch mit drei Jahren gestillt werden.

Es lässt sich also nicht pauschal festlegen, wie lange Babys auf Muttermilch angewiesen sind. Falls Sie Ihrem Sohn bisher eine Pre-Milch füttern, dann sollten Sie das auch weiterhin tun - zumindest so lange, bis er von sich aus verstärkt Interesse an den Mahlzeiten der Erwachsenen zeigt. Dann kann er mit einer einer Ernährung aus qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, die schonend zubereitet werden hervorragend ohne Kuhmilch gross werden :-)
Möglicherweise finden Sie auch hier interessante Informationen zu Ihrer Frage:

Vegane Ernährung für Kinder

Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Marry
geschrieben am: Montag, 03. Oktober 2011, 11:18
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Ich habe bei dem HIPP-Kinderteller in der Zutatenliste (Gemüse* 52% (Kartoffeln* 18%, Karotten* 14%, Sellerie*, Zwiebeln*,Pastinaken*, Tomaten*), Wasser, Reis* gekocht, Lachs 8,7%, Sonnenblumenöl*, Kräuter* und Gewürze* (Petersilie*, Pfeffer*, Liebstöckel*, Dill*),jodiertes Speisesalz, Zitronensaft* aus Zitronensaftkonzentrat, Gemüsebouillon* (Speisesalz,Reismehl*, Gemüse* Karotten*, Zwiebeln*, Sellerie*), Hefeextrakt*, pflanzliches Öl*, Gewürze*],

Antioxidationsmittel1 (Ascorbinsäure, stark tocopherolhaltige Extrakte). Fischanteil 21,8g. *Aus biologischer Erzeugung. Kann Spuren von Ei enthalten. 1Antioxidationsmittel werden zum Schutz der empfindlichen Nähr- und Geschmacksstoffe eingesetzt. Tocopherolhaltige Extrakte sind natürliche Pflanzeninhaltsstoffe.) den Stoff Hefeextrakt gefunden.
Laut Gesetz ist ja nun Geschmacksverstärker in Kinderkost verboten. Ist dieser Stoff für mein Kind nun unbedenklich?




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Marry,
vielen Dank für Ihre Mail.
 
Wenn von Geschmacksverstärkern die Rede ist, dann sind damit isolierte Einzelsubstanzen wie z. B. Mononatriumglutamat, Monokaliumglutamat etc. gemeint. Sie tragen eine dreistellige E-Nummer, die mit einer 6 beginnt.
 
Hefeextrakt enthält naturgemäss ebenfalls Glutamat. Dieses Glutamat ist chemisch identisch mit dem oben genannten isolierten Glutamat. Hefeextrakt hat aus diesem Grund ebenfalls eine enorme geschmacksverstärkende Wirkung, gehört aber laut gesetzlicher Definition nicht zu den "Geschmacksverstärkern".
 
Wenn also "laut Gesetz" für manche Lebensmittelgruppen Geschmacksverstärker verboten sind, dann bedeutet das lediglich, dass die genannten Einzelsubstanzen dort nicht enthalten sein dürfen, Hefeextrakt jedoch sehr wohl. Folglich nutzen viele Lebensmittelhersteller diese bei den meisten Verbrauchern unbekannte Feinheit aus, werben für ihr Produkt mit den Worten "ohne Geschmacksverstärker" und versehen dieses gleichzeitig mit einer grossen Portion Hefeextrakt.
 
Hefeextrakt ist jedoch ein stark verarbeitetes und stark konzentriertes Produkt. Genau wie die offiziellen Geschmacksverstärker verleiht Hefeextrakt den Speisen einen herzhaften Geschmack. Dieser Geschmack ist es, den wir Menschen als lecker empfinden und der uns oft dazu verführt, von einer Speise viel mehr zu essen, als wir eigentlich bräuchten. Viele Menschen sind den Geschmack der Geschmacksverstärker oder Hefeextrakte bereits so sehr gewöhnt, dass ihnen Mahlzeiten ohne diese Zusätze nicht mehr schmecken.
 
Für die Lebensmittelindustrie ist der "leckere" Hefeextraktgeschmack darüber hinaus eine einfache Methode, Fertiggerichten Geschmack zu verleihen. Ohne Hefeextrakt oder Geschmacksverstärker würden diese Gerichte aufgrund ihrer oft minderwertigen Zutaten, ihrer starken Verarbeitung und ihrer tage- oder wochenlangen Lagerzeit im Ladenregal kaum noch schmecken.
 
Babys und kleine Kinder jedoch haben noch einen unverfälschten Geschmackssinn. Zerstören Sie ihn nicht mit Speisen, die Hefeextrakte und Geschmacksverstärker enthalten. Gönnen Sie Ihrem Kind hochwertige selbst zubereitete Mahlzeiten aus frischen Zutaten, die sie höchstens mit frischen Kräutern würzen. Doch auch das ist nicht nötig. Ein unverdorbener Geschmackssinn hat kein Problem damit, sich am natürlichen Geschmack von Möhren, Brokkoli, Kohlrabi, Kürbis etc. zu erfreuen.
 
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Fanny
geschrieben am: Montag, 25. Juli 2011, 14:16
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Nur stillende Mütter sind die wahren Mütter

- dieses Gefühl wird mir beim Lesen dieses Artikels und der Kommentare vermittelt.All meine Versuche, die Milchproduktion anzukurbeln haben nichts gebracht. Klägliche 90 - 100ml Muttermilch am Tag war mein Rekord.Nach und nach wurde es immer weniger.Was hätte ich also tun sollen?!!! Ich bin sehr dankbar, dass es die Säuglingsnahrung gibt.

Zentrum der Gesundheit:

Liebe Fanny,
vielen Dank für Ihren Kommentar.

Fertigbabynahrung hat seine absolute Berechtigung in Notfällen (wenn die Mutter keine Milch hat) und wenn sie in höchstmöglicher Qualität hergestellt wird.

Ziel des Artikels jedoch ist es, einerseits auf die Maschen der Werbung aufmerksam zu machen, die der Bevölkerung - gleich wo auf der Welt - nahe bringen will, dass Fertigbabynahrung mindestens genau so gut wie Muttermilch ist (was selbstverständlich nicht stimmt, was aber viele Mütter vom Stillen abhält, obwohl sie durchaus genügend Milch hätten) und andererseits die oft minderwertigen Zutaten und evtl. überdosierten Zusätze in industrieller Babynahrung unter die Lupe zu nehmen.

Es ist somit verständlich, dass jene Mütter, die ihre Kinder stillten, nach der Lektüre des Artikels erleichtert sind und diese Erleichterung mit entsprechenden Kommentaren zum Ausdruck bringen. Mit Sicherheit hat niemand auch nur leise daran gedacht, Mütter, die nicht stillen können, als schlechtere Mütter zu denunzieren.

Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Anika
geschrieben am: Samstag, 23. Juli 2011, 01:46
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Danke für den tollen Artikel! Eins finde ich nur seltsam, da Sie doch so oft vegetarische bzw. vegane Ernährung für die beste beschreiben. "Eltern sollten darauf bestehen, dass ihr Baby sein Nabelschnurblut bekommt und die Ernährung dann ab dem 4. Monat mit zerkleinerter Leber und Eigelb anreichern." Leber ist doch furchtbar mit Giftstoffen belastet oder nicht? Aber wieso überhaupt Fleisch und Tierprodukte? Gibt es keine pflanzliche Möglichkeit, einem Baby genug Eisen zuzuführen? Und 4. Monat würde bedeuten nach 3 Lebensmonaten. Das ist doch viel zu früh für den unausgereiften Verdauungsapparat! Wie sieht Ihrer Meinung nach die optimale Beikost eines Säuglings aus? Liebe Grüße




Zentrum der Gesundheit:

Liebe Anika, vielen Dank für Ihre Mail :-) Der betreffende Artikel spiegelt die Meinung der Autorin wider und trifft nicht in allen Punkten die unsrige. Wir entschieden uns dennoch für eine Veröffentlichung, da er in seiner Gesamtheit überwiegend mit unseren Ansichten konform geht und äußerst wichtige Informationen bereit hält. Der Eisenbedarf eines Babys kann auch nach dem vierten Monat mit Muttermilch gedeckt werden, wenn die Mutter ausreichend mit Eisen versorgt ist. Dies gelingt einwandfrei mit Hilfe von eisenreichen Gemüsen und Früchten (Beeren, Trockenfrüchte, Rote Bete, Kräuter, grüne Blatt- und Wildgemüse), Hülsenfrüchten, Ölsaaten (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne) und Mandeln. Besonders grüne Smoothies können hier sehr leicht und lecker helfen, den Eisenbedarf zu decken. Auch Babys können - im Falle von Eisenmangel bei der Mutter - schon ab dem 4. Monat langsam über kleine Mengen grüner Smoothies mit Eisen versorgt werden. Informationen über grüne Smoothies dazu finden Sie hier

Liebe Grüße Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

Yvonne
geschrieben am: Montag, 09. Mai 2011, 11:06
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Kokosmilch zu Baby-Breien ab dem 7. Monat? Z.B. mit Mango und Banane. Ist das o.k.! In der Kokosmilch sind ja auch sehr viele wertvolle Stoffe enthalten - und Pflanzliches Fett soll man dem Baby ja ohnehin dazu geben. Danke für Ihre Antwort

Zentrum der Gesundheit:

Liebe Yvonne,
vielen Dank für Ihre Mail.
Kokosmilch hat einen sehr hohen Fettgehalt - je nach Wasseranteil beträgt dieser bis zu 25 Prozent, was für ein Baby - wenn die Kokosmilch in milchüblichen Mengen verwendet wird - viel zu viel ist. Der Eiweißgehalt ist - im Vergleich zur Muttermilch - dagegen sehr niedrig. Da Kokosmilch außerdem in Dosen oder Tetrapacks verkauft wird, handelt es sich dabei um Konserven, was für ein Baby ebenfalls nicht ideal ist. Das Kokoswasser aus frischen Kokosnüssen hingegen kann gelegentlich (mit kleinen Mengen beginnen) in Breien verarbeitet werden.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Maren
geschrieben am: Dienstag, 26. April 2011, 18:14
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Ehrlich gesagt, bin ich im Moment hin- und hergerissen. Einerseits habe ich selbst alle meine Kinder voll gestillt und bin eine Befürworterin des Stillens, andererseits geht man teilweise sehr harsch mit Müttern um, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht stillen wollen oder können.
Den Artikel an sich finde ich ausgezeichnet, mir gefällt jedoch keineswegs, dass man aus dem Stillen eine Art Religion macht. Natürlich hat die Gesundheit der Babys Vorrang, aber ich verabscheue jegliche Art von Fanatismus und für mich ist es fanatisch, wenn man nichts gelten lässt, als das, was man für sich selbst als richtig erkannt hat.
Die Methoden der Babynahrungmittelindustrie sind ohne Zweifel verabscheuungswürdig, darauf sollte man sich konzentrieren, ohne gleich zum Rundumschlag (wie manche der Kommentare hier) gegen nicht stillende Mütter auszuholen. Wichtig ist sachliche Aufklärung, damit Menschen eine Orientierungshilfe im Nahrungmitteldschungel erhalten.
Die Entscheidung einer Frau, ob sie stillt oder nicht, sollte jedoch einfach akzeptiert werden, ansonsten bleibt der schal schmeckende Eindruck einer immer intoleranter werdenden Gesellschaft zurück.
Toleranz gegenüber den Müttern, aber kein Duckmäusertum vor großen Konzernen, das wünsche ich mir!
Bleibt vielleicht ein frommer Wunsch.
lotte
geschrieben am: Dienstag, 05. April 2011, 07:32
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Erst mal herzlichen Dank für Ihre sehr informative Seite!
Das mit dem Stillen spiegelt unsere Gesellschaft und ihren Bezug zur Natur wieder. Ich habe meine Tochter 4 Jahre lang gestillt, wann sie wollte. Mittlerweile ist sie 26 Jahre alt und sehr gelungen!
Ich bin jetzt in Frankreich, und habe festgestellt, daß es dort mit dem Stillen absolut nix ist. Die Frauen möchten nicht wie "Kühe" Milch geben. Sagen sie. Sie sagen, es hat in Frankreich keine Tradition, zu stillen. Wer sich leisten konnte, hatte eine Amme, früher, und jetzt eben künstliche Säuglingsnahrung. Die Ammen wurden wie Milchkühe nach Gesundheitszustand ausgewählt.
Was mich zusätzlich hier geschockt hat, zu aller Künstlichkeit: Da die französischen Mütter die Fertignahrung wohl zu oft mit der Mikrowelle zubereitet hatten, was zu Verbrühungen bei den Babies führte, wird hier die Zubereitung mit kaltem Wasser propagiert, und jede Mutter, die ich kenne, macht das. Schöne heile Welt!
EG
geschrieben am: Montag, 04. April 2011, 14:00
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sehr schön!! einfach wunderbar!! mein sohn ist 2,5 jahre alt, hat nie aus einer flasche getrunken, obwohl muttermilch drin war, immer verweigert, hat den schnuller verweigert... und mag auch keine kuhmilch, und findet es BLÖD, dass man die den armen armen babykühen klaut... sagt er ;-)
und er stillt immer noch!! natürlich isst er alles was ich auch so esse, am liebsten OBST, den ganzen tag... das einzige milchprodukt was er mag ist joghurt, davon gern viel (naturjoghurt mit früchten)... mittlerweile bin ich froh, dass er da so eigen war/ ist, denn eigentlich hatte ich nie vor, so lange zu stillen, nun ists aber einfach so gekommen :-)
ach ja, ich habe ab dem 6. monat beikost angeboten, er hat aber bis er 10 monate alt war fast nichts gegessen... habe also fast ein jahr "voll" stillen "müssen" (immer mal ein paar happen/ löffelchen nahm er).... bin jetzt froh, dass ich durch sohnemann so viel lernen durfte, denn ich habe immer gehört, ich müsse doch jetzt mal endlich abstillen, u ihn doch jetzt mal mehr zum essen "zwingen"... aber habe mich immer gefragt: wenn er es so macht, warum denn dann? doch nich, um mich zu ärgern, sondern er wird schon wissen was er braucht... und so hab ich dann erstmal angefangen, mich etwas mehr zu informieren... habe nie ersatznahrung gekauft, und habe das auch bei keinem folgekind vor... und, es ging nicht immer alles reibungslos, wir hatten auch einige stillprobleme, die wir aber überwunden haben...

werde auch verlinken!! es gibt noch so viele andere themen, wo die öffentlichkeit "für dumm verkauft" wird... leider!!
beste grüße!
Anonym
geschrieben am: Donnerstag, 24. März 2011, 10:18
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Guten Tag,

ich habe ein 6 Monate altes Baby, dem ich langsam Beikost füttere. Mein Problem ist nun, dass man überall unterschiedliche Infos darüber erhält, welche Lebensmittel für Babys geeignet sind. Die offliziellen Empfehlungen sind ja, alle möglichen Lebensmittel im ersten Lebensjahr zu vermeiden, um Allergien vorzubeugen. Nun habe ich allerdings bei Ökotest gelesen, dass eine neue Studie der LMU genau das Gegenteil sagt.

Was meinen Sie, soll man wirklich mit einer Gemüsesorte anfangen und langsam immer mehr geben, und was soll man zudem vermeiden?

Zentrum der Gesundheit:

Wenn viele Lebensmittel im ersten Jahr für Babys nicht empfehlenswert sind, dann liegt das ganz einfach daran, dass es sich dabei um Lebensmittel handelt, die im Grunde auch für Erwachsene nicht sonderlich gesund sind - zumindest nicht in der heute üblichen Menge und Qualität. Dazu gehören in erster Linie Getreide- und Milchprodukte. Beides wird heute nahezu ausschließlich in stark verarbeiteter Form angeboten, wodurch sie nicht nur an Wert verlieren, sondern außerdem den Organismus unnötig belasten.

In Sachen Gemüse gilt: Je früher man glaubt, mit Beikost beginnen zu müssen, obwohl das Baby vielleicht ganz anderer Meinung ist und lieber gestillt werden wollte, um so höher ist die Gefahr einer Unverträglichkeit und desto vorsichtiger sollte man vorgehen. Die Idee, Gemüsesorten nacheinander in den Speiseplan des Babys einzuführen, erlaubt, mögliche Allergien und Unverträglichkeiten schnell der richtigen Ursache zuzuordnen. Außerdem kann sich das Baby in aller Ruhe an die neue Nahrung gewöhnen.

Signalisiert ein Baby von sich aus Interesse daran, neben der Muttermilch noch andere Lebensmittel probieren zu wollen, ist der richtige Zeitpunkt für die Beikost gekommen und man könnte ihm theoretisch fast all das geben, was auch die Erwachsenen essen - aber natürlich nur, wenn sich die Erwachsenen gesund ernähren würden, was aber leider selten der Fall ist.

Inzwischen ließ sich in der Praxis beobachten, dass Babys, wenn sie die Wahl haben, am liebsten rohe Früchte essen und auch Gemüse wie Karotten und Pastinaken lieber roh als gekocht essen. Schon allein, um herauszufinden, was dem Baby schmeckt und was nicht und wie die Verdauungsorgane reagieren, lohnt es sich in jedem Fall, mit einzelnen Früchten und Gemüsearten zu beginnen und nicht wild zu mischen, also einfach pürierte oder zerdrückte weiche Birnen, geriebene Äpfel, geriebene Karotten etc. Im Laufe der Zeit können Sie geriebene Apfel-Karotten-Rohkost, Apfel-Rote-Bete-Rohkost, Beeren und auch Bananen und Avokados geben. Gemüse wie Brokkoli werden nur kurz gedämpft und dann zerdrückt. Grüne Salate können ebenfalls püriert und ggfs. mit Karotten oder Äpfeln gemischt gegeben werden. Wenn Sie Getreide geben möchten, beginnen Sie mit Reis(flocken).

Viele Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Katharina
geschrieben am: Dienstag, 01. Februar 2011, 14:20
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ich finde den Beitrag echt super... aber dennoch habe ich eine Frage: Meine Tochter ist nun 10 MOnate und ich habe mittlerweile abgestillt. Nun bekommt sie abends eine Pulvermilchflasche (mit Pulver aus dem Bio-Laden). Aber auch das basiert auf Kuhmilch. Was halten Sie von Reis-oder Hafermilch?? Kann ich ihr das geben? Sie genießt es, am Abend vor dem Einschlafen noch eine Milchflasche zu trinken - ich möchte ihr das ungern nehmen...

Ich freue mich über eine Antwort
Katharina

Zentrum der Gesundheit:

Liebe Katharina,
vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Frage.

Wenn Ihre Tochter es genießt, Milch zu trinken, stellt sich die Frage, warum Sie schon abgestillt haben? Muttermilch ist die beste Milch für Ihr Baby - auch noch weit über den 10. Monat hinaus. Pulvermilch ist im Vergleich zu Muttermilch deutlich minderwertig und sollte tatsächlich nur in Notfällen gegeben werden, wenn man nicht stillen kann. Reis- oder Hafermilch sind industriell hergestellte Drinks aus Getreide, die gelegentlich gegeben vielleicht nicht schaden, aber sehr viel Wasser und - wiederum im Vergleich zur Muttermilch - nicht jenes Nähr- und Vitalstoffspektrum abdecken, das ein Baby braucht und ihm dauerhaft gut tut.

Falls es für das Stillen definitiv zu spät ist, könnten Sie entweder bei der Bio-Pulvermilch bleiben - wenn Ihre Tochter diese genießt - oder eine "Milch" entweder aus einem hochwertigen Bio-Esskastanienmehl (1 EL Mehl mit etwas Wasser glatt rühren und mit warmem Wasser auf 250 bis 300 ml aufgießen) oder geschälten süßen Mandeln selbst herstellen. Letztere wird so gemacht: Eine kleine Hand voll Mandeln im Mixer mahlen, 300 - 500 ml (je nach gewünschter Konsistenz) Wasser sowie (falls Süße gewünscht wird) 1 - 3 entkernte Datteln und einige Minuten lang mixen - fertig.

Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
dana
geschrieben am: Dienstag, 04. Januar 2011, 00:19
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das alles ist sehr richtig, und ich persönlich finde stillen sehr wichtig für das baby, aber was macht man wenn das baby sehr krank auf die welt kommt und man nicht stillen kann wie in meinem fall, was mich sehr traurig gemacht hat und ich stets in sorge bin was gebe ich da meinem kind zu trinken und zu essen, wenn man nicht anders kann was sind da die gesunden alternativen????

Zentrum der Gesundheit:

Liebe Dana,
vielen Dank für Ihre Mail. Da wir Ihre konkrete Situation und die Ihres Babys nicht kennen, können wir nur einige pauschale Tipps geben. Natürlich würden gerade kranke oder schwache Babys von der Muttermilch profitieren. Wenn das Baby im Krankenhaus liegt, könnte die Milch abgepumpt und dem Baby gebracht werden. Auch wenn das Baby in den ersten Wochen die abgepumpte Milch der Mutter nicht trinken kann/darf, wird auf diese Weise der Milchfluss bei der Mutter so lange aufrecht erhalten, bis das Baby dann eventuell wieder selbst trinken kann. Auch wird berichtet, dass sich der Milchfluss sogar nach vielen stillfreien Wochen erneut reaktivieren ließ.

Gelingt dies aber nicht, dann hängt die weitere Ernährung davon ab, wie alt das Baby inzwischen ist. Ist es jünger als 6 Monate ist sein Organismus ganz auf Muttermilch eingestellt. Dafür einen adäquaten Ersatz zu finden, ist nicht leicht. Pflanzliche "Milch" wie Nussmilch, Getreidemilch oder Sojamilch eignet sich nicht für Babys. Das Baby braucht die Milch eines Säugetiers (der Mensch gehört ja ebenfalls zu den Säugetieren). Da aber die Milch eines jeden Tieres auf dessen spezielle Art und deren Ansprüche ausgerichtet ist, können Tiermilchen die Bedürfnisse des Menschenbabys nicht optimal erfüllen.

Daher empfiehlt sich eine Pre-Nahrung aus Zutaten aus biologischer Erzeugung. Sobald das Baby älter als 6 Monate ist, können - seinem Gesundheitszustand entsprechend und wenn das Baby Interesse zeigt - frische Lebensmittel wie heimische Früchte und Gemüse zugefüttert werden. Da die meisten Lebensmittel zerkleinert werden müssen, werden sie normalerweise im Mixer püriert. Deutlich besser jedoch ist es für das Baby und seine Verdauungsorgane, wenn die betreuende Person die Früchte oder Gemüse bis zu einer breiartigen Konsistenz vorkaut und dem Baby dann mit einem Löffelchen reicht. Somit erhält das Baby durch die Verdauungsenzyme aus dem Speichel des Vorkauers leicht verdauliche und natürliche Mahlzeiten. Vor dem Kauen werden die unverfälschten und unverarbeiteten Früchte oder Gemüse dem Baby unter die Nase gehalten. Öffnet es begeistert das Mündchen, weiß der/die Betreuer/in, was er/sie vorkauen muss. Dabei konzentriert man sich immer nur auf eine Sorte Frucht oder Gemüse und mischt nicht mehrere Sorten durcheinander. Mit zunehmendem Alter können auch (grüne) Smoothies mit ebenfalls nur wenigen Zutaten gegeben werden. Mehr Infos dazu hier: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/gruene-smoothies-ia.html

Alles Liebe für Sie und Ihr Baby
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Marina
geschrieben am: Mittwoch, 24. November 2010, 14:25

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Hallo,

super,super,super, das das endlich mal veröffentlich wird.Danke dafür. Jetzt habe ich eine Frage. Darf ich Ihren Link auf meine Homepage setzen? Denn das muß die Menschheit wissen, das wir von Vorne bis Hinten nur Verarscht werden.

Vielen Dank.

Liebe Grüße

Marina Hanel

Zentrum der Gesundheit:

Gerne dürfen Sie uns verlinken, Texte dürfen jedoch nur nach Genhmigung übernommen werden.
Ilknur D.
geschrieben am: Freitag, 05. November 2010, 01:44
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Hallo zusammen,
zuerstmal danke für diesen Artikel. Ich bin zufällig über diese Seite gestolpert und bin zutiefst schockiert, was man mit uns so alles macht! Vorallem dieser Artikel beschäftigt mich sehr, da ich gerade vor einem Monat bei meiner 6 monate alten Tochter mit dem Zufüttern begonnen habe, weil ich nicht mehr genügend Muttermilch habe - und das auch noch mit "Nestle BEBA". Ich bin jetzt ratlos, was ich machen soll. Sind denn alle Fertig-Babynahrungen ungesund?
Ich wäre dankbar, wenn Sie mir eine unbedenkliche Marke nennen könnten.
Vielen Dank schonmal.
LG
Ilknur D.

Zentrum der Gesundheit:

Liebe Ilknur,

vielen Dank für Ihre Mail.
Wenn Sie Ihrem Baby weiterhin Fertignahrung geben möchten, können Sie sich in einem Naturkostladen/Bio-Supermarkt beraten lassen. Die dort erhältlichen pulverförmigen Babynahrungen enthalten wenigstens Zutaten aus biologischer Landwirtschaft und sind frei von Kochsalz und gentechnologisch veränderten Zutaten. Aber dennoch sind auch diese - abgesehen von den Getreidebreien, die lediglich das vom Gesetz geforderte Vitamin B1 als Zusatz enthalten - ein buntes Gemisch aus industriell verarbeiteter Milch und synthetischen Vitaminzusätzen.

Da Ihre Tochter sechs Monate alt ist und Sie ja nach wie vor stillen (nur eben nicht ausschließlich), benötigt sie keine zusätzlichen Milchmahlzeiten. Warum bieten Sie ihr nicht einfach selbst zubereitete frische Mahlzeiten aus frischen pürierten Früchten oder Gemüse an? Das Buch "Biologischer Ratgeber für Mutter und Kind" von Ilse Gutjahr und Dr. Bruker liefert Ihnen dazu wertvolle Anregungen und Anleitungen. Hilfestellungen, praktische Tipps und Rezepte von anderen Müttern erhalten Sie auch im Vollwertforum: http://gesundheitsforum-mainz-wiesbaden.de/forum/index.php.

Gleichzeitig könnten Sie versuchen, Ihre Milchbildung wieder anzuregen. Bitte bedenken Sie, dass auch ein Wachstumsschub, wie er gerade im 6. Monat häufig eintritt, zu einem vorübergehenden Milchmangel führen kann. Ihr Körper stellt sich jedoch binnen kurzer Zeit auf die Bedürfnisse Ihrer Tochter ein, so dass Sie nicht zu früh aufgeben sollten.

Liebe Grüße
Ihr ZDG-Team
just-another-freak
geschrieben am: Sonntag, 15. August 2010, 19:09
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Aber hallo, soeben habe ich die Seite hier entdeckt und bin echt begeistert davon, dass mal die Wahrheit schwarz auf weiß - nicht nur in Fachliteratur - geschrieben steht! Ich finde es erschreckend, wie sich das Verhalten der Mütter zu ihren Baby`s verändert hat.... früher war es ganz normal, lange zu stillen (wie ja auch heute noch in vielen Kulturen), und KEINE artfremden Eiweiße in Form von z.B. Kuhmilchprodukte zu füttern, die Kinder wurden dicht am Körper getragen und nicht - wie heute üblich in einen Kinderwagen gestopft und mit dem alter von nur 1 Jahr in die Kita gesteckt. Es sollte jedem bewusst sein, dass Menschen nunmal weder Fleischfresser, noch am Kuheuter hängende Kreaturen sind - sondern Pflanzenfresser, die zum Glück auch noch in der Lage dazu sind, ihre Babies mit der optimalen Milch groß zu ziehen. Menschen, die auf Kuhmilchprodukte zurück greifen aufgrund von Ängsten bezüglich der angeblichen Hängebrüste - oder aber aus Bequemlichkeit handeln völlig verantwortungslos und dumm. Die Liebe zum eigenen Kind wird durch so ein Verhalten auf jeden Fall nicht wieder gespiegelt. Ich habe meinen Sohn - der bald 6 Jahre alt wird, 1,5 Jahre lang gestillt und tu das jetzt auch wieder bei meiner 4 Monate alten Tochter. Ich leb selbstverständlich vegetarisch/vegan und sorge dafür, dass meine Kinder das Essen bekommen, das sie verdienen und für welches sie geschaffen sind.
Ulrike
geschrieben am: Donnerstag, 03. Juni 2010, 15:45
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Über die Risiken und Nebenwirkungen etwas zu lesen ist recht erschreckend, doch haben Sie sich mal überlegt, ob manche Mütter vielleicht darauf zurückgreifen müssen, weil das Kind nach der Geburt ins Kinderkrankenhaus musste und die Mutter mit Notkaiserschnittnarbe in dem Entbindungskrankenhaus geblieben ist. Ich bin eine von diesen Müttern, ich habe 2,5 Monate an der Milchpumpe gehangen und meinem Sohn auch die Brust gegeben, aber leider habe ich das Pensum nicht erreicht und somit versiegte die Quelle. Ich musste immer noch mit Ersatznahrung zufüttern. Es gibt auch Mütter die blutende und eiternde Brüste bekommen, meinen Sie das bekommt dem Kind besser? Es gibt mit Sicherheit noch viele andere Gründe warum eine Mutter nicht stillen kann oder darf.

Ich kann tatsächlich verstehen, dass Sie die Machenschaften dieser Fimen anwidern, aber halten Sie sich doch auch vor Augen, dass ohne Muttermilchersatz viele Babys verhungern müssten. Leider dürfen ja heutzutagen keine Mütter mehr Milch spenden, so wie das früher auch in der DDR der 80er Jahre der Fall war.

Ich würde mir wünschen, wenn hier nicht nur das Wider angesprochen würde.
Daniel
geschrieben am: Dienstag, 25. Mai 2010, 17:44
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dieser Tobi steht ja mal ganz klar auf der Payroll der Industrie... als ob eine Privatperson ein Interesse hätte, einen derart unwesentlichen Punkt herauszugreifen... der diskreditierende Tonfall ist ebenso klassisch, vor allem wo er selbst über den "reisserischen" Stil des Artikels klagt.
Aufgrund des Internationalen Kodex der WHO sind Babynahrungshersteller übrigens verpflichtet, den Hinweis mit dem Stillen als beste Ernährung auf ihren Produkten anzubringen.
Super Artikel, darf ich den auf meinem Blog republizieren? (verlinkt sind Sie schon)
Merie
geschrieben am: Samstag, 15. Mai 2010, 22:35
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Ich finde es viel erschreckender, dass die Menschen *einfach* nichts davon wissen wollen.

Immer wieder, wenn ich versuche aufzuklärn stoße ich oft auf unverständniss. Die Menschen beschweren sich, dass sie immer Kränker werden, doch es ist kein Wunder bei all dem Zeug, was wir in uns Stopfen.

Man muss die Menschen *wach* rütteln, nur dann kann man etwas ändern.

Das kann doch nicht so weiter gehen. Diese Machenschaften werden sonst NIE aufhören. Sie machen vor NICHTS halt, haben kein Gewissen.

Philip
geschrieben am: Montag, 30. November 2009, 23:01
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Es wäre doch schön, wenn sie, neben der berechtigten Kritik, auch Alternativen aufzeigen würden. Vielen Dank
Tobi
geschrieben am: Dienstag, 08. September 2009, 13:21
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Mal wieder so ein reisserischer Panikmache-Artikel, typisch für diese Seite. Gehts auch bitte mal etwas wissenschaftlicher als nur im Bildzeitungsstil? Allein wegen des Anfangszitats könnte ich brechen. Muttermilch ist das Beste fürs Baby... das weiß doch jede Mama! Wenn ich durch die Babykostregale im Supermarkt streife, lese ich diesen Satz auf JEDER Packung Babymilch für Säuglinge. NIEMALS, weder wärend der Schwangerschaft meiner Frau noch danach, bin ich nur im entferntesten auf den Hinweis gestoßen, daß es besser wäre, dem Baby die Flasche anstatt der Brust zu geben. Auch nicht von Seiten der Babynahrungsindustrie. Absolut sinnfreier Versuch der Panikmache.

Zentrum der Gesundheit:

Warum lesen Sie eigentlich auf unserer Seite, wenn wir doch nur reißerische Artikel veröffentlichen? Es gibt doch andere Zeitungen oder Magazine, die die Wahrheit schreiben...
Susanita
geschrieben am: Samstag, 29. August 2009, 21:48
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Genau: Nestlé. Ich weiß das ist schwer, viele Firmen gehören dazu. Ich empfehle die Reportage "We feed the world"
Ich stille meinen Sohn voll. Und weil ich ihn liebe bekommt er ab morgen selbstgekochten Brei.
Milch und Fleisch lass ich auch weg.
graubartnr
geschrieben am: Mittwoch, 26. August 2009, 16:58
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Mit Fleisch sollte man auf keinem Fall füttern! Vergesst es einfach!
Vegane Produkte haben immer die bekömmlichsten und meisten Mineralstoffe. Fleisch trägt immer einen Schadfaktor mit unverträglichen Eiweiss und trierischen Fetten.

Wie kann man nur Fleisch einem Baby geben... :(
Eugenia
geschrieben am: Dienstag, 25. August 2009, 02:27
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Ihre Artikel gefallen mir immer gut. Manchmal frage ich mich, ob Sie diese nicht hin und wieder bei Net-News-Global (DER unabhängigen Nachrichtenagentur) "reinstellen" wollen. Das geht ganz problemlos und ich kann mir vorstellen, dass diese Artikel gut aufgenommen würden. Grund für meinen Gedanken ist die Tatsache, dass Ihre Artikel über einen großen und wichtigen Informationsgehalt verfügen.
Allerdings werden Sie das Für und Wider einer herbeigeführten breiten Verteilung Ihrer Artikel auch schon selbst bedacht haben - auch mag genau das wiederum ein Problem sein, da Sie ja ebenfalls ein "Shop" sind und ich die Regeln und Gesetze der Nachrichtenagenturen diesbezüglich nicht kenne. Sie fungieren ja weder als Zeitung, noch als Blog oder private Journalisten.

Unabhängig davon empfände ich Ihre Artikel in eben diesen Sparten aber als gut aufgehoben - und so ist dies weniger eine Anregung, als vielmehr ein lobendendes Wort an Sie und Ihre aufklärerische Arbeit.
Juliane Dorloff
geschrieben am: Montag, 24. August 2009, 13:36
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Endlich mal ein wirklich kritischer Artikel zum Thema Säuglingsanfangsnahrung! Danke dafür!

Allerdings habe ich einen Kritikpunkt:

Gegen Ende des Artikels geht es um das Thema Eisenmangel - meines Wissens nach reichen die Eisenspeicher eines Babys sieben bis neun Monate vollkommen aus. Es ist auch kein Problem ein Kind ein Jahr voll zu stillen, denn Muttermilch enthält wie schon gesagt ja auch Eisen und dieses nehmen die Kinder auch zu annähernd 100% auf, da die Muttermilch so perfekt zusammgesetzt ist, dass alle Inhaltsstoffe auch aufgenommen werden können. Außerdem sollte man auf keinen Fall schon mit vier Monaten zufüttern und erst recht nicht mit Leber beginnen. Leber ist ein Organ, in dem Schad- und Giftstoffe gespeichert werden. Die WHO empfiehlt, nicht vor dem sechsten Monat zuzufüttern, da der Darm eines Säuglings erst dann halbwegs ausgereift ist. Füttert man vor dem sechsten Monat zu, riskiert man, dass das Kind später Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien entwickelt, da die Darmwände vor dem sechsten Monat einfach noch zu durchlässig sind und allergieauslösende Stoffe diese dann passieren können, so dass der Körper dann mit Abwehrreaktionen reagiert.

Fazit: Zufüttern sollte man frühestens ab dem sechsten Monat, beginnen sollte man mit einer Gemüse- oder Obstsorte. Hierzu bieten sich Karotten, Zucchini, Fenchel, Kürbis, Pastinake und Banane an, diese werden allgemein meistens sehr gut vertragen. Hat man Angst vor Eisenmangel, kann man ab dem siebenten/achten Monat beginnen, einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei (Rindfleisch enthält am meisten Eisen) oder bei fleischfreier Ernähgrung einen Gtreide-Obst-Brei (mit Hirse - auch sehr eisenreich) anzubieten. Vollstillen bis zum ersten Geburtstag ist aber wie schon gesagt auch kein Problem, zur Not lässt man beim Kinderarzt halt regelmäßig ab dem siebenten Monat ein Blutbild erstellen. Viele Kinder wollen nämlich mit sechs Monaten noch nichts essen.

Ich habe meine Tochter acht Monate vollgestillt. Sie hat keine Mangelerscheinungen gehabt und sich allgemein sehr gut entwickelt.