Rotes Fleisch und Krebs


Ein übermässiger Fleischverzehr bringt viele gesundheitliche Nachteile mit sich. Neben der Übersäuerung des Körpers und einer Überlastung des Verdauungssystems wird der Verzehr von rotem Fleisch und Wurstwaren auch mit der Entstehung verschiedener Krebsarten in Verbindung gebracht.


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letzte Aktualisierung am 13.03.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Rotes Fleisch erhöht das Krebsrisiko

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(Zentrum der Gesundheit) – Der regelmässige Verzehr von rotem Fleisch, und hierzu zählt natürlich auch die daraus hergestellte Wurst, steht schon lange in Verdacht, das Krebsrisiko generell zu erhöhen. Vor allem an der Entstehung von Magenkrebs soll das rote Fleisch beteiligt sein. Hierfür wird das Hämeisen, das dem Fleisch seine rote Farbe verleiht, verantwortlich gemacht. Ist der Hämeisen-Anteil im Körper aufgrund regelmässig verzehrter roter Fleisch- und Wurstwaren zu hoch, kann dieses Eisen gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Rotes Fleisch erhöht das Krebsrisiko © monticellllo - Fotolia.com

Hämeisen hat eine zellschädigende Wirkung

Hämeisen hat die Eigenschaft, Entzündungsprozesse im Körper auszulösen sowie bestehende Entzündungen immer wieder neu zu entfachen. Gelingt es dem Körper nicht, diese Prozesse einzudämmen, können sich chronische Erkrankungen bis hin zum Krebs entwickeln.

Hämeisen fördert Darmkrebs

Das Hämeisen hat noch eine weitere gefährliche Eigenschaft, denn es fördert im Darm die Bildung von speziellen Eiweissverbindungen (N-Nitroso-Verbindungen). Diese bilden freie Radikale, die zellschädigend sind und selbst vor der DNA (chemischer Aufbau der Erbinformation) im innersten der Zelle nicht halt machen. Sie stärken das Zellwachstum von Tumoren und haben daher eine kanzerogene Wirkung.1

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Magenkrebsrisiko steigt durch rotes Fleisch

Im Rahmen der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)-Studie wurde der Zusammenhang zwischen Hämeisen aus rotem und verarbeitetem Fleisch und einem erhöhten Magenkrebsrisiko untersucht. Eine vorherige Studie zeigte bereits, dass rotes und verarbeitetes Fleisch das Magenkrebsrisiko erhöhen kann. Die weiteren Untersuchungen2 ergaben schliesslich, dass eine Verbindung zwischen dem Hämeisen-Verzehr und dem Magenkrebsrisiko besteht.

Nieren- und Blasenkrebs durch Fleischverzehr

Die Weiterverarbeitung des Fleisches kann zusätzlich ein Risiko für die Gesundheit darstellen. Vielen verarbeiteten Fleischwaren wie Schinken, Schinkenspeck, Salami, Bratwurst, Hot Dogs etc. werden Nitrate, Nitrite und andere Konservierungsmittel zur Haltbarmachung hinzugefügt.

Nitrate und Nitrite in der Nahrung stehen jedoch unter dringendem Verdacht krebserzeugend zu sein, da sie im Körper zu N-Nitroso-Verbindungen umgewandelt werden.

Dies wurde beispielsweise in der Studie von Dellavalle et al., (2013)3 gezeigt. Die Wissenschaftler stellten ein erhöhrtes Nierenkrebsrisiko durch den Verzehr von Nitrat und Nitrit aus Fleisch fest. Auch durch, Pökeln, Räuchern oder Grillen können die gefährlichen Nitrosamine entstehen.

Ferrucci et al., (2010)4 fanden in ihrer Studie nicht nur heraus, dass Nitrat und Nitrit aus verarbeitetem Fleisch krebserregen sind, sondern auch, dass es offenbar einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch und einem erhöhten Blasenkrebsrisiko gibt.

Früher Tod durch verarbeitetes Fleisch

Eine weitere Studie aus Zürich5 zeigte, dass bereits der Verzehr einer Wurst pro Tag das Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs und andere Krankheiten enorm erhöht. Die Studie konnte belegen, dass durch den Verzehr von verarbeitetem Fleisch das Risiko eines frühen Todes durch die genannten Erkrankungen deutlich steigt.

Speiseröhrenkrebs - erhöhtes Risiko durch rotes Fleisch

Eine spanische Langzeitstudie6 an der etwa 480.000 Probanden teilnahmen, untersuchte den Zusammenhang zwischen rotem Fleisch sowie daraus verarbeiteter Produkte und der Entstehung von Speiseröhrenkrebs. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass rotes Fleisch und verarbeitetes Fleisch das Risiko, einen Speiseröhrenkrebs zu entwickeln, eindeutig erhöht.

Langzeitstudie zu Gebärmutterschleimhautkrebs durch Fleischgenuss

Etwa 60.000 Frauen nahmen an einer gross angelegten Langzeitstudie7(von 1987 bis 2008) teil, die sich auf den Zusammenhang zwischen einem regelmässigen Fleischgenuss und der Entstehung von Gebärmutterkrebs sowie dessen Auswirkung auf die allgemeine Gesundheit konzentrierte. Die Probandinnen mussten sich vor Beginn der Studie einer eingehenden Untersuchung unterziehen.

Danach bekamen sie vierteljährlich Fragebögen zugesandt, in denen sie die Art und Menge des verzehrten Fleisches angeben (Geflügel, rotes Fleisch, Fisch, verarbeitete Fleischprodukte) sowie über ihren aktuellen Gesundheitszustand genaue Auskünfte erteilen mussten.

Die Auswertung sämtlicher Daten ergab, dass das Risiko, an Gebärmutterkrebs zu erkranken, bei jenen Teilnehmerinnen um bis zu 30 Prozent erhöht war, die das meiste Hämeisen über ihre Nahrung aufgenommen hatten.

Der statistische Vergleich bestimmter Fleischarten (beispielsweise Hühnchen vs. Rindfleisch) ergab schliesslich, dass der Verzehr von Leber das höchste Erkrankungsrisiko nach sich zog, denn die Leber enthält besonders viel Hämeisen.

Die Studie zeigte ausserdem, dass über die gesamten 21 Jahre hinweg eine steigende Eisenaufnahme (Hämeisen) parallel dazu auch die Anzahl der an Gebärmutterkrebs erkrankten Frauen erhöhte. Darüber hinaus liess die Auswertung der Daten den Schluss zu, dass Frauen mit einem hohen BMI-Wert, in Verbindung mit einem erhöhten Fleischkonsum, einem noch grösseren Risiko ausgesetzt waren, an Gebärmutterkrebs zu erkranken.

Fazit

Es gibt somit ausreichend überzeugende Argumente dafür, den Fleischkonsum grundsätzlich sehr einzuschränken. Dass ein regelmässiger Verzehr grösserer Mengen an rotem und verarbeitetem Fleisch das Risiko, generell an Krebs zu erkranken deutlich erhöht, scheint mittlerweile ausser Frage zu stehen.

Natürlich ist es nicht so, dass ein hin und wieder verzehrtes Stück rotes Fleisch oder eine daraus hergestellte Wurst gleich ein Krebsgeschehen im Körper auslöst. Hier macht es aber die Menge des Fleischverzehrs, denn es gilt als bewiesen, dass das Risiko, an Krebs zu erkranken, mit zunehmendem Fleisch- und Wurstkonsum erheblich steigt.

Wer dennoch nicht auf Fleisch verzichten möchte sollte zumindest einige der folgenden gesundheitsfördernden Massnahmen umsetzen:

  • Ernähren Sie sich überwiegend von pflanzlichen Lebensmitteln. Reduzieren Sie den Fleischkonsum auf ein Minimum.
  • Essen Sie möglichst oft frische Salate und Gemüse, damit Ihr Körper aufgrund der darin enthaltenen Nähr- und Vitalstoffe genügend Abwehrkräfte entwickeln kann.
  • Bevorzugen Sie Bio-Ware damit die Spritzmittel auf konventioneller Ware Ihren Körper nicht noch zusätzlich belasten.
  • Ihre Ernährung sollte ballaststoffreich aber dennoch leicht verdaulich sein. Bevorzugen Sie daher leicht verdauliche Getreidearten wie Naturreis, Hirse oder Hafer.
  • Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten schonend zu, damit die zugeführten Nährstoffe ihre Qualität erhalten und möglichst viele Vitalstoffe Ihrer Gesundheit dienlich sein können.
  • Verwenden Sie zur Nahrungsergänzung ein hochwertgies Antioxidans. So können Sie Ihren Körper beim Kampf gegen die gefährlichen freien Radikale effektiv unterstützen.

Weitere Informationen zum Thema Ernährung als Krebs-Prophylaxe finden Sie unter folgendem Link: Ernährung gegen Krebs

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(1)

Polly
geschrieben am: montag, 17. juni 2013, 05:32
eMail-Adresse hinterlegt

Eigentlich kann man doch über jedes Nahrungsmittel schlecht reden, erst recht, wenn es aus der Massenproduktion kommt - und das sind ja bekanntermaßen fast alle. Man wird bei allen Lebensmitteln Vor- und Nachteile feststellen. Nachteile meistens dann, wenn es übermäßig viel und oft verzehrt wird. Daher ist meine Devise in Sachen Ernährung: Von Allem etwas - und viel bewegen.




Zentrum der Gesundheit:

Liebe Polly,
vielen Dank für Ihre Mail.
In unserem Fazit steht etwas ganz Ähnliches :-)
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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Überdiagnosen bei Krebs

(Zentrum der Gesundheit) - Immer mehr Menschen leiden an Krebs. Die Frage ist aber, nimmt die Zahl der an Krebs erkrankten Menschen tatsächlich zu oder liegt es lediglich an den heutzutage immer ausgefeilteren Untersuchungsmethoden? Methoden, denen keine noch so klitzekleine Krebszelle entgeht. Methoden, die zu frühzeitigen Krebsdiagnosen führen, obwohl der betroffene Mensch unter Umständen – ohne diese Untersuchung – in seinem ganzen Leben nie etwas von seinem Krebs gemerkt hätte. Solche sog. Überdiagnosen sind häufiger als man vielleicht denken mag.

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Vitamin C im Kampf gegen Krebs

(Zentrum der Gesundheit) - Dass Vitamin C vor Krebs schützen kann, ist bekannt. Über den Mechanismus dieser Schutzwirkung jedoch herrschte noch Unklarheit. Jetzt entdeckten neuseeländische Forscher, wie Vitamin C im menschlichen Körper das Wachstum von Tumorzellen hemmen kann.

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Vorsicht mit Blutdruck-Medikamenten

(Zentrum der Gesundheit) - US-amerikanische Forscher entdeckten bei einer Studie, dass Frauen, die in der Vergangenheit mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert waren und dann später aufgrund von Bluthochdruck oder Herzproblemen ACE-Hemmer und/oder Beta-Blocker einnehmen mussten, ihr Risiko, einen Brustkrebs-Rückfall zu erleiden, durch diese Medikamente möglicherweise erhöhten - was wieder einmal beweist, dass die mannigfaltigen Auswirkungen von Medikamenten auf den menschlichen Organismus nicht annähernd bekannt sind.

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Was Massenmedien über Krebs im Endstadium verschweigen

(Zentrum der Gesundheit) - Massenmedien berichten gerne und viel über schulmedizinische Krebstherapien. Sie konzentrieren sich dabei auf (zweifelhafte) Erfolgsmeldungen und neue angeblich vielversprechende Medikamente oder Therapien. Über die Vorgänge auf den Palliativstationen jedoch wird lieber geschwiegen.

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Ursache von Nierenkrebs - Fleisch

(Zentrum der Gesundheit) – Fleisch kann die Ursache von Nierenkrebs sein. Ob Fleisch auch Ihr Krebsrisiko steigern kann, hängt von mindestens drei Faktoren ab: Wie viel Fleisch Sie essen, wie Sie das Fleisch zubereiten und wie es um Ihre Erbanlagen bestellt ist. Wie stark insbesondere die Zubereitungsmethode das Krebsrisiko durch Fleisch beeinflussen kann, zeigte eine Studie, die im November 2015 im Fachjournal Cancer veröffentlicht wurde. Dabei war es völlig einerlei, ob die Betroffenen gerne rotes Fleisch oder Geflügelfleisch assen. Beides konnte zur Ursache von Nierenkrebs werden.

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Plötzlicher Herztod durch rotes Fleisch

(Zentrum der Gesundheit) – Rotes Fleisch scheint für manche Menschen ein enormes Gesundheitsrisiko darzustellen. Patienten mit akutem Herzversagen weisen besonders hohe Werte eines Stoffes auf, der bei der Verstoffwechslung von rotem Fleisch entsteht. Je höher die Spiegel dieses Stoffes, umso weniger wahrscheinlich ist es, den Patienten bei Herzversagen noch retten zu können. Je höher die Spiegel des Stoffes, umso höher auch das Risiko, nierenkrank zu werden. Somit leiden beide Organe – Herz und Nieren – ganz enorm darunter, wenn viel Fleisch gegessen wird.

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Eisenbedarf decken – mit veganer Ernährung

(Zentrum der Gesundheit) – Nach wie vor gilt Fleisch als DER Eisenlieferant schlechthin. Und so wird automatisch jeder, der Fleisch meidet, zur Risikogruppe für Eisenmangel gezählt. Doch gibt es sehr viele Menschen, die reichlich Fleisch und Wurst verzehren und dennoch einen Eisenmangel haben. Eisenmangel ist also kein Veganer-Problem, und der Eisenbedarf kann sehr gut mit veganer Ernährung gedeckt werden. Wie dies trotz Phytinsäure, Oxalsäure & Co gelingt, erklären wir ausführlich im folgenden Artikel.

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Fleischesser sterben früher

(Zentrum der Gesundheit) – Fleisch wird mit verschiedenen gesundheitlichen Nachteilen in Verbindung gebracht. So verwundert es nicht sehr, dass Fleisch auch das Leben verkürzt. Eine grosse Übersichtsarbeit mit Daten von über 1,5 Millionen Menschen zeigte, dass die Todesraten umso höher sind, wenn rotes Fleisch und verarbeitete Fleischwaren gegessen werden. Besonders auffällig sind die Unterschiede zu vegetarisch lebenden Menschen, wenn Fleisch auch noch jeden Tag auf dem Speiseplan steht. Im Vergleich zu den Vegetarieren sterben die Fleischesser früher.

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