Nasennebenhöhlenentzündung


Nasennebenhöhlenentzündung gehört zu den 10 häufigsten Beschwerden. Doch gibt es natürliche Wege diese Volkskrankheit präventiv zu entgehen.

Nasennebenhöhlenentzündung

[ Zentrum der Gesundheit ] Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis) oder auch Stirnhöhlenentzündungen lassen sich mit einfachen Hausmitteln lindern und mit einer speziellen Ernährungsweise vorbeugen.

Nasennebenhöhlenentzündung

Volkskrankheit Nasennebenhöhlenentzündung

Jedes Jahr erkranken über 11 Millionen Deutsche (das entspricht jedem siebten Bürger) und 40 Millionen Amerikaner an einer Entzündung der Nasennebenhöhlen und/oder der Stirnhöhlen. Damit gehöre die Sinusitis zu den zehn häufigsten Beschwerden, die zu einer Krankmeldung führen, berichtet die Amerikanische Akadamie für Allergie, Asthma und Immunologie (American Acadamy of Allergy, Asthma and Immunology).

Zu entzündeten Schleimhäuten der Nasennebenhöhlen oder der Stirnhöhle kommt es meist im Verlauf einer Erkältung, Grippe oder bei Allergien. Auch bakterielle Infektionen (z. B. durch Staphylokokken) können die Entwicklung einer massiven Sinusitis verursachen. Eine solche äußert sich in Druckgefühl im Bereich der Wangenknochen oder über den Augen, in Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen, auch in Zahnschmerzen und in allgemeiner Abgeschlagenheit.

Vermehrter Nasenausfluss kann, muss aber nicht zu den Symptomen gehören. Die Beschwerden können so schmerzhaft werden, dass Betroffene vorübergehend nicht mehr arbeitsfähig sind.

Mögliche Komplikationen einer Nasennebenhöhlenentzündung

In Einzelfällen können Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen zu Komplikationen führen, wie etwa zum Verlust des Geruchsinnes oder zur Entzündung der Augenhöhlen. Letzteres kann eine Erschlaffung der Lider oder sogar den Verlust des Augenlichtes zur Folge haben. Weitere unerwünschte Konsequenzen können Knochenentzündungen, Blutgerinnsel, Hirn(haut)entzündungen und ein erhöhtes Risiko für Asthma sein.

Die Schulmedizin verordnet bei Sinusitis Nasentropfen zur Abschwellung der Nasenschleimhaut, außerdem schleimlösende und entzündungshemmende Medikamente, Inhalationen und Antibiotika. Hilft all das nichts, wird operiert.

Wie entstehen Nasennebenhöhlenentzündungen?

Nasennebenhöhlenentzündungen entwickeln sich aufgrund einer nicht nachlassenden Schleimbildung in den Nasenschleimhäuten. Dieser Schleim stellt einen optimalen Nährboden für Bakterien dar. Schleim und Bakterien zerstören die natürliche Abwehrkraft der Schleimhäute und damit auch die feinen Flimmerzellen.

Gleichzeitig bilden sich immer mehr schleimproduzierende Zellen, was natürlich auch in immer mehr Schleim resultiert. Der Schleim aber kann aufgrund der zerstörten Flimmerzellen nicht mehr zügig abtransportiert werden. Das wiederum freut die Bakterien, die sich flink vermehren. Der Teufelskreis ist geschlossen.

Wer oder was verursacht Nasennebenhöhlenentzündungen?

Wer oder was aber – und das ist die Schlüsselfrage – führt zur entscheidenden und permanenten Schleimbildung? Wenn Vereiterungen von Zahnwurzeln ausgeschlossen werden können, dann ist eine der Hauptursachen für Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen der regelmäßige Konsum von Milch, Milchprodukten und glutenhaltigen Getreideprodukten.

Beide sog. Grundnahrungsmittel führen beim Menschen erfahrungsgemäß zu einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Verschleimung sowohl der Atemwege als auch des Verdauungssystems. Und so genügt oft bereits die Vermeidung von Milchprodukten, um die alljährlich auftauchende Nasennebenhöhlenentzündung (die bei vielen Menschen bereits mehrmals pro Jahr in Erscheinung tritt oder bereits in ein chronisches Stadium übergegangen ist) auf Nimmerwiedersehen zu verabschieden.

Betroffene werden eine Besserung ihres Allgemeinbefindens bereits nach wenigen milchproduktefreien Tagen verspüren. Meist bleiben weitere Nasennebenhöhlenentzündungen (und auch Erkältungen oder – insbesondere bei Kindern – Mittelohrentzündungen) sofort nach der Umstellung auf eine milchfreie möglichst basische Ernährung aus.

Wer bereits mitten in einer Sinusitis steckt, kann verschiedene hochwirksame und einfach erhältliche Hausmittel anwenden. Sie lindern Symptome und beugen einer Neuerkrankung vor. Dazu gehören das Gewürz Kurkuma (Gelbwurz), Solespülungen, Dampfinhalationen und ätherische Öle.

Nasennebenhöhlenentzündung mit Kurkuma (Gelbwurz) lindern

Der aktive Inhaltsstoff in Kurkuma, jenem Gewürz, das dem Curry seine gelbe Farbe gibt, nennt sich Curcumin und hat eine besonders harmonisierende Wirkung auf die Nasennebenhöhlen. Curcumin kann die Heilung einer akuten Sinusitis fördern und chronische Entzündungen lindern. Geben Sie einen halben Teelöffel Kurkuma in ein Glas warmes (nicht heißes) Wasser und gurgeln Sie ausführlich und mehrmals täglich mit dieser Lösung.

Kurkuma wird seit Tausenden von Jahren in der indischen Küche, der ayurvedischen Medizin und auch in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Laut der Universität in Kalifornien hat Kurkuma deutlich entzündungshemmende Eigenschaften.

Weitere aktuelle Forschungen zeigen, dass Kurkuma auch antibiotische und antivirale Wirkungen zu bieten hat. In Asien wird Kurkuma unter anderem zur Unterstützung der Leber verwendet und zu diesem Zweck in Form von Tee vor den Mahlzeiten getrunken.

Nasennebenhöhlenentzündung mit Solespülungen beruhigen

Die weltberühmte Mayo Clinic(1) schlägt vor, die Nasennebenhöhlen regelmäßig mit einer Solelösung (Salzlösung) zu spülen. Auch in der ayurvedischen Medizin haben Nasenspülungen mit Sole eine lange Tradition. Dadurch werde der Druck auf die Nebenhöhlen gemindert und die Sinusitis abgeschwächt. Salz hemmt natürlich auch das Bakterienwachstum, löst Verstopfungen, verflüssigt Schleim und lässt Eiter abfließen.

Eine Spülung mit Solelösung führt man am besten mit Hilfe eines sog. Nasenspülkännchens durch. In einer Tasse mit warmem Wasser löst man einen halben Teelöffel Salz auf, gießt diese Lösung in das Kännchen, hält ein Nasenloch zu und lässt die Solelösung in das andere fließen. Jedem Kännchen liegt normalerweise eine genaue Anleitung bei.

Nasennebenhöhlenentzündung mit Dampfinhalationen bessern

Das Inhalieren von einfachem Wasserdampf kann die Nasennebenhöhlen öffnen und Sinusitisbeschwerden lindern. Dazu füllt man eine Schüssel mit heißem Wasser, stellt diese auf einen Tisch, setzt sich davor, beugt sich mit geschlossenen Augen über die Schüssel, legt sich ein Handtuch über den Kopf und inhaliert den aufsteigenden Dampf.

Nasennebenhöhlenentzündung mit ätherischen Ölen bekämpfen

Noch besser wirken die Dampfinhalationen, wenn in das heiße Wasser ätherische Öle gegeben werden. Dazu eignen sich hochwertige und 100 Prozent reine biologische ätherische Öle, wie z. B. Pfefferminzöl, Eukalyptusöl, Cajeputöl und Wacholderöl. Eine Mischung daraus ist besonders effektiv. Von dieser Mischung kann außerdem bis zu dreimal täglich ein Tropfen direkt auf die schmerzenden Schläfen gestrichen werden.

Wer während einer Sinusitis auch unter Zahnschmerzen leidet, tupft sich einen Tropfen der genannten ätherischen Ölmischung – ebenfalls dreimal täglich – direkt auf das Zahnfleisch der schmerzenden Region. Achten Sie jedoch darauf, die ätherischen Öle nicht in unmittelbarer Nähe der Augen aufzutragen und waschen Sie sich nach der Applikation der ätherischen Öle gründlich die Hände, damit Sie sich nicht versehentlich in die Augen fassen, was zu starkem Brennen führen würde.

Um seine Nasennebenhöhlen und Stirnhöhlen nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft schleimfrei und gesund zu halten, empfiehlt sich bei Sinusitis eine Kombination der vorgestellten Maßnahmen in Verbindung mit einer konsequent milchfreien Ernährungsweise. Selbstverständlich sollten Sie all das nur in Absprache mit Ihrem Arzt praktizieren.

Quellen

Quelle 1
Quelle 2
Quelle 3

Fussnoten

(1)Mayo Clinic: Die Mayo Clinic ist eine US-amerikanische gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in Rochester, Minnesota und sechs weiteren Niederlassungen (Kliniken) in den USA. Die Mayo Kliniken dienen mit einem ganzheitliches Versorgungsangebot und praktizieren nach dem Motto, jedem Patienten zu jeder Zeit eine bestmögliche Behandlung zu bieten. Die erwirtschafteten Gewinne werden reinvestiert und kommen daher direkt oder indirekt wieder den Patienten zugute.




Möchten Sie weiterhin von uns informiert werden?

Wir informieren 1-2 mal monatlich über neu veröffentlichte Artikel.
Melden Sie sich zu unserem kostenlosen Newsletter an.

zum kostenlosen Newsletter anmelden


Diese Informationen hier werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.






EINLOGGEN & MITDISKUTIEREN jetzt einloggen


Wenn Sie diesen Artikel kommentieren möchten, melden Sie sich bitte mit Ihrem MyZDG-Zugang an.
Noch kein Konto? Jetzt kostenlos registrieren!
(2)

CM
geschrieben am: Donnerstag, 08. September 2011, 12:33
eMail-Adresse hinterlegt

Nanu, warum wird hier das Thema Gluten nicht angesprochen? Mein Onkel hatte 10 Jahre die Nase dicht und nach 6 Monaten glutenfreier Ernährung ist die Nase nun schon 1 Jahr wieder frei... Schönen Tag. PS:Ich habe offebsichtlich ein leichtes Schnupfenproblem chronischer Art durch die Histaminintoleranz. Ich esse schon länger keine Milchprodukte mehr und auch keine glutenhaltigen.




Zentrum der Gesundheit:

Hallo CM,
vielen Dank für Ihre Mail.
 
Unter der vierten Unter-Überschrift (Wer oder was verursacht Nasennebenhöhlenentzündungen?) finden Sie in unserem Artikel diesen Satz:
 
"Wenn Vereiterungen von Zahnwurzeln ausgeschlossen werden können, dann ist eine der Hauptursachen für Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen der regelmäßige Konsum von Milch, Milchprodukten und glutenhaltigen Getreideprodukten."
 
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Christine
geschrieben am: Mittwoch, 22. September 2010, 13:09
eMail-Adresse hinterlegt
Bei einem mehrmonatigen Südamerikaaufenthalt ereilte mich aufgrund einer Staphylokokkeninfektion eine starke Nasennebenhöhlenentzündung, die sich drei Wochen lang äußert standhaft meinen Eigentherapieversuchen widersetzte. Ich litt unter massiven Kopf- und besonders Zahnschmerzen und war mir daher nicht sicher, um was es sich konkret handelte. Einen Arzt wollte ich nicht unbedingt bemühen, nicht zuletzt, weil sich unser Zeltlager mitten im Urwald befand. Schließlich raffte ich mich verzweifelt in die nächste Großstadt auf. Beim Zahnarzt schloss man eine Ursache im Zahnbereich aus. In einem Labor nahm man einen Abstrich, um einen Bakterientest vorzunehmen. In drei Tagen, so sagte man mir, könne ich das Ergebnis abholen.

Im Wartezimmer des Labors fiel mir endlich mein kolloidales Silber-Set ein, das sich noch originalverpackt in meiner Reise-Survival-Naturapotheke befand. Kaum zurück im Zeltlager stellte ich kolloidales Silber her und nahm einen Esslöffel davon ein. Nach einer halben Stunde – es war unglaublich – ließen die Kopfschmerzen nach. Ich nahm am selben Abend noch einen weiteren Esslöffel ein und spürte, wie der Druck in den Nasennebenhöhlen nachließ. Was für eine Erleichterung! Als ich nach drei Tagen das Testergebnis abholte – mir ging es inzwischen wieder blendend – erfuhr ich, dass es sich um einen Bakterienstamm gehandelt hatte, der bereits gegen die meisten geläufigen Antibiotika resistent war. Dem kolloidalen Silber jedoch war das einerlei. Seine besondere Wirkweise verhindert, dass Bakterien je dagegen resistent werden könnten