Zentrum der Gesundheit
  • curcumin
13 Juni 2022
7 min

Kurkuma - Sechs Tipps zur richtigen Anwendung

Kurkuma ist mehr ein Heilmittel als ein Gewürz, denn Kurkuma hilft gegen Krebs, beugt Alzheimer vor, leitet Schwermetalle aus, schützt vor Fluoriden, heilt die Leber und ist gleichzeitig ein starkes Antioxidans. Diese Eigenschaften hat Kurkuma natürlich nicht in den gewürzüblichen Kleinstmengen. Die richtige Anwendung von Kurkuma zu Heilzwecken ist jedoch für viele ein Rätsel. Daher zeigen wir Ihnen, wie Sie Kurkuma täglich so in Ihren Speiseplan einbauen können, dass Sie die erforderliche Dosis für eine Heilwirkung auch tatsächlich erreichen.

Kostenlosen Newsletter abonnieren

Mit Ihrer Anmeldung erlauben Sie die regelmässige Zusendung des Newsletters und akzeptieren die Bestimmungen zum Datenschutz.

Kurkuma - Die richtige Anwendung des wertvollen Gewürzes

Kurkuma ist eine Heilpflanze vom Feinsten. Lange Zeit war ihre gelbe Wurzel eher als Gewürz und Lebensmittelfarbstoff, denn als natürliche Medizin bekannt. Die eingesetzten Mengen waren entsprechend gering – so gering, dass die Heilwirkung der Pflanze kaum spürbar werden konnte. Inzwischen kennt fast jeder Kurkuma bzw. Curcumin. Curcumin ist der Hauptwirkstoffkomplex in Kurkuma.

So wirkt Curcumin

Curcumin ist inzwischen in unzähligen Studien überprüft worden, so dass man seine Hauptwirkungen kennt (entzündungshemmend, antioxidativ, antiviral, krebshemmend). In einigen dieser Studien wurde seine Wirkung sogar mit der von Medikamenten verglichen. Wir gehen darauf in unserem Artikel Kann Curcumin Medikamente ersetzen? ein. Die meisten Studien sind Zell- und Tierstudien, doch zeigen auch Erfahrungsberichte, wie gut Curcumin manche Therapien begleiten kann.

Eine gute Idee ist immer auch die Kombination verschiedener Pflanzenstoffe. So könnte z. B. Curcumin gemeinsam mit Silymarin, dem Wirkstoff aus der Mariendistel, bei Darmkrebs eine mögliche ganzheitliche Massnahme sein, wie wir unter vorigem Link beschreiben. Ebenfalls in Tierstudien zeigte sich Curcumin bei Brust- und Prostatakrebs als hilfreich und hatte dabei eine metastasenhemmende Wirkung.

In einer ersten klinischen Studie zum Thema Vergesslichkeit ergab sich, dass Curcumin hier nicht nur die Vergesslichkeit besserte, sondern sogar die Ablagerungen im Gehirn schrumpfen liess, die sich häufig bei Demenzen bilden.

Curcumin wirkt auch antiviral und kann daher nicht nur beim Epstein Barr Virus (Pfeiffersches Drüsenfieber), sondern auch bei manchen Formen des Oralkrebses eingesetzt werden, die von HP-Viren verursacht werden. Gleichzeitig haben Kurkuma und Curcumin antibakterielle Wirkung, so sie als Verstärker und auch Entlaster des Immunsystems gelten.

Aufgrund seiner antidiabetischen Wirkung kann Curcumin auch bei Diabetes regelmässig zum Einsatz kommen. Selbst zur Entgiftung können Curcumin und Kurkuma eingesetzt werden, da sie die Belastung mit Schwermetallen reduzieren.

Wie wendet man Kurkuma und Curcumin am besten an?

Wer nun also in den Genuss der heilsamen Wirkungen gelangen will, nimmt entweder eine entsprechende Nahrungsergänzung mit Curcumin ein oder würzt mit grösseren Mengen Kurkuma.

In Asien – der fernen Heimat Kurkumas – war Letzteres schon immer üblich. Man gibt dort deutlich grössere Mengen Kurkuma in die Speisen, als wir es hier in Europa gewöhnt sind. Auf diese Weise profitieren die Asiaten auch tatsächlich von den zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen der Pflanze.

Die Anwendung zu Heilzwecken sieht nun täglich mindestens 3 bis 5 Gramm Kurkuma vor. Vermutlich können nur dann die beschriebenen Wirkungen auch erzielt werden.

6 Tipps, wie Sie Kurkuma in der erforderlichen Dosis einnehmen können

Nun schmeckt Kurkuma zwar in winzigen Mengen wunderbar, pur und in grösseren Dosen wird das Aroma jedoch bitter und immer weniger genussvoll. Die Anwendung von hohen Dosen auf einmal ist daher nicht empfehlenswert.

Also setzt man Kurkuma einfach mehrmals täglich in nicht winzigen, aber immer noch recht kleinen Mengen ein, kombiniert ferner mit geschmacksmildernden Komponenten (z. B. Früchte, Ingwer etc.) und kommt auf diese Weise problemlos auf die gewünschte Dosis.

Passende Rezepte finden Sie im nachfolgenden Text oder auch in unserem Kurkuma-Kochbuch. Dort wird zusätzlich die 7-Tage-Kurkuma-Kur vorgestellt.

Kurkuma-Tipp 1: Veganes Rührei

Für zwei Personen

Zutaten:

  1. 250 g Bio-Tofu
  2. 1 TL Olivenöl
  3. 1 Zwiebel in Ringe geschnitten
  4. 1 rote Paprika in kleine Würfel geschnitten
  5. ½ grüne Paprika in kleine Würfel geschnitten
  6. ¼ TL Koriander gemahlen
  7. ½ TL Cumin gemahlen
  8. ½ TL Knoblauchpulver
  9. ½ TL Meer-, Stein- oder Kräutersalz
  10. Pfeffer nach Geschmack
  11. 1 TL Kurkuma

Zubereitung:

Tofu aus der Packung nehmen und gut zwischen Küchenpapier abtrocknen. In einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken, bis der Tofu in kleine Krümel verwandelt ist.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Gemüse andünsten.

Alle Gewürze ausser das Kurkuma hinzugeben und alles gut vermischen.

Nach einer Minute den Tofu und zwei EL Wasser unterrühren.

Für 1 bis 2 Minuten köcheln lassen.

Anschliessend Kurkuma einrühren, mit Pfeffer würzen und sofort servieren, z. B. als Füllung für mexikanische Tortillas oder Tacos mit einem feinen Avocado-Dip oder gemeinsam mit dem folgenden gelben Duftreis. Hier finden Sie ein weiteres Rezept für die Goldene Milch.

Kurkuma-Tipp 2: Gelber Duftreis

Für 2 bis 4 Personen

Zutaten:

  1. Jasmin-Vollkornreis (Menge je nach Personenanzahl, Wassermenge wie auf der Verpackung angegeben)
  2. 1 Lorbeerblatt
  3. 5 cm einer Zimtstange
  4. 3 Nelken
  5. ¾ TL Kurkuma
  6. 1 TL Meer-, Stein- oder Kräutersalz
  7. Pfeffer nach Geschmack
  8. 2 EL Olivenöl

Zubereitung:

Reis waschen und mit Wasser sowie den Gewürzen (bis auf Kurkuma) in einen Topf gegeben. Zum Kochen bringen.

Dann Deckel auf den Topf legen und die Hitze stark reduzieren, anschliessend weiter köcheln lassen – wie auf der Verpackung angegeben. Nach der Garzeit von der heissen Herdplatte nehmen und 10 Minuten zugedeckt nachquellen lassen.

Das Lorbeerblatt, die Nelken und die Zimtstange entfernen, Kurkuma, Pfeffer und Öl hinzufügen und servieren – vielleicht zu den folgenden Blumenkohl-Steaks?

Kurkuma-Tipp 3: Blumenkohl-Schnitzel

Zutaten für zwei Personen:

  1. 1 Kopf Blumenkohl (der sich gut in drei Scheiben schneiden lässt)
  2. Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  3. 2 EL Olivenöl
  4. 1 TL Ingwer gemahlen
  5. 1 TL Cumin gemahlen
  6. ½ TL Kurkuma
  7. Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Blumenkohl längs in drei dicke Scheiben schneiden.

Die Scheiben von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.

In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen und die „Steaks“ darin kurz anbraten, bis sie goldbraun sind.

Vorsichtig die Scheiben auf ein Backpapier legen.

Die Gewürze mit dem übrigen EL Öl verquirlen und damit die Blumenkohlscheiben einstreichen.

Im Backofen etwa 15 Minuten backen oder so lange, bis der Blumenkohl weich ist. Vor dem Servieren mit Pfeffer würzen.

Passt gut zu Reis, Couscous oder Quinoa. Hier finden Sie ein weiteres Rezept mit Film für leckere Blumenkohlschnitzel.

Kurkuma-Tipp 4: Guten-Morgen-Smoothie

Zutaten für eine Person:

  1. 1 grosse Hand voll grünes Blattgemüse wie z. B. Spinat oder Grünkohl
  2. 1 geschälte gefrorene Banane in Stücke geschnitten
  3. 1 Tasse Kokoswasser ungesüsst
  4. 2 EL weisses Mandelmus
  5. 1 EL Leinöl
  6. 1/8 TL Zimt
  7. ¼ TL Kurkuma

Zubereitung:

Alle Zutaten gemeinsam im Mixer zu einem feinen Smoothie mixen.

Kurkuma-Tipp 5: Kurkuma-Ingwer-Tee

Zutaten für eine Person:

  1. 1 Tasse Wasser (240 ml)
  2. ¼ TL Kurkuma
  3. ¼ TL Ingwer
  4. Eine Prise schwarzer Pfeffer
  5. 2 EL Hafermilch
  6. Nach Wunsch Agavendicksaft, Reissirup, Yaconsirup oder Stevia zum Abschmecken

Zubereitung:

Wasser im Wasserkocher heiss machen.

Das heisse Wasser mit den Gewürzen in den Mixer geben und gut durchmixen.

Dann in die Tasse (oder 2 kleine Tassen) füllen, Hafermilch einrühren und nach Geschmack süssen.

Hier finden Sie ein Rezept mit Film für ein weiteres Kurkuma-Getränk.

Kurkuma-Tipp 6: Curcumin-Kapseln – Die leichteste Form der Anwendung

Wenn Sie nun also den Tag mit einem Kurkuma-Smoothie beginnen, am Nachmittag Kurkuma-Ingwer-Tee trinken und zwei Mahlzeiten oder zwei Gerichte mit Kurkuma würzen, dann sind Sie bereits bei einer schönen Kurkuma-Menge pro Tag.

Gelingt dies nicht jeden Tag oder mögen Sie den Kurkuma-Geschmack nicht, dann können Sie auch Curcumin-Kapseln einnehmen, was die einfachste Methode der Kurkuma-Anwendung darstellt. Zwar liegt in den Kapseln dann das Curcumin hochdosiert vor, also in so hohen Dosen, die man allein mit Kurkuma tatsächlich nicht einnehmen könnte, doch zeigen manche Studien, dass dies nicht immer die beste Lösung sein muss und in manchen Fällen Kurkuma tatsächlich wirksamer ist als Curcumin.

Dennoch gibt es natürlich auch sehr viele Studien, die dem hochdosierten Curcumin eine sehr gute Wirkung bescheinigen, so dass es sich lohnt, einfach beides zu kombinieren: Das Essen mit Kurkuma würzen und Curcumin als Nahrungsergänzung einnehmen.

Achten Sie darauf, dass die Curcumin-Kapseln mit Piperin versetzt sind, einem sekundären Pflanzenstoff aus schwarzem Pfeffer, der die Bioverfügbarkeit und Wirksamkeit des Curcumins verbessern soll. Ein solches Produkt finden Sie im Internet unter dem Suchbegriff "Curcuperin".

Curcumin ist fettlöslich – daher immer mit ein wenig Fett nehmen!

Denken Sie daran, dass Curcumin fettlöslich ist, also immer mit einer fetthaltigen Mahlzeit, einer fetthaltigen Zwischenmahlzeit oder einem fetthaltigen Getränk (daher die Hafermilch im o. g. Tee) eingenommen werden sollte – ganz gleich, ob Sie Kapseln nehmen oder Kurkumapulver als Gewürz. Die Einnahme mit Wasser (oder heiss oder kalt) ist daher nicht besonders erfolgversprechend.

Da Curcumin nicht hitzeempfindlich ist, können Sie Kurkuma sowohl in kalte als auch in heisse Mahlzeiten geben.

Mit der richtigen Anwendung von Kurkuma werden Sie in Kürze die kraftvollen entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften des Kurkuma nicht mehr missen wollen.

Guten Appetit!

Liebe Leserinnen und Leser,
Hier haben Sie die Möglichkeit, bei unseren Artikeln einen Kommentar zu hinterlassen. Wir freuen uns über Lob, aber auch über konstruktive Kritik. Wenn Sie Kritik anbringen, geben Sie bitte auch die Quelle/Studie an, auf die Sie sich beziehen.
Lieben Dank, Ihre Redaktion vom Zentrum der Gesundheit