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  • Chinakohl im Ganzen und geschnitten
16 min

Chinakohl - Rezepte, Nährwerte und Verwendung

Chinakohl schmeckt köstlich roh als Salat, gekocht oder fermentiert und weist zudem eine Reihe gesundheitlicher Vorteile auf. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über seine Verwendung in der Küche, über den Anbau im Garten und seine gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe. Wir bieten Ihnen noch viele weitere interessante Informationen rund um den milden Kohl.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Aktualisiert: 15 April 2024

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Chinakohl, der Kochsalat

Der Chinakohl ist auch bekannt als Pekingkohl, Japankohl, Blätterkohl, Selleriekohl oder Kochsalat. In China wird er als „Baicai“ oder „Dabaicai“ bezeichnet​. Wir verwenden in diesem Artikel auch häufig die Bezeichnung Kochsalat anstatt Chinakohl.

Er gehört zur Familie der Kreuzblütler, ist jedoch nur sehr entfernt mit dem Gemüsekohl wie etwa Grünkohl, Blumenkohl oder Rotkohl verwandt. Stattdessen stammt er von der Kohl-Unterart Rübsen ab, gleich wie es auch bei Raps oder Pak Choi der Fall ist. Man nimmt an, dass der Chinakohl eine Kreuzung aus der Speiserübe und dem Pak Choi ist.

Im Vergleich zu anderem Kohlgemüse weist er nicht den typischen intensiven Kohlgeschmack auf, sondern ist milder und leichter bekömmlich.

Wie unterscheidet man den Kochsalat von anderem Gemüse?

Chinakohl ähnelt optisch manch anderem Kohlgemüse, wie etwa dem Spitzkohl, Chicorée, Pak Choi oder dem Weißkohl. Während Spitzkohl und Chicorée gleich wie der Chinakohl eine längliche, ovale Form aufweisen, haben die beiden ersteren jedoch einen spitzigen Verlauf, während der Kopf des Chinakohls abgerundet ist. Der Weißkohl hingegen ist durch einen runden Kopf gekennzeichnet.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal des Chinakohls sind seine hellgrünen bis gelblichen Blätter. Diese sind leicht gewellt und an den Blattenden gekraust. Dieses Merkmal unterscheidet ihn etwa vom Pak Choi, der durch lose, dunkelgrüne sowie glattere Blätter gekennzeichnet ist, die eher in der Form eines Blumenstraußes angeordnet sind und mehr an Mangold erinnern.

Wie kann der Kohl in der Küche verwendet werden?

Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern der Gattung Kohl hat der Chinakohl keinen harten Strunk und außerdem zarte Blätter mit angenehm mildem Kohlaroma. Man kann daher alle Teile des Kohls in geschnittener Form roh in Salaten, gekocht, geschmort oder als Zutat für Suppen verwenden. Er ist vielseitig einsetzbar und ein beliebter Bestandteil vieler europäischer und asiatischer Gerichte.

Eine Spezialität aus Korea ist beispielsweise eingelegter, fermentierter Chinakohl, der auch als Kimchi bezeichnet wird und mit Sauerkraut vergleichbar ist. Es wird bei den Einheimischen praktisch zu jeder Mahlzeit gegessen und kann als Vorspeise oder als Beilage dienen. Sie finden das Rezept dazu unter dem vorigen Link.

Roh als Salat

Chinakohl sollte am besten roh als Salat verzehrt werden, da durch das Erhitzen des Kohls viele Nährstoffe verloren gehen. Schneiden Sie ihn dafür in etwa 1 cm dicke Streifen und verrühren ihn mit Essig und Öl oder einem Joghurtdressing.

Sie können noch andere Gemüse wie etwa Gurken, Zwiebeln, Karotten oder gekochte Kartoffeln hinzufügen. Für eine fruchtige Note schneiden Sie ein paar Schnitze Mandarinen, Orangen oder Äpfel klein. Als Topping eignen sich etwa Walnusskerne oder gebratene Räuchertofuwürfelchen. Wie Sie einen einfachen Chinakohl-Salat mit Joghurtdressing zubereiten, erfahren Sie weiter unten.

Gekocht

Wenn Sie den Kohl kochen möchten, schneiden Sie diesen zuerst in feine Streifen. Kochen Sie ihn anschließend für 2 Minuten in einem Topf mit Wasser.

Da das starke Erhitzen von Gemüse dazu führt, dass die enthaltenen Nährstoffe verloren gehen, sollte der Kohl mit möglichst geringer Hitze gekocht oder am besten nur gedämpft werden, wie wir im nächsten Abschnitt beschreiben. Chinakohl schmeckt außerdem umso besser, je knackiger er ist – es empfiehlt sich daher eine möglichst kurze Kochzeit.

Gedämpft

Um den Kohl zu dämpfen, benötigen Sie einen Kochtopf mit einem Dämpfeinsatz oder ein passendes Küchensieb, das Sie auf den Topf setzen können. Füllen Sie 2-3 cm Wasser in den Kochtopf, bringen Sie das Wasser zum Kochen und legen Sie den geschnittenen Chinakohl in den Dämpfeinsatz. Dabei sollte der Kohl nicht mit dem Wasser in Berührung kommen.

Garen Sie das Gemüse etwa 5 bis 8 Minuten mit geschlossenem Deckel.

Gebraten

Auch aus der Pfanne schmeckt der Chinakohl hervorragend. Erhitzen Sie dazu etwas Öl in einer Pfanne und fügen die fein geschnittenen Streifen des Kohls hinzu. Sie können ihn während des Bratens mit Salz und Pfeffer oder Zitrone würzen. Braten Sie die Kohlstreifen unter Rühren und je nach gewünschter Knackigkeit 3 bis 5 Minuten. Um möglichst viele Nährstoffe zu erhalten, braten Sie bei möglichst geringer Hitze.

Wie kann Chinakohl gegart kombiniert werden?

Der Kohl kann gekocht, gedämpft oder gebraten perfekt mit Nudeln, Reis oder Räuchertofu sowie mit anderem Gemüse wie Karotten, Zwiebeln, Paprika oder Kartoffeln kombiniert werden. Auch Pilze wie Shiitake-Pilze oder Champignons passen hervorragend zu dem Kreuzblütler. Zum Würzen bzw. als Topping eignen sich etwa Sojasauce sowie Sesam oder Cashewnüsse.

Welche Gewürze passen zum Kochsalat?

Da Chinakohl manchmal zu Blähungen führen kann, passen besonders blähungshemmende Gewürze wie Kümmel, Fenchel oder Ingwer gut dazu. Doch auch mit Koriander oder schärferen Gewürzen wie Curry, Chili oder Garam Masala harmoniert der Kohl.

Welche leckeren Rezepte gibt es?

In unserem ZDG-Kochstudio finden Sie köstliche Rezepte mit dem Chinakohl, die Sie in kurzer Zeit zubereiten können. Sie alle sind basenüberschüssig, gesund und rein pflanzlich. Dazu zählen etwa gebratener Chinakohl mit Tofu, schnelle Pasta mit Chinakohl oder eine leckere Reispfanne mit Shiitake-Pilzen.

Um alle Nähr- und Vitalstoffe im Kohl zu erhalten, ist es optimal, ihn roh zu essen, wie z. B. in unserem köstlichen Chinakohlsalat, für den wir den Kohl mit Mango kombiniert, mit Koriander gewürzt und mit geröstetem Buchweizen getoppt haben. Sie finden ihn, wenn Sie auf unserer Seite „Chinakohlsalat mit Mango“ eingeben.

Wie wird der Kohl gelagert und wie lange ist er haltbar?

Chinakohl ist recht pflegeleicht und kann nach der Ernte problemlos eine Woche im Kühlschrank oder in einem kühlen Keller gelagert werden. Umhüllt man die Köpfe mit einem feuchten Handtuch oder Geschirrtuch, kann man ihn auch mehrere Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Vermeiden Sie es, den Kohl zu lange bei Raumtemperatur zu lagern. Denn Studien zeigen, dass die gesundheitsfördernden und krebshemmenden Pflanzenstoffe (Glucosinolate) in Kreuzblütlern um 80 % abnahmen, wenn diese fünf Tage lang bei Raumtemperatur gelagert wurden. Im Kühlschrank hingegen nahmen sie bei gleicher oder längerer Lagerung nur um 11-27 % ab ( 1 ).

Sie können den Kohl jedoch auch einfrieren, um seine Haltbarkeit zu verlängern. Spülen Sie ihn dafür gründlich mit Wasser ab und schneiden ihn in Streifen. Anschließend können Sie ihn entweder roh einfrieren oder vorher blanchieren oder braten. Sie können also auch ein fertiges Gericht mit dem Kohl einfrieren.

Geben Sie den Kohl in ein Gefäß mit Deckel und achten Sie darauf, dass sie dieses vor dem Einfrieren fest verschließen ( 3 ).

Zum schonenden Auftauen stellen Sie das Gefäß am besten zwei Stunden vor dem Kochen oder am Abend zuvor in den Kühlschrank. Falls Sie sich spontan für ein Gericht mit dem Kohl entscheiden, können Sie ihn auch in kochendem Wasser auftauen.

Aufgetauter Chinakohl kann nicht mehr als Salat verwendet werden, da er durch das Einfrieren seine knackige Konsistenz verliert. Wir empfehlen daher, den Kohl nur einzufrieren, wenn Sie ihn anschließend für ein gekochtes Gericht verwenden möchten.

Kann man Chinakohl trotz schwarzer Punkte essen?

Vielleicht sind Ihnen schon einmal kleine schwarze Punkte an den Blattenden des Chinakohls aufgefallen, die an Schimmelstellen erinnern. Diese entstehen dadurch, dass einzelne Zellen absterben oder verholzen und dabei schwarz vertrocknen. Man nennt diese Punkte Blattrandnekrosen.

Die Punkte können sich auch erst nach der Ernte durch die Lagerung im Kühlschrank oder durch zu warme Lagerung entwickeln. Sie sind jedoch gesundheitlich unbedenklich und können mitgegessen werden.

Anders hingegen verhält es sich bei der braunen Nassfäule, die durch Bakterien und Pilze entsteht. Diese ist daran zu erkennen, dass größere Teile des Kohls braun und matschig werden. Dabei sollte die betroffene Stelle mit einem mindestens 3 cm großen Rand weggeschnitten und die Blätter gründlich abgewaschen werden.

Die Fäule lässt sich auch daran erkennen, dass sie einen unangenehmen Geruch verströmt, während die schwarzen Punkte lediglich ein Schönheitsfehler sind ( 2 ).

Herkunft und Geschichte: Stammt der Kohl wirklich aus China?

Tatsächlich verrät der Name des Kohls schon, woher dieser ursprünglich stammt: nämlich aus China. Das knackige Kreuzblütler-Gemüse ist dort schon seit dem 5. Jahrhundert bekannt und gilt als wesentlicher Bestandteil der chinesischen Küche. Doch nicht nur in China, auch in den benachbarten Ländern Japan und Korea wird er bereits ebenso lange kultiviert.

Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts fand die Kohlart seinen Weg nach Europa und Amerika und wurde nach seinem Herkunftsland China benannt. Heutzutage wird Chinakohl in den USA und in Deutschland großflächig angebaut. Doch auch andere europäische Länder wie etwa Österreich, die Niederlande, Polen, Italien oder Spanien zählen zu den Hauptanbaugebieten.

Einer der Gründe für das wachsende Interesse an diesem Kohl im Westen ist die steigende Beliebtheit der asiatischen Küche, bei der Chinakohl ein wesentlicher Bestandteil ist.

Welche Eigenschaften und Nährstoffe hat der Kochsalat?

Chinakohl ist reich an Nährstoffen wie etwa Vitaminen, Mineralstoffen oder Ballaststoffen. Er ist jedoch arm Kalorien und Fett – 100 g des rohen Kohls enthalten lediglich 16 kcal und 0,3 % Fett.

Ein schmackhafter Salat mit 100 g Kohl kann den täglichen Bedarf an Vitamin K, etwa ein Viertel des Bedarfs an Vitamin C und Beta-Carotin sowie ein Sechstel des Folsäure-Bedarfs decken. Andere Vitamine sind in kleineren Mengen enthalten.

Der Kreuzblütler enthält auch viele Mineralstoffe wie Kalium, Calcium oder Eisen, jedoch nur geringe Mengen, so dass diese nur kleine Teile des Tagesbedarfs decken können.

Auch essentielle Aminosäuren sind im Kohlgewächs enthalten. So kann dieses kleinere Teile des Tagesbedarfs an Leucin, Isoleucin und Valin decken ( 4 ).

Der Kohl enthält außerdem gesundheitsfördernde Senföle (die beim Schneiden oder Kauen aus den oben genannten Glucosinolaten entstehen). Diese sind vor allem in Gewächsen aus der Familie der Kreuzblütler enthalten und etwa für ihre krebsbekämpfenden, entzündungshemmenden, antibakteriellen und antioxidativen Eigenschaften bekannt.

Tabelle: Vitamine und Mineralstoffe im Kochsalat

In unserer Tabelle (als PDF) haben wir alle Vitamine und Mineralstoffe aufgeführt, die in 100 g des rohen Kochsalats enthalten sind (4). Nicht angegebene Vitalstoffe wie etwa Vitamin B12 oder Vitamin D sind nicht enthalten oder es sind keine Werte bekannt. Hier finden Sie die Nährwerte, Vitamin und Mineralstoffe des Chinakohls.

Welche gesundheitlichen Vorteile hat der Chinakohl?

In der traditionellen chinesischen Medizin soll Chinakohl dabei helfen können, die Magen-Darm-Funktion zu fördern, Atemwegsinfektionen und Bronchitis zu heilen sowie den Alkoholkonsum zu reduzieren ( 5 ). Neuere Forschungen zeigen, dass der regelmäßige Verzehr von Kreuzblütlern auch das Krebsrisiko reduzieren kann.

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die gesundheitlichen Vorteile des Kochsalats.

Antioxidativ und entzündungshemmend

Chinakohl und andere Kreuzblütler wie Rotkohl oder Grünkohl weisen antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften auf und können daher vorbeugend gegen chronische Erkrankungen wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken, die mit oxidativem Stress in Zusammenhang stehen ( 6 ) ( 7 ).

Dafür verantwortlich sind unter anderem die im Kohl enthaltenen Polyphenole, Pflanzenstoffe, die etwa für Farbe und Geschmack eines Gewächses verantwortlich sind. Antioxidantien-Analysen zeigen, dass die sogenannte Sinapinsäure, die zu den Polyphenolen zählt, den höchsten Gehalt im Chinakohl aufwies.

In den äußeren, grünen Blättern scheint mehr davon enthalten zu sein als in den inneren Blättern, weshalb diese eine stärkere antioxidative Aktivität aufweisen und in Gerichten am besten auch mitverwendet werden sollten (6). Zusätzlich zu den Polyphenolen enthält der Kohl die antioxidativ wirkenden Vitamine A und C sowie Senföle.

Stärkt das Immunsystem

Der Kreuzblütler ist reich an Vitamin C sowie anderen wichtigen Nährstoffen und enthält Polyphenole und Senföle. All diese Stoffe tragen zu einer gesunden Funktion des Immunsystems bei, indem sie Entzündungen hemmen und den Körper vor freien Radikalen schützen.

Senföle wirken krebshemmend

Die wichtigsten bioaktiven Bestandteile im Chinakohl und anderen Kreuzblütlern sind die Glucosinolate, auch Senfölglykoside genannt.

Durch das Enzym Myrosinase, das in Pflanzengewebe vorkommt, entstehen aus den Glucosinolaten die Abbauprodukte Indole und Isothiocyanate, die auch als Senföle bezeichnet werden. Bereits in unzähligen Studien konnten deren krebshemmende Eigenschaften nachgewiesen werden.

Studien am Menschen der letzten Jahrzehnte zeigten bereits, dass der Verzehr von Kreuzblütlern mit einem geringeren Risiko von Darmkrebs, Lungenkrebs, Magenkrebs, Brustkrebs, Blasenkrebs, Prostatakrebs sowie auch einem geringeren Herzinfarktrisiko einhergeht. Um das Darmkrebsrisiko zu reduzieren, reicht es bereits aus, mindestens einmal pro Woche Kreuzblütler zu konsumieren (1).

Tierstudien zeigen überdies, dass auch der in Kreuzblütlern enthaltene Stoff Brassinin krebshemmend wirkt und die Entstehung von Tumoren in Haut und Brust hemmen kann ( 8 ).

Um von der krebshemmenden Wirkung zu profitieren, sollte der Kohl jedoch möglichst roh verzehrt (und gut gekaut) werden. Denn es zeigte sich, dass 57-81 % der Glucosinolate beim Kochen des Gemüses verloren gehen.

Wenn Sie den Kohl erhitzen möchten, dann am besten bei möglichst geringer Temperatur und so kurz wie möglich. Auch das Dämpfen schont das Gemüse, da die Nährstoffe dabei nicht ins Kochwasser übergehen (1).

Vitamin K für gesunde Knochen

Kreuzblütler sind generell reich an Vitamin K, das für ein gesundes Wachstum von Knochen- und Knorpelgewebe wichtig ist, aber auch für die Blutgerinnung. Ein Salat mit 100 g rohem Chinakohl, den Sie etwa nach dem oben beschriebenen Rezept zubereiten können, deckt den Tagesbedarf an Vitamin K und kann somit das Osteoporoserisiko senken, bei dem die Knochen porös und brüchig werden.

Denn die Knochen können nur in Verbindung mit Vitamin K das Protein Osteocalcin bilden, das dafür verantwortlich ist, Calcium zu binden und das somit für einen gesunden Knochenaufbau sorgt.

Wann hat der Kochsalat Saison?

Der Kochsalat wird im professionellen Anbau im Gewächshaus oder im Freiland unter Vlies angebaut. Daher ist er etwa in Deutschland schon ab Mai bereit zur Ernte und kann am Bauernmarkt, im Bioladen oder im Supermarkt frisch gekauft werden. Da das Gemüse auch leichten Frost im Winter übersteht, hat es bis Februar Hauptsaison. Heimischer Chinakohl ist also den Großteil des Jahres erhältlich.

Was sollte beim Kauf beachtet werden?

Folgende Dinge sollten Sie beim Kauf von Chinakohl beachten:

  1. Kaufen Sie den Kohl so frisch wie möglich, am besten am Bauernmarkt, damit er noch alle Nährstoffe beinhaltet.
  2. Kaufen Sie den Kohl in Bioqualität, um zu vermeiden, dass beim Anbau synthetische Pestizide wie etwa Glyphosat verwendet werden.
  3. Wenn möglich, greifen Sie zu alten Sorten des Kohls anstatt zu hybriden, da diese mehr Nährstoffe enthalten. „Altes“ Gemüse ist hin und wieder am Bauernmarkt oder im Bioladen zu finden.
  4. Kaufen Sie den Kohl am besten erst kurz bevor Sie ihn verwenden, um von möglichst vielen Nährstoffen zu profitieren.
  5. Achten Sie darauf, dass der Kohl noch fest und knackig ist und keine braunen, fauligen Stellen zu sehen sind.

Wie kann Kochsalat im Garten angebaut werden?

Obwohl der Kochsalat ursprünglich in wärmeren Regionen angebaut wurde, kann er problemlos auch hierzulande im Garten gepflanzt und geerntet werden. Sein Wärmebedarf ist nämlich nicht so hoch, wie man vermuten könnte − viel wichtiger ist dem Kohl ein windgeschützter, sonniger bis halbschattiger Standort, an dem er gut mit Feuchtigkeit versorgt wird.

Der Kreuzblütler braucht außerdem einen nährstoffreichen Boden. Achten Sie daher darauf, dass Sie magere Böden vor dem Setzen der Jungpflanzen mit Nährstoffen anreichern, indem Sie etwa Bio-Dünger oder Kompost verwenden.

Gesät wird der Kohl erst recht spät. Die Pflanzen können von Mitte Juni bis Anfang August in kleineren Töpfen gezogen oder direkt ins Beet gesät werden. Achten Sie darauf, dass Sie die Samen etwa 1,5 cm tief in die Erde säen, zwischen den Pflanzen 30-40 cm und zwischen den Reihen 50-60 cm Abstand halten. Der Kohl keimt bei einer Bodentemperatur von 15-18°C innerhalb einer guten Woche.

Achten Sie darauf, dass Sie die Erde regelmäßig durch Hacken auflockern, um dem Kohl ein gesundes Wachstum zu ermöglichen und einen hohen Ertrag zu erzielen ( 9 ).

Welche Sorten unterscheidet man beim Chinakohl?

In China werden zwei Sorten des Kohls unterschieden: Baak Choi, was so viel wie „weißes Gemüse“ bedeutet und Lung Nga Paak, was übersetzt „Zahn des weißen Drachen“ heißt. In Europa angebaute Sorten stammen von Lung Nga Paak ab, von der es viele unterschiedliche Varianten gibt, die sich leicht in Form, Geschmack, Anfälligkeit für Schädlinge und Lagerfähigkeit unterscheiden.

So ist die Sorte Autumn Fun F1 etwa resistent gegen Kohlhernie, eine Pilzkrankheit, die die Wurzeln des Kohls verdicken lässt und ist durch seine dunkelgrünen Außenblätter gekennzeichnet. Green Rocket F1, Osiris F1 und Parkin F1 sind Sorten, die wenig anfällig für Schädlinge sind. Osiris F1 zeichnet sich durch seine lange Lagerfähigkeit aus, während Parkin F1 sehr ertragreich ist ( 10 ).

Auch Granaat ist eine bekannte Sorte, die besonders wegen des guten Geschmacks und ihrer zarten Blätter geschätzt wird. Sie soll außerdem überdurchschnittlich viele Vitamine enthalten (9). Das könnte daran liegen, dass die Sorte, anders als die oben genannten, nicht zu den hybriden Sorten zählt.

Obwohl hybride Sorten, die durch den Zusatz „F1“ gekennzeichnet sind, einige Vorteile wie etwa weniger Schädlinge und Krankheiten sowie einen größeren Ertrag mit sich bringen, leidet die Qualität des Gemüses darunter – denn hybride Sorten weisen häufig einen geringeren Nährstoffgehalt auf und versorgen den Körper daher weniger gut mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Achten Sie also darauf, dass Sie alte Sorten verwenden, wenn Sie den Kohl im Garten anbauen. So können Sie etwa die Sorte Granaat online in Bio-Qualität kaufen. Oder Sie fragen passionierte Hobbygärtner in Ihrer Nachbarschaft, welche Sorte sich in Ihrer Region bislang am besten bewährt hat.

Wann kann der Chinakohl geerntet werden?

Je nachdem, wann Sie den Kochsalat ausgesät haben und welche Sorte Sie verwenden, kann er im September, Oktober oder im November geerntet werden. Er benötigt etwa 75-95 Tage, bis er geerntet werden kann. Der Kreuzblütler verträgt leichte Fröste problemlos und kann bei kälteren Temperaturen mit etwas Fleece, Pappkartons oder Tannenzweigen geschützt werden.

Achten Sie darauf, dass der Kohl so lange wie möglich im Beet bleibt, wenn Sie ihn nicht in der Küche verwenden − natürlich nur dann, wenn die Temperaturen nicht zu tief abfallen. Denn der spätere und größere Kohl kann besser und länger gelagert werden.

Bei der Ernte sollte die Pflanze möglichst tief am Wurzelansatz abgeschnitten werden. Gleichzeitig sollten die Blattstile nicht verletzt werden, um zu vermeiden, dass der der Kohl während der Lagerung anfängt zu faulen. Es wird empfohlen, die losen, äußeren Blätter zu entfernen (9).

Verursacht der Kohl Bauchschmerzen oder Durchfall?

Kohlgemüse ist generell sehr gesund für den Darm, da es jedoch sehr ballaststoffreich und noch dazu sehr schwefelhaltig ist, kann es nach dem Verzehr zu Blähungen kommen, die von Bauchschmerzen oder Durchfall begleitet werden können. Chinakohl ist jedoch generell leichter verdaulich als andere Kohlvertreter und auch für Menschen mit einer empfindlichen Verdauung geeignet.

Es gibt jedoch einige Tipps, die dazu beitragen können, dass Kohlgemüse besser verdaut werden kann und weniger blähend wirkt. So soll es hilfreich sein, den Chinakohl vor dem Verzehr einzufrieren oder zu kochen. Auch kleingeschnitten und ohne den Strunk sowie in Verbindung mit Fett soll er bekömmlicher sein ( 11 ).

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, bestimmte blähungshemmende Gewürze zu verwenden. Dazu zählen Kümmel, Fenchel oder Ingwer, die sich hervorragend mit dem Kohl kombinieren lassen. In unserer Rezepte-Rubrik finden Sie etwa ein Rezept für Chinakohl-Eintopf mit Ingwer.

Kochsalat bei Histaminintoleranz und Fruktoseintoleranz

Chinakohl enthält kein Histamin und hat einen Gehalt von etwa 0,5 g Fruktose und 0,7 g Glukose in 100 g ( 12 ). Er kann daher sowohl bei Histaminintoleranz als auch bei Fruktoseintoleranz meist problemlos verzehrt werden.

Darf Kochsalat bei Gastritis oder Reizdarm gegessen werden?

Anders als andere Kohlgemüse ist der Chinakohl leichter bekömmlich und wird daher auch beim Reizdarm-Syndrom sowie bei Gastritis empfohlen. Denn er zählt zur sogenannten leichten Vollkost, also zu den Lebensmitteln, die generell gut vertragen werden und keine Blähungen, Übelkeit oder Völlegefühl auslösen ( 13 ) ( 14 ).

Dürfen Tiere Chinakohl essen?

Im Vergleich zu anderen Kohlsorten ist der Kochsalat besser verträglich und weniger blähend und kann daher in kleinen Mengen in roher oder gekochter Form an Hunde, Katzen, Hühner, Kaninchen und Meerschweinchen verfüttert werden.

Achten Sie darauf, dass Sie dem Tier anfangs nur kleine Mengen davon geben und beobachten, ob es den Kohl verträgt oder möglicherweise Verdauungsbeschwerden bekommt.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.