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Herzrhythmusstörungen – Naturheilkundliche Lösungen

Leiden Sie manchmal an Herzklopfen oder unregelmässigem Herzschlag? Wird Ihnen dabei öfter schwindelig oder fühlen Sie sich benommen? Oder fühlen Sie sich manchmal auch einfach nur müde und schwach und wissen nicht, warum? Herzrhythmusstörungen könnten die Ursache sein. Herzrhythmusstörungen können Angst machen und sind auch nicht immer harmlos. Ein Therapeut sollte daher Ihre erste Ansprechperson sein. Doch hält auch die Naturheilkunde zahlreiche Möglichkeiten bereit, die Herzrhythmusstörungen, z. B. Vorhofflimmern vorbeugen können oder auch in die Therapie eingebunden werden können.

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21 August 2021

Herzrhythmusstörungen betreffen viele Menschen

Unermüdlich schlägt das Herz ein Leben lang – ohne Pause und im Idealfall in einem gleichmässigen Rhythmus. Bei Herzrhythmusstörungen jedoch gerät das Herz aus dem Takt. Laut einer Studie vom Januar 2020 sind weltweit über 37 Millionen Menschen allein vom Vorhofflimmern betroffen – eine der häufigsten Formen unter den Herzrhythmusstörungen ( 3 ).

Zwar schlägt das Herz manchmal schneller und manchmal langsamer, auch ohne krank zu sein. Schneller etwa, wenn wir uns aufregen, wenn wir verliebt sind oder wenn wir Sport treiben; langsamer, wenn wir schlafen, gemütlich vor dem Fernseher entspannen oder Schreibtischarbeit verrichten. Der Herzschlag passt sich also den äusseren Einflüssen und unseren Emotionen an. Schliesslich soll der Körper – egal in welcher Situation er sich gerade befindet – immer bestens mit Blut und damit auch mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt sein.

Herzrhythmusstörungen – Die Symptome

Von Herzrhythmusstörungen spricht man dann, wenn der Herzschlag krankhaft verändert ist, sich also nicht mehr passend zur Situation verändert. Die häufigste Herzrhythmusstörung ist das Vorhofflimmern. Wie der Name schon sagt, liegt das Problem hier in den Vorhöfen des Herzens begründet.

Betroffene spüren das Vorhofflimmern zwar gelegentlich am starken Herzklopfen, nicht selten aber fühlen sie sich einfach nur müde und leistungsschwach, ohne zu wissen, dass die Beschwerden vom Herzen herrühren. 

Bei manchen Herzrhythmusstörungen scheint das Herz plötzlich zu stolpern. Manchmal setzt der Herzschlag kurz ganz aus. Andere Herzrhythmusstörungen äussern sich in Herzrasen oder einem Herzklopfen bis zum Hals. Dabei handelt es sich um schnelle Herzrhythmusstörungen.

Doch gibt es auch langsame Rhythmusstörungen. Oft denkt man hier gar nicht an das Herz und wundert sich beispielsweise über immer wiederkehrende Schwindelzustände. Ist das Herz generell geschwächt und kommt eine Herzrhythmusstörung dazu, dann kann auch Luftnot zu einem Symptom der Herzrhythmusstörungen gehören.

Besonders gefährlich sind jene Herzrhythmusstörungen, die ihren Ursprung in den Hauptkammern des Herzens haben (Kammerflattern, Kammerflimmern). Sie können im Extremfall zum sog. plötzlichen Herztod führen.

Manche Herzrhythmusstörungen s ind jedoch auch ungefährlich und betreffen – vorübergehend – selbst herzgesunde Menschen. So hat fast jeder Mensch gelegentlich extra Schläge (sog. Extrasystolen). Diese sind in der Regel harmlos. Treten sie jedoch gehäuft auf, ist dies ein Zeichen für krankhafte Veränderungen bzw. Durchblutungsstörungen in den Erregungsbildungszentren des Herzens.

Herzrhythmusstörungen bei Jugendlichen

Selbst junge Leute - besonders männliche Jugendliche in der Pubertät - klagen immer wieder über Herzrhythmusstörungen. Plötzlich rast das Herz oder es setzt kurz aus, um danach umso heftiger zu klopfen. Medizinisch lässt sich oft keine Ursache finden. Man vermutet, dass bei dieser Art von Herzrhythmusstörungen Wachstumsschübe mitverantwortlich sind. Sie „verwachsen“ sich also und verschwinden mit dem Erwachsenwerden wieder.

Auch zu viel Koffein – beispielsweise in sog. Energy-Drinks oder natürlich auch im Kaffee oder in Cola – sowie aufputschende Drogen können das (jugendliche) Herz aus dem Rhythmus bringen.

Laut Professor Raimund Erbel – Kardiologe vom Uni-Klinikum Essen in Deutschland – enthält allein eine Dose mit 250 ml „Flügel verleihenden“ Energie-Drinks so viel Koffein wie eine Tasse starken Filterkaffees. Das klingt zunächst harmlos. Professor Erbel erklärt jedoch: „Bei einer Dose bleibt es ja nicht, wenn die Nacht lang wird". Und so kann eine Überdosis Koffein bei manchen Jugendlichen zu Schwindel, Schlafstörungen, Übelkeit und eben auch zu – nicht immer harmlosen – Herzrhythmusstörungen führen.

Ursachen für Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen in anderen Altersklassen können wieder ganz andere und sehr vielfältige Gründe haben. Manchmal ist das Herz selbst die Ursache. Wenn das Herz beispielsweise an der sog. koronaren Herzerkrankung (KHK) leidet, dann sind jene Gefässe, die den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgen, durch eine Arteriosklerose "verkalkt" und verengt. Das Herz bekommt buchstäblich keine Luft mehr und verliert seinen gesunden Rhythmus. Was Sie für gesunde Blutgefässe tun können, haben wir u. a. in unserem Artikel zur natürlichen Senkung des Cholesterinspiegels beschrieben.

Auch Entzündungen des Herzmuskels oder Herzklappenprobleme – zum Beispiel nach einer schweren Grippe – können zu Herzrhythmusstörungen führen.

Herzrhythmusstörungen durch kranke Schilddrüse

Auch Probleme mit der  Schilddrüse  können zu Herzrhythmusstörungen führen. So kommt es bei einer Schilddrüsenüberfunktion häufig zu einem gesteigerten Herzrhythmus, bei einer Schilddrüsenunterfunktion hingegen zu einem verlangsamten Herzrhythmus.

Ist das Schilddrüsenproblem behoben, verflüchtigt sich auch die Herzrhythmusstörung. Leider lassen sich Schilddrüsenbeschwerden meist nicht so schnell aus der Welt schaffen. Mit Konsequenz und den benötigten Informationen, die Sie in den beiden obigen Links finden, gelingt jedoch häufig auch das.

Herzrhythmusstörungen durch Mineralstoffmangel

Ein unausgewogener Mineralstoffhaushalt kann zu Herzrhythmusstörungen führen, zu deren Entstehung beitragen oder bestehende Herzrhythmusstörungen verschlimmern. Auf vier Mineralien reagiert das Herz dabei besonders sensibel: Auf Calcium, Phosphor, Kalium und Magnesium.

Calcium wird vom Herzmuskel benötigt

Calcium wird nicht nur für starke Knochen benötigt, sondern spielt auch eine wichtige Rolle im Muskel- und Nervensystem. So kann zu wenig Calcium im Körper zu Krämpfen der Muskulatur und so auch des Herzmuskels führen. Herzrhythmusstörungen sind da.

Zu viel Phosphat schädigt die Blutgefässe und somit dem Herzen

Phosphate stecken bevorzugt in Fertignahrungsmitteln, wie Wurstwaren, Käse oder auch in Softdrinks. Phosphate beschädigen die Blutgefässwände und führen somit zu Herzproblemen aller Art.

Da im Blut ferner immer ein bestimmtes Phosphor-Calcium-Verhältnis herrschen muss, versucht der Organismus einen Phosphorüberschuss zu kompensieren, indem er Calcium aus den Knochen löst. Dieser Umstand führt langfristig nicht nur zu instabilen Knochen (Osteoporose) sondern zu einem Calciummangel, der – wie oben erklärt – wiederum den Herzmuskel belastet.

Kaliummangel, aber auch Kaliumüberschuss ist schlecht fürs Herz

Auch Kalium ist wichtig für das Herz. Allerdings mag das Herz weder zu viel noch zu wenig Kalium. Und so kann sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an Kalium zu Herzrhythmusstörungen führen. 

Der Kaliumhaushalt kann durch etliche Faktoren beeinträchtigt werden: Abführmittel beispielsweise führen zu einem Kaliummangel. Das Fatale daran ist, dass Kaliummangel seinerseits wieder einen trägen Darm nach sich zieht und man dann erneut zum Abführmittel greift – ein Teufelskreis, der sich mit Herzrhythmusstörungen rächen kann.

Genauso können Medikamente zum Entwässern (Diuretika) die Kaliumverluste erhöhen, so dass auch hier Herzrhythmusstörungen zu den Nebenwirkungen gehören. Da hohe Insulindosen einen Kaliummangel hervorrufen können, ist auch bei insulinpflichtigen Diabetikern/innen Vorsicht geboten.

Kaliumüberschüsse sind bei der heutigen Lebens- und Ernährungweise hingegen fast nicht möglich, so dass Sie mit einer kaliumreichen Ernährung (wenn Sie nicht gerade an einer schweren Nierenerkrankung leiden) nichts falsch machen können.

Magnesium wird von den Herzzellen benötigt

Das vierte Mineral – Magnesium – ist gemeinsam mit Kalium für die elektrische Stabilisierung der Herzzellen verantwortlich. Verständlich, dass es zu Herzrhythmusstörungen kommt, wenn einer von beiden fehlt.

Herzrhythmusstörungen durch Eisenmangel

Eisen ist ein weiterer Mineralstoff, der sich - bei einem Mangel - ungünstig auf die Herzgesundheit auswirken kann. Fehlt dem Blut Eisen, kommt es zu einer sogenannten Eisenmangelanämie (Blutarmut). Dadurch kann nicht genug Sauerstoff über das Blut transportiert werden. Folglich wird das Herz durch schnelleres Schlagen versuchen, den Körper doch noch genug mit Sauerstoff zu versorgen.

Hier können die vermeintlichen Herzrhythmusstörungen also durch die Behebung des Eisenmangels ad acta gelegt werden. Allerdings können bereits bestehende Herzrhythmusstörungen auch zu einer verminderten Eisenaufnahme führen, so dass Herzbeschwerden bei gleichzeitigem Eisenmangel in jedem Fall abgeklärt werden sollten.

Herzrhythmusstörung durch Übersäuerung

Gerade bei einer chronischen Übersäuerung – die heute gang und gäbe ist – fehlt es meist an allen Ecken und Enden an den oben genannten Mineralien, so dass die häufige Verbreitung von Herzrhythmusstörungen kein Wunder ist. Für die Herzgesundheit sind folglich eine gründliche, aber sanfte Entsäuerung, eine optimale Mineralstoffversorgung sowie eine basische Ernährung von ausserordentlicher Wichtigkeit.

Zusätzlich ist auf Einflüsse von aussen zu achten, die vielleicht auf den ersten Blick das Leben zu erleichtern scheinen, aber dem Herzen nicht in jedem Falle zusagen, wie z. B. der ständige Gebrauch von Handy, WLAN etc.

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Herzrhythmusstörungen durch Vitamin-D-Mangel

Ein Vitamin-D-Mangel kann an fast jeder chronischen Erkrankung beteiligt sein, so auch an Herzrhythmusstörungen - wie man seit dem Jahr 1990 weiss. Damals erschien eine Fallstudie ( 1 ) aus dem State Veteran Hospital in Rocky Hills/Connecticut. 

Beschrieben wurde darin eine 77-jährige Patientin, die zunächst am Sick-Sinus-Syndrom litt, einer Herzrhythmusstörung, die auf eine Fehlfunktion des Sinusknotens zurückzuführen ist. Die Patientin erhielt fünf Jahre lang Medikamente (Antiarrhythmika) - ohne jede Wirkung. Im fünften Jahr entwickelte sich zusätzlich noch ein chronisches Vorhofflimmern. 

Zwei Jahre später begann sie, Vitamin D einzunehmen (der Grund dafür ist unbekannt, so dass die Empfehlung höchstwahrscheinlich nicht von ihrem Arzt stammte). Erst verschwand das Sick-Sinus-Syndrom, später auch das Vorhofflimmern. Als die Studie veröffentlicht wurde, war die Patientin bereits seit zwei Jahren ohne Beschwerden.

Im Jahr 2019 erschien im Nutrition Journal eine Auswertung von 13 Studien mit insgesamt knapp 75.000 Teilnehmern, wovon über 6500 an Vorhofflimmern litten. Es zeigte sich, dass jene mit einem Vitamin-D-Spiegel von unter 20 ng/ml ein um 23 Prozent höheres Risiko hatten, Vorhofflimmern zu entwickeln, während das Risiko pro 10 ng/ml, die der Vitamin-D-Spiegel stieg, bei den über 65-Jährigen um 32 Prozent sank ( 2 ). 

Die Überprüfung und ggf. Optimierung des Vitamin-D-Spiegels gehört daher auch bei Herzrhythmusstörungen unbedingt mit zur Therapie. Worauf Sie bei der Einnahme von Vitamin D achten sollten, lesen Sie in unserem Artikel zur richtigen Einnahme von Vitamin D .

Herzrhythmusstörungen durch Elektrosmog?

Im Zeitalter von Mobilfunk, schnurlosen DECT-Telefonen, WLAN, Bluetooth-Technik und Bildschirmarbeit sind wir permanent elektromagnetischen Impulsen ausgesetzt, die im Verdacht stehen, unter anderem den Herzschlag nachteilig zu beeinflussen.

Wenn also Handys und Computer im Flugzeug beim Start und der Landung ausgeschaltet bleiben müssen und in Krankenhäusern in Bereichen mit lebenswichtigen Apparaturen verboten sind, wieso sollte dann dieselbe elektromagnetische Strahlung nicht auch in der Lage sein, auf den körpereigenen Impulsgeber im Herzen Einfluss zu nehmen?

Es lohnt sich also, moderne Technologien bewusst und gezielt einzusetzen, also nicht ständig und besser so, dass sie möglichst wenig schaden. Tipps dazu finden Sie hier: Handy ja, Strahlung nein?

Psychische Faktoren als Ursache für Herzrhythmusstörungen

Das Herz gilt als Zentrum der Gefühle und wird unweigerlich mit Liebe und Emotionen in Verbindung gebracht. Wir alle kennen Situationen, in denen uns "vor Aufregung das Herz bis zum Hals schlägt", "es vor Freude hüpft" oder "vor Schreck in die Hose rutscht".

Schon allein diese Redewendungen zeigen, wie leicht der Herzschlag aus einer emotionalen Lage heraus aus dem Gleichgewicht geraten kann. Der Grund dafür ist, dass der Sympathikus-Nerv in einer Anspannungssituation – sei sie positiv oder eben auch negativ – mit einer Ausschüttung von Adrenalin reagiert, bis sich die Situation wieder normalisiert hat.

Leiden Sie also viel unter Stress, Sorgen oder Ängsten, wird sich der Körper ständig in "Alarmbereitschaft" fühlen und auch ständig Adrenalin ausschütten. Zuviel Adrenalin schadet aber und kann längerfristig zu hohem Blutdruck, Herzrhythmusstörungen bis hin zu Angina Pectoris (Herzenge) und Herzinfarkt führen.

Darüber hinaus kann ein Übermass an Adrenalin durch chronischen Stress wiederum zu einem Kalium- und Magnesiummangel führen. Und wie ein solcher die Herzgesundheit beeinflusst, wissen Sie ja inzwischen.

Herzrhythmusstörungen durch Medikamente

Neben Stress können auch bestimmte Medikamente ganz empfindlich den Mineralstoffhaushalt stören und auf diese Weise zu Herzrhythmusstörungen führen. Eine Reihe von Medikamenten kann den Calcium-, Kalium- und Magnesiumspiegel im Blut erheblich absenken und damit Herzrhythmusstörungen begünstigen. Dazu zählen zum Beispiel manche

  1. Antidepressiva
  2. Medikamente gegen Hyperaktivität
  3. Säureblocker (gegen Magenübersäuerung)
  4. Medikamente gegen Allergien
  5. Mittel gegen Krampfanfälle
  6. Mittel gegen Pilzbefall
  7. Antibiotika
  8. Cortison
  9. Medikamente zur Entwässerung und letztendlich kurioserweise sogar 
  10. Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen

Möglicherweise glauben Sie aber auch nur, eine Herzrhythmusstörung zu haben, obwohl in Wirklichkeit gar keine vorliegt. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn ein oder mehrere Brustwirbel Ihrer Wirbelsäule verschoben sind.

Herzrhythmusstörungen wegen Wirbelverschiebungen

Die Wirbelsäule mit ihren 33-34 Wirbeln und Bandscheiben dient uns nicht nur als Stützgerüst, sondern sie beinhaltet und schützt auch das empfindliche Rückenmark. Seitlich aus der Wirbelsäule treten die Nerven des Rückenmarks aus und versorgen Haut, Muskeln, Drüsen und die verschiedenen Organe.

So kann ein blockierter oder verschobener zweiter Brustwirbel auf den dort austretenden und zum Herzen führenden Spinalnerv drücken und ihn derart irritieren, dass es zum Beispiel zu beängstigendem Herzstechen oder Herzpoltern kommen kann.

Wird die Blockade behoben, indem der Wirbel wieder in seine richtige Position gebracht wird, kann sich der Nerv wieder erholen und die Symptome werden verschwinden. Ein Dorn-Therapeut oder auch ein Osteopath kann Ihnen in einer solchen Situation weiter helfen.

Herzrhythmusstörungen oder ein Darmproblem?

Herzrhythmusstörungen bzw. Symptome, die Herzrhythmusstörungen ähneln, können auch dann auftreten, wenn das Roemheld-Syndrom vorliegt. In diesem Fall wird das Herz infolge von Übergewicht und massiver Luftansammlung im Darm so stark eingeengt, dass es in seiner Funktion beeinträchtigt wird.

Wichtig ist hier natürlich in erster Linie der Abbau des Übergewichts sowie der Blähungen . Leiten Sie dazu eine Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten ein und ergreifen Sie Massnahmen, wie z. B. eine Darmreinigung, die Ihren Blähungen ein für alle Mal ein Ende bereiten werden. Wie Sie eine Darmreinigung durchführen, erfahren Sie hier: Wie funktioniert eine Darmreinigung ?

Weitere Massnahmen gegen Blähungen finden Sie hier: Blähungen natürlich beheben

Eine betroffene Leserin schrieb uns das Folgende, das Ihnen evtl. helfen könnte herauszufinden, ob Ihre Herzrhythmusstörungen mit dem Roemheldsyndrom zusammenhängen: "War froh zu sehen, dass Sie auch Blähungen als Ursache listen. Da ich Herzrhythmusstörungen durch Blähungen und mangelnde Zwerchfellatmung lange hatte (Roemheldsyndrom), habe ich damit einige Erfahrung. Ich benutze eine einfache Diagnostik, um festzustellen, ob es daran liegt. Wenn ich Symptome habe, bemühe ich mich, die Gase im Magen durch Rülpsen oft mit etwas Handdruck auf den Magen zu entleeren. Wenn die Symptome damit verschwinden, habe ich den Grund gefunden."

Herzrhythmusstörungen oder Histaminintoleranz?

Auch eine Histaminintoleranz kann zu Herzrasen oder Herzstolpern und früher oder später zum Verdacht einer Herzrhythmusstörung führen. Leidet man an einer Histaminintoleranz, dann zeigt sich das Herzproblem insbesondere nach dem Genuss von Rotwein, Schokolade oder reifem Käse. Weitere Symptome sind Hautausschläge, Durchfall oder schnupfenähnliche Beschwerden.

Details zur Histaminintoleranz lesen Sie in unserem ausführlichen Artikel über Hintergründe, Diagnoseverfahren und ganzheitliche Massnahmen bei Histaminintoleranz .

Herzrhythmusstörungen – Was tut die Schulmedizin?

Sind Herzrhythmusstörungen die Folge einer anderen Erkrankung, sollte natürlich diese zuerst behandelt werden. Ist das ursächliche Problem jedoch nicht aufzuspüren, werden Medikamente verordnet, die den normalen Herzrhythmus wieder herstellen sollen (Antiarrhythmika). 

Oft gibt man gleichzeitig Mittel, die das Blut verdünnen bzw. die Blutgerinnung hemmen (Antikoagulantien), da andernfalls bei ausgeprägten Herzrhythmusstörungen die Gefahr von Gerinnselbildungen meist im linken Vorhof erhöht ist und dadurch die Gefahr eines Schlaganfalles oder einer Lungenembolie deutlich erhöht ist.

Leider haben diese Medikamente erhebliche Nebenwirkungen und können ihrerseits – wie oben bemerkt – erst recht wieder zu Herzrhythmusstörungen führen.

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Blutverdünner bei Herzrhythmusstörungen

Antikoagulantien (Blutverdünner wie z. B. Marcumar ®) können – bei suboptimaler Dosierung – unkontrollierte Einblutungen bis hin zu Hirnblutungen mit sich bringen.

Haben Sie eine schwere Lebererkrankung oder ist ihre Nierenfunktion stark eingeschränkt, dürfen Sie diese Medikamente oft gar nicht erst einnehmen, da sie der Leber- und Nierengesundheit schaden können.

Auch wenn Sie unter einem Magen-Darm-Geschwür oder auch einer fortgeschrittenen Gefässverkalkung (Arteriosklerose) leiden sollten, wäre es unvorteilhaft, besagtes Medikament einzunehmen.

Falls Sie ferner Blutzucker senkende Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie in Verbindung mit Antikoagulantien besonders gut auf ihren Blutzuckerspiegel achten, da sie u. U. die Blutzucker senkende Wirkung noch verstärken können.

Inzwischen gibt es eine neue Generation zur Blutgerinnungshemmung – NOAK oder auch DOAK genannt (Neue Orale Antikoagulantien bzw. Direkte Orale Antikoagulantien), z. B. Apixaban (Eliquis®), Edoxaban (Lixiana®), Rivaroxaban (Xarelto®) oder auch Dabigatran (Pradaxa®). 

Wirkliche Vorteile scheinen diese Medikamente aber nicht zu bieten. Abgesehen davon, dass sie ebenfalls die Leber- und Nierengesundheit beeinträchtigen, Verdauungsbeschwerden verursachen und im Falle von Dabigatran das Herzinfarktrisiko erhöhen können, las man am 19.02.2014 in der Deutschen Ärztezeitung, dass sich zwar das Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern durch diese Medikamente etwas reduzieren lassen, allerdings erhöhe sich das Blutungsrisiko im Magen-Darm-Trakt um 25 Prozent. Diese Blutungen können durchaus schwer bis tödlich verlaufen und sind daher nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Antiarrhythmika bei Herzrhythmusstörungen

Viele verschiedene Medikamente werden unter der Bezeichnung Antiarrhythmika bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt, um dem Herz wieder seinen gesunden Rhythmus zurück zu geben. Leider klappt das nicht immer so wie gewünscht.

Grundsätzlich ist es daher wichtig zu wissen:

  1. Alle Antiarrhythmika können ihrerseits wiederum Herzrhythmusstörungen verursachen.
  2. In Verbindung mit anderen Medikamenten können nach der Einnahme von Antiarrhythmika starke Wechselwirkungen auftreten.
  3. Besonders bei älteren Menschen kann es zu starken Nebenwirkungen kommen.
  4. Bei einer fortgeschrittene Herzschwäche können diese Medikamente sogar zu einer Verschlechterung der Herzschwäche führen.

Natürliche Massnahmen und Mittel bei Herzrhythmusstörungen

Da Medikamente immer Nebenwirkungen haben können und es bei Herzrhythmusstörungen - wie wir oben gesehen haben - sehr viele Ursachen geben kann, die auf relativ einfache Weise behoben werden können, sollten bei der Prävention und Therapie von Herzrhythmusstörungen immer auch die nachfolgenden ganzheitlichen und naturheilkundlichen Mittel überprüft werden und wenn sich ein entsprechender Bedarf zeigt, auch zum Einsatz kommen. Nachfolgend finden Sie des besseren Überblicks wegen die Aufzählung, weiter unten dann Details zu einigen der wichtigsten Punkte:

  1. Optimierung der Mineralstoffversorgung (Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen); Phosphatüberschuss vermeiden
  2. Optimierung der Vitalstoffversorgung z. B. Vitamin D, Coenzym Q10, Vitamin C, Omega-3-Fettsäuren
  3. Darmreinigung
  4. Abklärung einer Histaminintoleranz
  5. Überprüfung der Brustwirbel
  6. Entspannungsmassnahmen, um chronischen Stress abzustellen, z. B. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson , EFT (Klopfakupressur) , Yoga, Meditation etc. 
  7. Entsäuerung (z. B. mit Basencitraten , die gleichzeitig bei der Regulierung des Mineralstoffhaushalts helfen können) gemeinsam mit einer gesunden basenüberschüssigen Ernährung
  8. Elektrosmog  wann immer möglich meiden
  9. Koffein meiden
  10. Intervallfasten
  11. Homöopathische Mittel
  12. Schüssler Salze
  13. Heilsteine
  14. Seelische Aspekte und Zusammenhänge beachten!

Mineralstoffe bei Herzrhythmusstörungen

Veranlassen Sie vor einer Behandlung mit Medikamenten in jedem Fall eine Mineralstoffanalyse Ihres Blutes bzw. Vollblutes, um Ihre Werte der weiter oben genannten herzwichtigen Mineralstoffe zu überprüfen (Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Eisen). Wenn Sie dann einen etwaigen Mangel oder Überschuss auf natürliche Weise ausgleichen, erübrigt sich womöglich eine Medikamenteneinnahme.

Kalium für das Herz

Kalium findet sich reichlich in Vollkornprodukten, insbesondere aber in Quinoa, ausserdem in Hülsenfrüchten wie zum Beispiel weissen Bohnen und Linsen, in Tomatensosse, Brokkoli, Sellerie, Spinat, Pilzen, Bananen, getrockneten Aprikosen, grünem Blattgemüse, Kräutern und Kakaopulver.

Magnesium für das Herz

Besonders viel Magnesium enthalten Lebensmittel wie Amaranth , Quinoa , Kürbiskerne , Sonnenblumenkerne, Nüsse und Mandeln. Details zur richtigen Magnesiumversorgung finden Sie hier: Magnesiummangel beheben . Sollten Sie sich für ein Nahrungsergänzungsmittel mit Magnesium entscheiden, dann wäre die Sango Meeres Koralle  eine Option, da diese Magnesium UND Calcium im richtigen Verhältnis liefert.

Benötigen Sie als Nahrungsergänzung nur Magnesium (ohne Calcium, weil Ihre Ernährung bereits ausreichend Calcium liefert), dann lesen Sie hier, welche Magnesiumpräparate zur Auswahl stehen.

Calcium für das Herz

Calcium findet sich – wie jeder weiss – in Milchprodukten. Da nicht jeder Milch verträgt, Milchverzehr ethisch fragwürdig ist und Milchprodukte eindeutig gesundheitliche Nachteile haben können, lohnt es sich häufig, den Calciumbedarf auf anderem Wege zu decken.

Calciumreiche pflanzliche Lebensmittel sind beispielsweise Brokkoli, Sesam , Brennnessel , Mohn, grüne Blattgemüse, Nüsse, Trockenfeigen, Amaranth, Quinoa, Tofu etc.

Falls Sie sich für die Sango Meeres Koralle als Calcium-Quelle entscheiden, dann versorgt eine Tagesdosis davon schon mit der Hälfte des Tagesbedarfs, nämlich mit 550 Milligramm Calcium. Teilen Sie diese Menge jedoch am besten in zwei bis drei Dosen auf.

Omega-3-Fettsäuren bei Herzrhythmusstörungen

Omega-3-Fettsäuren vermindern unter anderem eine Entzündungsneigung und verhindern das Zusammenkleben der Blutblättchen (Blutgerinnung), wirken also als natürliche Blutverdünner . Ausserdem erweitern sie die Blutgefässe und bieten somit ideale Eigenschaften für die Herzgesundheit.

Pflanzliche Omega-3-Fettsäure-Quellen, die mit der kurzkettigen Alpha-Linolensäure versorgen, sind zum Beispiel Leinöl (auch in Kapseln), Leinsamen , Chiasamen, Hanföl  und Hanfsamen. Deutlich wirksamer sind jedoch die langkettigen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA. Diese können in der erforderlichen Dosis von mindestens 900 mg pro Tagesdosis über Algenölpräparate eingenommen werden. 

Gleichzeitig sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht zu grosse Mengen an Omega-6-Fettsäuren zu sich nehmen, da sich diese in die sogenannte Arachidonsäure umwandeln können, eine Fettsäure, die Entzündungen fördert und daher zum Beispiel Allergien und Rheumabeschwerden verschlimmern kann.

Besonders viel Arachidonsäure ist in Fleisch, Eiern und Käse enthalten, so dass Sie bei Herzrhythmusstörungen diese Lebensmittel nur noch in gemässigten Mengen oder vorerst besser gar nicht mehr essen sollten.

Coenzym Q10 bei Herzrhythmusstörungen

Coenzym Q10 wird auch Ubiquinon genannt. Besonders grosse Mengen dieses Nährstoffes befinden sich in Herz-, Leber-, Nieren- und Muskelgewebe, denn Coenzym Q10 spielt eine lebenswichtige Rolle bei der Energieversorgung der Zellen.

Dieser Nährstoff kann die Herzfunktion und den Herzrhythmus verbessern. Nicht verwunderlich also, dass Herzpatienten oft einen erniedrigten Coenzym Q10-Spiegel aufweisen.

Coenzym Q10 ist in vielen Lebensmitteln vorhanden, aber nur in kleinen Mengen. Die besten pflanzlichen Quellen sind Walnüsse, Mandeln Kohl und grünes Blattgemüse. Natürlich kann man auch zu einem entsprechenden Nahrungsergänzungsmittel greifen. Achten Sie jedoch darauf, dass es auch eine wirksame Dosis enthält. Viele Präparate sind unterdosiert. Sie sollten pro Tag mindestens 2 mg Coenzym Q10 pro Kilogramm Körpergewicht einnehmen.

Strophanthin bei Herzrhythmusstörungen

Bei Herzrhythmusstörungen wurde früher regelmässig Strophanthin eingesetzt, ein Stoff, der aus einer afrikanischen Schlingpflanze gewonnen wird. Er kräftigt das Herz, macht es widerstandsfähiger und verbessert die Herzfunktionen. In den 1990er Jahren wurde Strophanthin von den heutigen oft nebenwirkungsreichen Herzmedikamenten verdrängt und verschwand vom Markt. Wo Sie Strophanthin auch heute noch erhalten, lesen Sie in unserem Artikel über Strophanthin und seine Hintergründe .

Homöopathie bei Herzrhythmusstörungen

Auch in der Homöopathie sind viele herzwirksame Mittel bekannt. Allerdings sollten Sie bei Herzrhythmusstörungen längerfristig keine Selbstversuche starten, sondern besser bei einem/er erfahrenen Homöopathen/in Rat suchen, der/die in einer ausführlichen Anamnese das für Sie passende Mittel heraus finden wird. Hier eine Auswahl an homöopathischen Mitteln, die bei Herzrhythmusstörungen helfen können.

Cactus D6

Ihr Herz ist bereits geschwächt und schlägt zu schnell und zu heftig. Ausserdem sind die Gefässe arteriosklerotisch verengt. Die Beschwerden verschlimmern sich meistens beim Liegen auf der linken Seite.

Coffea D6

Wenn Sie besonders bei oder nach unerwarteten Ereignissen zu heftigem Herzklopfen neigen.

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Convallaria majalis D6

Das Maiglöckchen verstärkt die Herzarbeit und macht den Herzschlag regelmässiger. Haben Sie öfter das Gefühl, als ob das Herz aufhört zu schlagen und plötzlich wieder einsetzt? Oder bekommen Sie Herzklopfen bei geringster Anstrengung? Sind Sie eher ein Mensch, der schnell reizbar ist? Dann könnte Ihnen dieses Mittel helfen.

Crataegus oxyacantha D6

Kommen Sie bei der geringsten Anstrengung ausser Atem und fühlen Sie sich schwach? Leiden Sie unter Wasseransammlungen im Körper? Sind Sie eher der nervöse, reizbare Typ und schlafen Sie schlecht? Dann wäre Crataegus vielleicht ein Mittel der Wahl.

Digitalis D6

Homöopathisch aufbereitet stimuliert der Rote Fingerhut die Herzmuskeln. Dieses Mittel kann bei Herzrhythmusstörungen helfen, die durch einen ermüdeten und erweiterten Herzmuskel entstehen. Das Herz schlägt langsam und schwach, aber die geringste Bewegung verursacht heftiges, unregelmässiges Herzklopfen. Haben Sie manchmal plötzlich das Gefühl, Ihr Herz steht still? Sind sie eher niedergeschlagen und machen sich Sorgen um die Zukunft? Sind Sie matt und schwach? Schlägt Ihr Herz heftig, sobald sie sich vom Liegen aufrichten? Dann können Sie an dieses Mittel denken.

Ignatia D6

Ein grosses Mittel bei Beschwerden, die durch Kummer, Schock oder Enttäuschung ausgelöst werden, ist zweifelsohne Ignatia. Befinden Sie sich gerade in einer Kummerphase? Fühlen Sie sich physisch und psychisch erschöpft und leiden Sie sehr unter einer Situation? Sind Sie eher von empfindlicher, leicht erregbarer Natur? Schlägt Ihre Laune schnell ins Gegenteil um? Dann könnte Ignatia Ihre Herzrhythmusstörungen beheben und Ihnen gleichzeitig eine seelische Stütze sein.

Lycopus D6

Ein Mittel, das hervorragende Wirkung zeigt bei Herzrhythmusstörungen, die durch eine Überfunktion der Schilddrüse ausgelöst werden.

Nux vomica D6

Herzrhythmusstörungen , die durch zu viele Stimulanzien wie zum Beispiel Kaffee, Nikotin und Alkohol oder auch zu viel Essen mit nachfolgendem Magendruck entstehen, verlangen nach Nux vomica (Brechnuss). Sind Sie ehrgeizig und viel beschäftigt? Fühlen Sie sich dadurch oft angespannt und nervlich überreizt? Trinken Sie zudem Kaffee im Übermass, um leistungsfähig zu bleiben? Dann könnte sich Nux vomica beruhigend und ausgleichend auf Sie wie auch auf Ihr Herz auswirken.

Schüssler-Salze bei Herzrhythmusstörungen

Die Schüssler-Salze sind keine Mineralstoffe im üblichen Sinne, sondern nach den Regeln der Homöopathie aufbereitete Mineralstoffkombinationen. Folgende Mineralsalze nach Dr. Schüssler sollen bei Herzrhythmusstörungen helfen können:

  1. Calcium phosphoricum Nr. 2
  2. Magnesium phosphoricum Nr. 7
  3. Natrium chloratum Nr. 8
  4. Kalium phosphoricum Nr. 5 zur allgemeinen Herzstärkung

Sie können von allen vier Mineralstoffen über den Tag verteilt jeweils 4 bis 6 Tabletten in der D6- oder D12-Potenz auf der Zunge zergehen lassen.

Beachten Sie bitte, dass Mineralstoffe nach Dr. Schüssler Milchzucker enthalten. Falls Sie auf diesen Stoff mit einer Unverträglichkeit reagieren, wählen Sie Schüssler-Salze in Tropfenform.

Pflanzenheilkunde bei Herzrhythmusstörungen

Wenn Sie Herzrhythmusstörungen besonders dann haben, wenn Sie sich gestresst fühlen oder Sorgen haben, bietet Ihnen die Pflanzenheilkunde  Hilfe in Form der folgenden Heilkräuter:

Melisse (Melissa officinalis) beruhigt das Herz

Fühlen Sie sich mit äusseren Reizen überflutet und finden nicht zur Ruhe, dann kann sich das auch auf ihren Herzschlag auswirken. Hier verschafft oft eine Kur mit Melissen-Tee angenehme Linderung.

Um den beruhigenden Effekt der Melisse voll auszuschöpfen, sollten Sie pro Tasse Tee 3 Teelöffel Melissenblätter verwenden und den Tee 10 Minuten ziehen lassen. Mit einem Schuss Honig verfeinert, wird die Wirkung noch verstärkt. 3 Tassen sollten Sie täglich davon trinken.  Die ätherischen Öle der Melisse können Sie sich auch in Form eines Vollbades zunutze machen.

Grüner Hafer (Avena sativa) stärkt das Herz

Bei schwächebedingten Herzrhythmusstörungen eignet sich eine Kur mit einem Tee aus grünem Hafer. Dieses Getreide kann in Teeform den Körper stärken und die begleitenden Herzrhythmusstörungen mildern.

Auch Hopfen (Humulus lupulus) und Lavendel (Lavandula angustifolia) haben sich bei nervösen Herzbeschwerden bewährt.

Herzgespann (Leonurus cardiaca) bei starkem Herzklopfen

Diese Pflanze hilft bei starkem Herzklopfen, welches im Liegen schlimmer ist und eventuell mit nervöser Unruhe in Verbindung steht.

Versuchen Sie in diesem Fall eine Kur mit Herzgespann-Tee. Übergiessen Sie zwei gestrichene Teelöffel des Krautes mit ¼ Liter kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen. Zwei bis vier Wochen lang trinken Sie davon 2- bis 3-mal täglich eine Tasse.

Weissdorn (Crataegus) für das schwache Herz

Eine hervorragende Pflanze für das geschwächte Herz ist der Weissdorn. Altersbedingte Veränderungen und Durchblutungsstörungen des Herzens, die auch zu Herzrhythmusstörungen führen können, lassen sich mit dieser Pflanze wirkungsvoll lindern.

Und nicht nur das – auch längere Zeit angewendet ist Weissdorn nicht schädlich und kann somit auch vorbeugend Anwendung finden. Sie können zwei gestrichene Teelöffel vom Weissdorn (getrocknete Blätter und Blüten) in ¼ Liter Wasser 20 Minuten ziehen lassen und 2- bis 3-mal täglich eine Tasse davon trinken. Auch als sog. Urtinktur, als Frischpflanzenpresssaft oder in Form von Tabletten ist der Weissdorn erhältlich.

Yoga hilft bei Herzrhythmusstörungen

Eine andere beruhigende Methode ist Yoga . Jeder, der Yoga schon einmal praktiziert hat, kennt dessen entspannende und ausgleichende Wirkung auf Geist und Seele. Sogar Mediziner empfehlen inzwischen Yogaübungen bei Herzrhythmusstörungen.

So war in der Ärztezeitung über eine Studie von  Dr. Dhanunjaya Lakkireddy aus Kansas City zu lesen: "Neuer Ansatz: Yoga als Rezept gegen Vorhofflimmern. Yoga-Übungen dreimal pro Woche sind offenbar geeignet, die Zahl von Vorhofflimmer-Episoden zu halbieren." 

Rahel zeigt Ihnen in unseren Yoga-Videos auf YouTube , wie Sie im Alltag einen Ausgleich finden, indem Sie sich gesund und abwechslungsreich bewegen. Sie ist zertifizierte „Ashtanga Yoga Innovation Inspired“-Yogalehrerin und unterrichtet angelehnt an die AYI Methode von Dr. Ronald Steiner.

Heilsteine für Herzrhythmusstörungen

Schon im Mittelalter scheinen Herzrhythmusbeschwerden eine Rolle gespielt zu haben. So entdeckte die Nonne Hildegard von Bingen, dass bei Herzrhythmusstörungen eine Anwendung der Edelsteine Jaspis oder Bergkristall helfen kann.

Laut Hildegard von Bingen können Sie einmal Folgendes versuchen: Drücken Sie eine Jaspis-Scheibe auf die Haut über dem Herzen bis sie warm wird. Dann lassen Sie die Scheibe abkühlen und drücken sie erneut auf die Stelle. Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrmals, bis sich der normale Herzrhythmus wieder einstellt. Angeblich wirkt sich der Edelstein Jaspis aufgrund seiner Schwingungen positiv auf den Sinusknoten aus und kann so die Herzfrequenz normalisieren.

Leiden Sie an Herzrhythmusstörungen aufgrund von Schilddrüsenproblemen, können Sie laut der Heiligen Hildegard einen Versuch mit dem Bergkristall starten. Tragen Sie über längere Zeit eine Bergkristallkette um den Hals oder legen Sie je einen sonnenaufgeladenen Bergkristall auf die Schilddrüse, das Herz und auf das Sonnengeflecht (Solarplexus) und belassen Sie die Steine dort 30 bis 60 Minuten.

Psychosomatische Aspekte bei Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen sind natürlich – wie alle Krankheiten – auch dazu da, sich ein wenig mehr mit sich selbst zu beschäftigen, zur Ruhe zu kommen und das eigene Leben neu zu betrachten. 

Vielleicht sind Sie ein Mensch, der sich bislang lieber auf seinen Verstand als auf sein Gefühl verlassen hat? Vielleicht sind Ihnen zu viele Emotionen auch lästig, da diese Sie aus Ihrem sicheren Alltagstrott zu werfen drohen? Dann kam bei Ihnen möglicherweise Ihr Herz zu kurz.

Herzrhythmusstörungen zwingen Sie dazu, wieder auf Ihr Herz zu achten und wieder Zugang zu Ihren Gefühlen zu finden. Folgende Fragen könnten Ihnen bei der Selbstbetrachtung hilfreich sein:

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  1. Wie oft höre ich auf mein Herz?
  2. Presse ich mein Leben in einen starren Takt?
  3. Brauche ich einen geregelten Trott?
  4. Bringen mich unvorhergesehene Dinge schnell aus dem Rhythmus?
  5. Gebe ich meinen Gefühlen genug Beachtung und traue ich mich auch, sie zu äussern?

Und wenn Sie dann irgendwann feststellen, dass Ihre Herzrhythmusstörungen Ihnen dabei helfen, wieder mehr Gefühl für sich selbst und andere zu entwickeln und dass Sie diese Gefühle plötzlich wieder zeigen können, dann verlieren Sie die Angst vor Ihren Emotionen – und so ganz nebenbei schliesslich auch Ihre Herzrhythmusstörungen. Fassen Sie sich ein Herz und helfen Sie sich selbst! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

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Quellen
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  5. (5) Siegenthaler, Lehrbuch der Inneren Medizin, 3. Auflage, Thieme-Verlag
  6. (6) Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch
  7. (7) Herz und Kreislauf natürliche Autorität, Rosina Sonnenschmidt, Narayana Verlag
  8. (8) Krankheit als Weg, Thorwald Dethlefsen, Rdiger Dahlke, Goldmann Verlag
  9. (9) Burgersteins Handbuch der Nährstoffe, TRIAS-Verlag, 12. Auflage 2012
  10. (10) Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  11. (11) Die Dorn-Therapie, Helmut Koch, Hildegard Steinhauser, 2. Auflage 2004, Foitzick Verlag
  12. (12) Atlas der Anatomie des Menschen, Frank H. Netter, Thieme Verlag
  13. (13) Gifte der Natur, Dr. Wesselin Denkow, Bechtermünz-Verlag
  14. (14) Das grosse Buch der Heilpflanzen, M. Pahlow, Bechtermünz-Verlag
  15. (15) Mineralstoffe nach Dr. Schüssler, Richard Kellenberger, Friedrich Kopsche, AT Verlag
  16. (16) Hildegard Heilkunde von A-Z, Wighard Strehlow, Weltbild-Verlag
  17. (17) Homöopathische Mittel und ihre Wirkungen, William Boericke, Wissenschaftlicher Autorenverlag Leer
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