Grünes Blattgemüse


Grünes Blattgemüse hat enorm viele Vorteile für unsere Gesundheit. Einer davon ist, dass wir mit grünem Blattgemüse unseren Eisenbedarf besonders gut decken können.

Grünes Blattgemüse deckt den Eisenbedarf

Veröffentlichung am 15.09.2011 um 11:18 Uhr / Aktualisierung am 17.03.2012 um 07:16 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Grünes Blattgemüse ist auf dem Teller vieler Menschen inzwischen fast so selten wie Mammutfleisch. Milch-, Fleisch- und Getreideprodukte bestimmen unseren Speiseplan. Grünes Blattgemüse jedoch verschwindet immer mehr von der Bildfläche. Ihnen fällt beim Wort „Blattgemüse“ nur Spinat ein? Wir nennen Ihnen mehr als 50 grüne Blattgemüse - und erklären, warum sich kaum ein Lebensmittel für eine gesunde Versorgung mit dem Spurenelement Eisen so gut eignet wie grünes Blattgemüse.

Mangold Grünes Blattgemüse ist reich an Nähr- und Vitalstoffen

Grünes Blattgemüse: mehr Grün auf dem Teller

Die Farbe Grün wird mit Lebendigkeit, Vitalität und Erneuerung verbunden. Und genau diese Eigenschaften vermittelt das grüne Blattgemüse an all jene, die es verzehren. Folglich sollte das Grün in Ihrem Essen aus ein wenig mehr bestehen als dem winzigen Büschelchen Petersilie, das bisher nur der Dekoration diente und letztendlich in der Mülltonne anstatt in Ihrem Magen landete. Ja, in Wirklichkeit sollte die Farbe Grün Ihren Teller dominieren. Denn grüne Lebensmittel bieten vieles, was im herkömmlichen Essen fehlt.

Grünes Blattgemüse schützt, heilt und vitalisiert

So enthalten grüne Blattgemüse beispielsweise Bitterstoffe oder auch scharfe Stoffe. Manche grünen Blattgemüse wie z. B. Bleichsellerie, die Gartenmelde oder Spinat schmecken sogar etwas salzig, ohne dass man ihnen Salz zugefügt hätte. Grünes Blattgemüse liefert Chlorophyll und damit all die Vorteile, die mit dem grünen Pflanzenfarbstoff in Verbindung gebracht werden. Weitere bioaktive Stoffe im grünen Blattgemüse können einer Tumorbildung vorbeugen, Bakterien eliminieren, Viren stoppen, freie Radikale inaktivieren, das Immunsystem stimulieren und das Blut verdünnen.

Mehr Infos dazu finden Sie auch in diesem Artikel:

Grünes Blattgemüse versorgt mit Eisen

Grünes Blattgemüse ist ausserdem reich an Eisen. Und zwar auch dann, wenn heute überall verkündet wird, der Eisenreichtum von Spinat beruhe auf einem Irrtum und Spinat sei gar nicht so eisenreich, wie man einst dachte. Vor über 100 Jahren soll jemand in Umlauf gebracht haben, Spinat enthalte 35 Milligramm Eisen pro hundert Gramm. Ganz so viel Eisen enthält Spinat tatsächlich nicht. Und das ist auch gut so. Denn Eisen ist zwar ein wichtiges Spurenelement, das für wichtige Körperfunktionen gebraucht wird, aber im Überfluss ist es keinesfalls erwünscht.

Grünes Blattgemüse enthält mehr Eisen als Fleisch

Spinat jedenfalls enthält zwischen 3,5 und 4,1 Milligramm Eisen pro 100 Gramm. Fleisch hingegen, das bekanntlich die grossartigste Eisenquelle unserer Zeit darstellen soll, liefert zwischen 1 und 2,5 Milligramm pro 100 Gramm. Innereien wie Leber, Nieren, Herz und Hirn enthalten mehr Eisen, doch werden sie heute nur noch selten verzehrt und tragen daher auch nicht mehr übermässig zur Eisenversorgung bei. Milchprodukte sind äusserst eisenarm und verfügen über nicht mehr als 0,1 bis 0,3 Milligramm Eisen pro 100 Gramm. Dennoch wird häufig behauptet, dass Vegetarier gerade wegen ihres Milchprodukteverzehrs keinen Eisenmangel erleiden würden - was natürlich jeder Grundlage entbehrt. Vegetarier und Veganer sind mit Eisen deshalb rundum bestens versorgt, weil sie grüne Blattgemüse, Gemüse, Nüsse und Trockenfrüchte essen.

Ist Eisen aus Fleisch besser verwertbar?

Die „Fleisch-liefert-Eisen-Fraktion“ schreit an dieser Stelle meistens ganz laut, dass Pflanzen zwar möglicherweise mehr Eisen als Fleisch enthalten, dass das Eisen aus pflanzlicher Nahrung jedoch nicht annähernd so gut vom menschlichen Organismus verwertet werden könne als das Eisen aus tierischen Produkten. Das bestreitet niemand.

Im Gegenteil: Der Verdacht liegt mehr als nahe, dass die leichtere Verwertbarkeit des Fleisch-Eisens eher ein Nachteil ist und zur Entwicklung von Krankheiten beitragen kann (mehr dazu weiter unten unter "Weniger Eisen ist mehr“).

Vitamin C fördert die Eisenaufnahme

In pflanzlicher Nahrung finden sich manchmal - neben dem Eisen - auch Stoffe, die eine Eisenaufnahme behindern können, diese aber selbstverständlich nicht komplett verhindern. Andererseits weiss man, dass Vitamin C die Eisenaufnahme ganz besonders gut fördern kann. Vitamin C ist im Fleisch so gut wie gar nicht vorhanden, doch sehr reichlich in grünem Blattgemüse. Man muss also keinesfalls - wie so oft empfohlen - erst ein Glas Orangensaft zum Gemüse trinken, um die Eisenaufnahme zu fördern. Vitamin C ist bereits naturgemäss im Gemüse enthalten.

Bei Eisen-Mangel steigt die Eisen-Resorptionsfähigkeit

Darüber hinaus schwankt die Resorptionsfähigkeit des Körpers je nach Bedarf. Das heisst, wenn der Körper mehr Eisen braucht, kann er auch das in der Nahrung vorhandene Eisen besser nutzen - auch wenn die Nahrung nur wenig Eisen enthalten würde.

Weniger Eisen ist mehr

In Wirklichkeit jedoch brauchen wir uns gar nicht auf die Suche nach einer Rechtfertigung für die möglicherweise schlechtere Verwertung des Pflanzen-Eisens im Körper zu machen. Vielmehr ist es so, dass Menschen, die ihren Eisenbedarf bevorzugt aus pflanzlichen Lebensmitteln decken, vor all den Nachteilen verschont bleiben, die eine zu reichliche Eisenversorgung mit sich bringen könnte, wie das bei üppigem Fleischgenuss der Fall sein kann. Die Frage ist nämlich, ob es überhaupt wünschenswert ist, in den Genuss von „leicht aufnehmbarem“ Eisen zu gelangen? Vielleicht handelt es sich dabei ja gar nicht um eine für unsere Gesundheit nötige Eisen-Aufnahme, sonder viel eher um eine eigentlich unerwünschte Einlagerung von Eisen?

Eisen lässt freie Radikale entstehen

Eisen kann nämlich unangenehme Nachteile haben. Genau so wie Eisen ausserhalb des Körpers rosten kann, weil es mit Sauerstoff reagiert, fördert Eisen die Oxidation auch im Innern des Körpers und führt dort zur Entstehung von freien Radikalen, die bekanntlich Zellschäden aller Art verursachen können, so dass Eisen - im Übermass vorhanden - zu ernsthaften Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs, aber auch zu einer Beschleunigung des Alterungsprozesses (insbesondere zu Altersflecken und Augenkrankheiten wie grauem Star) beitragen kann.

Eisen schwächt ausserdem das Immunsystem und erhöht die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. So beobachtete man, dass Zellen, die besonders viel Eisen enthielten, gleichzeitig mehr Erreger beherbergten als Zellen mit weniger Eisen. Salmonellen beispielsweise können deutlich besser in Dünndarmzellen mit hohem Eisengehalt eindringen, so dass Darminfektionen von einer üppigen Eisenversorgung begünstigt werden können. Diese erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten durch einen hohen Eisengehalt des Blutes könnte mit ein Grund dafür sein, dass die Eisenwerte von schwangeren Frauen regelmässig sinken. Der Organismus unternimmt alles, um die Frau und damit das ungeborene Kind vor Infektionen zu schützen. (Quelle)

Menstruation schützt vor Eisenüberschuss

Eine ungünstige Eisen-Anreicherung im Gewebe ist besonders bei Männern zu beobachten. Frauen dagegen entledigen sich während der Menstruationsblutung des überschüssigen Eisens, können aber erfahrungsgemäss nach dem Klimakterium in eine ähnliche Eisenüberschuss-Situation wie die Männerwelt geraten.

Eisenbedarf mit grünem Blattgemüse decken

Folglich lässt sich der menschliche Eisenbedarf ganz wunderbar mit Pflanzenkost decken. Pflanzliche Nahrung versorgt nicht nur mit den richtigen und gesunden Mengen Eisen, sondern schützt gleichzeitig vor einem gesundheitsschädlichen Eisenüberschuss. In diesem Zusammenhang ist insbesondere vor solchen Nahrungsmitteln zu warnen, die von der Lebensmittelindustrie mit zusätzlichem Eisen angereichert wurden, wie z. B. manche Frühstückscerealien (Müslis, Cornflakes, Crunchys etc.).

Schwere Eisenmangelanämie mit Pflanzenkost geheilt

Sogar eine ausgeprägte Eisenmangelanämie mit deutlichen Symptomen wie Schwäche und Herzklopfen konnte bereits mit rein pflanzlicher Ernährung auf Basis von grünem Blattgemüse behoben werden. Uns ist ein Fall mit einer schweren Eisenmangelanämie bekannt, der allein mit pflanzlicher Nahrung wieder genas.

Die Ursache der Anämie wurde nicht gesucht, weil sich der Patient - entgegen der eindringlichen Empfehlung seines Arztes - weigerte, ein Krankenhaus aufzusuchen, und das, obwohl er vor Schwäche kaum noch drei Schritte gehen konnte. Der Arzt legte daraufhin jede Verantwortung ab und verabschiedete den Patienten mit der „aufmunternden“ Prognose, er habe noch drei Tage zu leben. Denn - so seine Begründung - allein mit der Ernährung könne man da gar nichts mehr machen.

Der Patient lebte von diesem Moment an nur noch von grünen Grassäften sowie von Säften aus Wildpflanzen und eisenreichen Gemüsesorten. Ferner ass er Trockenfrüchte, Nüsse und Kürbiskerne. Nach sechs Wochen war er wieder gesund und unternahm die erste Radtour. Da es kaum ein Patient wagt, sich bei einer solchen Prognose der ärztlichen Empfehlung zu widersetzen, bleiben Erfahrungsberichte dieser Art natürlich Ausnahmeerscheinungen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier:

Eisenmangel mit grünem Blattgemüse beheben

Wenn Eisenmangel besteht (und keine krankhaften Prozesse wie z. B. innere Blutungen dafür verantwortlich sind), so ist dieser am besten mit zwei Massnahmen zu beheben. Erstens sollten solche Nahrungsmittel gemieden werden, die eine Eisenaufnahme definitiv hemmen, wie z. B. Kaffee, Schwarztee, Kakao und Milchprodukte. Zweitens sollte die Ernährung aus hochwertiger naturbelassener Pflanzenkost bestehen, da diese bekanntlich nicht nur Eisen, sondern ein enormes Spektrum der unterschiedlichsten Vitalstoffe enthält, die viel mehr können, als „nur“ Eisenmangel beheben.

10 Gründe für grünes Blattgemüse

Die 10 wichtigsten Wirkungen von grünem Blattgemüse sind - zusammengefasst - die folgenden:

  1. Verbesserung der Immunfunktion
  2. Tumorprävention
  3. Verbesserung des Blutkreislaufes
  4. Reinigung des Blutes bzw. Anregung der Blutbildung
  5. Versorgung mit Folsäure, Eisen und Magnesium
  6. Linderung von Depressionen
  7. Stärkung der Darmflora
  8. Funktionsverbesserung der Leber, der Nieren und der Gallenblase
  9. Reduktion von oxidativem Stress
  10. Linderung bzw. Vorbeugung von Entzündungen

Wie viele grüne Blattgemüse kennen Sie?

Sie denken beim Wort „Blattgemüse“ immer nur an Spinat? Da sind Sie nicht allein. Den meisten Menschen fällt es sehr schwer, mehr als zwei oder drei Sorten grünes Blattgemüse zu benennen - was ein Beweis dafür ist, dass grünes Blattgemüse einen äusserst niedrigen Stellenwert in der heutigen Ernährung hat - zumindest in den westlichen Industrieländern. Nachfolgend haben wir Ihnen mehr als 50 verschiedene Blattgemüse aufgeführt, die unsere tägliche Mahlzeiten äusserst abwechslungsreich, schmackhaft und vitalstoffreich gestalten können:

Mehr als 50 grüne Blattgemüse:

Grüne Kultur-Blattgemüse

  • Spinat
  • Mangold
  • Pak Choy (auch Senfkohl genannt)
  • Feldsalat
  • Kopfsalat und Eissalat
  • Eichblattsalat
  • Bataviasalat
  • Römersalat (auch bekannt als Romana-Salat)
  • Endivien- und Friséesalat
  • Radicchio und Chicorée
  • Blätter von Stauden- oder Bleichsellerie
  • Zuckerhut
  • Chinakohl
  • Grünkohl
  • Blätter von Brokkoli und Kohlrabi
  • Blätter der Möhre
  • Blätter der Roten-Bete
  • Kresse (Garten-, Brunnen-, Kapuzinerkresse)
  • Rucola
  • Postelein
  • Sprossen, sobald sie grüne Blättchen bilden

Gartenkräuter

  • Petersilie
  • Dill
  • Oregano und Majoran
  • Basilikum
  • Korianderkraut
  • Pimpinelle (Kleiner Wiesenknopf)
  • Melisse

Grünes Wild-Blattgemüse

  • Löwenzahn
  • Wegwarte
  • Brennnessel
  • Giersch
  • Wiesenbocksbart
  • Blätter des Gänseblümchens
  • Portulak
  • Gartenmelde
  • Vogelmiere
  • Weisser Gänsefuss
  • Guter Heinrich
  • Sauerampfer
  • Klee
  • Scharbockskraut
  • Taubnessel
  • Wegerichblätter
  • Knoblauchsrauke
  • Bärlauch
  • Franzosenkraut
  • Wildes Stiefmütterchen
  • Malvenblätter
  • Schlingknöterich (Polygonum aubertii, wird oft als rankende Zierpflanze an Pergolen gepflanzt, schmeckt vorzüglich, ein wenig wie Sauerampfer)
  • Barbarakraut
  • Senfblätter
  • Wilder Wein

Grünes Blattgemüse zubereiten

Grünes Blattgemüse kann auf vielerlei Arten zubereitet werden: Roh als Salat, mit Öl püriert als Pesto, als Suppe, als Gemüse (entweder blanchiert, gedünstet oder kurz in Öl angebraten) oder zu einem grünen Smoothie gemixt.

Wenn Sie Ihr Blattgemüse dünsten oder braten möchten, dann denken Sie daran, dass bereits eine Garzeit von weniger als einer Minute ausreicht - darüber hinaus würde der Nähr- und Vitalstoffwert des Gemüses deutlich verringert werden.

Quellen:


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(1)

Georg K
geschrieben am: Mittwoch, 12. Oktober 2011, 18:13
eMail-Adresse hinterlegt

Im oberen Textteil wird erklärt wie toll Salat ist weil es viel Eisen enthält, und weiter unten steht dann welche unzähligen negative Auswirkung ein Überschuss an Eisen hat. Weiter unten steht dann aufeinmal wieder das es für den Eisenhaushalt doch gut sein kann viel Salat zu essen? Wie den jetzt? Zuerst wird hier das eine behauptet, dann das Gegenteil.




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Georg,
vielen Dank für Ihre Mail.
 
Im betreffenden Artikel geht es um grüne Blattgemüse, zu denen zwar AUCH Salat gehört, aber noch sehr viele andere Gemüsearten, die weiter unten im Text aufgeführt werden.
 
Der Artikel soll klar machen, dass grünes Blattgemüse ausreichend Eisen enthält, um damit (gemeinsam mit anderen pflanzlichen Lebensmitteln) den Eisenbedarf des Menschen auf gesunde Art und Weise zu decken, und zwar OHNE gleichzeitig die möglichen negativen Auswirkungen eines Eisenüberschusses mit sich zu bringen, wie das bei einer Ernährung mit vielen tierischen Produkten der Fall sein kann.
 
Der relativ hohe Eisengehalt der grünen Blattgemüse (mit Betonung auf "relativ") wird deshalb lobend hervorgehoben, da - wie im Artikel beschrieben - vom Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln ein deutlich geringerer Prozentsatz resorbiert wird als vom Eisen aus tierischen Lebensmitteln, so dass ein hoher Eisengehalt aus Gemüse positiv ist und nicht mit einem gleich hohen Eisengehalt in einem tierischen Produkt zu vergleichen ist, was unter Umständen negativ sein kann.
 
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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