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So senken Sie Bluthochdruck

Bluthochdruck tut nicht weh. Trotzdem schädigt er schleichend die Blutgefässe und das Herz. Bluthochdruck ist damit ein wichtiger Risikofaktor für Schlaganfall und Herzinfarkt. Wenn auch Sie zu hohen Blutdruck haben, dann senken Sie ihn. Nicht immer müssen es Medikamente sein. Der Blutdruck lässt sich oft auch auf natürliche Weise senken. Und seien Sie nicht überrascht, wenn die empfohlenen Massnahmen nicht nur Ihren Blutdruck normalisieren, sondern andere Beschwerden damit ebenfalls verschwinden.

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23 November 2021

Blutdruck lässt sich natürlich senken

Bluthochdruck betrifft in den Industrieländern mittlerweile jeden dritten Erwachsenen (aber auch schon etliche Kinder). Viele der Betroffenen sind sich dessen gar nicht bewusst, da der Bluthochdruck zu Beginn oftmals keine spürbaren Beschwerden zeigt. Und wenn doch, so wird meist keine ernsthafte Ursache dahinter vermutet.

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Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Kurzatmigkeit und allgemeine Schlappheit werden heute schnell den üblichen Stressfolgen zugeschrieben. Nach der tatsächlichen Ursache wird jedoch nicht gesucht. Doch genau das sollten Sie tun. Denn erst wenn Ihr Arzt eine konkrete Diagnose erstellt hat, können Sie zielbewusst aktiv werden.

Sollte Ihren Beschwerden tatsächlich eine Hypertonie (Bluthochdruck) zugrunde liegen, können Sie Ihren Bluthochdruck oft mit ganzheitlichen Massnahmen natürlich senken.

Das Besondere an der ganzheitlichen Vorgehensweise ist, dass Sie nicht nur Ihrem Blutdruck zeigen, wo sein Platz ist (nämlich bei etwa 120 zu 80), sondern Sie verbessern gleichzeitig Ihren möglicherweise erhöhten Cholesterinspiegel ebenso wie ungünstige Blutzuckerwerte.

Das Trio "Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel und hohe Blutzuckerwerte" taucht nämlich sehr gerne gemeinschaftlich auf, oft dazu noch in Begleitung eines mehr oder weniger stark ausgeprägten Übergewichts. Wenn alle vier Beschwerden zusammen auftreten, spricht man vom Metabolischen Syndrom.

Doch ganz egal, ob der Bluthochdruck bei Ihnen nun im Rahmen des Metabolischen Syndroms oder alleine auftritt, die naturheilkundlichen Massnahmen gegen Bluthochdruck bleiben dieselben. (29)

Bluthochdruck – Was ist das?

In den Blutgefässen kreist das Blut durch unseren Körper. Angetrieben wird der Blutkreislauf durch unser Herz. Es pumpt das Blut in sämtliche Körperbereiche. Wenn sich das Herz zusammenzieht, wird das Blut unter Druck zunächst in die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt, von wo aus es dann in die Arterien gelangt. Die Druckwelle, die das Pumpen erzeugt, wird an der Halsschlagader oder am Handgelenk als Puls tastbar. Bei der Blutdruckmessung ergibt sich aus diesem Druck der obere (systolische) Wert.

Damit das Herz sich für den nächsten Pumpvorgang erneut mit Blut füllen kann, muss es sich zunächst erst wieder entspannen. Trotz dieser Entspannung besteht jedoch weiterhin ein gewisser – jetzt natürlich niedrigerer – Druck im Gefässsystem. Dieser geringere Druck ergibt dann den unteren (diastolischen) Blutdruckwert.

Die Blutdruckmessung

Wenn der Arzt nun Ihren Blutdruck misst, sagt er vielleicht: 120 zu 80. Was bedeutet das? Die erste Zahl (120) beschreibt den oberen, also den systolischen Wert, die zweite Zahl (80) den unteren, also den diastolischen Wert. In Schriftform sieht das so aus: 120/80 mmHg.

Die Einheit "mmHg" steht für "Millimeter Quecksilbersäule", da man früher mit quecksilberhaltigen Blutdruckmessgeräten arbeitete. Sie waren – ähnlich wie das auch bei Fieberthermometern der Fall war – mit einer Skala versehen, so dass man den Blutdruckwert am steigenden Quecksilber ablesen konnte.

Falls Ihr Blutdruck tatsächlich bei 120/80 mmHg angesiedelt sein sollte, brauchen Sie eigentlich nicht mehr weiterlesen. Ihr Blutdruck ist hervorragend, von Bluthochdruck keine Spur.

Bluthochdruck – Die Werte und Symptome

Ab einem Blutdruck von etwa 130/85 mmHg nimmt das Gesicht Ihres Hausarztes jedoch schon leicht besorgte Züge an. Vermutlich teilt er Ihnen mit, dass Sie keinen normalen Blutdruck mehr haben, sondern einen hochnormalen. Daher sollte man Ihren Blutdruck künftig im Auge behalten, meint er.

Und Sie – so lautet seine Empfehlung – sollten am besten all das meiden, was Sie bisher womöglich häufig gemacht haben: bei der Arbeit gestresst sein, gut und reichlich essen, zu Hause so oft wie möglich faul auf der Couch liegen und – wann immer es geht – zum Feiern abtauchen. (11)

Natürlich nehmen Sie Ihren Arzt nicht wirklich ernst. Man lebt schliesslich nur einmal. Und Symptome verspüren Sie auch keine. Also dürfte alles bestens sein. Irgendwann – vielleicht erst Jahre später – klappt das mit dem Feiern nicht mehr so gut. Sie fühlen sich schlapp. Selbst der Ausflug vom Sofa in den Keller, um ein weiteres Fläschchen Bier zu holen, endet mit Herzklopfen und Kurzatmigkeit. In den Ohren rauscht es und der Kopf schmerzt. Schwindel bestimmt Ihren Alltag.

Verändern Sie Ihr Leben und haben Sie Spass dabei

Ein erneuter Arztbesuch bringt es ans Tageslicht: Ihr Blutdruck ist weiter gestiegen – mittlerweile auf 150/95 mmHg. Bereits ab 140/90 mmHg spricht man von Bluthochdruck.

Solange Ihr Blutdruck noch unter 180/110 liegt, können Sie – natürlich in Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt – die Sache möglicherweise noch ohne Medikamente angehen. Das aber bedeutet, dass sich Ihr Leben ab sofort grundlegend verändern muss.

Sie werden feststellen, dass ungesundes Essen zwar ganz gut schmecken mag, gesundes Essen hingegen noch viel besser schmecken kann. Sie werden merken, dass faul sein gelegentlich zwar ganz nett ist, dass Ihnen Bewegung allerdings ein ganz anderes – nämlich lebendiges und attraktives – Körpergefühl vermitteln wird.

Sie werden nach wie vor feiern gehen, denn "feiern" bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass Sie sich masslos mit Hochprozentigem vergnügen müssen. Kurzum: Sie werden erkennen, dass ein gesundes Leben viel mehr Spass macht als das vorige – ganz einfach deshalb, weil Sie wieder richtig fit sind und sich ausgesprochen wohl fühlen.

Die Einteilung der Blutdruckwerte

Die Einteilung der Blutdruckwerte als PDF zum Ausdrucken finden Sie hier unter diesem Link.

Ist ein Bluthochdruck bei älteren Menschen normal?

Mit zunehmendem Alter steigt der Blutdruck ausserdem etwas an – und das ist auch ganz normal. Allerdings nur dann, wenn Sie über 70 oder noch besser über 80 Jahre alt sind und für 20 Schritte (in normaler Gehgeschwindigkeit) mehr als 8 Sekunden brauchen oder sich erst gar nicht mehr auf eigenen Füssen halten können. Dann darf der Blutdruck auch bei 140/90 liegen, aber nicht unbedingt höher.

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Die dazu passende Studie soll allerdings vermutlich weniger den Bluthochdruck älterer Menschen verharmlosen, als vielmehr aufzeigen, dass älteren gebrechlichen Menschen die übliche medikamentöse Blutdrucksenkung weniger gut bekommt als ein moderater, aber unbehandelter Bluthochdruck – zumal überdies im Gespräch ist, dass ein höherer Blutdruck bei älteren Menschen gar vor der Alzheimer-Krankheit schützen können soll.

Bluthochdruck – Die Ursachen

Warum aber sollte man überhaupt einen hohen Blutdruck senken wollen? Bluthochdruck ist – auch dann, wenn er symptomlos verläuft – ein Zeichen dafür, dass im Körper etwas Gravierendes nicht stimmt. Denn Bluthochdruck entwickelt sich nicht einfach so. Bluthochdruck hat eine Ursache. Beachtet man den Bluthochdruck nicht, dann kann er sich weiterhin unbemerkt verstärken, was letztlich ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann, wie z. B. eine Schädigung des Herzens, einen Schlaganfall oder auch einen Herzinfarkt.

Daher ist es äusserst wichtig, auch einen beschwerdefrei verlaufenden Bluthochdruck ernst zu nehmen und nach der Ursache zu fahnden. In der Schulmedizin ist aber gerade DAS nicht besonders üblich und man bezeichnet in über 90 Prozent aller Bluthochdruckfälle den Bluthochdruck als essentielle Hypertonie und somit als Bluthochdruck, für den keine organische Ursache vorzuliegen scheint.

Zwar werden schwerwiegende Bluthochdruckgründe wie z. B. eine Niereninsuffizienz überprüft, doch die nachfolgend beschriebenen Faktoren, die in naturheilkundlichen Kreisen Beachtung finden, nimmt die Schulmedizin nur selten ernst.

1. Bluthochdruck entsteht bei Übersäuerung

Normalerweise verfügt der Körper über einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt, denn er besitzt Regulationsmechanismen, mit denen er einen vorübergehenden Säureüberschuss problemlos ausgleichen kann. In der heutigen Zeit gelingt ihm dies jedoch immer seltener, denn die Flut an Säuren, die tagtäglich in den Körper gelangen, kann er längst nicht mehr kompensieren.

Ein ständiges Übermass an Säuren, das zur Übersäuerung führt, wirkt sich aus naturheilkundlicher Sicht im ganzen Körper aus – so auch auf die Fliesseigenschaft des Blutes. Durch den permanenten Säurekontakt verlieren die Blutzellen ihre Flexibilität und versteifen. Infolgedessen verdickt das Blut und der Blutfluss wird vermindert.

Damit dennoch alle Körperbereiche ausreichend mit Blut versorgt werden können, muss das Herz jetzt deutlich kräftiger pumpen, wodurch sich der Blutdruck entsprechend erhöht.

Die Hauptursache einer Übersäuerung ist wiederum sehr einfach erklärt: Es handelt sich um eine allgemein ungesunde Ernährungs- und Lebensweise, die folgendermassen charakterisiert ist (12, 16, 23):

  1. zu viele säurebildende, stark verarbeitete und mit Schadstoffen belastete Nahrungsmittel – besonders wenn man häufig auswärts isst
  2. zu viel Salz
  3. zu viele Genussgifte und Drogen (Zucker, Koffein, Alkohol, Nikotin)
  4. zu wenig gutes Trinkwasser (stattdessen Softdrinks, minderwertige Säfte, Energydrinks etc.)
  5. zu wenig Schlaf
  6. zu wenig Bewegung
  7. zu viel Stress

Eine solche Ernährungs- und Lebensweise führt letztlich immer dazu, dass der Körper früher oder später sein gesundes Gleichgewicht verliert. Aus diesem Grund geht nahezu jede Blutdruckerkrankung auch mit einer Übersäuerung des Körpers einher. Infolgedessen ist eine Entsäuerung eine wichtige naturheilkundliche Massnahme, um den Blutdruck natürlich zu senken.

Eine Entsäuerung kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden. Man wählt jenes Entsäuerungsprogramm, das besonders gut zur persönlichen Situation und zum individuellen Zustand passt. Ganz gleich, welches Entsäuerungsprogramm Sie aber wählen (Sie finden hier die Vorstellung der zur Auswahl stehenden Entsäuerungsprogramme), besprechen Sie es mit Ihrem ganzheitlich orientierten Arzt.

Empfehlenswert ist z. B. die Entsäuerung mit Basencitraten, die auch das für Bluthochdruck so wichtige Kalium und Magnesium liefern. (15) Eine internationale Studie hat gezeigt, dass eine erhöhte Kaliumaufnahme den Blutdruck bei Menschen mit Hypertonie senkt und keine negativen Auswirkungen auf die Blutfettkonzentrationen oder die Nierenfunktion bei Erwachsenen hat. Auch wurde beobachtet, dass die Zahl der Schlaganfälle bei einer hohen Kaliumzufuhr um 24 Prozent zurückging. (7, 8)

Bei stärkerem Bluthochdruck geht man vorsichtiger vor und startet mit Basentees am Morgen und Abend und nimmt regelmässig basische (Fuss-)Bäder. Die Umstellung der Ernährung in Richtung basenüberschüssig ist natürlich eine wichtige Begleitmassnahme bei jedweder Entsäuerung.

Zum Einstieg in eine gesunde, vitalstoffreiche und basenüberschüssige Ernährung empfehlen wir eine 7-tägige Kur mit basischer Ernährung.

2. Bluthochdruck entsteht durch Ablagerungen

Um dem permanenten Druck des Blutes auf die Arterien- und Venenwände standhalten zu können, müssen die Gefässwände elastisch und gleichzeitig voller Spannkraft sein. Werden die Blutgefässwände aber starr und brüchig, dann wird es problematisch. Ablagerungen bilden sich jetzt an den Gefässwänden, um die brüchigen Stellen zu kitten. Die Blutgefässe verengen sich dadurch und der Blutdruck muss steigen, damit trotz der immer enger werdenden Blutgefässe noch immer ausreichend Blut durch den Körper fliesst. Natürlich steigt auch jetzt die Gefahr für Thrombosen, Infarkte und Schlaganfälle.

Verschiedene Faktoren können zu dieser kritischen Brüchigkeit der Gefässwände, den Ablagerungen und damit zu Bluthochdruck beitragen:

  1. Durch einen Mangel an Folsäure, Vitamin B6 und B12 steigt der Homocysteinspiegel. Homocystein ist ein giftiges Stoffwechselabbauprodukt, das normalerweise von den genannten Vitaminen abgebaut wird. Fehlen die Vitamine, bleibt das Homocystein im Blut und führt dort zu oxidativem Stress (freien Radikalen). Diese wiederum führen zu chronischen Entzündungen, schädigen die Blutgefässwände und lassen die Fettsäuren – Bestandteile der Blutgefässwand – oxidieren.
  2. Auch Bakterien (z. B. gestörte Darmflora), Virusinfekte, Medikamente, Schlacken, Säuren und Chemikalien führen zu einem erhöhten oxidativen Stresspegel in den Blutgefässen, somit zu einer grossen Zahl freier Radikale und diese wieder zu Schäden in der Blutgefässwand. (20, 21)
  3. Wären gleichzeitig ausreichend Antioxidantien vorhanden, könnten die freien Radikale entschärft und Schäden verhindert werden. Das aber ist oft nicht der Fall. Also zählt auch ein Antioxidantienmangel zu den wichtigsten Ursachen für Bluthochdruck.
  4. Auch wenn die Ablagerungen an den Blutgefässwänden Calcium (Kalk) enthalten, ist es nicht sinnvoll, Calcium zu meiden. Im Gegenteil, ein Mangel an Calcium kann sogar die Arterienverkalkung (Ablagerungen) verstärken oder initiieren (1). Daher sollte die Calciumversorgung überprüft und gegebenenfalls mit einem passenden Nahrungsergänzungsmittel (z. B. Sango Meeres Koralle) optimiert werden. In diesem Zusammenhang ist auch der Vitamin-D-Spiegel zu überprüfen. Vitamin D ermöglicht überhaupt erst die Resorption relevanter Calciummengen aus dem Darm. Abgesehen davon kann auch ein Vitamin-D-Mangel Bluthochdruck mitverursachen bzw. eine Arteriosklerose begünstigen. (Siehe auch weiter unten unter "Nahrungsergänzungsmittel, die den Blutdruck natürlich senken", unter 6.). Gemeinsam mit Vitamin D wird häufig auch Vitamin K eingenommen. Denn Vitamin K sorgt dafür, dass das Calcium im Körper ordnungsgemäss verteilt wird, also eher in die Knochen gelangt und eben nicht für den Aufbau von Ablagerungen an den Gefässwänden genutzt wird.

3. Bluthochdruck durch Stress und psychische Überlastung

Viele Bluthochdruckpatienten haben eine Eigenschaft gemein: Sie neigen dazu, sich ständig selbst "unter Druck" zu setzen. Sie haben den Anspruch, sämtliche Aufgaben, die ihnen zugeteilt werden, ebenso wie jene, die sie sich selbst auferlegen, mit möglichst 150-prozentigem Einsatz zu erledigen. Alleine diese Haltung setzt sie permanentem Stress aus.

Erschwerend kommt hinzu, dass diese Menschen aufgrund ihrer hohen Erwartungshaltung dazu neigen, sich häufig nicht nur über sich selbst, sondern auch über ihre Mitmenschen zu ärgern, ohne dies jedoch zu kommunizieren, denn das fällt ihnen ausgesprochen schwer. Stattdessen schlucken sie ihren Ärger hinunter.

Diese Eigenschaft erzeugt eine andauernde innere Unruhe, die den ohnehin schon hohen Stresspegel der Betroffenen noch weiter in die Höhe treibt. Stresshormone jedoch sorgen automatisch dafür, dass der Blutdruck steigt. Wird der Stress chronisch, dann steigt auch gleich der innere – der oxidative – Stress und dieser wiederum ist bekanntlich ein gravierender Risikofaktor für Schäden der Blutgefässwände und somit auch für Bluthochdruck.

4. Die Antibabypille fördert Bluthochdruck

Bei jüngeren Bluthochdruckpatientinnen könnte auch die Antibabypille Auslöser des Bluthochdruckes sein, da Pillenehmerinnen deutlich häufiger von Bluthochdruck betroffen sind als Frauen, die auf andere Art verhüten.

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5. Schwache Nieren fördern Bluthochdruck

Liegt eine Nierenschwäche vor, so versuchen die Nieren ihre Durchblutung zu erhöhen, in der Hoffnung, dadurch wieder leistungsfähiger zu werden. Zur Erhöhung der Durchblutung muss zunächst der Blutdruck nach oben geschraubt werden. Das gelingt den Nieren sehr gut, da sie ein blutdrucksteigerndes Hormon bilden können. Bei Bluthochdruck daher immer auch die Nieren im Auge behalten – zumal andererseits ein chronischer Bluthochdruck auf Dauer die Nieren schädigen kann.

6. Bluthochdruck durch hohe Harnsäurewerte

Eine ähnliche Wechselwirkung ist bei hohen Harnsäurewerten möglich. Wenn Sie also wissen, dass Ihr Harnsäurespiegel öfter zu hoch ist oder Sie gar gelegentlich von Gichtanfällen attackiert werden, dann könnte auch dieser Punkt zu hohem Blutdruck führen. Sobald Sie harnsäuresenkende Massnahmen ergreifen, wird auch ein harnsäurebedingter Blutdruck sinken.

Viele der genannten möglichen Ursachen finden in der Schulmedizin kaum Beachtung. Hier werden recht schnell einfach nur Blutdrucksenker verschrieben.

Was macht die Schulmedizin gegen Bluthochdruck?

Auch wenn es in allen medizinischen Leitlinien zur Hochdruckbehandlung heisst, dass so genannte Lebensstiländerungen wie eine Umstellung der Ernährung, mehr Bewegung und ggf. auch eine Gewichtsabnahme Teil der Therapie sein sollten, kommen diese in der Praxis häufig zu kurz. (9, 22) Und auch in den Leitlinien zur Behandlung der arteriellen Hypertonie der Deutschen Hochdruckliga e. V. (DHL) fristen Lebensstiländerungen doch ein rechtes Mauerblümchendasein auf nur wenigen Seiten. (2)

Ein Rezept für einen Blutdrucksenker ist hingegen schnell ausgestellt. Einen Hochdruckpatienten eingehend über gesunde Ernährung zu informieren und ihn zu mehr Bewegung und zum Abnehmen zu motivieren, dauert hingegen sehr viel länger und wird nicht ausreichend honoriert. Zudem wird der Effekt dieser Massnahmen meist völlig unterschätzt, die Wirkung von Blutdrucksenkern hingegen gerne überschätzt – dafür legt sich die Pharmaindustrie auch kräftig ins Zeug.

Falls Sie nur ein einziges Medikament gegen Bluthochdruck verordnet bekommen, dann vermag dieses Ihren Blutdruck nur um 5 bis 15 mmHg zu senken. Das aber schaffen Sie locker auch mit mehr Bewegung und einer gesunden Ernährung, wie Sie gleich noch sehen werden!

Weil aber EIN Medikament allein zu keinem drastischen Absenken des Blutdruckes führt, bekommen 40 bis 78 Prozent aller Hochdruckpatienten zwei und mehr Medikamente gleichzeitig verschrieben (Leitlinien zur Behandlung der arteriellen Hypertonie 1, S. 48). Doch damit potenzieren sich nicht nur die erwünschten, sondern auch die unerwünschten Wirkungen. (4)

Blutdrucksenker und ihre Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen der am meisten verordneten Blutdrucksenker (gemäss der jeweiligen Fachinformation) zählen – wer hätte es gedacht – Blutdruckabfall. Nur leider fällt der Blutdruck nicht einfach nur bis zu einem gesunden Wert, sondern oft weit tiefer, nämlich so tief, dass sich nicht selten Symptome eines zu niederen Blutdrucks einstellen.

  1. Betablocker (Propranolol, Metoprolol, Bisoprolol und andere mit der Endung "-olol") können müde machen, zu Schwindel, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen führen. Sie verlangsamen den Herzschlag, beim Aufstehen kann einem "schwarz vor Augen" werden. Insgesamt treten sie dem Stoffwechsel "auf die Bremse", sodass man leicht Gewicht zulegt bzw. sich beim Abnehmen schwertut. Ausserdem senken Betablocker durch den "gebremsten" Herzschlag die körperliche Leistungsfähigkeit, verschlechtern sie den Zuckerstoffwechsel und können bei Asthmaneigung zu Atemnot führen.
  2. ACE-Hemmer (Captopril, Lisinopril, Enalapril, Ramipril und andere mit der Endung "-pril") können ebenfalls Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen sowie Verdauungsbeschwerden und Lungenschäden verursachen. Auch Muskelkrämpfe oder -schmerzen sind häufig. Daneben kann der Kaliumspiegel im Blut ansteigen (was Herzrhythmusstörungen verursachen kann!) und gelegentlich treten Gesichtsschwellungen auf (angioneurotisches Ödem), die unter Umständen lebensbedrohlich sein können. Die für ACE-Hemmer typischste Nebenwirkung ist jedoch ein lästiger trockener Reizhusten, an dem 15 bis 30 Prozent aller Patienten leiden, häufig besteht auch Atemnot. (5)
  3. Sartane (Losartan, Valsartan, Candesartan und andere mit der Endung "-sartan") verursachen ähnliche Nebenwirkungen wie ACE-Hemmer, jedoch treten diese insgesamt etwas seltener auf. Sartane führen nicht zu Reizhusten und werden deshalb gerne als Alternativpräparat bei Patienten eingesetzt, die einen ACE-Hemmer wegen Reizhusten nicht vertragen.
  4. Kalziumantagonisten (Nifedipin, Nitrendipin, Felodipin und andere mit der Endung "-dipin") führen vor allem zu Beginn der Behandlung sehr häufig zu Kopfschmerzen und Wassereinlagerungen in den Beinen; auch Schwindel und Benommenheit, Übelkeit und Hautrötungen treten häufig auf.
  5. "Wassertabletten" = Diuretika (z. B. Hydrochlorothiazid, Xipamid, Indapamid, zum Teil auch in Kombination mit Amilorid oder Triamteren) verursachen sehr häufig Störungen im Mineralstoffhaushalt (Verlust von Kalium, Natrium, Magnesium!) und im Fettstoffwechsel. Häufig sind ausserdem Appetitlosigkeit, Übelkeit, Hautausschläge und Potenzstörungen. Diuretika führen – wie die Betablocker – nicht selten zu orthostatischer Hypotonie ("Schwarzwerden vor den Augen" beim Aufstehen).

Sie sehen, Blutdrucksenker können diverse Nebenwirkungen haben und viele Hochdruckpatienten fühlen sich – vor allem in den ersten Behandlungswochen – ohne ihr Blutdruckmittel besser als mit. Bitte setzen Sie vom Arzt verordnete Blutdruckmedikamente trotzdem nicht eigenmächtig ab! Wenn Sie unsere Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen befolgen und sich erste Erfolge einstellen, kann in Absprache mit Ihrem Arzt die Dosierung reduziert oder auch ein Medikament schliesslich ganz weggelassen werden. (6)

Sie werden nachfolgend sehen, dass manchmal schon kleine Änderungen genügen, um eine Blutdrucksenkung zu erreichen – man muss nur wissen, was sich besonders lohnt!

Ganzheitliche Massnahmen gegen Bluthochdruck

Aus diesem Grund haben wir für Sie eine Tabelle erstellt, die deutlich zeigt, welch enorme Auswirkung eine einfache Veränderung der Lebensweise auf den Blutdruck hat. Und sollten Sie es schaffen, alle erwähnten Massnahmen umzusetzen (wobei viele der Empfehlungen ohnehin ineinander greifen), brauchen Sie sich um Ihren Blutdruck schon bald nicht mehr zu sorgen: Die Tabelle als PDF zum Ausdrucken finden Sie hier unter diesem Link.

Nachfolgend erklären wir Ihnen, warum diese Massnahmen zur Normalisierung des Blutdrucks so effektiv sind und wie Sie diese umsetzen können.

Bluthochdruck mit gesunder Ernährung senken – Der blutdrucksenkende Ernährungsplan

Eine gesunde basenüberschüssige Ernährungsweise entlastet den Organismus nicht nur und liefert ihm eine Vielzahl wertvoller Nähr- und Vitalstoffe. Sie wirkt auch einer Übersäuerung entgegen und unterstützt eine zügige Ausleitung der unterschiedlichsten Schlacken. Gleichzeitig können Sie mit dieser Ernährungsform auf gesunde Weise abnehmen (falls Sie übergewichtig sein sollten).

  1. Blutdrucksenkende Lebensmittel, die sich in Studien nachweislich als blutdrucksenkend ergeben haben, stellen wir in unserem Artikel Lebensmittel gegen Bluthochdruck vor.
  2. Einen Ernährungsplan, der alle Kriterien einer blutdrucksenkenden Ernährung erfüllt und u. a. aus konkret blutdrucksenkenden Lebensmitteln zusammengestellt ist, finden Sie hier: Ernährungsplan bei Bluthochdruck.

Gerade wenn es Ihnen schwerfällt, all die unten genannten Ernährungstipps bei Bluthochdruck in Ihren Speiseplan zu integrieren, ist unser vollwertiger und vitalstoffreicher Ernährungsplan das Richtige für Sie. Er zeigt Ihnen am Beispiel von drei Tagen, wie Sie die blutdrucksenkenden Lebensmittel in einen köstlichen Speiseplan verwandeln können. Es handelt sich um einen kompletten Ernährungsplan mit Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie zwei Zwischenmahlzeiten pro Tag.

Weniger Salz senkt Bluthochdruck

Vielen Studien zufolge stellt eine deutliche Reduzierung der Salzaufnahme mit der Nahrung einen wichtigen Teil der Gesamtbehandlung von Bluthochdruck dar. (14) Eine herkömmliche Ernährungsweise liefert aber täglich zwischen 8 und 12 g Kochsalz (= Natriumchlorid), was in etwa dem Doppelten der empfohlenen Tagesmenge von 5 g entspricht. (10) Interessanterweise stammen ganze 75 Prozent dieser Salzmenge aus industriell hergestellten Nahrungsmitteln, also nicht aus dem Salzstreuer des Konsumenten. Daher lautet die Devise:

  1. Kaufen Sie keine Fertiggerichte, Konserven, Fastfood, Geräuchertes, Gepökeltes (Wurstwaren!) oder Knabberartikel (Chips, Flips etc.), denn diese enthalten grosse Mengen an Salz.
  2. Machen Sie um Imbissbuden und Schnellrestaurants einen Bogen, denn hier wird besonders viel Salz verwendet.
  3. Würzen Sie zu Hause Ihre Speisen mit frischen, aromatischen Kräutern oder Kräutersalz. Letzteres besteht zu einem Teil aus Kräutern und somit aus weniger Salz.
  4. Wenn es doch einmal Salz sein muss: Verwenden Sie alternative Salze, z. B. Pansalz, bei dem ein Teil des Natriumchlorids, welches den Blutdruck in die Höhe treibt, durch Magnesiumsulfat und Kaliumchlorid ersetzt wurde. Auch Dr. Jacobs Blutdruck-Salz können Sie verwenden. Es enthält nur halb so viel Natrium wie normales Salz, dafür mehr Kaliumchlorid.

* Das Dr. Jacob's Blutdruck-Salz finden Sie hier unter diesem Link.

Bitte beachten Sie: Wenn Ihre Nieren nicht mehr richtig arbeiten (Niereninsuffizienz), bitte auch vor Verwendung dieser Salzalternativen mit Ihrem Arzt Rücksprache halten! (13)

Je weniger Salz, umso schneller sinkt der Blutdruck

Eine Beschränkung der Salzzufuhr auf die empfohlenen 5 g pro Tag senkt hohen Blutdruck durchschnittlich um systolisch 5,0 mmHg und diastolisch 2,7 mmHg9. Wenn Sie noch etwas konsequenter sind, können Sie auch deutlich mehr erreichen, wie eine Studie an Hochdruckpatienten zeigte:

Die Forscher wählten Probanden aus, die trotz der Einnahme von drei bis vier verschiedenen Blutdruckmedikamenten (!) nicht ausreichend auf die Therapie ansprachen. Eine Beschränkung der Kochsalzaufnahme auf maximal 3 g pro Tag zeigte, dass der systolische Blutdruck um 22,7 mmHg und der diastolischen Blutdruck um 9,7 mmHg gesenkt werden konnte.

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Oft heisst es, Salz habe keinen Einfluss auf den Blutdruck. Das liegt daran, dass es Menschen gibt, deren Blutdruck eben nicht auf eine Salzreduktion anspricht. Dass es salzempfindliche und salzunempfindliche Menschen gibt, haben wir schon hier erklärt. Bevor Sie jedoch nicht sicher wissen, dass Sie zu den salzunempfindlichen gehören, sollten Sie es in jedem Fall zuerst einmal mit weniger Salz probieren.

Bewegung gegen Bluthochdruck

Für den Fall, dass Ihre Blutdruckwerte nicht über 160/100 mmHg liegen, kann vermehrte körperliche Aktivität Ihren Blutdruck bereits normalisieren. Bewegung unterstützt zudem das Abnehmen, senkt den Blutzuckerspiegel und auch die Blutfettwerte verbessern sich. (25, 26)

Besonders günstig für Patienten mit Bluthochdruck ist Ausdauertraining wie z. B. Joggen, Walken, auf dem Trampolin hüpfen, Radfahren, Schwimmen oder Skilanglauf. Aber auch Yoga und Gymnastik sind geeignete Bewegungsarten. Das Wichtigste ist, dass Sie sich REGELMÄSSIG, also mehrmals wöchentlich bewegen und "dran" bleiben – ganz gleich, für welche Art der Bewegung Sie sich entscheiden.

Und falls Sie es lieber gemütlicher mögen, können Sie auch wandern gehen. Eine Studie des Instituts für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung der Universität Halle-Wittenberg hat belegt, dass zweimal wöchentliches Wandern (Streckenlänge zwischen 3,8 und 5,6 km) den Blutdruck nach sieben Wochen deutlich reduziert hat (systolisch um 9,2, diastolisch um 4,3 mmHg). (27)

Die amerikanische Elite-Universität Yale führte eine Studie zum Thema "Die Auswirkungen von Yoga auf den Blutdruck" durch. Sämtliche Probanden hatten einen systolischen Bluthochdruckwert von über 140 mmHg, wobei der diastolische Wert mindestens 90 mmHg betrug. Im Ergebnis konnten alle Teilnehmer ihren Blutdruck derart normalisieren, dass die Einnahme von Medikamenten überflüssig wurde. (30)

Rahel zeigt Ihnen in unseren Yoga-Videos auf YouTube, wie Sie im Alltag einen Ausgleich finden, indem Sie sich gesund und abwechslungsreich bewegen. Sie ist zertifizierte „Ashtanga Yoga Innovation Inspired“-Yogalehrerin und unterrichtet angelehnt an die AYI Methode von Dr. Ronald Steiner.

Grundsätzlich ist ein körperliches Training von mindestens 30 Minuten täglich ideal. Sie können diese Zeit jedoch auch in kleinere Einheiten, z. B. 3 x 10 Minuten aufteilen, denn Sie sollten sich keinesfalls überfordern. Achten Sie daher auch darauf, nicht völlig aus der Puste zu geraten. Stattdessen sollten Sie sich jederzeit noch locker unterhalten können.

Hinweis: Sofern Sie bereits unter hohem Blutdruck leiden und/oder seit längerer Zeit keinen Sport mehr getrieben haben, sollten Sie sich vor der Aufnahme eines Ausdauertrainings ärztlich untersuchen lassen. (24)

Entspannung gegen Bluthochdruck

Das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung immer wieder herstellen zu können, ist für die Gesunderhaltung des Körpers immens wichtig. Doch Menschen, die zu einem hohen Blutdruck neigen und somit dringend auf regelmässige Entspannungsmomente angewiesen sind, fehlt oft genau diese Fähigkeit.

Daher ist es gerade bei Bluthochdruck ratsam, spezielle Kurse aufzusuchen, in denen Entspannungstechniken erlernt werden können, denn sie fördern nachweislich die innere Ruhe und Gelassenheit. Besonders geeignete Entspannungsmethoden sind z.B. autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Yoga etc.

Anstelle des allabendlichen Fernsehens ist es ratsam, abends des Öfteren entspannende Musik zu hören oder ein gutes Buch zu lesen, denn beides hat eine ausgesprochen beruhigende Wirkung.

Der Effekt einer Entspannungsmassnahme beschränkt sich natürlich nicht "nur" auf die Psyche. Auch die Anspannung jedes einzelnen Muskels im Körper wird aufgelöst. Daher nimmt auch der Druck auf die Gefässwandmuskulatur stetig ab, so dass der Blutdruck sinken kann.

Denken Sie auch daran, dass Elektrosmog zu Anspannung, Stress und damit zu Bluthochdruck führen kann und sorgen Sie mit Netzfreischaltern für eine spannungsfreie Nachtruhe.

Blutspenden kann Blutdruck senken

Eine eher unbekannte Möglichkeit, den Blutdruck zu senken und dabei noch etwas Gutes zu tun, ist das Blutspenden. Das konnte in mehreren Studien gezeigt werden. Eine Arbeitsgruppe der Charité (Berlin) nahm Patienten mit metabolischem Syndrom zweimal im Abstand von vier Wochen je 300 Milliliter Blut ab. Sechs Wochen nach dem zweiten Aderlass war der systolische Blutdruckwert durchschnittlich um 16 mmHg gesunken und auch die Blutfettwerte hatten sich verbessert. (3)

Nahrungsergänzungsmittel senken Bluthochdruck

Viele Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Mineralstoffe, pflanzliche Präparate) können den Blutdruck senken helfen. Wir stellen in unserem Artikel Natürliche Mittel bei Bluthochdruck eine Auswahl jener Mittel vor, deren Wirkung bereits durch Studien oder eindeutige Erfahrungswerte belegt ist, etwa Magnesium, Vitamin D3, Antioxidantien, Kiefernrindenextrakt oder auch Omega-3-Fettsäuren.

5 Minuten Atemtraining pro Tag senkt Blutdruck

Mit einem nur 5-minütigen Atemtraining pro Tag soll es ausserdem möglich sein, innerhalb von 6 Wochen einen gemässigten Bluthochdruck um durchschnittlich 9 mmHg zu senken. Damit wäre das Atemtraining mindestens so wirksam wie Bluthochdruckmedikamente und fast noch wirksamer wie ein tägliches 30-minütiges Walken. Das bedeutet aber nicht, dass Sie künftig auf das Walken verzichten sollen, da dieses ja sehr viele Vorteile auf den gesamten Organismus hat. Es geht eher darum, das Atemtraining zusätzlich durchzuführen. Im ersten Link dieses Absatzes lesen Sie alles über das Atemtraining zur Blutdrucksenkung.

Ihr persönliches Programm zur natürlichen Blutdrucksenkung

Wie gehen Sie nun vor, um mit all diesen Informationen Ihren Blutdruck auf natürliche Weise zu senken? Selbstverständlich können Sie nicht alle Massnahmen gleichzeitig umsetzen. Auch kommt es sehr darauf an, wie hoch Ihr Blutdruck ist, wie alt Sie sind und wie es Ihnen abgesehen vom hohen Blutdruck geht. (Liegen andere Krankheiten vor? Ist Ihre Konstitution eher stark oder eher schwach?)

Betrachten Sie den folgenden Programm-Vorschlag daher nur als Anregung, die Sie dazu nutzen können, um Ihr eigenes ganz individuell auf Sie zugeschnittenes Anti-Bluthochdruck-Programm zusammen zu stellen – gerne gemeinsam mit Ihrem ganzheitlich orientierten Therapeuten.

  1. Lassen Sie von Ihrem Arzt Ihre Nieren- und Harnsäurewerte checken (um harnsäurebedingten Bluthochdruck auszuschliessen) – was dieser sicher sowieso machen wird.
  2. Lassen Sie auch Ihre Homocysteinwerte überprüfen und supplementieren Sie ggf. mit Folsäure, Vitamin B6 und B12.
  3. Nehmen Sie täglich ein Omega-3-Präparat mit 3 g Omega-3-Fettsäuren.
  4. Stellen Sie Ihre Ernährung auf eine basenüberschüssige Ernährung um, die insbesondere aus Obst, Gemüse wie Kartoffeln und Hülsenfrüchten, Vollkorn, Nüssen und nur kleinen Mengen tierischer Produkte besteht.
  5. Wenn Sie naschen möchten, wählen Sie Bitterschokolade (Kakaoanteil möglichst 80 Prozent). Diese Schokolade ist zuckerarm (Zucker erhöht den Blutdruck) und gleichzeitig reich an Kakao, der blutdrucksenkend wirkt. (17, 18)
  6. Essen Sie täglich neun Walnüsse und nehmen Sie für Ihren Salat 1 TL Walnussöl (oder mehr – gerne auch in Kombination mit Hanföl oder Olivenöl). Walnüsse senken (wie viele andere Nüsse) den Blutdruck. Snacken Sie also besser Walnüsse statt Chips oder Knabbergebäck.
  7. Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten besser selbst zu, meiden Sie Fertiggerichte und essen Sie seltener auswärts.
  8. Reduzieren Sie Ihren Salzverbrauch und füllen Sie Ihren Salzstreuer mit Kräutersalz, einer Kräutermischung oder einem Salz für Bluthochdruckpatienten.
  9. Meiden Sie Zucker, Alkohol und Nikotin und reduzieren Sie Ihren Koffeinkonsum – alle diese Genussgifte lassen den Blutdruck steigen.
  10. Verzichten Sie auf Mundspülungen, die in Verdacht geraten sind, Bluthochdruck auszulösen.
  11. Trinken Sie täglich Säfte (am besten frisch gepresst), z. B. ¼ Liter Rote-Bete-Saft (schmeckt besser, wenn gemischt mit ¼ Liter Karottensaft) und ¼ Liter Granatapfelsaft. Verdünnen Sie die Säfte mit Wasser. Sowohl Rote Beten als auch Granatäpfel gelten als blutdrucksenkend.
  12. Trinken Sie täglich ca. 1,5 Liter Wasser (Mineralwasser oder gefiltertes Leitungswasser) und ¼ Liter Brennnesseltee. Bei der angegebenen Wassermenge ist bereits jene Menge dabei, mit der Sie Ihre Säfte verdünnen.
  13. Sorgen Sie für Bewegung und zwar mindestens 3- bis 4-mal pro Woche jeweils 30 bis 45 Minuten, besser täglich.
  14. Wenn Sie die hier beschriebenen Massnahmen umsetzen, müssen Sie sich bei Übergewicht oft nicht mehr um das Abnehmen bemühen, da Sie ganz automatisch langsam, aber sicher Ihr Normalgewicht erreichen werden.
  15. Praktizieren Sie eine Entspannungsmethode.
  16. Machen Sie das oben beschriebene Atemtraining.
  17. Wenn Sie als Frau die Pille nehmen, setzen Sie sie ab, um zu sehen, ob sie an der Entstehung Ihres Bluthochdrucks beteiligt ist.
  18. Trinken Sie regelmässig Hibiskustee. Laut einer Studie an der Tufts University in Boston kann dadurch Bluthochdruck aufgrund der enthaltenen Antioxidantien entgegengewirkt und leichter Bluthochdruck gesenkt werden. (19)

Wir empfehlen Ihnen ausserdem:

  1. Vermeiden Sie Elektrosmog in Ihren eigenen vier Wänden: Tipps dazu finden Sie z. B. hier: Handy ja, Strahlung nein.
  2. Fragen Sie Ihren Arzt, ob sich in Ihrem Falle das Blutspenden als Blutdruck senkende Massnahme anbieten würde.

Bluthochruck senken, werden Sie aktiv!

Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten, um den Blutdruck auf natürliche Weise signifikant zu senken. Sie brauchen nur aktiv zu werden – und schon dürfen Sie gespannt sein, was sich durch die Umsetzung der ganzheitlichen Massnahmen sonst noch an Ihrer gesundheitlichen Situation verändern wird. Denn ganzheitliche Massnahmen wirken sich nie allein auf einen Aspekt (Blutdruck) aus, sondern immer auf den gesamten Körper.

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Quellen
  1. (1) Hsu HH et al,  Effects of dietary calcium on atherosclerosis, aortic calcification, and icterus in rabbits fed a supplemental cholesterol diet, Lipids Health Dis, Juni 2006
  2. (2) Deutsche Hochdruckliga e.V., DHL Deutsche Hypertonie Gesellschaft: Leitlinien zur Behandlung der arteriellen Hypertonie, Stand 1. Juni 2008. AWMF-Registernr. 046/001
  3. (3) Betsch F et al, Blutspenden gegen Bluthochdruck? – Klinische Studie liefert erstmals Hinweise, idw, Juni 2012
  4. (4) Gegen Bluthochdruck: Reninhemmer Aliskiren (Rasilez), arznei-telegramm 2007
  5. (5) ACE-Hemmer und Lungenschäden, arznei-telegramm, 1992
  6. (6) Mancia G et al, ESH-ESC Guidelines for the management of arterial hypertension: The Task Force for the Management of Arterial Hypertension of the European Society of Hypertension, Eur Heart J, Januar 2007
  7. (7) Aburto NJ et al, Effect of increased potassium intake on cardiovascular risk factors and disease. BMJ, 2013
  8. (8) WHO-Studie: Kalium in der Nahrung senkt Schlaganfallrisiko, Ärzteblatt, April 2013
  9. (9) Dickinson HO et al, Lifestyle interventions to reduce raised blood pressure: a systematic review of randomised controlled trials, J Hypertens, Februar 2006
  10. (10) Sacks FM et al, Effects on Blood Pressure of Reduced Dietary Sodium and the Dietary Approaches to Stop Hypertension (DASH) Diet, NEJM, Januar 2001
  11. (11) Dorner TE et al, Hypertonie und Ernährung – Positionspapier der österreichischen Gesellschaft für Ernährung (GE), Herz, Februar 2013
  12. (12) Christine Starostzik, Wenn die Ernährung stimmt, sinkt der Druck, Springer Medizin, Dezember 2012
  13. (13) World Health Organization (WHO), Sodium intake for adults and children, Dezember 2012
  14. (14) Pimenta E et al, Effects of dietary sodium reduction on blood pressure in subjects with resistant hypertension: results from a randomized trial, Hypertension, September 2009
  15. (15) World Health Organization (WHO), Potassium intake for adults and children, Dezember 2012
  16. (16) Lowering Your Blood Pressure With DASH, NIH Publication No. 06-4082, Revised April 2006
  17. (17) Taubert D et al, Effect of cocoa and tea intake on blood pressure: a meta-analysis, Arch Intern Med, April 2007
  18. (18) Taubert D et al, Effects of Low Habitual Cocoa Intake on Blood Pressure and Bioactive Nitric Oxide, JAMA, 2007
  19. (19) McKay DL et al, Hibiscus sabdariffa L. Tea (Tisane) Lowers Blood Pressure in Prehypertensive and Mildly Hypertensive Adults, J Nutr, 2010
  20. (20) Mathur R et al, Methane and Hydrogen Positivity on Breath Test is Associated with Greater Body Mass Index and Body Fat, J Clin Endocrinol Met, April 2013
  21. (21) Der Darm als Spiegel der Stoffwechsel- und Herzgesundheit?, Universität(s)Medizin Leipzig, Januar 2013
  22. (22) Wang H et al, Yogurt Consumption, Blood Pressure, and Incident Hypertension: A Longitudinal Study in the Framingham Heart Study, American Heart Association News Tip –  Abstract 188 , September 2012
  23. (23) Gangwisch JE et al, Short sleep duration as a risk factor for hypertension: analyses of the first National Health and Nutrition Examination Survey, Hypertension, Mai 2006
  24. (24) Sport für Hypertoniker? Ja, aber die Tücke liegt im Detail. ÄrzteZeitung online, Februar 2005
  25. (25) Tjnna AE et al, Low- and High-Volume of Intensive Endurance Training Significantly Improves Maximal Oxygen Uptake after 10-Weeks of Training in Healthy Men, PLoS ONE, 2013
  26. (26) Beate Schumacher, Dreimal vier Minuten bis zur Fitness, Ärztezeitung, Juni 2013
  27. (27) Gesundheitswandern: Let`s Go – Jeder Schritt hält fit, in Form
  28. (28) Brook RD et al, AHA Scientific Statement: Beyond Medications and Diet: Alternative Approaches to Lowering Blood Pressure: A Scientific Statement From the American Heart Association, Hypertension, April 2013
  29. (29) Houschyar KS et al, Effects of phlebotomy-induced reduction of body iron stores on metabolic syndrome: Results from a randomized clinical trial, BMC Med, Mai 2012
  30. (30) Wolfgang Miltner, Thomas Elhert, Verhaltensmedizinische Ansätze bei essentieller Hypertonie – Ein Überblick, 1993