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  • Frau hatte einen Schlaganfall und befindet sich in Behandlung
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Schlaganfall - So können Sie vorbeugen

Neben den bekannten Risikofaktoren begünstigt auch eine falsche Ernährung die Möglichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden. Lassen Sie es nicht so weit kommen!

Stand: 24 Juni 2026
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Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall entsteht, wenn die Blutversorgung des Gehirns plötzlich unterbrochen oder gestört wird. In Abhängigkeit von der Ursache und dem zugrundeliegenden Mechanismus werden verschiedene Formen unterschieden, die sich in Ausprägung, Schweregrad und Behandlungsbedarf deutlich voneinander unterscheiden.

Die korrekte Einordnung der Schlaganfall-Art ist von entscheidender Bedeutung, da sie die weitere Therapie, die Prognose und die erforderlichen vorbeugenden Maßnahmen maßgeblich beeinflusst.

Aus diesem Grund ist eine zeitnahe Diagnose in der Klinik von entscheidender Bedeutung, da jede Minute zählt.

Ischämischer Schlaganfall

Der ischämische Schlaganfall entsteht durch ein Blutgerinnsel, das im Gehirn ein Blutgefäß verstopft und so zu einer akuten Durchblutungsstörung im Gehirn führt. Dadurch werden Teile des Gehirns nicht mehr richtig durchblutet, was zum Absterben von Gehirnzellen führen kann.

Hämorrhagischer Schlaganfall

Der hämorrhagische Schlaganfall ist sehr viel seltener. Hier kommt es zu einer Hirnblutung, weil im Gehirn ein Blutgefäß geplatzt ist. Der entstehende Bluterguss drückt nun auf das Hirngewebe.

Tipps zur Prävention eines Schlaganfalls

„Schlaganfälle sind keine Seltenheit, aber auch nicht unvermeidbar (2)“, beginnt ein Artikel bei MedicalNewsToday, in dem Dr. Gary Bernardini vom New York-Presbyterian Queens Hospital Tipps zur Prävention von Schlaganfällen gibt.

Schlaganfälle zählen zu den Top 5 der häufigsten Todesursachen und sind gar die häufigste Ursache für Dauerinvalidität, so Bernardini.

1. Blutdruck senken

Will man einen Schlaganfall verhindern, dann sollte man zunächst beim Blutdruck ansetzen und diesen – sollte er zu hoch sein – senken. Denn ein zu hoher Blutdruck gilt als der größte Risikofaktor für Schlaganfälle.

Sie können Ihren Blutdruck mit bestimmten Maßnahmen senken, meist ganz ohne Medikamente. Sie sind also kein Opfer, sondern können selbst tüchtig am Rad des Schicksals drehen.

Schon allein der Glaube, sich nach einem überlebten Schlaganfall selbst gegen einen weiteren Anfall schützen zu können (3) führt dazu, dass der systolische Blutdruck im Schnitt um die 6 mmHg niedriger ist als bei Menschen, die fürchten, einen weiteren Schlaganfall zu bekommen, so eine Studie, die bei der Stroke Association's International Stroke Conference 2019 vorgestellt wurde.

Wir stellen unserer Seite Seite Lebensmittel vor, die eine blutdrucksenkende Wirkung haben: Lebensmittel, die den Blutdruck senken

Sie finden hier einen beispielhaften Ernährungsplan für eine blutdrucksenkende Ernährung: * Ernährungsplan zur Senkung des Blutdrucks

2. Übergewicht reduzieren und gesund essen

Wenn Sie übergewichtig sind, dann sorgen Sie dafür, dass Sie langsam aber sicher Ihr Normalgewicht erreichen können. Dazu ist eine gesunde Ernährung unerlässlich, die gleichzeitig den Blutdruck positiv beeinflusst.

Eine solche Ernährung sollte vitalstoffreich (Obst und Gemüse), vollwertig, pflanzenbasiert und salzarm sein (austesten, ob man zu den salzempfindlichen Personen gehört, bei denen der Blutdruck bei salzreicher Ernährung steigt bzw. bei salzarmer Ernährung sinkt).

Lesen Sie unsere 15 Tipps zum Abnehmen. (Nutzen Sie dazu gern unser Suchfeld und geben "Abnehmen" ein).

3. Bewegung

Regelmäßige Bewegung ist ein unabhängiger Faktor, der das Schlaganfallrisiko reduziert, was bedeutet, dass regelmäßige Bewegung auch dann das Schlaganfallrisiko reduziert, wenn man die anderen Tipps nicht umsetzt. Dr. Bernardini rät zu mindestens fünfmal wöchentlich Sport von moderater Intensität.

Eine einfache Methode, jederzeit für mehr Bewegung zu sorgen, ist das Mini-Trampolin, das überall Platz hat und einen sehr guten Trainingseffekt hat, ohne dabei die Gelenke zu belasten.

Eine weitere sehr gute Bewegungsform - besonders wenn Sie lange keinen Sport machten - ist Tai Chi. Sie trainieren damit zeitgleich Ihre Beweglichkeit, ihre Koordination, ihr Gleichgewicht und ihre Muskelkraft. Gleichzeitig hat Tai Chi meditativen Charakter, wirkt also stressreduzierend und entspannend. Sie können Tai Chi meist in jeder Volkshochschule lernen. In großen Städten gibt es oft auch Tai Chi Schulen.

Auch Tanzen und tägliche (zügige!) Spaziergänge passen sehr gut in die Schlaganfallprävention.

4. Wenig oder besser keinen Alkohol

Mehr als ein bis zwei Drinks pro Tag erhöhen nachweislich das Schlaganfallrisiko, so dass man besser keinen Alkohol trinkt. Mehr Informationen über die Schädlichkeit von Alkohol lesen Sie in unserem Artikel Alkohol - So schädlich ist das Nervengift.

5. Nicht rauchen

Wenn Sie rauchen, dann hören Sie damit auf! Raucher sind etwa viermal häufiger von Schlaganfällen betroffen als Nichtraucher – so die WHO. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie es allein nicht schaffen sollten und fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, welche Maßnahmen zur Rauchentwöhnung übernommen werden.

Tipps, um möglichst schnell Nichtraucher zu werden, finden Sie in unserem Artikel Nichtraucher werden.

6. Lassen Sie sich regelmäßig durchchecken!

Wenn Sie regelmäßig Ihren Blutdruck, Ihren Cholesterinspiegel und Ihre Blutzuckerwerte überprüfen lassen, sehen Sie, wie Ihre naturheilkundlichen Maßnahmen anschlagen.

Sie können sodann entscheiden, ob Sie eventuell noch mehr für Ihre Gesundheit tun müssen oder aber – wenn Ihre Werte immer besser werden – mit Ihrem Arzt gemeinsam über eine Reduzierung Ihrer Medikamentendosen sprechen, falls Sie bereits Medikamente einnehmen mussten.

7. Kümmern Sie sich um Ihre Vitalstoffversorgung!

Zusätzlich zu den oben genannten Punkten empfehlen wir unbedingt die Optimierung der Vitalstoffversorgung, damit mögliche Vitamin- oder Mineralstoffmängel aufgedeckt und behoben werden können, da Mängel zu kranken Blutgefäßen und Bluthochdruck beitragen können und so das Schlaganfallrisiko erhöhen.

In einer Studie von 2017 zeigte sich beispielsweise, dass das Risiko steigt, wenn man an einem Vitamin-D-Mangel leidet und dass die Prognose nach einem Schlaganfall deutlich besser ist, wenn die Patienten Vitamin D einnehmen (1).

Wie Sie vorgehen können, um Ihre Vitalstoffversorgung zu überprüfen, erklären wir in unserem Artikel Vitalstoffe - so können Sie einen Mangel ausgleichen.

8. Meiden Sie Lightgetränke

Lightgetränke können das Risiko für Gefäßerkrankungen und Schlaganfälle erhöhen. Lesen Sie mehr in unserem Artikel Light-Getränke erhöhen Schlaganfallrisiko.

Trinken Sie besser Mineralwasser, z. B. mit einem Schuss frisch gepressten Zitronensaft, selbst gemachte Eistees oder selbst gemachte Vitaminwässer (einfach Beeren, Obstscheiben oder Kräuter in kaltes Wasser legen und 1-2 Stunden oder auch mal über Nacht ziehen lassen).

9. Brahmi für das Gehirn

In Indien wird bei Erkrankungen, die das Gehirn betreffen, Brahmi eingesetzt. Womöglich könnte sich die Pflanze aus der Familie der Wegerichgewächse nach einem Schlaganfall positiv auswirken, denn Brahmi stärkt das Gehirn und soll sogar beschädigte Nervenzellen wiederherstellen können. Lesen Sie mehr darüber in unserem Artikel Brahmi - Die ayurvedische Gedächtnispflanze.

Was sind die Symptome?

Wichtig ist überdies, die Symptome eines Schlaganfalles zu kennen, um keine Zeit zu verlieren (sollte es tatsächlich einmal so weit kommen) und sofort einen Notarzt zu rufen oder sich in die Klinik fahren zu lassen. Denn je länger man wartet, umso schlechter sind die Aussichten auf Genesung.

Die Hauptsymptome sind Probleme mit dem Sprechen, einseitige Lähmungen, Schwindel, Kopfschmerzen und auch einseitige Sehstörungen.

Wie testet man, ob eine Person einen Schlaganfall hat?

Mit dem sog. FAST-Test kann man überprüfen, ob jemand einen Schlaganfall hat: FAST ist eine Abkürzung aus dem Englischen und steht für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit).

Face

Bitten Sie die betreffende Person zu lächeln. Bei einem Schlaganfall ist dies oft nur einseitig möglich, was auf eine halbseitige Lähmung hindeutet.

Arms

Bitten Sie die betreffende Person, die Arme nach oben zu strecken. Bei einem Schlaganfall mit Lähmung können nicht beide Arme nach oben gestreckt werden.

Speech

Bitten Sie die betreffende Person, einen einfachen Satz zu sagen, den Sie vorsprechen. Hier zeigen sich Sprachstörungen, wenn ein Schlaganfall vorliegt.

Time

Der Betriff Time deutet darauf hin, sofort den Notarzt anzurufen (in Europa 112), wenn die ersten drei Symptome zutreffen.

Einen Schlaganfall verhindern

Wenn Sie die obigen Maßnahmen konsequent in Ihr Leben einpassen, dann werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall verhindern können. Denken Sie dabei nicht, Sie müssten auf irgendetwas verzichten (außer auf einen Schlaganfall). Ein gesunder Lebensstil ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn!

Nur wenn Sie im alten Fahrwasser bleiben, müssen Sie verzichten – nämlich auf Ihre Gesundheit! Genießen Sie es daher, wenn es Ihnen mit Ihrer neuen Ernährung, Ihren neuen sportlichen Angewohnheiten und vielen anderen gesunden Dingen mit jedem Tag ein bisschen besser geht, wie Sie sich fitter und auch geistig wacher und leistungsfähiger fühlen!

Schlaganfall: Die Nachsorge

Auch wenn Sie bereits einen Schlaganfall hatten, helfen Ihnen die oben vorgestellten Maßnahmen enorm bei der Rehabilitation und natürlich dabei, nicht noch einmal einen Schlaganfall zu erleiden. Lesen Sie, wie ein Schlaganfall-Nachsorge-Training aussehen kann - und zwar im Artikel Bewegung in der Schlaganfall-Nachsorge.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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