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  • Salzsole-Trinkkur selber machen
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Was ist Salzsole? Wirkung, Herstellung & Anwendung

Sole – die Mischung aus Salz und Wasser – ist ein einfach herzustellendes Hausmittel. Insbesondere die Sole-Trinkkur erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit. Aber auch äußere Anwendungen der Sole sind möglich, etwa bei Hautbeschwerden.

Stand: 18 Mai 2026
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Was ist eine Salzsole?

Bei Salzsole handelt es sich einfach um ein höher konzentriertes Salzwasser.

Meerwasser hat beispielsweise einen Salzgehalt von etwa 3,5 %. Eine medizinische Kochsalzlösung hat einen Gehalt von 0,9 %. Eine Thermal- oder Heilsole kann einen Salzanteil von 1 bis 12 % haben. Und eine gesättigte Salzsole hat einen Salzgehalt von 26 %.

Gesättigt bedeutet, dass das Wasser kein weiteres Salz mehr aufnehmen bzw. lösen kann.

Ein jahrtausendealtes Heilmittel

Mit Salz und Salzsole wird schon sehr lange geheilt, denn die möglichen Anwendungen sind äußerst vielfältig. Seit Jahrtausenden genießen Menschen die regulierenden Eigenschaften der Salzsole.

Im Gradierhaus von Bad Reichenhall beispielsweise ist Mitte des 19. Jahrhunderts das Freiluftinhalatorium entstanden. Hier lässt man täglich 400 000 Liter Sole über eine 13-Meter-hohe Wand aus Schwarzdornzweigen herabrieseln, was der Bergluft eine heilsame Meeresbrise verleiht.

Inhalierte Sole reinigt Atemwege und wirkt entzündungshemmend

Inhaliert man diese Luft, wirkt sie sich sehr wohltuend auf die Atemwege aus, so dass Asthma, chronische Bronchitis, Allergien und auch Nebenhöhlenentzündungen besser werden.

Die Sole wirkt entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute. Schleim kann sodann abgehustet und quälender Hustenreiz gelindert werden.

Die Inhalation der Sole kann auch vorbeugend helfen. Denn die Atemwege werden gereinigt und die Lungen besser durchblutet. Auch Depressionen und Schlafstörungen reagieren positiv auf Salzsolebehandlungen.

Sole-Bäder bei Hautbeschwerden und Rheuma

Sole-Bäder hingegen sind bei Neurodermitis, Akne, Psoriasis (Schuppenflechte) und anderen Hautbeschwerden hilfreich. Daher reisen Betroffene häufig ans Tote Meer, wo der Salzgehalt so hoch ist, dass man vom Wasser getragen wird.

In Bad Reichenhall wurde dieser Effekt mit Hilfe sog. „Floating-Becken“ imitiert, in denen man sich ebenfalls entspannt an der Oberfläche treiben lassen kann. Das Ergebnis: Die Muskulatur wird locker, der Blutdruck kann sich auf einem gesunden Niveau einpendeln, das Immunsystem wird gestärkt und rheumatische Beschwerden bessern sich. Für letztere kommt eine mindestens 4-prozentige Sole zum Einsatz.

Auch Umschläge und Packungen mit Sole (Tücher in der Salzsole tränken und auflegen) sind bei Rheuma und Arthrose möglich. Das gelöste Salz scheint die Gefäße zu weiten, die Muskeln zu entspannen und die Gelenke zu entlasten. Schließlich lassen die rheumatischen Schmerzen nach und die Beweglichkeit nimmt zu.

Auch Salzheilstollen – Salzlager, die oft viele hundert Meter unter der Erde liegen – werden zu Heilzwecken genutzt. Hält man sich dort auf, so heißt es, tritt ein tiefer Entspannungszustand ein und die Selbstheilkräfte werden angeregt.

Salzsole selbst herstellen

Nun aber zur Salzsole. Diese kann selbst hergestellt und dann für verschiedene Anwendungen eingesetzt werden (siehe weiter unten):

Für die Herstellung einer Sole gibt man einfach z. B. in ein 1-Liter-Glas mit Verschluss ein hochwertiges Salz (ca. 300 g pro Liter) und gefiltertes Wasser oder stilles mineralarmes Wasser. Dann wartet man, bis sich das Salz aufgelöst hat. Ein Rest des Salzes sollte noch unaufgelöst auf dem Glasboden sichtbar bleiben. Denn nur dann ist es eine gesättigte (26-prozentige) Sole, in der sich so viel Salz wie möglich in Lösung begeben hat.

Sie können zur Herstellung der Salzsole Kristallsalz oder Steinsalz verwenden. Wenn Sie diese Salze in Form von Brocken oder Granulat vorliegen haben, so können Sie diese ebenfalls verwenden und zur Soleherstellung ins Wasser legen.

Das Sole-Glas kann nun immer wieder mit Wasser aufgefüllt werden. Solange Salzbrocken oder andere Salzreste noch vorhanden sind, wird daraus immer eine gesättigte Solelösung entstehen. Spätestens dann, wenn sich alle Salzbrocken vollständig aufgelöst haben, geben Sie neues Salz ins Wasser.

Sole richtig verdünnen

Natürlich können auch andere Solekonzentrationen hergestellt werden:

  1. Wenn Sie beispielsweise in 4-prozentiger Sole baden möchten, benötigen Sie pro 100 Liter Wasser 4 Kilogramm Salz.
  2. Für die Herstellung einer 1-prozentigen Sole (z. B. für Augenbäder) nehmen Sie pro 100 ml Wasser 1 g Salz.
  3. Wenn Sie bereits eine gesättigte Sole hergestellt haben und diese verdünnen möchten, dann erhalten Sie eine 1-prozentige Sole, wenn Sie auf 4 ml Ihrer gesättigten Sole 100 ml Wasser geben.
  4. Wenn Sie eine 3-prozentige Sole benötigen, dann verdünnen Sie 12 ml Ihrer gesättigten Sole mit 100 ml Wasser oder 120 ml Sole mit 1000 ml Wasser.

Warum die Salzsole heilt – ein Erklärungsmodell

Aus spiritueller Sicht wird Krankheit häufig als nichts anderes als ein Defizit an Energie bezeichnet. Die Sole nun wird gerne mit dem Urmeer verglichen, aus dem ja auch der Mensch einst entstanden ist, worauf noch heute die Zusammensetzung des Blutes hinweist.

Also könnte uns doch die Solelösung – insbesondere wenn in Form der Sole-Trinkkur eingenommen – als eine Art energetische Vorlage dienen. An dieser Vorlage orientieren sich unsere Körperflüssigkeiten und bewegen sich wieder in eine gesunde Richtung.

Die Sole sei also kein Heilmittel mit genau festgelegten Wirkungen, heißt es weiter. Sie reguliere lediglich, bis das richtige Maß wieder erreicht ist.

Die Sole gleiche einfach aus, fülle dort auf, wo etwas fehle und nehme weg, wo zu viel da sei – energetisch gesehen.

Die Salzsole-Trinkkur – Anleitung

Die Sole-Trinkkur erfordert keinen großen Aufwand: Sie nehmen einfach von Ihrer selbst hergestellten Sole jeden Morgen einen halben bis einen ganzen Teelöffel voll, geben diesen in ein großes Glas (0,3 Liter) Wasser und trinken dieses eine halbe Stunde vor dem Frühstück.

Trinken Sie über den Tag verteilt zusätzlich 1,5 Liter Wasser (ohne Sole).

Ein Teelöffel fasst etwa 5 ml und enthält bei einer 26-prozentigen Sole etwa 1,3 g Salz. Diese Menge sollten insbesondere Personen berücksichtigen, die an salzsensitivem Bluthochdruck oder anderen Erkrankunge leiden, bei denen man entsprechend salzarm leben muss.

Welche Nebenwirkungen kann die Sole-Trinkkur haben?

Meist wird das Trinken der Sole in Wasser sehr gut vertragen. Empfindliche Menschen könnten höchstens weicheren Stuhl bekommen. Wer bisher zu wenig trank, könnte auch durch die einsetzende "Entgiftung" eine Verschlimmerung von z. B. bestehenden Hautproblemen erleben.

Wer zu viel Sole zu sich nimmt - sie z. B. auch zum Würzen nimmt, was ja durchaus möglich ist, nur eben in einem gesunden Ausmaß - aber aufgrund von bestimmten Erkrankungen salzarm leben muss, kann dann natürlich auch eine Verschlimmerung seiner salzsensitiven Erkrankungen erleben.

Anwendungsmöglichkeiten der Sole

Die Sole kann folgendermaßen angewendet werden:

Bei Hautproblemen

Hautprobleme sind jenes Einsatzgebiet, für die der Sole ganz offiziell eine lindernde Wirkung bescheinigt wurde. Allerdings nur bei äußerlicher Anwendung, nicht allein durch das Trinken einer Sole.

Bei unreiner Haut, Akne, Neurodermitis, Psoriasis, Herpes oder anderen Hautproblemen können Sie zusätzlich zu Ihrer bisherigen Therapie auch die Sole anwenden. Tupfen Sie einmal täglich konzentrierte Sole auf die Problemstellen. Oder tränken Sie ein Tuch in verdünnter Sole (z. B. 4-prozentig) und legen es auf die Haut auf.

Tragen Sie anfangs dreimal, später (nach Besserung) einmal wöchentlich eine Bentonit-Sole-Packung auf die Problemzonen auf. Rühren Sie dazu Bentonit mit konzentrierter Sole (bei empfindlicher Haut mit einem 50/50-Gemisch aus Sole und Wasser) zu breiartiger Konsistenz an, tragen Sie die Mischung auf, lassen Sie sie 30 Minuten einwirken und waschen Sie sie vorsichtig wieder ab.

Da Hautprobleme oft auf eine gestörte Darmflora hinweisen, käme als weitere Maßnahme eine Darmsanierung mit Aufbau der Darmflora in Frage.

Bei Fußpilz

Nehmen Sie bei Fußpilz täglich ein Fußbad (15 Minuten) in 10-prozentiger Solelösung. Waschen Sie die Füße anschließend nicht ab, sondern tupfen Sie sie nur trocken. Lassen Sie sie dann an der Luft völlig abtrocknen, bevor Sie sich wieder Strümpfe überziehen.

Bei Asthma und anderen Atemwegsbeschwerden

Führen Sie Sole-Inhalationen durch: Geben Sie dazu 20 Gramm hochwertiges Salz in einen Topf mit 1,5 Liter dampfendem Wasser. Inhalieren Sie täglich 10 bis 15 Minuten. Natürlich können Sie auch einen Inhalator verwenden.

Bei Erkältungen und Heuschnupfen

Führen Sie einem Heuschnupfen oder Erkältungen regelmäßig Nasenspülungen mit einem Nasenkännchen (Apotheke) und einer 1-prozentigen Solelösung durch. Auch empfiehlt sich hier die bei Asthma beschriebene Inhalation.

Bei Arthritis und Gicht

Machen Sie kalte Soleumschläge mit konzentrierter Salzsole. Dazu ein Tuch immer wieder in die kühle Sole tauchen und auf die erkrankte Stelle legen.

Tragen Sie nach Bedarf eine Bentonit-Sole-Packung auf. Rühren Sie dazu Bentonit mit konzentrierter Sole zu breiartiger Konsistenz an, tragen Sie die Mischung auf, lassen Sie sie 60 Minuten einwirken und waschen Sie sie vorsichtig wieder ab.

Achtung: Keine Solebäder bei akuten Gichtanfällen oder rheumatischen Schüben!!

Bei Arthrose

Machen Sie um die schmerzenden Gelenke warme Umschläge mit konzentrierter Sole. Nehmen Sie 1- bis 2-mal wöchentlich Solebäder bei 37 Grad (20 Minuten lang) – 2 kg Kristallsalz auf 100 Liter Wasser.

Bei Arthrose ist jedoch insgesamt ein ganzheitliches Konzept nötig. Wir beschreiben es hier: Arthrose ganzheitlich behandeln. Die richtige Ernährung ist dabei ein wichtiger Faktor, weshalb wir einen Ernährungsplan für Arthrose-Betroffene entwickelt haben.

Bei Nieren- und Blasenbeschwerden

Mit der Sole-Trinkkur sollen sich selbst Nierensteine auflösen lassen, heißt es manchmal. Als einzige Maßnahme wird die Trinkkur hierbei aber nicht genügen. Zusätzlich ist immer auch eine nierenfreundliche basenüberschüssige Ernährung empfehlenswert.

Weitere Maßnahmen beschreiben wir im Artikel Nierensteine - Ursachen und Vermeidung sowie im Artikel Die ganzheitliche Nierenreinigung.

Salzsole bei Augenproblemen

Müde und trockene Augen nach stundenlanger Computerarbeit haben Pflege verdient. Führen Sie ein- bis dreimal täglich Augenbäder mit einer speziellen Augenbadewanne (Apotheke) und einprozentiger Solelösung durch.

Diese Solelösung brennt nicht, da sie der physiologischen Konzentration unserer Tränenflüssigkeit entspricht. Öffnen Sie während des Augenbades das Auge und lassen Sie es mehrere Minuten lang kreisen.

Fazit: Salzsole hat viele Anwendungsmöglichkeiten

Salz und Salzsole sind somit alte Hausmittel, die leicht erhältlich sind bzw. im Falle der Sole leicht im Haushalt hergestellt werden können. Ob äußerlich oder innerlich, viele Beschwerden reagieren positiv auf eine Anwendung von Salz oder Salzsole. Die Anwendungsmöglichkeiten sind zahlreich, sollten aber immer mit noch weiteren Maßnahmen kombiniert werden.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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