Magnesiummangel bei Diabetiker
Diabetiker mit einem Magnesiummangel haben ein größeres Risiko, Opfer von Nierenschäden und Netzhauterkrankungen zu werden.
Veröffentlichung am
29.11.2010 um
13:04 Uhr / Aktualisierung am
26.03.2012 um
15:27 Uhr
Diabetiker leiden unter MagnesiummangelMagnesiummangel ist weit verbreitet – ganz besonders unter Diabetikern. Die Universität Stuttgart-Hohenheim führte eine Studie an 5.500 Diabetikern durch. Dabei stellte sich heraus, dass 89 Prozent der insulinpflichtigen und 85 Prozent der nicht insulinpflichtigen Patienten an einem Magnesiummangel litten.
Magnesiummangel begünstigt einerseits die Entstehung von Diabetes und kann bei bestehendem Diabetes nicht nur zu schlechteren Zuckerwerten und den gefürchteten Folgeschäden an Herz und Blutgefäßen führen, sondern kann sogar die im Grunde durchaus mögliche Heilung der Krankheit verhindern.
Zwei der größten epidemiologischen Studien (Nurses Health Study und Professionals Health Study) mit insgesamt etwa 130.000 Teilnehmern kamen zu dem Ergebnis, dass Menschen, die sich magnesiumarm ernähren, deutlich öfter an Diabetes erkranken.
Anders herum bedeutet das: Je höher die Magnesiumkonzentration im Blut, desto geringer ist das Risiko, Diabetes zu entwickeln. Auch unterliegen Diabetiker mit zu niedrigen Magnesiumwerten einem sehr viel größeren Risiko, Opfer von Nierenschäden und Netzhauterkrankungen zu werden.
Laut einer Metaanalyse (veröffentlicht in der Zeitschrift „Diabetes und Stoffwechsel“) verfügten Diabetiker mit Augenschäden über noch geringere Magnesiumvorräte als Diabetes-Patienten ohne diese Komplikation.
Wissenschaftler aus Mexiko hatten außerdem nachgewiesen, dass bei Diabetes-Patienten mit Magnesiummangel auch die Konzentration des Entzündungs-Proteins CRP steigt. Erhöhte CRP-Werte gelten als Risikofaktor für Gefäßerkrankungen wie Thrombosen und infolgedessen für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Im Jahr 2005 bestätigte ein Forscherteam der Medizinischen Universität in Charleston, South Carolina, dass Patienten mit hohem CRP-Spiegel außerdem zu wenig Magnesium mit der Nahrung aufnahmen.
Der Hauptgrund des Magnesiummangels bei Diabetikern liegt in der heutzutage üblichen magnesiumarmen Ernährung verborgen (Details siehe Text „Magnesiummangel“). Lebensmittel, die einen hohen Magnesiumgehalt aufweisen, werden von den meisten Menschen gemieden, wie z. B. biologisch angebaute grüne Blattgemüse, frische Erbsen, Meeresgemüse, Amaranth, Quinoa, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne oder Mandeln.
Gleichzeitig werden Lebensmittel verspeist, die einerseits selbst äußerst magnesiumarm sind (dazu gehören insbesondere raffinierter Haushaltszucker und alle anderen isolierten Kohlenhydrate) und andererseits den sowieso schon spärlichen Magnesiumvorrat noch weiter erschöpfen – entweder, weil sie Stoffe enthalten, welche die Aufnahme von Magnesium erschweren (z. B. Hülsenfrüchte, Getreide, Milch) oder weil sie Stoffe enthalten, für deren Abbau und Entgiftung der Körper Magnesium benötigt (z. B. säurebildende Lebensmittel, aber auch Medikamente) oder weil sie Stoffe enthalten, die sich mit Magnesium verbinden und dieses für den Organismus daraufhin nutzlos werden lassen (z. B. Soja, Schwarztee, fluoridiertes Salz).
Hat sich erst einmal ein Diabetes entwickelt, schwinden die Magnesiumvorräte des Körpers immer schneller, da bei Diabetikern mehr Mineralien als gewöhnlich und so auch mehr Magnesium über die Nieren ausgeschwemmt werden.
Nur ein adäquater Magnesiumspiegel im Blut ermöglicht es der Bauchspeicheldrüse, genügend Insulin auszuschütten. Ohne Magnesium kann die Bauchspeicheldrüse also nur eingeschränkt arbeiten. Außerdem sorgt Magnesium dafür, dass das Insulin Glucose aus dem Blut entfernen und in die Zellen hinein transportieren kann.
Fehlt Magnesium jedoch, dann machen die Zellen dicht und lassen die Glucose nicht oder nur noch selten eintreten (beginnende Insulinresistenz). Gleichzeitig signalisieren die Zellen aber ihren Glucosehunger, der ja nach wie vor ungestillt ist. Also produziert die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin, was schließlich zu einer Erschöpfung der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse führt und Menschen zur Insulinspritze greifen lässt (insulinpflichtiger Diabetes).
Bevor jedoch die Bauchspeicheldrüse aufgibt, führt die beginnende Insulinresistenz der Zellen dazu, dass der Blutzuckerspiegel steigt. Die überschüssige Glucose wird in Form von Fett gespeichert und führt zu Übergewicht.
Da sich in dieser Situation kaum ein Diabetiker um die lebenswichtige Versorgung mit ausreichend Magnesium kümmert, führt der anhaltende Magnesiummangel zu weiteren Problemen. Bluthochdruck entsteht und der Cholesterinspiegel steigt. Damit wären alle Risikofaktoren für ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen beisammen:
Diese vier Symptome, die unter dem Begriff "Metabolisches Syndrom" zusammengefasst werden, sind die Folge einer Insulinresistenz, deren Ursache lange nicht bekannt war. Inzwischen weiß man mehr.
Die Ursache von Insulinresistenz ist ein ausgeprägter Magnesiummangel aufgrund einer magnesiumarmen und außerdem säurebildenden Ernährungsweise auf der Basis stark verarbeiteter Lebensmittel.
Und so waren die Ergebnisse von entsprechenden Studien aus Italien, Brasilien und Mexiko nicht verwunderlich. Sie ergaben, dass durch Magnesium-Gaben an Diabetiker die Wirksamkeit des Insulins verbessert und der Nüchtern-Blutzuckerwert gesenkt werden konnte. Je höher also der Magnesiumspiegel im Körper ist, um so besser reagieren die Zellen auf Insulin und um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, wieder gesund zu werden.
Fazit: Magnesiummangel fördert die Entwicklung von Diabetes und erhöht das Risiko von Diabetes-Folgeschäden wie kardiovaskuläre Erkrankungen, Netzhautschäden, Nerven- und Nierenschäden beträchtlich, während andererseits die ausreichende Versorgung mit Magnesium sowohl Diabetes vorbeugen als auch bei bestehendem Diabetes seinen Verlauf abmildern und Folgeschäden verhindern kann.
Magnesiummangel kann in vier Schritten behoben werden.
u.a. „The Magnesium Miracle“ von Carolyn Dean M.D., N. D.
Quelle 1
Quelle 2
Drei Faktoren gelten als Freifahrkarte mitten hinein in den Diabetes mellitus Typ 2: Übergewicht, Bewegungsmangel und die Vorliebe für eine kohlenhydratreiche Ernährung. Umgekehrt bedeutet das: Normalgewicht, körperliche Aktivitäten und eine gesunde Ernährung heilen Diabetes Typ 2 - sofern rechtzeitig gehandelt wird. Typ-1-Diabetes hingegen gleicht eher einem Schicksalsschlag, der - einmal ausgebrochen - relativ immun gegen Einflüsse von aussen zu sein scheint. Doch auch bei Diabetes Typ 1 kann eine gesunde Lebensweise den Organismus so stärken, dass das Risiko für Folgeschäden sinkt.
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Zucker hat viele negative Auswirkungen auf den Körper. Er macht schlaff, antriebslos, müde, depressiv und krank. Zucker ist jedoch auch wichtig für den menschlichen Organismus. Doch ist Zucker nicht gleich Zucker. Haushaltszucker ist schädlich, während natürlicher Zucker, wie er in Früchten, Gemüse oder vollwertigen Lebensmitteln vorkommt, wichtig und gesund ist.
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(Zentrum der Gesundheit) - Längst ist es kein Geheimnis mehr, dass Selen, Eisen und Zink dringend vom Organismus benötigt werden. Doch vielfach stellt sich der Verbraucher die Frage, ob auch noch andere Spurenelemente einen besonderen Stellenwert einnehmen. Wie sieht es beispielsweise beim Magnesium aus?
Jeder Mensch braucht zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit und für das reibungslose "Funktionieren" seines Körpers Magnesium. Ein gewisses Maß dieses Mineralstoffes ist bereits in unserer Nahrung enthalten. Es gibt jedoch Menschen, die einen erhöhten Magnesiumbedarf haben.
Magnesium, der Super-Mineralstoff, hat bekanntlich eine großartige Wirkung auf krampfende oder zuckende Muskeln. Das Herz ist auch „nur“ ein Muskel und Magnesium sorgt dafür, dass es immer schön locker bleibt und sich keinesfalls verkrampft. Gleichzeitig unterstützt Magnesium die Regulierung des Blutdrucks und ist an der Instandhaltung der Blutgefäße beteiligt. Kurzum: Magnesium ist der Leibwächter des Herzens.
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In zahlreichen Erfahrungsberichten ist die Rede davon, dass die Sango Meereskoralle die Konzentrationsfähigkeit steigern und das Gedächtnis verbessern kann.
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Und es bewahrheitet sich wieder, WISSEN ist Macht.
Unwissenheit schadet.