Rote Bete - feuerrote Vitalstoffrübchen
Rote Bete sind äußerst gesund, schenken frischen Atem und haben kaum Kalorien.
Veröffentlichung am
03.03.2011 um
09:47 Uhr / Aktualisierung am
27.02.2012 um
17:02 Uhr
Rote Bete sind in vielerlei Hinsicht ein fast unbezahlbares Lebensmittel. Sie lassen sich auch in ungünstigen Lagen leicht kultivieren, erheben keine besonderen Ansprüche an den Boden und können völlig problemlos über die Wintermonate hinweg gelagert werden.
Nussgroße Rübchen können bereits beim Vereinzeln geerntet werden (diese gibt es im Frühjahr auf Bauernmärkten oder in manchem Hofladen) und bereichern mit ihrem köstlich butterzarten Geschmack in Form feuerroter Vitalstoffkugeln jede Mahlzeit sowohl optisch als auch kulinarisch - von ihrem gesundheitlichen Wert ganz zu schweigen.
Rote Bete sind reich an Betain, einem sekundären Pflanzenstoff, der die Funktion der Leberzellen stimuliert, die Gallenblase kräftigt und dabei hilft, die Gallengänge gesund und frei zu halten.
Das wiederum sorgt einerseits für eine reibungslose Verdauung und versetzt andererseits den Körper in die Lage, Stoffwechselendprodukte und Toxine vollständig und zügig auszuscheiden.
Betain besitzt außerdem die Fähigkeit, den Homocysteinspiegel zu senken und schützt auf diese Weise vor Herz- und Gefäßkrankheiten. Homocystein ist eine toxische Aminosäure, die während des Proteinstoffwechsels im Organismus entsteht und normalerweise durch Weiterverarbeitung in die Aminosäure Cystein sofort wieder entschärft wird.
Gelingt dies jedoch nicht (z. B. aufgrund eines Vitamin-B- und/oder Folsäuremangels), kann der erhöhte Homocysteinspiegel zu Gefäßschäden und damit zu einem erhöhten Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung führen.
Da Rote Bete nicht nur Betain, sondern auch in großen Mengen Folsäure enthalten, darf der regelmäßige Genuss von Rote-Bete-Gerichten und Rote-Bete-Saft als echte Vorbeugungsmaßnahme gegen Herzinfarkt und insbesondere Schlaganfall betrachtet werden.
Inzwischen wird sogar vermutet, dass ein hoher Homocysteinspiegel zur Entstehung von Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson beitragen kann - die Rote Bete also auch hier schützend zur Tat schreitet.
Rote Bete wirken zwar nicht so drastisch und unvermittelt wie etwa ein pharmazeutisches Aufputschmittel oder wie Antidepressiva. Dennoch ist Betain auch als Trimethylglycin (TMG) bekannt und dieses gilt als "Stimmungsaufheller" der gemäßigten Sorte, da es den Spiegel unseres Glückshormons Serotonin erhöhen kann.
Laut einer Studie aus dem Jahre 2008 genügt es bereits, etwas mehr als zwei Gläser Rote-Bete-Saft am Tag zu trinken, um den Blutdruck in Schach zu halten. Innerhalb von drei Stunden, nachdem Freiwillige 500 Milliliter Rote-Bete-Saft getrunken hatten, zeigte sich eine bemerkenswerte Senkung ihres Blutdruckes. Außerdem blieb diese Senkung des Blutdrucks noch bis zu 24 Stunden nach dem Konsum des Saftes stabil.
Rote Bete gehören außerdem zur sog. "Rübentherapie". Naturheilkundlich bewanderte Ärzte setzen diese (u. a.) in der Tumortherapie, als präventive Maßnahme gegen Darmkrebs, bei Blutkrankheiten und auch bei Leukämie ein. Dabei werden nicht nur die Rüben selbst, sondern auch deren rohe Blätter verwendet (als Saft oder in grünen Smoothies).
Der Vitalstoffreichtum der Blätter übertrifft denjenigen der Rübchen um ein Vielfaches. So enthalten die Rote-Bete-Blätter die siebenfache Calciummenge der Rote-Bete-Rüben, die dreifache Magnesiummenge, die sechsfache Vitamin-C-Menge, die mehr als zweihundertfache Vitamin-A-Menge und die zweitausendfache Menge an Vitamin K. Überlegen Sie es sich also lieber zweimal, ob Sie die Rote-Bete-Blätter kompostieren oder nicht doch lieber essen möchten.
Rote-Bete-Blätter sind ferner dafür bekannt, dass sie wirksam gegen Knoblauch-Atem sind, und in der Zeit der Römer empfahl Hippokrates Rübenblätter zum Verbinden von zu langsam heilenden Wunden.
Rote Bete unterstützen ganz hervorragend jede Art von Entgiftung und innerer Reinigung des Körpers. Eine Darmreinigung beispielsweise kann immens beschleunigt werden, wenn täglich frischer Saft aus den Rüben und Blättern der Rote Bete getrunken wird. Gleichzeitig erhöht sich die Widerstandskraft des Organismus, woraufhin sich manche Beschwerden vollständig in Luft auflösen.
Ganz besonders gut auf den regelmäßigen Verzehr von Rote Beten reagieren Hautprobleme wie etwa Furunkel, Abszesse und auch Akne.
Rote Bete sind - wie bereits erwähnt - außerordentlich reich an Folsäure. Dieser Vitalstoff ist bekanntlich nicht nur, aber ganz besonders für Schwangere von Bedeutung, da er für die Produktion neuer Zellen benötigt wird. Ist genügend Folsäure vorhanden, bleibt das ungeborene Baby vor Lippen-Gaumen-Spalten und dem sog. offenen Rücken (Spina bifida) verschont.
Auch Menschen, die sich in einem Heilungsprozess befinden, profitieren von der Folsäure (und allen anderen Inhaltsstoffen der Rote Bete) und reagieren mit einem beschleunigten Heilvorgang.
Da Folsäure - und viele andere Vitalstoffe - hitzeempfindlich sind und außerdem bei Lagerung abgebaut werden, sollten Sie Rote-Bete-Saft wenn möglich selbst herstellen (gekaufte Säfte sind pasteurisiert und stehen seit einiger Zeit unter Lichteinfluss im Ladenregal) und bevorzugt Rote-Bete-ROHkost zu sich nehmen.
Reiner Rote-Bete-Saft schmeckt gewöhnungsbedürftig und mundet pur nicht jedermann. Gemischt mit Karotten, Äpfeln und insbesondere etwas Zitrone jedoch wird er zu einer unvergleichlichen Köstlichkeit.
Falls Sie noch keinen Entsafter haben, achten Sie beim Kauf eines solchen darauf, dass es sich NICHT um einen Zentrifugenentsafter, sondern um einen Entsafter mit Press-Schnecken- oder Press-Walzen-Technik handelt, der mit etwa 80 bis 110 Umdrehungen arbeitet und problemlos auch Blattgemüse entsaftet.
1 kleine biologische Rote Bete (die kleinen sind meist die süßeren)
2 biologische Karotten
1 Stange biologischer Sellerie
(nach Wunsch: 1-2 süßsaure Bio-Äpfel und 1/4 Bio-Zitrone)
Waschen Sie das Gemüse mit Wasser und einer Gemüsebürste. Entfernen Sie die Spitzen der Karotten und der Roten Bete. Schälen Sie die Rote Bete, wenn die Schale hart ist. Ansonsten schneiden Sie nur die Spitze ab. Schneiden Sie das Gemüse in kleine Stücke, so dass Sie in Ihren Entsafter passen. Entsaften Sie das Gemüse und servieren Sie den Saft.
Für mehr Süße:
Um einen süßeren Saft zu erhalten, fügen Sie einen Apfel hinzu oder verwenden Sie anstatt der beiden Karotten zwei Äpfel.
Für mehr Spritzigkeit:
Geben Sie ein Stück einer unbehandelten Zitrone MIT Schale in den Entsafter, was Ihrem Saft eine spritzig-aromatische Note verleihen wird - von all den heilsamen Wirkungen der sekundären Pflanzenstoffe aus der Zitronenschale ganz zu schweigen.
Für mehr Vitalstoffe und Chlorophyll:
Geben Sie - um in den Genuss eines noch größeren Vitalstoffreichtums und der höchst positiven Auswirkungen des Blatt-Chlorophylls zu gelangen - einige Rote-Bete-Blätter, einige Stängel Petersilie oder andere grüne Blattgemüse mit in den Entsafter.
Fügen Sie dem frischen Saft - wenn Sie kein grünes Blattgemüse zur Verfügung haben - einen Teelöffel eines Bio-Graspulvers bei. Dabei haben Sie - ganz nach individuellem Bedarf - die Wahl zwischen Weizengras, Dinkelgras, Gerstengras, Kamutgras und Alfalfa.
Für mehr Energie:
Steigern Sie die energetisierende Wirkung des Saftes und fügen Sie eines der folgenden Produkte hinzu:
Für die Extra-Portion Eiweiß:
Gönnen Sie sich eine Extra-Portion hochwertigen und basischen Pflanzenproteins, indem Sie Ihrem Saft ein wenig Sunwarrior Reisprotein in Rohkostqualität beifügen.
Viele Menschen essen regelmäßig Rote-Bete-Salat. Leider verwenden sie dazu gekochte Rote Bete aus dem Glas oder sie kochen die Rote Bete dazu selbst. Dabei werden gerade jene Vitalstoffe und Enzyme zerstört, auf die unser Körper wartet und die er für dauerhafte Gesundheit und unerschütterliche Leistungsfähigkeit benötigt. Aus diesem Grunde stellen wir Ihnen nachfolgend ein schnelles Rezept für eine köstliche Rote-Bete-Rohkost vor:
1 Rote Bete
1 kleiner Apfel
etwas fein gehackte Zwiebel
fein gehackte Kräuter nach persönlicher Vorliebe wie z. B. Petersilie, Schnittlauch, Oregano, Dill, Basilikum
Für den Dressing:
Apfelessig, Hanföl und etwas Kristallsalz
(nach Wunsch: gehackte Walnüsse oder einige Kürbiskerne o. ä.)
Raspeln Sie die gewaschene und geschälte Rote Bete und den Apfel (mit Schale) feinstmöglich und vermischen Sie die Rohkost mit den Kräutern und dem Dressing. Das Dressing sollte den Salat gut "durchfeuchten" und saftig machen. Bestreuen Sie den Salat mit Nüssen oder Kernen nach Wahl.
Guten Appetit :-)
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Ich esse regelmäßig aus dem Bio Laden erstandene Rote Bete, die Dampfgekocht wurde und dan verpackt ist in ihrem (wenig) Saft. Ist das ebenso zu empfehlen, oder doch besser frisch kaufen und selber, wie hier beschrieben, zubereiten? Danke.
Zentrum der Gesundheit:
Hallo Joerg,
vielen Dank für Ihre Mail.
Ab und zu können Sie rote Bete natürlich auch (dampf)gekocht verzehren. Da beim Kochen (auch beim Dämpfen) jedoch viele der wertvollen Enzyme inaktiviert werden und die Vitalstoffmenge reduziert wird, ist es sehr empfehlenswert, rote Bete im Rahmen der beschriebenen Rezepte zuzubereiten und als Rohkost zu verzehren :-)
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit