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  • Salz in einer Holzschaufel
8 min

Salz - Welches ist das beste?

Salz gibt es aus verschiedenen Quellen, etwa aus dem Meer oder dem Bergwerk. Es kann mehr oder weniger stark verarbeitet sein - und es kann bestimmte Zusätze enthalten, wie Fluorid oder Jod. Salz ist nicht nur ein beliebtes Gewürz, sondern kann genauso vorzüglich als linderndes Heilmittel bei vielen inneren und äußeren Beschwerden eingesetzt werden.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Aktualisiert: 19 Februar 2024

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Salz aus dem Urmeer

Das Meer ist die Wiege allen Lebens und so auch jene des Menschen. Am Anfang der Zeit war das Meer der Erde unbelebt. 700 Millionen Jahre nach Entstehung der Erde entstanden dann die ersten Lebewesen. Ganze drei Milliarden Jahre später wagten es die ersten, an Land zu gehen. Der genaue Zeitpunkt ist noch nicht geklärt. Man geht derzeit davon aus, dass die Landbesiedlung vor etwa 800 Millionen Jahren geschah.

Doch auch die Landlebewesen leben nicht wirklich ohne das Meer. Sie können an Land nur deshalb überleben, weil ihre Körper zu einem Großteil aus jenem Element bestehen, woraus sie sich einst entwickelt hatten: aus Salzwasser. Unser Blut ist eine einprozentige Salzlösung (Sole) und entspricht damit noch immer der Salzkonzentration der früheren Urmeere.

Salz ist somit enorm wichtig für uns. Wenn wir uns nun mit ausreichend Salz versorgen möchten, welche Maßnahme wäre da äußerst logisch und vernünftig? Richtig, wir sollten ein Schlückchen Urmeerwasser trinken. Urmeere gibt es leider nicht mehr. Doch das macht nichts. Stattdessen können wir das naturbelassene Salz der Urmeere (Stein- oder Kristallsalz) oder auch jenes der heutigen Ozeane (Meersalz, Fleur de Sel) für unsere Speisen oder Heil-Zubereitungen verwenden. Daneben gibt es das industriell aufbereitete Kochsalz, das in der Lebensmittelindustrie, aber auch in vielen Privathaushalten verwendet wird.

Kochsalz

Kochsalz wird auch Speisesalz genannt. Es wird aufwändig industriell verarbeitet, gebleicht, bei hohen Temperaturen gesiedet und gereinigt (= raffiniert), so dass es – und so schreibt es das Gesetz vor – nur noch aus Natriumchlorid besteht. Die übrigen im naturbelassenen Salz noch vorhandenen kleinen Mengen an Mineralstoffen (z. B. Kalium, Magnesium etc.) und Spurenelementen (z. B. Selen, Silizium, Zink etc.) sind hier nicht mehr enthalten.

Zusatzstoffe

Stattdessen können Zusatzstoffe beigemischt sein: Dazu gehören Rieselhilfen (Anti-Klumpmittel, z. B. Aluminium verbindungen oder Kaliumhexacyanoferrat sowie Jod- und Fluorverbindungen zur Prophylaxe von Schilddrüsenerkrankungen und Karies. Kochsalz, das in Wurstwaren verwendet wird, kann darüber hinaus auch Natriumnitrit enthalten (Pökelsalz) ( 1 ).

Gründe für die Raffination

Warum aber wird hauptsächlich Kochsalz in der Lebensmittelindustrie verwendet? Es wäre doch bedeutend einfacher, sich mühselige industrielle Raffinationsprozesse zu sparen und das Salz aus Meer oder Bergwerk in seiner ursprünglichen Form einzusetzen. Doch können die in der natürlichen Form enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente - aus Sicht der Lebensmittelindustrie - zu ungünstigen Eigenschaften führen.

Magnesium und Kalium beispielsweise sorgen für einen intensiveren, leicht bitteren Geschmack. Magnesium zieht außerdem Wasser an. Dadurch kommt es eher zum Verklumpen, was die Lagerfähigkeit einschränkt. Also müssen Magnesium und Kalium entfernt werden. Auch Reste von Tonerden können enthalten sein, die entfernt werden. Tonerden jedoch sind weder schädlich noch gefährlich. Im Gegenteil, sie könnten die aggressive Wirkung des Kochsalzes auf den Organismus aufgrund ihrer entgiftenden und absorbierenden Eigenschaften eher mildern.

Industrie braucht reines Natriumchlorid

Doch ist auch die Lebensmittelindustrie nur ein wirklich klitzekleiner Fisch inmitten all der übrigen Industrien, die Salz benötigen. Annähernd 93 Prozent der weltweiten Kochsalzmengen werden für industrielle Zwecke gebraucht. Zahlreiche Produkte – insbesondere der chemischen Industrie – können nur mit Hilfe von reinstem Kochsalz, also Natriumchlorid produziert werden, z. B. Waschmittel, aber auch Lacke, Plastik, PVC und vieles andere mehr.

Nachteile von zu viel Salz

Wird Salz gegessen, dann wird es mit Hilfe von Wasser im Körper in Lösung gehalten. Übermäßiger Salzkonsum kann daher den Körper aufschwemmen. Da die meisten Menschen parallel zu einem hohen Kochsalzkonsum sehr wenig Wasser trinken, wird wertvolles Wasser aus den Zellen abgezogen. Die betreffenden Zellen können daraufhin absterben und der Alterungsprozess unserer Organe, unserer Haut und unseres Blutes wird beschleunigt.

Wird gleichzeitig auch viel tierisches Protein gegessen, woraus bei der Verstoffwechslung u. a. Harnsäure entsteht, kann sich das Salz mit der Harnsäure verbinden, was zu Harnsäurekristallen führt. Diese können in den Nieren, der Gallenblase, den Gelenken oder im Bindegewebe (verklebte Faszien) eingelagert werden. Auf diese Weise können im Laufe der Jahre Nierensteine, Blasensteine, Gallensteine, Gicht oder Arthrose entstehen.

Wird Salz in Form von Wurst und anderen verarbeiteten Fleischprodukten gegessen, dann ist dort meist Pökelsalz enthalten. Es ist mit Natriumnitrit (etwa 0,5 Prozent) angereichert. Dadurch bleiben Fleisch und Wurst, die normalerweise aufgrund der normalen Verwesung graubraun werden würden, schön rot und länger haltbar. Aus Nitriten können sich aber – besonders im Zusammenwirken mit Protein – sog. Nitrosamine bilden, die als krebserregend gelten.

Früher gab man als Rieselhilfe einige Reiskörner ins Salz. Heute ist es die oben genannte Aluminiumverbindung (Aluminiumhydroxid). Aluminium soll sich jedoch in den Gehirnen von Alzheimerpatienten finden lassen, so dass Aluminium nach Möglichkeit vermieden werden sollte.

Kranke Schilddrüse durch Kochsalz?

Kochsalz gibt es auch mit Jod, weil wir in einem Jodmangelgebiet leben, heißt es, und daher über kurz oder lang an Schilddrüsenkrankheiten leiden werden, wenn wir nicht gut genug mit Jod versorgt sind. Doch kann Jod auch leicht überdosiert werden. Die Schilddrüse reagiert äußerst empfindlich auf eine solche Überdosierung. Eine leichte Schilddrüsenüberfunktion kann bei der allgemein üblichen Nahrungsmitteljodierung schnell in eine schwere Verlaufsform umschlagen und plötzlich eine medikamentöse Behandlung erfordern ( 10 ).

Die chronisch entzündliche Schilddrüsenkrankheit Hashimoto-Thyreoiditis, die als häufigste Autoimmunkrankheit in Europa gilt, wird durch Jodgaben beschleunigt. Hashimoto beschreibt die Selbstauflösung der Schilddrüse und tritt bereits bei 2 Prozent der Bevölkerung mit den entsprechenden Symptomen in Erscheinung.

Da sich die Krankheit jedoch oft erst dann bemerkbar macht, wenn die Schilddrüse bereits zum großen Teil zerstört ist, geht man von weiteren 6 Prozent der europäischen Gesamtbevölkerung aus, die noch unwissentlich an der Krankheit leiden.

Gefährliche Kochsalz-Jodierung

Wenn Sie also zu den Menschen mit unwissentlichem Hashimoto oder zu jenen mit unwissentlicher leichter Schilddrüsenüberfunktion gehören, dann sollten Sie künstliches Jod meiden! Da Sie aber von Ihren Beschwerden nichts wissen, haben Sie folglich auch keine Ahnung davon, dass Sie Jodsalz meiden müssen.

Wenn Sie nun aber ganz normal einkaufen und ganz normal essen, dann konsumieren Sie – aufgrund der Allgegenwärtigkeit von Jodsalz – so viel Jod, dass Ihre Schilddrüse damit nicht mehr zurecht kommt und Sie allein infolge der Zwangsjodierung krank werden. Oder anders ausgedrückt: Gäbe es kein Jodsalz, dann blieben Sie womöglich gesund!

Fluoridiertes Salz

Auch Fluoride werden gerne ins Speisesalz gemischt. Sie sollen die Zähne vor Karies schützen. Allerdings darf bezweifelt werden, ob sie das tun bzw. ob sie das so zufrieden stellend tun, dass wir die im Zusammenhang mit Fluoriden möglichen Gesundheitsrisiken gerne und ausnahmslos eingehen möchten.

Bestimmte Formen von Knochenkrebs sollen zum Beispiel von einer übermäßigen Fluoridzufuhr begünstigt werden. Interessant ist hier, dass Nagetiere offenbar deutlich mehr Fluoride vertragen als Menschen. Was für ein Missgeschick, dass ausgerechnet Nagetiere dazu dienten, die angebliche Ungefährlichkeit von Fluoriden bei Menschen zu beweisen ( 3 ).

Wer mittlerweile den Appetit auf herkömmliche Speisesalze verloren hat, findet Alternativen. Damit diese sich jedoch für die Aufwertung der Ernährung als auch für die unterschiedlichsten Heilanwendungen wirklich eignen, achten Sie beim Kauf auf Qualität. Denn nicht jedes Meersalz ist auch hochwertig, schadstofffrei und unverarbeitet, nicht jedes Steinsalz ist frei von Strahlenbelastung und Schwermetallen und nicht jedes Kristallsalz ist tatsächlich von Hand abgebaut, nur in Sole gewaschen und an der Sonne getrocknet:

Fleur de Sel

Fleur de Sel, die "Blume des Salzes" ist das teuerste Meersalz. Es wird ausschließlich in reiner Handarbeit gewonnen. In kleinen natürlichen Salzbecken an der Küste lassen Sonne und Winde das Wasser verdunsten. Übrig bleibt das Salz. An der Oberfläche entstehen feine "Salzblumen". Diese werden abgeschöpft und lediglich getrocknet. Sie kommen also völlig unbearbeitet in den Handel.

Das Fleur de Sel zeichnet sich durch einen relativ hohen Anteil an Magnesium und Calcium aus. Dadurch erhält es seinen besonderen Geschmack. Es hat ausserdem größere Kristalle als übliche Salze, eine höhere Restfeuchte und eine "knusprige" Konsistenz.

Fleur de Sel sollte nicht zum Kochen verwendet werden, sondern nur für frische Speisen oder zum Nachwürzen bei Tisch.

Ursprünglich galt Fleur de Sel als eines der kostbarsten Gewürze überhaupt. Inzwischen jedoch hat es der Mensch geschafft, das einst natürlichste Salz in eine bedenkliche Quelle von Mikroplastik zu verwandeln. Die Verseuchung der Meere mit Plastikmüll führte dazu, dass mikrofeine Plastikteilchen an der Meeresoberfläche schwimmen, die dann natürlich bei der Abschöpfung von Fleur de Sel mit abgeschöpft werden. Fleur de Sel ist somit derzeit leider nicht mehr empfehlenswert.

Meersalz

Ähnlich wie Fleur de Sel kann auch "normales" Meersalz mit Mikroplastik belastet sein. Untersuchungen ergaben jedoch eine sehr viel geringere Belastung.

Steinsalz

Steinsalz stammt aus Salzbergwerken. Dort war irgendwann einmal ein Urmeer. Es trocknete aus und harrte Millionen von Jahren im Untergrund – frei von Umweltbelastungen und Schadstoffen, bis es schließlich vom Menschen entdeckt wurde. Herkömmliches Natriumchlorid wird meist aus Steinsalz hergestellt. Letzteres wird jedoch auch unverarbeitet und naturbelassen angeboten. Dann hat es eine gräuliche Färbung. Dies liegt am fehlenden Bleich- und Reinigungsprozess und ist ein Hinweis auf die Naturbelassenheit.

Kristallsalz

So wie ein Edelstein ein Stein ist, aber nicht jeder Stein ein Edelstein, so ist Kristallsalz ein Steinsalz, doch ist Steinsalz nicht immer auch ein Kristallsalz. Man stelle sich die Kristallsalzvorkommen ähnlich wie Goldadern vor, die das graue Steinsalz an manchen wenigen Stellen in feinem Rosa durchziehen. Aus diesem Grunde ist der Abbau schwierig und für die Industrie nicht lohnend.

Der Unterschied zwischen Kristall- und Steinsalz liegt in den unterschiedlichen Druckverhältnissen begründet, die über die Jahrmillionen auf das Salz einwirkten. Natürlich abgebautes und unverarbeitetes Steinsalz erfüllt zwar alle Kriterien eines ganzheitlichen Salzes, doch erfuhr es nicht ausreichend Druck, damit seine Elemente in das Kristallgitter des Salzes hätten eingebunden werden können. Dadurch – so heißt es – seien die Elemente zu grobstofflich, um unseren Zellen zu nutzen.

Beim Kristallsalz führten die passenden Druckverhältnisse dagegen zur Entstehung eines geometrisch perfekten Kristalls, in dem die Elemente in einer so kleinen Teilchengröße vorliegen, dass sie vom menschlichen Körper hervorragend aufgenommen und verstoffwechselt werden können – so zumindest die Autoren des Buches "Wasser und Salz" (Ferreira und Hendel). Für Heilanwendungen, insbesondere für die Sole-Trinkkur sollte ausschließlich hochwertiges Kristall- oder Steinsalz verwendet werden.

Alle Informationen zur Sole-Trinkkur und weiteren Anwendungen der Sole finden Sie hier: Die Salzsole-Trinkkur und andere Anwendung der Sole

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.