Zentrum der Gesundheit
  • Familie isst Fertiggerichte
8 min

Fertiggerichte - Die gesundheitlichen Nachteile

Die Liste der gesundheitlichen Nachteile von Fertiggerichten ist lang und so überzeugend, dass die eigenhändige Zubereitung der Mahlzeiten aus frischen Zutaten letztendlich wieder verlockender denn je erscheint.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Aktualisiert: 08 Juli 2024

Kostenlosen Newsletter abonnieren

Mit Ihrer Anmeldung erlauben Sie die regelmässige Zusendung des Newsletters und akzeptieren die Bestimmungen zum Datenschutz.

Krank durch Fertiggerichte

Fertiggerichte enthalten häufig Aromen, Geschmacksverstärker, Säuerungsmittel, Stabilisatoren, Emulgatoren und viele Zusatzstoffe mehr. Sie sorgen für ansehnliche, haltbare und für den Fastfood-Konsumenten geschmacklich akzeptable Dosengerichte, Tütensuppen und vakuumverpackte oder auch tiefgefrorene Schnellgerichte. Sie sind praktisch. Mehr nicht. Besonders gesund sind die meisten Fertiggerichte nicht. Im Gegenteil. Sie bringen eine Menge gesundheitlicher Nachteile mit sich.

Fertiggerichte aus billigen Rohstoffen

Hochwertige Rohstoffe sind für Fertiggerichte nicht nötig. Denn eine reichhaltige Auswahl der verschiedensten Lebensmittelchemikalien zur Schönung steht zur Verfügung. Mit ihnen lässt sich alles – Aussehen, Konsistenz, Aroma und Geschmack – kaschieren und wunschgemäß verändern. Also können getrost die billigsten Zutaten verarbeitet werden.

Sie können mit Pestiziden oder anderen Schadstoffen belastet sein, viel zu lange gelagert sein oder einfach auch vitalstoffarm sein.

Fertiggerichte enthalten kaum Vitalstoffe

Billige Rohstoffe sind häufig überlagert, also nicht mehr frisch oder finden im Fertiggericht gar nicht als Frischware, sondern als Konserve ihren Einsatz (z. B. pulverisiertes Huhn statt frischem Hühnerfleisch, Kartoffelpulver statt frischer Kartoffeln etc.). Solche Zutaten aber sind äußerst arm an Vitalstoffen. Bei der industriellen Verarbeitung zum haltbaren Fertigmenü kommt es zu weiteren Nährstoffverlusten.

Zu viel Fett in Fertiggerichten

Fertigprodukte enthalten häufig viel Fett. Fett konserviert und ist ein wunderbarer Geschmacksträger. Natürlich ist (billiges) Fett auch ein preiswerter Rohstoff, doch liefert es auch Kalorien - und je nach Fettqualität u. U. schädliche Stoffe. Welches Fett für welchen Zweck verwendet werden sollte, haben wir hier beschrieben.

Zu viel Zucker in Fertiggerichten

Zucker ist eine häufige Zutat in Fertiggerichten, auch von solchen Fertigprodukten, in denen man ihn gar nicht vermutet hätte und dazu noch in unerwartet hohen Mengen. Das Paradebeispiel sind Ketchup oder Essiggurken. Daher empfehlen wir, dass Sie Ihr eigenes Ketchup selbst herstellen.

Die Nachteile von Zucker sind bekannt: Zucker schwächt das Immunsystem, macht den Körper anfällig für Infektionskrankheiten, kann Schlafstörungen, Zahnprobleme, Konzentrationsschwäche, Pilzbefall, Menstruationsbeschwerden, Magen- und Darmprobleme, unerklärliche Müdigkeit, Depressionen, Diabetes und vieles mehr begünstigen, wenn nicht gar in vielen Fällen überhaupt erst auslösen (je nach verzehrter Zuckermenge).

Auch sorgt der angenehme Geschmack, den Zucker verleiht, oft dazu, dass man mehr isst, als man eigentlich wollte oder benötigt.

Süßstoffe in Fertiggerichten

In zuckerfreien Fertiggerichten sind oft Süßstoffe enthalten. Süßstoffe können , das Demenz-Risiko erhöhen, die Blutgefäße beeinträchtigen und die Darmflora verändern. Sucralose kann das Risiko für Diabetes erhöhen - und manche Süßstoffe, wie z. B. Aspartam, werden immer wieder mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht.

Zu viel Salz in Fertiggerichten

Auch Salz wird in Fertigprodukten großzügig eingesetzt. Bluthochdruck, Magenkrebs und Nierenprobleme werden durch zu viel Kochsalz gefördert. Ein hoher Salzkonsum kann überdies das Risiko für Autoimmunerkrankungen erhöhen ( Süßstoffe können Übergewicht begünstigen ).

Konservierungsstoffe und Antioxidationsmittel in Fertiggerichten

Fertiggerichte sind oft sehr lange haltbar. Ein Mindesthaltbarkeitsdatum in ferner Zukunft verlangt jedoch Konservierungsstoffe und Antioxidationsmittel. Manche Konservierungsstoffe (E310, E311, E312, E320, E321) können das Blut so verändern, dass es schlechter Sauerstoff transportieren kann. Sauerstoffmangel ist die Folge.

Andere Konservierungsstoffe (E280, E281, E282, E283) sollen bei Kindern zu Verhaltensstörungen wie Hyperaktivität, Konzentrationsstörungen, Lernschwäche und Schlafstörungen führen. Auch sollen diese Lebensmittelzusätze in der Lage sein, den Blutzuckerspiegel und Cholesterinspiegel negativ zu beeinflussen. Wieder andere (E200, E202, E203, E210 – E213) lösen Überempfindlichkeitsreaktionen und Allergien aus.

Wer bereits empfindlich ist oder unter Asthma leidet, den ereilen allergische Attacken oder Asthmaanfälle. Sulfite, die z. B. Fertiggerichte aus Kartoffeln (z. B. Pommes, Kartoffelpüree, Chips) konservieren, können allerlei Unwohlsein von Bauch- bis Kopfweh, Asthmaanfälle und möglicherweise auch Geschwüre und chronische Darmentzündungen auslösen. Sulfite fördern außerdem das Wachstum schädlicher Bakterien im Darm, die dort ein höchst aggressives Milieu schaffen.

Auch wenn auf der Verpackung „ohne Konservierungsstoffe“ steht, ist das kein Grund zu unbändiger Freude. Denn meistens sind stattdessen dann konservierende Antioxidationsmittel enthalten, die nicht zwangsläufig harmloser sind.

Farbstoffe sind das Make-up von Fertiggerichten

Farbstoffe sind nötig, weil die maschinelle Verarbeitung die Optik der Rohstoffe leiden lässt. Manche der häufig verwendeten Lebensmittelfarbstoffe (z. B. E102, 104, 110) können jedoch Allergien wie z. B. Hautekzeme auslösen. Sie sind unter anderem in den folgenden Fertiggerichten: Pasteten, Backwaren, Fertigsuppen und Fertigsaucen.

Asthmatiker können durch künstliche Farben Anfälle und Atemnot bekommen, auch werden Neurodermitis oder Aufmerksamkeitsdefizite bei Kindern verschlimmert. Die erwähnten Farbstoffe schwächen die Abwehrkräfte und gelten als krebserregend. Manche Farbstoffe können auch aluminiumhaltig sein, ohne dass dies auf dem Etikett stehen muss. Aluminium steht im Verdacht, Demenzerkrankungen wie Alzheimer und die Parkinson-Krankheit zu fördern.

Geschmacksverstärker und Aromen in Fertiggerichten

Der Geschmacksverstärker Glutamat hat bereits einen schlechten Ruf. Glutamat macht Fertiggerichte herzhaft und vermeintlich lecker, so dass man mehr isst, als man will, was dann auch Übergewicht fördert. Bei manchen Personen kann es Übelkeit und Erbrechen auslösen. Migränepatienten ereilt nach Glutamatgenuss häufig eine Kopfschmerzattacke. Der Stoff gilt außerdem als Nervenzellgift, das die Blut-Hirn-Schranke überwinden und Gifte ins Gehirn schleusen kann.

Der Einsatz von Aromen hilft dem Hersteller, teure Zutaten wie Früchte oder Gewürze einzusparen. Bei der Zubereitung muss außerdem nicht sonderlich aromaschonend vorgegangen werden, da ja sowieso nachträglich Kunstaroma dazu gegeben wird. Es gibt tausende synthetische Aromen, nicht nur als Ersatz für Himbeeren und Vanille. Es gibt auch Suppengrünaroma, Fleischsaftaroma oder Apfelstrudelaroma. Hergestellt werden Aromen von Mikroorganismen.

Phosphathaltige Säuerungsmittel in Fertiggerichten

Andere Säuerungsmittel – Phosphorverbindungen – können die Calciumaufnahme in die Knochen behindern. Fertiggerichte mit Phosphaten schwächen also langfristig die Knochen und tragen zu ihrer Entkalkung (Osteoporose) bei.

Technische Hilfsstoffe und Enzyme in Fertiggerichten

Technische Hilfsstoffe können beispielsweise zur Schaumverhütung, Reaktionsbeschleunigung, als Klärmittel und zu vielen weiteren Zwecken eingesetzt werden. Rückstände davon können in den Fertiggerichten enthalten sein, ohne dass davon etwas auf dem Etikett erscheinen würde.

Gesetzlich ist die Angelegenheit so geregelt, dass alles bei der Verarbeitung von Lebensmitteln verwendet werden darf, solange es nachher eben „ausreichend“ aus diesen wieder entfernt wird.

Enzyme werden ebenfalls während der Verarbeitung zugesetzt und im Nachhinein wieder entfernt. Sie dürfen aber auch (nachdem sie zuvor deaktiviert wurden) im Lebensmittel verbleiben.

Enzyme sind in der Lebensmittelproduktion nicht zulassungspflichtig, da man ihre Rückstände als unbedenklich einstuft. Abgesehen davon, dass viele Enzyme inzwischen gentechnisch manipuliert sind, können sie aber giftige Stoffe ins Lebensmittel einschleusen, etwa Toxine aus Schimmelpilzen oder aus Bakterien.

Auswirkungen auf die Gesundheit sind oft nicht erforscht

Neben den erwähnten Zusätzen finden sich noch viele weitere in Fertiggerichten - ob in Fertigpizzen, Tütensuppen, vakuumierten Sandwiches, Desserts etc. Da gibt es noch Geliermittel, Verdickungsmittel, Feuchthaltemittel, Emulgatoren, Backtriebmittel, Komplexbildner, Farbstabilisatoren, Mehlbehandlungsmittel, Schaumverhüter, Schmelzsalze, Füllstoffe, Trennmittel und Überzugsmittel.

Bei manchen kennt man die gesundheitlichen Risiken, bei manchen nicht. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ihre Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oft nur im Rohzustand geprüft werden.

Wenn ein Fertiggericht produziert wird, entstehen aber hohe Temperaturen. Für die meisten Lebensmittelzusatzstoffe liegen bis heute keine Untersuchungen darüber vor, was mit ihnen (in Kombination mit all den anderen Zutaten und Zusatzstoffen) im Backofen geschieht. Aus so manch harmlosem Stoff können beim Erhitzen aber ganze Schwärme fragwürdiger Abbauprodukte entstehen. Ihre möglichen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus sind weitgehend unbekannt! Inzwischen weiß man jedoch, dass der häufige und regelmäßige Konsum von Fertiggerichten das Krebsrisiko steigen lassen kann.

Schädliche Verpackungen für Fertiggerichte

Nicht einmal die Verpackungen von Fertiggerichten sind völlig gefahrlos. Vakuum-Verpackungen begünstigen das Wachstum des gefährlichen Botulismus-Erregers. Er kann Sehstörungen bis hin zu Hirnschäden auslösen. Auch in Verpackungen mit Kohlendioxid (die sog. modifizierte Atmosphäre - z. B. Backwaren, Sandwiches etc. in Zellophan oder auch in Plastik verpackte Mischsalate) wachsen bakterielle Erreger und sondern ihre Gifte ab.

Dosen sind mit Chemikalien beschichtet, die z. B. das Aufreißen des Deckels erleichtern sollen. Die Chemikalien, die als krebserregend und erbgutschädigend gelten, bleiben selten nur im Deckel, sondern wandern auch in den Doseninhalt und mit diesem in den Bauch des Konsumenten. Auch giftige Mineralöldämpfe aus den Verpackungsmaschinen gelangen als „Extra“ oft mit in die Packung hinein.

Selber kochen und Fertiggerichte meiden

Fertiggerichte gibt es auch in recht guter Qualität - etwa im Bio-Supermarkt. Achten Sie in jedem Fall auf die Inhaltsstoffliste. Hochwertige Fertiggerichte sind ab und an völlig in Ordnung. Auf Dauer jedoch ist es sinnvoller, sich seine Mahlzeiten selbst zuzubereiten. Der Aufwand ist oft nicht annähernd so hoch, wie Sie vielleicht glauben. Selbst bei wenig Zeit kann man eine gesunde Ernährung praktizieren. Einige Tipps und Ideen finden Sie hier: Gesundes Essen für Eilige

In unserer veganen Online-Kochschule können Sie auch einen Kochkurs absolvieren, z. B. den Kurs Alltagsgerichte oder den Kurs Meal Prep, in denen Sie lernen, wie Sie sich und Ihrer Familie auch im Alltag ohne große Zeitinvestition abwechslungsreiche, gesunde und köstliche Mahlzeiten servieren.

Schauen Sie gerne auch in unsere Rezepterubrik, wo Sie über 2000 vegane Rezepte finden, darunter auch Rezepte, die im Nu zubereitet sind. Hier finden Sie außerdem unseren Kochkanal bei Youtube mit über 500 Kochvideos, in denen unsere Köche Ihnen zeigen, wie einfach es ist, gesund und lecker zu kochen.

🌟 Bewerten Sie unsere Arbeit 🌟

Auf unserem Portal Zentrum der Gesundheit haben wir mittlerweile mehr als 2700 Artikel zu zahlreichen Themen rund um Gesundheit, Ernährung und Naturheilkunde veröffentlicht. Wenn Sie Zeit und Lust haben, freuen wir uns über Ihre Bewertung unseres Portals bei Trustpilot.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.