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Granatapfelsaft senkt den Blutdruck

Eine wissenschaftliche Studie kam zu dem Ergebnis, dass Granatapfelsaft den Blutdruck senken kann. Das Trinken von Granatapfelsaft lohnt sich jedoch auch noch aus anderen Gründen. Denn der Granatapfelsaft steckt voller wertvoller Stoffe, die auch bei anderen Gesundheitsproblemen hilfreich sein können. Granatapfelsaft ist daher in jedem Fall ein empfehlenswertes natürliches Nahrungsergänzungsmittel, von dem jeden Tag ein bis zwei Gläschen getrunken werden können.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 12 Mai 2026
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Granatapfelsaft bei hohem Blutdruck

Ein zu hoher Blutdruck gehört gemeinsam mit Übergewicht, Diabetes und hohen Cholesterinwerten zu den vier Beschwerden des sog. metabolischen Syndroms. Fast jeder Mensch leidet heute ab einem bestimmten Alter an mindestens einem der vier genannten Probleme.

Oft kennt man die Ursachen nicht. So auch beim Bluthochdruck. Irgendwann misst der Hausarzt einen hohen Blutdruck und verschreibt flugs ein passendes Medikament. Ursachenforschung wird erst gar nicht betrieben.

Medikamente gegen zu hohen Blutdruck sind jedoch nicht ohne. Das heisst, ihre Nebenwirkungen führen nicht selten gleich zum nächsten Gesundheitsproblem.

Es ist daher eine gute Idee, zunächst einmal natürlichen Methoden zur Blutdrucksenkung eine Chance zu geben. Der Granatapfelsaft gehört dazu und bereitet mit Sicherheit mehr Genuss als das Schlucken einer riskanten Pille.

Zu hoher Blutdruck: 330 Milliliter Granatapfelsaft täglich

Ein Forscherteam um Anthony Lynn wollte herausfinden, wie sich der Granatapfelsaft auf die Herzgesundheit auswirkt.

Zu diesem Zweck führten sie eine placebokontrollierte Studie mit 51 gesunden Männer und Frauen zwischen dreissig und fünfzig Jahren durch. Die Probanden bekamen vier Wochen lang entweder jeden Tag 330 Milliliter des Safts oder ein flüssiges Placebo zu trinken ( 1 ).

Am Anfang und am Ende der Studie überprüften die Wissenschaftler Pulsgeschwindigkeit und Blutdruck der Teilnehmer. Darüber hinaus untersuchten sie das antioxidative Potential des Blutes, also wie gut das Blut gegen freie Radikale geschützt ist.

Auf die Pulsfrequenz und den Schutz vor freien Radikalen hatte der Saft im Rahmen der vorliegenden Studie überraschenderweise keinerlei Einfluss.

Den Blutdruck hingegen senkte er bei den Studienteilnehmern – und zwar signifikant (1). Zusätzlich hat der Saft aber noch viele weitere positive Wirkungen auf die Gesundheit:

Granatapfelsaft bei Sarkoidose und Diabetes

Der Saft kann beispielsweise die Aktivität des Enzyms ACE (Angiotensin Converting Enzyme) hemmen (2). Ein hoher ACE-Spiegel im Blut wird unter anderem mit der Autoimmunerkrankung Sarkoidose in Verbindung gebracht.

Sarkoidose, auch als Morbus Boeck bekannt, kann Entzündungen mit knötchenförmigen Gewebeveränderungen im ganzen Körper auslösen. Am häufigsten ist die Lunge befallen. Sarkoidose kann jedoch auch die Leber, die Augen oder gar das Herz befallen und im letzteren Falle gefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen.

Granatapfelsaft kann daher zur ganzheitlichen Begleittherapie der Sarkoidose gehören.

Die Ergebnisse einer weiteren Studie legen die Vermutung nahe, dass man mit dem Saft auch einer Diabeteserkrankung vorbeugen kann. Im Modell konnte der Saft nämlich die Insulinresistenz, einen der Risikofaktoren für Diabetes, senken ( 4).

Den 7-tägigen Ernährungsplan bei Bluthochdruck erhalten Sie hier: Ernährungsplan bei Bluthochdruck*

Granatapfelsaft gegen Krebs

Neben der Sarkoidose bekämpft der Saft noch weitere schwere Krankheiten, wie z. B. Krebs und Arthritis.

Bei Brustkrebs soll er gar die Metastasenbildung aufhalten. Und aufgrund seiner entzündungshemmenden und antioxidativ wirksamen sekundären Pflanzenstoffe hilft er bei chronisch entzündlichen Krankheiten nahezu aller Art.

Die sekundären Pflanzenstoffe des Granatapfels sollen im Vergleich zum Grüntee sogar über eine dreimal stärkere Anti-Krebs-Wirkung verfügen. Details dazu lesen Sie im Artikel: Granatapfel gegen Brustkrebs

Granatapfelsaft gegen Muskelkater

Auch Sportler können den Saft für sich nutzen, da er auch gegen so profane Zipperlein wie Muskelkater zu helfen scheint. Nach intensivem Training nämlich sorgt er dafür, dass sich Muskeln schneller wieder regenerieren können.

Eine Studie hatte gezeigt, dass Muskelkater und Schwächegefühl nach aussergewöhnlich intensivem Training schneller zurückgingen, wenn die Probanden den Saft konsumierten (3).

Sollten Sie also eine der genannten Problematiken bekämpfen wollen, dann essen Sie in der Granatapfelsaison (Oktober bis Dezember) täglich ein bis zwei Granatäpfel oder trinken Sie (auf zwei Portionen verteilt) 330 ml des Safts pro Tag.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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