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    16 April 2022
    13 min

    Gurken: Gesund und erfrischend

    Gurken schmecken nicht nur ausgezeichnet, sie fördern auch die Gesundheit. Besonders bekannt ist ihre Wirkung bei Hautproblemen. Wussten Sie aber auch, dass Diabetiker von den Wirkungen der Gurke profitieren können? Alles zu den Eigenschaften und zum Nährwert der Gurke finden Sie bei uns.

    Gurke – überraschende Herkunft

    Die Gurke stammt ursprünglich aus Indien, wo die Wildform (Cucumis hystrix) bereits vor Jahrtausenden kultiviert wurde. Von hier aus hat sich die Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse zunächst in allen warmen Regionen der Alten Welt ausgebreitet.

    Doch selbst in Nordeuropa konnte sie im Vergleich zu anderen Kürbisgewächsen Fuss fassen, da sie relativ kältetolerant ist und ihre Früchte sehr schnell erntereif sind. Quellen zufolge eroberte die Gurke den Mittelmeerraum um 200 v. Chr.

    Die alten Römer verliebten sich schnell in das gesunde Gemüse und bauten es besonders fleissig an. Der römische Kaiser Tiberius soll derart vernarrt in die Gurke gewesen sein, dass er sie täglich ass. Die für ihn bestimmten Exemplare wurden ganzjährig gezogen und bei schlechtem Wetter hinter Glaswänden geschützt, sodass er selbst im Winter nicht auf sein Lieblingsgemüse verzichten musste.

    Die Nährwerte der Gurke

    Die frische Gurke hat einen hohen Wassergehalt, sie besteht zu 97 Prozent aus Wasser und ist damit das wasserreichste Gemüse überhaupt. Sie liefert daher auch nur 12 kcal pro 100 Gramm Gemüse. Pro 100 g enthält die frische/rohe Gurke die folgenden Nährstoffe:

    1. 1.0,2 g Fett
    2. 2.1 g Eiweiss
    3. 3.2 g Kohlenhydrate
    4. 4.1 g Ballaststoffe

    Vitamine und Mineralstoffe in der Gurke

    In der Gurke steckt ein ganzes Sammelsurium an Vitaminen und Mineralstoffen. Welche das sind und wie es mit der Erfüllung der empfohlenen Tagesdosis bestellt ist, zeigt Ihnen unsere Nährwerttabelle, die Sie in folgendem PDF finden: Nährwerte, Vitamine und Mineralstoffe in der Gurke.

    Die Gurke als Heilmittel

    Die Gurke wird laut einer indischen Studie an der Jadavpur University bereits seit Jahrtausenden als Heilmittel angewandt. Ihre medizinischen Eigenschaften wurden bereits im Altertum beschrieben. Dabei kamen nicht nur die Früchte, sondern auch alle anderen Pflanzenteile wie die Samen und Blätter zum Einsatz ( 1 ).

    In der traditionellen Volksheilkunde vieler Länder hat die Gurke noch in der heutigen Zeit einen grossen Stellenwert. So gilt sie in Indien als wichtige Heilpflanze, um Alterungsprozessen entgegenzuwirken und Hautleiden wie Sonnenbrand zu kurieren. In der traditionellen chinesischen Medizin werden die Blätter, der Stamm und sogar die Wurzeln verwendet, um Durchfall sowie Gonorrhoe zu behandeln und den Körper zu entgiften.

    Im Hinblick auf die medizinische Wirkung der Gurke hinkt die Forschung noch ziemlich nach. Doch es konnte bereits nachgewiesen werden, dass die Gurke antioxidative, antimikrobielle und antidiabetische Eigenschaften hat und ausserdem dabei hilft die Blutfette zu regulieren (Triglyceride und Cholesterin) ( 2 ).

    Überdies haben einige Studien gezeigt, dass Gurken der Faltenbildung entgegenwirken und bei Hauterkrankungen sehr hilfreich sein können.

    Die Gurke behebt Flüssigkeitsmangel

    Wasser ist ein Lebenselixier. Wer zu wenig trinkt, riskiert, krank zu werden ( 3 ). Wie viel allerdings getrunken werden sollte, ist nach wie vor umstritten. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt der Tagesbedarf an Flüssigkeit bei Erwachsenen im Schnitt bei 2 l.

    Viele Menschen fragen sich da: Wie um alles in der Welt kann ich täglich so viel trinken? Fakt ist aber, dass bis zu 1 l Flüssigkeit über die Ernährung aufgenommen werden kann. Da die Gurke fast zu 100 Prozent aus Wasser besteht, kann sie natürlich viel dazu beitragen, um einem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen.

    Forscher einer 10 Jahre dauernden Studie an der Bonn University mit 442 Probanden zwischen 4 und 10 Jahren konnten im Jahr 2013 erstmals nachweisen, dass die verfügbare Wassermenge im Körper in der Tat erhöht wird, wenn viel Obst und Gemüse gegessen wird ( 4 ).

    Mit Gurken gegen Wassereinlagerungen

    Die "Wasserflasche aus dem Gemüsegarten" ist nicht nur ein wunderbarer Durstlöscher, sie wirkt auch entwässernd und hilft somit bei Wassereinlagerungen im Körper wie etwa schweren Beinen. Dies ist u. a. darauf zurückzuführen, dass mit der Gurke auch Elektrolyte wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium in den Körper gelangen, die für den Wasserhaushalt unentbehrlich sind.

    Die in der Gurkenflüssigkeit gelösten Vitamine und Mineralstoffe können von unserem Organismus schnell und leicht aufgenommen werden, denn sie bleibt nur ganz kurz im Magen und wird rasch in den Darm weitergegeben. Dies fördert wiederum die Aufnahme der bioaktiven Stoffe.

    Im Zuge dessen kann das Gemüse zur Entgiftung beitragen, Nieren- und Blasenbeschwerden lindern, Verstopfungen bekämpfen, gegen Rheuma- sowie Gichtschmerzen wirken und das Immunsystem über die Darmschleimhaut stärken.

    So wird Gurkenwasser hergestellt

    Ob traditionelle Volksheilkunde oder moderne Detox-Kur: Gurkenwasser liegt voll im Trend. Denn es ist herrlich erfrischend und schmeckt lecker. Da die Gurke jedoch nur im Wasser "zieht", gelangen nur wenige Wirkstoffe in das Wasser, so dass die entgiftende Wirkung des Gurkenwassers vermutlich einfach auf das Wasser an sich oder den enthaltenen Ingwer zurückzuführen ist. Dennoch haben Studien gezeigt, dass Gurkenwasser es mit jedem Sportler-Drink aufnehmen kann.

    Zutaten:

    1. 1 l Wasser
    2. ½ Schlangengurke
    3. ½ Bio-Zitrone
    4. ½ EL frisch geriebener Ingwer
    5. Pfefferminze

    Zubereitung:

    1. Nachdem Sie die Gurke und die Zitrone gut gewaschen haben, schneiden Sie diese in dünne Scheiben und zupfen Sie die Minzblätter ab.
    2. Füllen Sie das Wasser in einen Krug, fügen Sie die Gurken- und Zitronenscheiben, die Minzblätter und den Ingwer hinzu und lassen Sie das Gurkenwasser über Nacht im Kühlschrank ziehen. Dabei geht zumindest ein Teil der wasserlöslichen Inhaltsstoffe (z. B. Vitamin C und B-Vitamine) in das Gurkenwasser über.

    Sie können Gurken zudem ideal verwenden, um köstliche Smoothies zu kreieren. Diese haben im Vergleich zum Gurkenwasser den grossen Vorteil, dass das ganze Gemüse verzehrt wird und Sie auch von den verdauungsfördernden Ballaststoffen profitieren können.

    Selbstgemachtes Gurkenwasser

    Frisches Gurkenwasser
    Westend61

    So werden Gurken verträglicher

    Wenn Gurken zu Blähungen führen, dann kann es vorteilhaft sein, das Gemüse für einige Minuten zu blanchieren und dann in kaltem Wasser abzuschrecken oder statt Gurkensalat köstliche Schmorgurken zuzubereiten.

    Oft sind die Verdauungsbeschwerden auf die enthaltenen Ballaststoffe oder Lektine zurückzuführen. Da diese sich vordergründig in der Schale, aber auch in den Samen verbergen, kann das Schälen und Entkernen das Gemüse bekömmlicher machen. Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Verdaulichkeit ist das Würzen mit Kümmel oder Dill und auf sorgfältiges Kauen zu achten.

    Das passiert, wenn Sie Gurken schälen und entkernen

    In fast jeder Kochsendung raten TV-Köche dazu, die Gurke von der Schale und den Samen zu befreien. Angeblich schmeckt das Gemüse dann feiner und besser. Auch jene, die stets vor Lektinen warnen, empfehlen diese Vorgehensweise. Es wird aber praktisch nie erwähnt, dass dabei auch viele wertvolle Inhaltsstoffe eliminiert werden.

    Forscher von der University of Allahabad haben die Gurkenschale genau analysiert und dabei festgestellt, dass diese besonders reich an Mineralstoffen ist. Zudem hat sich gezeigt, dass in der Schale und insbesondere in den feinen Stacheln sehr viel Silicium steckt, das laut Studien die Gesundheit der Haare, Haut, Nägel und Knochen fördert ( 5 ) ( 6 ).

    Eine im Jahr 2018 an der University of Maryland durchgeführte Studie hat hingegen ergeben, dass ein aus Gurkensamen gewonnenes Extrakt gegen freie Radikale wirkt und die Darmflora positiv beeinflusst ( 7 ).

    In den reifen Gurkensamen steckt ein besonders wertvolles Öl, das durch Kaltpressung gewonnen wird. Das bei uns seltene Gurkensamenöl kommt insbesondere in Asien sowohl in der Küche als auch in der Heilkunde – z. B. zur Hautpflege und unterstützend gegen Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte – zum Einsatz. Da unsere Gurken aber unreif geerntet werden, ist in deren Samen kaum noch Öl enthalten.

    Die Gurke ist basisch

    Ob nun blanchiert, in Form von Rohkost oder Gurkenwasser: Ein weiterer Vorteil der Gurke ist, dass sie zu den basischsten Gemüsearten zählt. Sie trägt demnach dazu bei, ein Übermass an Säuren abzubauen, die durch Genussmittel wie Kaffee und Alkohol, aber auch Fleisch und Stress entstehen können.

    Gurken bei Fructoseintoleranz

    Nicht selten halten Fructoseunverträglichkeiten Menschen davon ab, sich vitaminreich zu ernähren. Dabei gibt es jede Menge Gemüsearten, die wunderbar vertragen werden. Die Gurke bereitet meist keine Probleme, da sie nur wenig Zucker enthält und zudem ein ausgewogenes Fructose-Glucose-Verhältnis aufweist. Ist dieses kleiner oder gleich 1 – wie im Falle der Gurke – sind Lebensmittel bei einer Fructoseintoleranz tendenziell eher verträglich.

    Sollten Gurken bei einer bestehenden Fructoseunverträglichkeit dennoch zu Blähungen führen, kann dies an den enthaltenen Ballaststoffen und/oder Lektinen liegen, da diese einen ohnehin schon gereizten Verdauungstrakt noch zusätzlich strapazieren und Symptome verstärken können. Versuchen Sie es in diesem Fall mit geschälten und entkernten Gurken.

    Der glykämische Index von Gurken

    Die glykämische Last (GL) ist im Vergleich zum glykämischen Index (GI) aussagekräftiger, da neben der Art der aufgenommenen Kohlenhydrate auch deren Dichte berücksichtigt wird. Bei 100 g Gurken liegt die GL lediglich bei 0,3 und ist somit ausserordentlich niedrig ( 8 ).

    Dasselbe gilt für Essiggurken, deren GL dieselbe ist wie bei Salat- und Schmorgurken. Achten Sie hier beim Kauf aber unbedingt darauf, dass auf den Zusatz von Zucker verzichtet wurde. Der Zuckergehalt kann pro 100 g Essiggurken nämlich bis zu 20 g betragen!

    Gurken für Diabetiker

    Da Gurken eine geringe GL haben und somit weder zu einem hohen Blutzuckerspiegel noch zu einem lang andauernden Blutzuckeranstieg führen, wird auch die Insulinausschüttung nicht negativ beeinflusst. Deshalb stellt die Gurke für Diabetiker (Typ 2) und Übergewichtige ein empfehlenswertes Lebensmittel dar.

    Darüber hinaus gibt es schon einige Studien, die gezeigt haben, dass Gurken eine antidiabetische Wirkung haben. Iranische Forscher von der Zajan University of Medical Sciences haben im Jahr 2016 festgestellt, dass Gurken einen protektiven Effekt auf Komplikationen wie oxidativen Stress haben, die mit Diabetes mellitus im Zusammenhang stehen ( 9 ).

    Auch Essiggurken sind für Diabetiker ein willkommener Snack, zumal Essig per se eine blutzuckersenkende Wirkung hat. Laut einer Studie an der Arizona State University reichen schon 2 Teelöffel Essig, die gemeinsam mit einer an komplexen Kohlenhydraten reichen Mahlzeit eingenommen werden, aus, um den Blutzuckerspiegel nach dem Essen effektiv zu senken ( 10 ).

    Achten Sie bei Essiggurken jedoch darauf, dass diese nicht auch noch viel Zucker enthalten, was leider oft der Fall ist. Dieser könnte die positive Wirkung von Gurken und Essig wieder zunichtemachen oder zumindest verringern.

    Gurken in einem Gewächshaus

    Frisch wachsende Gurken
    gettyimages.de/Anders Sellin

    Antioxidantien in Gurken

    Die Gurke enthält verschiedene Antioxidantien. Dazu zählen einerseits Vitamine wie Vitamin C und Mineralstoffe wie Kupfer und andererseits sekundäre Pflanzenstoffe wie Betacarotin. Oft wird grünes Gemüse wie die Gurke nicht mit den gelblichen bis rötlichen Carotinoiden in Verbindung gebracht, und dennoch sind sie vorhanden.

    100 g des Gemüses reichen schon aus, um die empfohlene Betacarotin-Tagesdosis fast zu 20 Prozent zu erfüllen. Der Farbstoff Betacarotin ist einerseits wichtig, da er im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird, andererseits wirkt er als Radikalfänger und kann in Folge vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.

    Die grüne Färbung der Gurke ist darauf zurückzuführen, dass die enthaltenen Carotinoide von Chlorophyllen überlagert werden. Das sogenannte Blattgrün hat blutbildende und wundheilende Eigenschaften, hilft bei Akne und wirkt Körpergerüchen und Alterungsprozessen entgegen ( 11 ).

    Darüber hinaus stecken in der Gurke zahlreiche Polyphenole wie Lignane sowie Flavonoide (z. B. Apigenin, Luteolin, Quercetin und Kaempferol), die allesamt eine antioxidative, antiallergische, antivirale, antimikrobielle, entzündungshemmende sowie antikanzerogene Wirkung haben ( 12 ) ( 13 ).

    Da die meisten dieser Stoffe aber in der Schale sitzen, ist die Gurke eher antioxidantienarm, wenn man sie geschält verzehrt.

    Am chinesischen Tianjin Institute of Health and Environmental Medicine entdeckte man in einer Studie, dass sich bei Probanden (älter als 60 Jahre), die 30 Tage lang Gurkenpulver erhielten, die körpereigenen Antioxidantienspiegel erhöhten. Gleichzeitig sank der Harnsäurespiegel (hohe Werte weisen z. B. auf Gicht und Nierenschwäche hin) der Teilnehmer deutlich ab ( 14 ).

    Gefährliche Bitterstoffe in Gurken

    Bitterstoffe gelten als gesund, da viele von ihnen heilende Eigenschaften haben. Sie können, abhängig vom jeweiligen Stoff und der aufgenommenen Dosis, aber auch sehr giftig sein. Dies gilt auch für die Cucurbitacine, die hauptsächlich in der Familie der Kürbisgewächse enthalten sind.

    Laut Forschung haben Cucurbitacine durchaus einen medizinischen Wert, da sie gegen Entzündungen, Krebs, Arteriosklerose und Diabetes wirken. Doch es reichen eben schon kleinste Mengen aus, um zu Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfen und Durchfall bis hin zum Tod zu führen ( 15 ) ( 16 ) ( 17 ) ( 18 ).

    Im Normalfall ist der Gehalt an Cucurbitacinen in Kulturpflanzen aber derart gering, dass nicht einmal ein bitterer Geschmack wahrgenommen wird. In dem Fall geht von Gurken und Co. keinerlei Gefahr aus!

    Deshalb können Gurken bitter schmecken

    Wie Studien aber gezeigt haben, kann es bei Gurken mit einer bestimmten genetischen Veranlagung in seltenen Fällen zu einer Rückmutation kommen, wenn sie extremen Bedingungen wie Kältestress, grosser Trockenheit, stark schwankender Wasserversorgung oder unzureichender Nährstoffversorgung ausgesetzt sind. Von der Pflanze werden vermehrt Bitterstoffe gebildet, um sich selbst zu schützen ( 19 ).

    Bei Gurken ist die Bitterkeit jedoch in der Regel viel weniger ausgeprägt als bei Kürbissen oder Zucchini, sodass Vergiftungserscheinungen so gut wie nie vorkommen. Schmeckt eine Gurke lediglich ein wenig herb, kann sie ruhig gegessen werden. Wenn lediglich das Endstück leicht bitter ist, kann es grosszügig abgeschnitten und der Rest der Gurke bedenkenlos verzehrt werden.

    Sollte es Ihnen aber doch einmal passieren, dass eine Gurke sehr bitter schmeckt, müssen Sie laut dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart wie folgt verfahren: Spucken Sie das Gurkenstück aus und entsorgen Sie den Rest!

    Da Gemüse mit gefährlich hohem Cucurbitacingehalt wirklich extrem bitter schmeckt, reagieren die allermeisten Menschen ohnehin instinktiv richtig. Gefährdet sind somit in der Regel lediglich Personen, die an Geschmacksstörungen leiden. Wissenswert ist ausserdem, dass die Bitterstoffe hitzebeständig und kaum wasserlöslich sind und somit beim Kochen nicht eliminiert werden.

    Gurken bei Hautproblemen

    Ob unreine Haut, Hautrötungen, Pickel oder Falten: Die Gurke wird seit Menschengedenken verwendet, um der Hautalterung entgegenzuwirken und Hautleiden zu kurieren. Sie ist somit nicht grundlos ein wichtiger Bestandteil zahlreicher Hautpflegeprodukte.

    Um der Haut etwas Gutes zu tun, kommen sowohl die frische Frucht als auch daraus gewonnene Extrakte zum Einsatz, die in zahlreichen Cremen, Gels und Lotionen enthalten sind. Die Anwendung kann also innerlich und äusserlich erfolgen ( 20 ).

    Laut einer Studie an der Jadavpur University in Indien hilft frischer Gurkensaft, um die Haut mit Nährstoffen zu versorgen. Überdies haben Gurken einen kühlenden Effekt bei Hautirritationen und lindern Schwellungen. Auch bei Sonnenbrand steckt in der Gurke die Kraft, um die Haut zu beruhigen und die Schmerzen zu lindern ( 21 ).

    Die Gurke fördert die Hautgesundheit, da sie kühlende, tonische, blutstillende, antimikrobielle, hydrierende und entzündungshemmende Eigenschaften hat und die Haut auch bis zu einem gewissen Grad vor UV-Strahlen schützt. Dafür sind die zahlreichen antioxidativ wirksamen Inhaltsstoffe wie etwa die Flavonoide, aber auch die Bitterstoffe verantwortlich ( 22 ).

    Gurkenmaske

    Gurkencreme fürs Gesicht und frische Gurkenscheiben für die Augen
    gettyimages.de/Witthaya Prasongsin

    So wenden Sie die Gurke bei Hautproblemen an

    In der traditionellen Volksheilkunde kommen zahlreiche bewährte Rezepte zur Anwendung. Sie müssen nicht einmal auf teure Kosmetika zurückgreifen, sondern können diese ganz einfach selbst herstellen.

    Gurkenscheiben

    Sie haben eine fettige und grossporige Haut? Oft reicht es schon aus, sich für etwa 10 Minuten einige Gurkenscheiben aufs Gesicht zu legen, um einen sichtbaren Effekt zu erzielen. Jeweils eine Gurkenscheibe auf den geschlossenen Augenlidern hilft bei geschwollenen und müden Augen.

    Gurkenmaske

    Sie leiden unter einer unreinen Haut? Hacken oder mixen Sie eine halbe Gurke und sieben Sie den Saft ab. Verrühren Sie den Gurkensaft nun mit 2 bis 4 EL naturbelassenem Joghurt oder Quark, tragen Sie die Maske auf die Haut auf und lassen Sie sie für 15 Minuten einziehen. Waschen Sie sich dann das Gesicht mit lauwarmem Wasser ab.

    Gurkenpeeling

    Sie sehnen sich nach einem strahlenden Teint und möchten Fältchen mildern? Dann kann ein oberflächliches Peeling hilfreich sein, da hierbei die oberste Hautschicht auf sanfte Weise entfernt wird.

    Weichen Sie 5 Mandeln für rund 8 Stunden in Wasser ein und stellen Sie z. B. in einem kleinen Mörser eine grobe Masse her. Fügen Sie 1 TL Honig und so viel Gurkensaft hinzu, bis eine gleichmässige Paste entsteht.

    Massieren Sie die Peeling-Masse sanft in die angefeuchtete Gesichtshaut, die Augenpartien lassen Sie aus. Anschliessend wird das Gesicht mit lauwarmem Wasser abgespült.

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    Quellen
    1. (1) Mukherjee PK et al, Phytochemical and therapeutic potential of cucumber, Fitoterapia, Januar 2013.
    2. (2) Roman-Ramos R et al, Anti-hyperglycemic effect of some edible plants, J Ethnopharmacol, August 1995.
    3. (3) Elmadfa I et al, Patterns of drinking and eating across the European Union: implications for hydration status, Nutr Rev, September 2015.
    4. (4) Montenegro-Bethancourt G et al, Contribution of fruit and vegetable intake to hydration status in schoolchildren, Am J Clin Nutr, Oktober 2013.
    5. (5) Martin KR, Silicon: the health benefits of a metalloid, Met Ions Life Sci, 2013.
    6. (6) Tripathi D et al, Silicon bioavailability in exocarp of Cucumis sativus Linn, 3 Biotech, Dezember 2017.
    7. (7) Choe U et al, Chemical Compositions of Cold-Pressed Broccoli, Carrot, and Cucumber Seed Flours and Their in Vitro Gut Microbiota Modulatory, Anti-inflammatory, and Free Radical Scavenging Properties, J Agric Food Chem, September 2018.
    8. (8) Praxis Kaessner, Glykämischer Index – Glykämische Last – Kohlenhydrate.
    9. (9) Heidari H et al, Protective mechanisms of Cucumis sativus in diabetes-related models of oxidative stress and carbonyl stress, Bioimpacts, Januar 2016.
    10. (10) Johnston CS et al, Examination of the antiglycemic properties of vinegar in healthy adults, Ann Nutr Metab, Januar 2010.
    11. (11) Jennifer Berry, What are the benefits of chlorophyll?, Medical News Today, Juli 2018.
    12. (12) Chen L et al, Preparation, deproteinization, characterisation, and antioxidant activity of polysaccharide from cucumber (Cucumis saticus L.), Int J Biol Macromol, Mrz 2018.
    13. (13) Sotiroudis G et al, Chemical analysis, Antioxidant and antimicrobial activity of three Greek cucumber (Cucumis sativus) cultivars, J Food Biochem, März 2010.
    14. (14) Ji L et al, In Vivo Antioxidant Properties of Lotus Root and Cucumber: A Pilot Comparative Study in Aged Subjects, J Nutr Health Aging, August 2015.
    15. (15) Zhou Y et al, Convergence and divergence of bitterness biosynthesis and regulation in Cucurbitaceae, Nat Plants, November 2016.
    16. (16) Shang Y et al, Plant science. Biosynthesis, regulation, and domestication of bitterness in cucumber, Science, November 2014.
    17. (17) Gao Y et al, Inactivation of ATP citrate lyase by Cucurbitacin B: A bioactive compound from cucumber, inhibits prostate cancer growth, Cancer Lett, Juli 2014.
    18. (18) Ujjwal Kaushik et al, Cucurbitacins An insight into medicinal leads from nature, Pharmacogn Rev, Januar-Juni 2015.
    19. (19) Xiao-Ya Chen, Bitter but tasty cucumber, National Science Review, Juni 2015.
    20. (20) Megan Ware RDN LD, How to get the health benefits of cucumber, Januar 2018.
    21. (21) Mukherjee PK et al, Phytochemical and therapeutic potential of cucumber, Fitoterapia, Januar 2013.
    22. (22) H. Murad et al, Evaluating the potential benefits of cucumbers for improved health and skin care, Jarcp, January 2016.