Der Darm steuert Emotionen


Verschiedene Forscher haben sich in den letzten Jahren vermehrt mit der Kommunikation zwischen Darm und Gehirn beschäftigt. Unser Darm kann scheinbar unsere Emotionen steuern.



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letzte Aktualisierung am 21.01.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Der Darm steuert Ihre Emotionen

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(Zentrum der Gesundheit) - Verschiedene wissenschaftliche Studien haben in den letzten Jahren bestätigt, dass unser Darm direkt mit unserem Gefühlszentrum im Gehirn in Kontakt steht. Nicht nur die Ernährung, sondern auch das Immunsystem und sogar die Darmflora sind wohl in der Lage unsere Emotionen zu steuern. Erfahren Sie hier, wie Sie mit Hilfe einer gesunden Ernährung Ihren Darm und dadurch auch Ihre Psyche unterstützen können.

Der Darm steuert Emotionen © Goodluz - Shutterstock.com

Gesunde Ernährung macht glücklich

Jeder von uns weiss mit Sicherheit aus eigener Erfahrung, dass es einen Zusammenhang zwischen der Ernährung, beziehungsweise dem Darm und unseren Emotionen gibt. Scheinbar kann sowohl die Psyche Einfluss auf den Magen-Darm-Trakt nehmen, als auch umgekehrt.

Gerade in Sprichwörtern oder Volksweisheiten ist diese Verbindung fest in unserer Sprache verankert und bestätigt sich immer wieder: Man hat "Schmetterlinge im Bauch", wenn man verliebt ist, Stress "schlägt auf den Magen", Hunger kann schon mal zu schlechter Laune führen und Schokolade hilft zumindest kurzfristig gegen Liebeskummer.

Auch uralte Heilmethoden wie beispielsweise die ayurvedische Heilkunst aus Indien bauen seit tausenden von Jahren auf den Zusammenhang zwischen Ernährung und Emotionen. Aber wie funktioniert das?

Der Darm steuert Emotionen

In den letzten Jahren wurde dieses Thema vermehrt von der Wissenschaft aufgegriffen, um dem Grund der Verbindung von Ernährung und Emotionen auf die Spur zu kommen. Neurogastroenterologen (Forscher im Bereich der Neurowissenschaften des Magen-Darm-Tranktes) wie Peter Holzer - Professor für Experimentelle und Klinische Pharmakologie der Medizinischen Universität in Graz - sind sich sicher, dass nicht nur die Nahrung an sich, sondern auch unser Darm einen enormen Einfluss auf unsere Emotionen nimmt:

Unsere Gemütslage wird vom Darm viel stärker beeinflusst, als wir uns das bisher träumen liessen

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Die Bedeutung des Darms

Da unser Darm zahlreiche Falten und kleine Ausstülpungen besitzt, nimmt er eine 100 mal grössere Oberfläche als unsere Haut ein. Er besitzt zudem ein eigenes, sehr grosses Nervensystem, zahlreiche Zellen, die Signalmoleküle ausschütten, oder Signale wahrnehmen können und beinhaltet neben einer riesigen Anzahl an Darmbakterien auch den grössten Teil unseres Immunsystems.

Betrachtet man diese Punkte, wird einem schnell bewusst, welche Wichtigkeit der Darm für uns hat - aber nicht nur für die körperliche, sondern auch für die geistige Gesundheit.

Die Forschung hat verschiedene Theorien aufgestellt, wie der Darm unsere Emotionen steuern kann und versucht jeden Tag neue Puzzelteile in diesem komplexen System aufzudecken. Der aktuelle Stand der Forschung lässt sich grob wie folgt zusammenfassen:

Unser Darm kann entweder über sein komplexes Nervensystem oder über das Immunsystem mit unserem Gehirn Kontakt aufnehmen und so scheinbar die Emotionen steuern.

Es können sowohl die Inhaltsstoffe und die Konsistenz der Lebensmittel, als auch verschiedene Signale der Darmbakterien an der Kommunikation zwischen Darm und Gehirn beteiligt sein.

Wahrscheinlich spielen alle Faktoren zusammen und ergeben eine vielschichtige Reaktion in unserem Gehirn.

Fleisch speichert Emotionen

Wir berichteten schon vor Jahren darüber, dass Fleisch Emotionen der Tiere speichert und unsere Emotionen beim Verzehr dieses Fleischs beeinflussen kann. (Lesen Sie den ganzen Artikel hier: Fleisch speichert Emotionen)

Dieser Artikel wurde oft kritisiert und als unwissenschaftlich bezeichnet. Doch betrachtet man die Tatsache, dass unser Darm und die Inhaltsstoffe unserer Nahrung tatsächlich unsere Gefühle beeinflussen können, lassen sich viele Passagen des Texts mittlerweile wissenschaftlich belegen.

Wenn Tiere aus nicht artgerechter Haltung ständig unter Stress stehen, kann es durchaus sein, dass bestimmte Stoffe gebildet werden, die sich im Muskelfleisch oder bestimmten Organen ablagern und später beim Verzehr dieses Fleisches von unserem Darm wahrgenommen werden und dadurch unsere Emotionen beeinflussen.

Die Psyche über den Darm heilen?

Gerade für Menschen, die an Depressionen leiden, könnten all diese Punkte von grosser Bedeutung sein. Früher wurde die Ursache für psychische Erkrankungen nur im Gehirn gesucht, doch mittlerweile ist man auch dazu übergegangen, die Psyche mit der Ernährung und dem Darm in Verbindung zu bringen. Ernährung und Depressionen hängen wohl doch dichter zusammen als vermutet.

Serotoninmangel bei Depressionen

Verschiedene Ursachen können unseren Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen, was konsequenterweise zu psychischen Erkrankungen führen kann. Liegt beispielsweise ein Mangel des Hormons Serotonin vor, kann das zu Depressionen führen, denn Serotonin ist in unserem Gehirn dafür verantwortlich, Glücksgefühle zu vermitteln. Doch auch der Serotoninmangel kommt durch irgendeine Ursache zustande, was man nicht vergessen sollte.

Weitere Informtionen finden Sie auch in den folgenden Artikeln:

Serotonin im Darm

Ein interessanter Punkt ist, dass Serotonin nicht nur bei der Glücksgefühl-Vermittlung eine Rolle spielt, sondern auch im Darm für die Muskelbewegung und damit für eine gesunde Verdauung verantwortlich ist.

Verschiedene Forscher vermuten, dass auch andere Verdauungshormone bei der Erkrankung an Depressionen beteiligt sind, da bei Depressiven scheinbar veränderte Zusammensetzungen dieser Hormone beobachtet wurden.

Der Hormonhaushalt ist ein hoch komplexes System, der bis ins feinste Detail abgestimmt ist. Gerät dieser aus dem Gleichgewicht, kommt es zu einer Vielzahl an Konsequenzen, die sowohl die Verdauung, als auch die Emotionen betreffen können.

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Stimmungsaufhellende Lebensmittel

Für die Bildung von Serotonin werden verschiedene Stoffe wie die Aminosäure Tryptophan, Vitamin C, Magnesium, Mangan, Omega-3-Fettsäuren und auch Zink benötigt. Um die Bildung von Serotonin sicherzustellen, muss der Körper natürlich mit all diesen Stoffen ausreichend versorgt sein.

Auch Sonnenlicht ist durch die damit verbundene Vitamin D Produktion bekannterweise ein wichtiger Faktor, um glücklich zu sein. (Lesen Sie mehr zu diesem Thema in folgendem Artikel: Vitamin D im Winter)

Bei kleineren Stimmungstiefs gerade im Winter können bestimmte Lebensmittel helfen, die Serotoninproduktion etwas anzukurbeln:

Schokolade und zuckerhaltige Speisen erhellen zwar auch kurzfristig die Stimmung, weil sie den Blutzuckerspiegel anheben, sind aber in den dafür benötigten Mengen ungesund und machen ausserdem noch dick. Ein weiterer Nachteil ist, dass Zucker wie eine Droge wirkt: erstens kann Zucker süchtig machen und zweitens ist das folgende Tief nach einem Stimmungs-Hoch, das durch Zucker hervorgerufen wurde, umso schwerer zu überwinden - wie bei einer Droge eben.

Eine gesunde und noch dazu leckere Seelennahrung bei schlechter Laune ist beispielsweise die Kombination aus kleingeschnittenen Bananen mit Sonnenblumenkern-, Kürbiskern-, Mandel- oder Cashewmus.

Darmgesundheit gegen Depressionen

Um jedoch dauerhaft glücklich zu sein, sollte man mehr tun, als nur diese kleinen Stimmungsaufheller zu essen. Depressionen werden scheinbar stark durch die gesamte Ernährung und die Kommunikation von Darm und Gehirn gesteuert.

Verschiedene Studien kamen zu dem Schluss, dass eine gesunde Ernährung, die auf viel frischem Obst, Gemüse und guten Fetten basiert, Depressionen lindern kann und für dauerhaft gute Emotionen sorgen kann.

Einerseits müssen unserem Körper alle nötigen Nähr- und Mineralstoffe zur Verfügung stehen und andererseits muss auch die Darmflora intakt sein. Denn wie bereits erwähnt, haben wohl auch die Darmbakterien einen Einfluss auf unser Befinden.

Darmgesundheit und Autismus

Die Wissenschaftler fokussieren sich mehr und mehr auf die Bedeutung unseres Darms in Bezug auf unsere Psyche.

Nicht nur Depressionen sondern auch andere psychische Erkrankungen und sogar der Autismus scheinen in Zusammenhang mit der Darmflora zu stehen.

Verschiedene Forschungen konnten zeigen, dass bei autistischen Kindern die Darmflora im Vergleich zu gesunden Kindern extrem verändert ist. Auch bei ADHS und sogar bei der Alzheimererkranung spielt die Darmflora offenbar eine massgebliche und auch ursächliche Rolle, wie wir hier beschrieben haben: Darmflora steuert die mentale Gesundheit

Die Darmbakterien kommunizieren mit uns

Die Darmbakterien verständigen sich untereinander und mit unserem Körper über verschiedene Signale. Je nachdem wie es den Darmbakterien geht, schütten sie bestimmte Signalstoffe aus.

In unserer Darmwand sitzen zahlreiche Rezeptoren, also bestimmte Proteine, die wie Antennen ein Signal empfangen können. Stoffe, die in unserem Darm freigesetzt werden (entweder aus der Nahrung oder von den Darmbakterien) werden mit Hilfe dieser Rezeptoren wahrgenommen.

Da die Rezeptoren über Nerven mit dem Gehirn verbunden sind, gelangen die Signale aus dem Darm auch in unseren Kopf, wo sie viele Prozesse und höchstwahrscheinlich auch die Emotionen steuern.

Einer der führenden Wissenschaftler auf diesem Forschungsfeld - Emeran Mayer, Professor an der University of California in Los Angeles (UCLA) - sagte zu diesem Thema:

Die Verbindungen zwischen Gehirn und Darm verlaufen immer in beide Richtungen. Deshalb ist es so schwer, zu sagen, was die Ursache und was die Folge ist. Wenn aber die Mikroben im Darm tatsächlich mit psychischen Problemen zusammenhängen, könnte man dort eventuell mit einer Behandlung ansetzen.

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Glücklich durch Entschlackung

Beim Fasten und der damit verbundenen Entschlackung werden ebenfalls eine Vielzahl an Botenstoffen ausgeschüttet, die uns glücklich machen. Wissenschaftler behaupten, dass dies evolutionär begründet sei, um uns während schwieriger Zeiten mit Nahrungsmittelknappheit bei Laune zu halten.

Doch abgesehen davon, lassen die oben genannten Zusammenhänge darauf schliessen, dass sich unsere Darmgesundheit durch eine Entschlackung verbessert, was wiederum an unser Gefühlszentrum weitergeleitet wird.

Darmreinigung für gute Emotionen

Eine logische Schlussfolgerung aus diesen Tatsachen wäre, dass eine Darmreinigung unsere Emotionen positiv beeinflussen kann. Eine Darmreinigung befreit einerseits den Darm von angelagerten Krusten und baut andererseits die Darmflora auf.

Beides ist gewissermassen die Grundlage für eine funktionierende Kommunikation zwischen Darm und Gehirn und damit auch die Grundlage für positive Emotionen.

All diese Punkte zeigen einmal mehr, dass die gesamte Gesundheit zu einem grossen Teil von der Gesundheit des Darms abhängt. Also, halten Sie Ihren Darm sauber und achten Sie auf eine gesunde, glücklich-machende Ernährung.

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Präbiotika

(Zentrum der Gesundheit) Während der Begriff Probiotika die für unsere Gesundheit förderlichen Bakterienstämme bezeichnet, ist mit dem Wort Präbiotika(1) (oder Prebiotika) die Nahrung gemeint, die diese für unsere Gesundheit so wichtigen Bakterienstämme für ein aktives und langes Leben benötigen. Der Nutzen einer Probiotika-Einnahme ist folglich zweifelhaft, wenn nicht ausreichend Präbiotika zugeführt werden. Folglich kann eine gesunde und ausgeglichene Darmflora nur dann Bestand haben, wenn unsere Ernährung genügend hochwertige Präbiotika enthält.

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Inulin beugt Osteoporose vor

(Zentrum der Gesundheit) – Inulin ist ein besonderer Ballaststoff, der die Aufnahme von Calcium und Magnesium erhöhen kann und dafür sorgt, dass der Körper diese Mineralstoffe auch besser speichern kann. Damit trägt Inulin entscheidend zu einem gesunden Knochenapparat bei. Insbesondere bei der Vorbeugung gegen Osteoporose spielen diese Mineralstoffe eine wichtige Rolle. Da vor allem Frauen nach der Menopause von Osteoporose betroffen sind, erforschten Wissenschaftler nun, inwieweit diese von einer Nahrungsergänzung mit Inulin bzw. generell mit Ballaststoffen profitieren können.

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Mit Flohsamen gegen das Tödliche Quartett

(Zentrum der Gesundheit) - Das Metabolische Syndrom ist im Volksmund auch als Tödliches Quartett bekannt und bezeichnet das Zusammentreffen von vier Krankheitsbildern: erhöhte Blutzuckerwerte, gestörter Fettstoffwechsel, Bluthochdruck und starkes Übergewicht. Australische Forscher der Curtin University in Perth kamen zu dem Ergebnis, dass der Verzehr von Flohsamen bedeutende Schutzmechanismen zur Herz- und Gefässgesundheit unterstützt und damit Krankheitsbilder und Risikofaktoren, die zum Metabolischen Syndrom führen, positiv beeinflusst.

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Bentonit entgiftet und hilft bei Durchfall

(Zentrum der Gesundheit) - Die Mineralerde Bentonit ist eine vollkommen natürliche Substanz und hat sehr viele positive Eigenschaften. Zwei davon möchten wir heute besonders hervorheben: Die Wirkung des Bentonits bei Durchfall sowie seine stark entgiftende Kraft, die den gesamten Körper vor Toxinen und Schadstoffen aller Art zu schützen vermag.

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14 Schritte zum Glücklich sein

(Zentrum der Gesundheit) – Der Schlüssel zum Glücklich sein ist nicht so fern, wie Sie vielleicht glauben mögen. Wir stellen Ihnen 14 Dinge vor, die Sie sich Schritt für Schritt abgewöhnen können. Diese 14 Dinge sorgen dafür, dass es in Ihrem Leben derzeit vielleicht nur wenig Platz für echtes Glück gibt. Es sind die Schatten, die dem Licht seinen Glanz nehmen und sein Strahlen verhindern, obwohl es eigentlich längst da ist. Sie werden sehen, je besser es Ihnen gelingt, die 14 Schatten aus Ihrem Leben zu verbannen, umso heller wird es bei Ihnen und umso leichter fällt das Glücklich sein. Viel Glück!

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Depressionen - Ihr Ausweg

(Zentrum der Gesundheit) - Alleine in Deutschland leiden schätzungsweise 4 Millionen Menschen an Depressionen – Tendenz steigend. Frauen sind im Vergleich zu Männern doppelt so häufig davon betroffen. Bevor man jedoch bereits bei den ersten Anzeichen von Stimmungsschwankungen zur Psychodroge greift, ist es weitaus sinnvoller, seine Ernährungsweise zu überdenken. Eine gesunde Ernährung trägt massgeblich zu einem emotionalen und geistigen Gleichgewicht bei und kann den Ausweg aus den Depressionen bedeuten.

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Depressionen durch Medikamente

(Zentrum der Gesundheit) – Medikamente können Depressionen verursachen. Bei Depressionen sollten Sie daher immer zuerst die Beipackzettel jener Medikamente lesen, die Sie derzeit einnehmen. Denn bei den Nebenwirkungen könnten auch Depressionen aufgeführt sein. Doch können manche Medikamente nicht nur während der Einnahmephase depressiv machen, sondern auch noch Wochen danach. Und wenn Depressionen erst einmal entstanden sind, dann können sie durchaus auch noch Jahre nach dem Absetzen des Medikaments bestehen bleiben.

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