Warum Detox so wichtig ist - Die Entgiftungsserie
Detox ist die Abkürzung für den englischen Begriff Detoxification, was so viel wie Entgiftung bedeutet. Eine Detox-Kur ist somit eine Entgiftungskur. Zwar können auch Böden und Seen entgiftet werden.
Wir aber kümmern uns um die Entgiftung des Körpers – und diese ist wichtiger als je zuvor, denn immer wieder kommt es zu Meldungen wie den folgenden:
- Arsen im Reis
- Blei aus Industrieabgasen und Keramikglasuren
- Cadmium im Getreide, in Ölsaaten und im Tabakrauch
- Quecksilber im Fisch
- Pflanzenschutzmittel (Pestizide) in Lebensmitteln
- Dioxin im Fleisch
- Aluminium im Trinkwasser und der Luft
- Schimmelpilzgifte in der Wohnung, aber auch in der Nahrung
- Chemikalien, die aus Teppichböden und Möbeln ausdünsten
Zusätzlich werden oft Medikamente genommen, die vom Körper entgiftet werden müssen und damit die körpereigenen Entgiftungskapazitäten belasten.
Die Entgiftungsserie
Dieser Artikel ist der erste Teil unserer Entgiftungsserie. Es geht darum, welche Gifte den Körper tagtäglich bedrohen, wie genau die körpereigene Entgiftung abläuft und welche Organe, Körpersysteme und Enzyme an der täglichen Giftausleitung beteiligt sind.
Im zweiten Teil (Entgiftung - Ganzheitlich angehen) stellen wir Maßnahmen vor, die erforderlich sind, wenn man die körpereigenen Entgiftungsaktivitäten unterstützen und stärken möchte.
Im dritten Teil unserer Entgiftungsserie finden Sie eine konkrete Anleitung zur Entgiftung (Die Anleitung zum Entgiften).
Erst Giftbelastung überprüfen lassen, dann Detox-Kur
Mit einer einfachen Haar- oder Fingernagelprobe können Sie mit Hilfe des * Mineral-Checks überprüfen lassen, ob bei Ihnen eine Giftbelastung vorliegt und ob Sie eine Detox-Kur benötigen.
Ihre Probe wird auf 8 Schadstoffe/Elemente überprüft (Arsen, Aluminium, Blei, Quecksilber, Cadmium, Titan, Zinn und Nickel). Nach wenigen Tagen erhalten Sie per Mail das Ergebnis, das Sie mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker besprechen können.
Gesundheitliche Folgen einer Giftbelastung
Was geschieht, wenn wir permanent von diesen Giften umgeben sind? Es entstehen umweltbedingte Krankheiten, die aber meist gar nicht als solche erkannt oder anerkannt werden.
Als umweltbedingte Krankheiten gelten allerhöchstens die Multiple Chemikaliensensitivität (MCS), das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) (12) (das inzwischen sogar schon 2 von 100 Teenagern betrifft) und manchmal auch die Fibromyalgie.
Doch kann im Grunde jede Krankheit durch Umweltgifte mit verursacht oder wenigstens von diesen begünstigt werden. Pestizide beispielsweise können bei Kindern ADHS fördern und Cadmium kann die Nieren schädigen und Osteoporose begünstigen.
Blei kann zu Bluthochdruck beitragen, und was das Quecksilber betrifft, so gibt es kaum etwas, das es nicht auslösen oder verstärken könnte.
Wie Quecksilber dem Herzen schadet, erklären wir im Artikel Quecksilber birgt Risiken für Ihr Herz.
Wie Quecksilber Autoimmunerkrankungen fördern könnte und wie das Schwermetall zu einer Schilddrüsenunterfunktion beitragen kann, erklären wir in den Artikeln Autoimmunerkrankungen durch Quecksilber im Fisch und Quecksilber - Ursache für Schilddrüsenunterfunktion?
Wenn Sie daher bereits eine chronische Erkrankung haben, ist eine Detox-Kur grundsätzlich eine gute Idee.
Da Quecksilber und seine Folgen für die Gesundheit in den oben genannten Artikeln thematisiert werden, führen wir das Schwermetall in der nachfolgenden Giftliste nicht mehr erneut auf.
* Hier finden Sie unseren Ernährungsplan zum Entgiften.
Arsen gilt als krebserregend
Arsen ist ein krebserregender Stoff. Besonders Hautkrebs kann arsenbedingt sein, aber auch andere Krebsarten. Genauso können Krankheiten wie Diabetes, Neuropathien und Herz-Kreislaufbeschwerden von Arsen mitverursacht werden – was kein Wunder ist, da Arsen mehr als 200 Enzyme in ihrer Wirkung beeinträchtigen und DNA-Reparaturen verhindern kann.
Arsen hemmt außerdem körpereigene Entgiftungssysteme, die das Arsen andernfalls entgiften würden.
Indische Wissenschaftler stellten im Jahr 2015 fest, dass Folat (Folsäure) in Kombination mit Vitamin B12 jedoch diesem Mechanismus entgegenwirkt und vor arsenbedingten DNA- und Gewebe-Schäden schützt (8), also die schädliche Wirkung des Arsens verhindern kann.
Blei gelangt ins Nervensystem und Gehirn
Blei wird von Kindern viel stärker aus dem Darm resorbiert als von Erwachsenen, nämlich zu etwa 50 Prozent, bei Erwachsenen nur noch zu etwa 10 Prozent.
Vom Darm gelangt das Blei zur Leber, in die Nieren, ins Gehirn und ins gesamte Nervensystem. Bei Erwachsenen schädigt das Schwermetall das Herz-Kreislauf-System (Bluthochdruck kann sich zeigen) und lagert sich schließlich bevorzugt in den Knochen und Zähnen oder auch im Fettgewebe ab.
Da Blei außerdem sehr leicht die Plazenta passieren kann, wird auch das ungeborene Kind über die Mutter mit Blei belastet. Blei kann neben Funktionsstörungen in den genannten Organen bei Kindern den IQ vermindern und zu reduzierten Lern- und Gedächtnisleistungen führen. Blei gilt - wie Arsen - als krebserregend.
Cadmium schädigt Leber, Nieren und Knochen
Cadmium gelangt insbesondere über Phosphatdünger und Klärschlamm in die Böden und von dort in pflanzliche und tierische Lebensmittel – aber nicht in Bio-Lebensmittel, die ohne Kunstdünger und Klärschlamm kultiviert werden.
Allerdings trägt auch das Rauchen und Passivrauchen enorm zur individuellen Cadmiumbelastung bei. Das Schwermetall reichert sich besonders in den Nieren, der Leber und im Knochengewebe an, was zu Schäden in den jeweiligen Organen führen kann. (3)
Zusätzlich verhindert Cadmium in den Nieren die Rückresorption von Calcium aus dem Urin, was zu Calciumverlusten führen kann, die der Körper zu kompensieren versucht, indem er das fehlende Calcium aus den Knochen nimmt. Eine Cadmiumbelastung gilt daher auch als Risikofaktor für Osteoporose.
Cadmium wird über dieselben Transportsysteme wie Eisen, Calcium und Zink aufgenommen. Liegt ein Mangel dieser Mineralstoffe vor, wird verstärkt Cadmium resorbiert, so dass im Gegenzug eine gute Versorgung mit Eisen, Calcium und Zink vor der Cadmiumaufnahme schützen kann. Von allen Getreidesorten ist zudem Roggen am signifikant niedrigsten mit Cadmium belastet.
Pestizide fördern Asthma und Entwicklungsstörungen
Pestizide können laut einer Studie die Fortpflanzungsfähigkeit sowie die Embryonalentwicklung beeinträchtigen (2). Genau wie Autoabgase und Zigarettenrauch so können auch Pestizide zu einem erhöhten Risiko für Neuralrohrdefekte (offener Rücken), Hypospadien und Gastroschisis beim Embryo führen.
Organophosphat-Pestizide, die weiträumig im Gemüseanbau, zur Ameisenbekämpfung, aber auch im Weinbau und in der Forstwirtschaft zum Einsatz kommen, können Frühgeburten bewirken, da sie Enzyme beeinflussen, die zu frühzeitigen Wehen beitragen können.
Bei Kindern zwischen 3 und 10 Jahren beobachtete man gehäuft ADHS, einen reduzierten IQ und tiefgreifende Entwicklungsstörungen wie z. B. Autismus, wenn diese während der Schwangerschaft Organophosphat-Pestiziden ausgesetzt waren.
Auch Probleme mit den Atemwegen wie Asthma und Lungenerkrankungen der unterschiedlichsten Art treten bei Kindern auf, wenn deren Mütter in der Schwangerschaft in Kontakt mit Organophosphat- und Organochlor-Insektiziden kamen.
Natürlich wurden für diese Untersuchungen verstärkt Kinder einbezogen, die überdurchschnittlichen Pestizidmengen ausgesetzt waren. Da jedoch bekanntlich die Entgiftungsfähigkeiten und Gifttoleranzen ganz unterschiedlich ausgeprägt sind, ist davon auszugehen, dass bei empfindlichen Kindern auch die üblichen Pestizid- und Umweltgiftmengen ausreichen, um die genannten Syndrome auszulösen oder zu begünstigen.
Dioxine sind hochtoxisch
Dioxine bauen sich sehr schwer in der Umwelt ab, sind daher überall anzutreffen und reichern sich außerdem in der Nahrungskette an. Besonders in fetthaltigen tierischen Lebensmitteln sind Dioxine anzutreffen, also in Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Diese Lebensmittel stellen somit auch 90 Prozent der Dioxinquellen des Menschen dar.
Dioxine sind hochtoxisch und können daher zu Entwicklungsstörungen bei Kindern und zu Schäden am Immunsystem führen. Dioxine sind natürlich auch stark krebserregend und gelten überdies als endokrine Disruptoren, weil sie den Hormonhaushalt beeinträchtigen können.
Dioxine sind genau wie die meisten Pestizide und Schwermetalle fettlöslich, lagern sich also gerne im Fettgewebe des Menschen ein.
Eine amerikanische Studie zeigte im Jahr 2020 in einer Studie, dass die ayurvedische Detox-Kur mit Ghee die Spiegel fettlöslicher Gifte im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant reduzieren konnte (14).
Aluminium kann sich im Gehirn anreichern
Aluminium ist ein Leichtmetall, das zwar größtenteils mit dem Urin ausgeschieden wird, sich aber zu einem gewissen Teil und abhängig von den körpereigenen Ausleitkapazitäten auch leicht im Gewebe und sogar im Gehirn anreichern kann. Entsprechend umfangreich können die Folgen sein: Im Gespräch sind Hyperaktivität, Alzheimer, Anämien (Blutarmut), Muskelschmerzen, Osteoporose oder Nieren- und Leberbeschwerden.
Aluminium wird heute über Lebensmittel, die Luft, das Trinkwasser, älteres Kochgeschirr (auch älteres Camping-Kochgeschirr) und über Impfstoffe aufgenommen. Verschiedene Detox-Möglichkeiten für Aluminium stellen wir im Artikel Ausleitung von Aluminium vor.
Wie kann man Aluminium ausleiten?
Aufgrund der Wichtigkeit fassen wir hier noch einmal die wichtigsten Maßnahmen zusammen, aus denen eine Detox-Kur für Aluminium bestehen könnte:
Silicium einnehmen (Silicium verhindert Aluminiumeinlagerung im Gehirn)
Magnesiumversorgung optimieren (Gute Magnesiumspiegel verhindern Aluminiumeinlagerung im Gewebe)
Calciumüberschüsse vermeiden (Milchprodukte reduzieren (diese sind magnesiumarm und gleichzeitig calciumreich); Calciumüberschüsse bzw. ein gestörtes Calcium-Magnesium-Verhältnis begünstigen die Aluminiumeinlagerung)
Folsäure – die sich schon in Sachen Arsen (siehe weiter oben) als nützlich erwiesen hat – reduziert Aluminiumeinlagerungen im Gewebe (Knochen, Gehirn, Nieren)
Schimmelpilzgifte greifen Lungen und Leber an
Besonders gefährliche Gifte werden von Schimmelpilzen produziert. Leider betrifft dies nicht nur den versehentlichen Biss in ein verschimmeltes Brötchen.
Denn Schimmelpilzgifte sind insbesondere in der Luft und – da sie nach nichts schmecken – auch in vielen Lebensmitteln enthalten, auf denen man aber noch längst keinen Schimmel erkennen kann. Sie greifen massiv die Lungen, aber auch die Leber an.
Besonders problematisch ist Schimmelbefall an Wänden (Tapeten, Holz, Gips etc.), der die Schimmelpilzgiftkonzentration der Luft massiv erhöht. Als erste Symptome können sich Allergien, Asthma, Dauerschnupfen, chronische Kopf- und Gliederschmerzen, eine erhöhte Infektanfälligkeit bis hin zu Lungenentzündungen entwickeln.
Inzwischen gibt es Do-it-yourself-Tests, mit denen man die Schimmelpilzgefahr in den eigenen Räumen besser einschätzen kann. Anschließend gilt es, die Schimmelpilzquelle zu finden und die Räume entsprechend zu sanieren.
Schimmelpilzgifte nennt man Mykotoxine, zu denen beispielsweise die Aflatoxine gehören. Aflatoxine werden sehr gut von Mineralerden wie Bentonit gebunden und mit diesen über den Stuhl ausgeschieden, so dass sie gar nicht erst in den Blutkreislauf gelangen und somit auch keine Organschäden verursachen können.
Häufig wird Bentonit gemeinsam mit Curcumin verabreicht, welches das giftige und krebserregende Potential der Aflatoxine signifikant reduzieren und die Leber schützen kann – wie zahlreiche Studien zeigen konnten.
Lesen Sie auch unseren Artikel Schimmelpilze im Körper entfernen, wo erklärt wird, welche Maßnahmen es gibt, um eine Schimmelpilzbelastung aus dem Körper zu eliminieren.
Detox-Kuren gab es schon im Altertum
In Anbetracht all der oben genannten Gifte ist eine regelmäßige Detox-Kur eine gute Idee.
Sie hilft dabei, die persönliche Giftbelastung zu reduzieren und vor giftbedingten Krankheiten zu schützen. Dabei sind Detox-Kuren gar nicht so neu. Schon in alten Zeiten wusste man, wie gut eine solche Kur dem Körper tut.
Detox-Kuren haben daher eine sehr lange Geschichte. Im Ayurveda beispielsweise steht die Entgiftung bei jeder Behandlung oder Prävention ganz oben auf dem Plan. Hierbei kommen die unterschiedlichsten reinigenden Maßnahmen zum Einsatz, wie z. B. die Darmreinigung, die bereits oben bei den Dioxinen genannte Ghee-Trinkkur, Ölgüsse, Massagen sowie bestimmte diätetische Richtlinien.
Auch aus der Traditionellen Chinesischen Medizin sind viele Maßnahmen bekannt, die zu einer umfassenden Jie du (Entgiftung) führen sollen.
In Europa war es der berühmte Arzt des Altertums (Hippokrates von Kos), der in seine Therapien – wo erforderlich – die fünf Kardinalmethoden der Entgiftung mit einfließen ließ: Schwitzen, Aderlass, Erbrechen, Abführen und Kautherisation (künstliche Wunden).
In neueren Zeiten ließ die Anwendung für Detox-Kuren keineswegs nach. Der ultimative Tipp für allzeit gute Gesundheit von Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp lautete daher auch noch im 19. Jahrhundert: Erstens Entgiftung, zweitens Entgiftung und drittens Entgiftung!
Die Detox-Kur - von Dr. Yu empfohlen
Natürlich war der Begriff "Detox" zu Pfarrer Kneipps Zeiten eher nicht geläufig – ganz im Gegensatz zu heute. Detox ist ein beliebtes Modewort. Zig Detox-Kuren befinden sich auf dem Markt, ohne dass man je erfahren würde, welche Gifte sie auf welche Weise denn überhaupt entgiften.
Die Studienlage ist auch wirklich mager, insbesondere, wenn man nach klinischen Studien zu konkreten Detox-Kuren Ausschau hält – mit einigen wenigen Ausnahmen, zu denen auch die Detox-Kur gehört, die u. a. Entgiftungsexperte Dr. George Yu empfiehlt. Dr. Yu ist Arzt, Chirurg und Professor für Urologie an der George Washington University in Washington D. C.
Zu dieser Detox-Kur gibt es laut Dr. Marc Cohen, Professor für Komplementärmedizin an der RMIT University in Melbourne/Australien etliche Fallstudien, Kohortenstudien und kontrollierte (aber nicht randomisierte) Studien (1).
Darin zeigte sich, dass mit der genannten Kur die Belastung mit PCBs (polychlorierten Biphenylen), mit PBBs (polybromierten Biphenylen), Dioxinen, verschiedenen Drogen sowie mit Pestiziden reduziert werden kann.
Auch Symptome, die mit einer solchen Giftbelastung einhergehen, konnten mit dem Detox-Programm gelindert werden (z. B. neurologische Symptome, wie Lähmungen, Missempfindungen, Schmerzen sowie neuropsychologische Symptome, wie Wahrnehmungs-, Gedächtnis-, Lern- oder auch Sprechstörungen).
Das Detox-Programm wurde ursprünglich für schwer kranke Menschen entwickelt, z. B. für US-Soldaten, die massive Vergiftungen aus dem Vietnam- oder Golfkrieg mitgebracht hatten, oder für Rettungskräfte, die bei der World-Trade-Center-Katastrophe in New York am 11. September 2001 vor Ort waren. Am Ground Zero herrschte damals hochgiftige Luft, die von Asbest, Benzol, Glasfasern, Dioxinen, Blei und anderen Giften durchdrungen war. Dr. Yu empfiehlt, die Detox-Kur über einen Zeitraum von vier Wochen durchzuführen. Sie besteht aus vier Komponenten:
Niacin (Vitamin B3) für die Durchblutung
Eine Komponente von Dr. Yus Detox-Kur ist Vitamin B3. Er empfiehlt das Vitamin in hohen Dosen frühestens zwei Stunden nach dem Essen. Man beginnt mit täglich 20 mg und steigert auf bis zu 200 mg. Vitamin B3 beschleunigt die Lipolyse, also die Auflösung von Fettzellen.
Fettzellen öffnen sich unter Niacin-Einfluss. Sie lassen aber nicht nur das Fett heraus, sondern auch die in ihnen gespeicherten fettlöslichen Gifte. Hohe Niacindosen (meist erst ab 500 mg) können zum sog. Niacin-Flush führen. Niacin wirkt gefäßerweiternd, was die Durchblutung fördert und Histamine freisetzt. Infolgedessen rötet und erwärmt sich die Haut, es wird einem heiß, der Herzschlag kann sich verstärken und Juckreiz kann einsetzen.
Nach spätestens einer Stunde ist der Spuk vorüber. Diese Wirkung kann natürlich bei bestimmten Krankheiten mit Durchblutungsstörungen auch äußerst heilsam sein, z. B. bei Arteriosklerose o. ä. Dauerhafte Schäden sind nicht zu befürchten und sind nur dann zu erwarten, wenn Niacin-Hochdosen über Monate und Jahre eingenommen werden, wie das einst zur Senkung des Cholesterinspiegels praktiziert wurde. Der Niacin-Flush kann überdies vermieden oder reduziert werden, wenn man die Niacin-Dosis langsam steigert.
Bewegung zur Mobilisierung der Gifte
Bewegung ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt der Detox-Kur. Spätestens 15 Minuten nach der Vitamin-B3-Einnahme bewegt man sich 20-30 Minuten lang kräftig – egal mit welchem Sport, um die Mobilisierung der Gifte zu verstärken. Auch das Hüpfen auf einem Trampolin gilt als Sport.
Sauna zum Ausschwitzen
Anschließend geht man sofort für 40 Minuten in die Sauna (idealerweise Infrarot-Sauna), um die Gifte auszuschwitzen. Wer die 40 Minuten nicht aushält, kann die Zeit auf zwei Mal 20 Minuten aufteilen. Doch beginnt man auch hier in den ersten Tagen der Detox-Kur mit zwei Mal 5 Minuten und steigert sich dann von Tag zu Tag.
* Hier finden Sie eine Infrarot-Kabine.
Aktivkohle oder Bentonit um Gifte zu binden
Keine Detox-Kur ohne Bindemittel! Daher nimmt man nach der Sauna ein Bindemittel ein (mit viel Wasser), z. B. Bentonit, Aktivkohle oder Zeolith, um die noch übrigen, nicht ausgeschwitzten, aber gelösten Gifte zu binden und über den Darm auszuleiten. Nimmt man 1 EL Bentonit, sollte man einen halben Liter Wasser dazu trinken – plus die Wassermenge, die man trinken muss, um das in der Sauna ausgeschwitzte Wasser zu ersetzen (pro 15 Minuten Sauna: 250 ml Wasser).
* Hier finden Sie Zeolith-Pulver und hier Zeolith in Kapseln. Etwas sanfter im Darmbereich wirkt Bentonit.
Fasten entlastet den Organismus
Fasten an sich ist schon eine Detox-Kur, so dass man es stets in Entgiftungsprogramme integrieren kann, wobei es oft schon genügt, ein paar Stunden oder 1-2 Tage zu fasten oder das Intervallfasten zu praktizieren.
Ursprünglich gehörte das Fasten nicht zur beschriebenen Detox-Kur nach Dr. Yu, so dass es nicht erforderlich ist bzw. von manchen Therapeuten auch abgelehnt wird. In manchen Variationen dieser Kur wird das Fasten über einen Zeitraum von 6 Stunden hingegen empfohlen - mit dem Hintergrund, dass sich der Organismus dann Zeit für die Entgiftung bzw. für die Erholung nach der Entgiftung nehmen kann.
Da man das Vitamin B3 sowieso erst zwei Stunden nach einer Mahlzeit nimmt, dann eine halbe Stunde Sport macht und schließlich noch eine Dreiviertelstunde in die Sauna geht, sind jetzt (mit Duschen und Umziehen) sowieso schon vier Stunden vergangen, so dass das vorgeschlagene 6-stündige Fasten kaum Mehraufwand bedeutet und sich die Kur mit Fasten kaum von der Kur ohne Fasten unterscheidet.
Ernährung auf leichte Gerichte umstellen
Nach der 6-stündigen Fastenzeit nimmt man eine leichte, aber vitalstoffreiche Detox-Mahlzeit zu sich, z. B. einen grünen Smoothie, einen sättigenden Salat oder eine nährende Suppe. Darin sollten jedoch durchaus auch Fette enthalten sein, z. B. Mandelmus, Avocados, Kokosmilch, Nüsse o. ä. Denn der Verzehr von Fett fördert die Ausscheidung von Gallensaft, der ein wichtiges Vehikel der Leber ist, um Gifte mit dem Stuhl auszuleiten.
Obwohl es nun aber zahlreiche positive Erfahrungsberichte zur vorgestellten Detox-Kur gibt, rät die Schulmedizin natürlich auch von diesem Programm ab. Man ist der Meinung, dass Detox-Kuren grundsätzlich überflüssig seien, der Körper problemlos selbst entgiften könne und daher keine Entgiftungsmaßnahmen erforderlich seien.
Schwarkümmelöl zur Stärkung des Immunsystems
Schwarzkümmelöl kann während einer Detox-Kur unterstützend wirken, indem es das Immunsystem stärkt, entzündungshemmend wirkt, die Verdauung fördert und die Ausscheidung von Toxinen unterstützt. Es kann auch helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren.
Hat der Körper nicht sein eigenes Detox-Programm?
Selbstverständlich verfügt der menschliche Körper über eigene Entgiftungsmechanismen. Denn Entgiftung ist für den Körper überlebenswichtig. Könnte er nicht entgiften, würde er nicht lange auf Erden weilen und recht schnell an einer massiven Vergiftung versterben, vermutlich noch in seinem ersten Lebensjahr. Jeder lebende Organismus beherrscht daher hocheffiziente Entgiftungsmethoden, die ihn vor Giften, Schadstoffen und Schlacken schützen können.
Warum also eine Detox-Kur? Bei der Menge der heute im Umlauf befindlichen Pestizide, Schwermetalle, Medikamente, radioaktiven Elemente und Chemikalien in Lebensmitteln ist der Organismus in vielen Fällen längst überfordert. Er ist nicht mehr in der Lage, diesem Ansturm Herr zu werden.
Denn es sind ja nicht nur Gifte, die den Körper heutzutage belasten. Eine ungesunde Ernährung mit viel Zucker und wenigen Vitalstoffen ist gemeinsam mit Bewegungsmangel und Stress die Regel. Die Folge ist ein schon allein dadurch geschwächter Organismus. Wie soll dieser jetzt auch noch die eintreffenden toxischen Substanzen entgiften können?
Natürlich entgiftet er so gut wie möglich. Doch gelingt es in den wenigsten Fällen, dass ALLE Gifte vollständig ausgeleitet werden können. Noch seltener gelingt es, dass Gifte ausgeleitet werden können, BEVOR sie im Organismus Schäden anrichten können. Diese Schäden belasten den Körper aber zusätzlich, denn er muss viel Energie dafür aufbringen, um die Schäden wieder zu reparieren.
Auch gelingt es nicht immer, alle Schäden wieder zu reparieren – und genau diese Schäden können zu Zellveränderungen und schließlich zu Krebs oder anderen Problemen führen.
Gleichzeitig verbleiben immer gewisse Giftmengen im Körper – was nicht zuletzt auch von der persönlichen genetisch festgelegten Entgiftungsfähigkeit des einzelnen Organismus abhängt. Die Konsequenz kann ein verlangsamter Stoffwechsel (mit darauf folgendem Übergewicht) oder chronische Erkrankungen bis hin zu Krebs und sogar mentalen Störungen sein.
Fettlösliche Gifte beispielsweise lagern sich im Fettgewebe ein und akkumulieren, was bedeutet, dass sie sich im Laufe der Jahre zu immer größeren Mengen anhäufen. Gifteinlagerungen im Fettgewebe werden von manchen Experten als Mitursache von Brustkrebs, Prostatakrebs und Leukämie betrachtet, weil diese Krebsarten alle ihren Ursprung in besonders fetthaltigem Gewebe haben.
Inzwischen weiß man, dass es – wenn unterschiedliche Gifte vorhanden sind – zu Wechselwirkungen zwischen diesen Giften kommen kann, so dass diese ganz nach dem Motto "gemeinsam sind wir stark" noch viel toxischer wirken als sie das allein tun würden.
Der Körper muss also in seinem Entgiftungsbemühen unterstützt und gefördert werden. Und genau diese Unterstützung nennt man Detox-Kur.
Um nun zu wissen, wie man die körpereigene Entgiftung unterstützen kann, ist es sinnvoll, erst herauszufinden, wie diese körpereigene Entgiftung überhaupt funktioniert:
Detox im Körper – Das körpereigene Entgiftungssystem
Körpereigene Detox-Mechanismen sind überall im Körper zu finden (z. B. in der Darmschleimhaut, im Blut). Die Hauptarbeit in Sachen Entgiftung aber findet in unserem größten Entgiftungsorgan, der Leber, statt. Über die Pfortader gelangen alle im Körper eintreffenden oder dort entstehenden Gifte, Schlacken und Schadstoffe früher oder später zur Leber.
Den Prozess der Entgiftung/der körpereigenen Detox-Mechanismen nennt man Biotransformation. Die Biotransformation läuft in bis zu drei Phasen ab, abhängig davon, um welches Gift bzw. um welchen Stoff es sich handelt.
Das Ziel der Biotransformation ist es, die Schadstoffe in harmlose und wasserlösliche Substanzen zu verwandeln, die daraufhin leicht über die Nieren mit dem Urin ausgeleitet werden können. Die Akteure der körpereigenen Entgiftung sind zahlreiche Enzyme, ja teilweise ganze Enzymkomplexe.
Die drei Phasen des körpereigenen Detox-Systems
Unser Körper verfügt über ein beeindruckendes Detox-System, das in drei Phasen abläuft. Diese Prozesse helfen, schädliche Stoffe zu neutralisieren, abzubauen und auszuscheiden – für eine optimale Gesundheit.
Detox-Phase I
Phase I des körpereigenen Detox-Systems ist die Vorbereitungsstufe für Phase II. In Phase I werden die Gifte in eine passende chemische Form umgewandelt, damit sie dann in Phase II weiter verarbeitet werden können.
Zu den Entgiftungsenzymen der Phase I gehören beispielsweise die Cytochrom P450 Enzyme. Sie leiten erste Schritte ein, um Gifte wasserlöslicher und unschädlich zu machen.
Auch die Alkohol- und Aldehyddehydrogenasen sind Enzyme der Phase I. Sie entgiften Alkohol und sorgen dafür, dass ein Kater kein Dauerzustand bleibt.
Genauso ist die Glutathionperoxidase ein Enzym, das in der Phase I aktiv ist und die eintreffenden Gifte unschädlich macht. Es stürzt sich beispielsweise auf Wasserstoffperoxid und andere Peroxide, auch Gifte aus Zigarettenrauch, Gifte aus Abgasen sowie auf Schwermetalle und Pestizide.
Detox-Phase II
In Phase II des körpereigenen Detox-Systems wird die Wasserlöslichkeit der Gifte noch weiter erhöht. Auch hier sind verschiedene Enzyme am Werk, z. B. die UDP-Glucuronyltransferasen.
Diese Enzymfamilie ist hauptsächlich für die Entgiftung und Ausleitung von Bilirubin, überschüssigen Vitaminen, überschüssigen Hormonen, von einigen Umweltgiften und von Medikamenten verantwortlich.
Eine andere Enzymfamilie der Detox-Phase II umfasst die Glutathion-S-Transferasen. Sie entgiften beispielsweise Quecksilber, Pestizide, Antibiotika und andere Medikamente sowie Gifte, die beim Rauchen entstehen.
Gleichzeitig gelten diese Detox-Enzyme als hochgradige Antioxidantien, die sich – gemeinsam mit den SOD (Superoxiddismutasen), mit Spurenelementen (Selen) und Vitaminen (E, C, Betacarotin) – um den Zellschutz kümmern.
Die Glutathion-S-Transferasen neutralisieren also unter anderem freie Radikale und reduzieren dadurch oxidativen Stress. Freie Radikale entstehen permanent durch Umweltgifte, Strahlung, Zigarettenrauch sowie körperlichen und seelischen Stress. Ein Überschuss freier Radikale bildet eine wichtige Ursache für chronisch entzündliche Krankheiten aller Art (von Rheuma über entzündliche Darmerkrankungen bis hin zu Alzheimer, Parkinson und Krebs).
Detox-Phase III
In der 3. Phase des körpereigenen Detox-Programms werden die nun wasserlöslich gemachten ehemaligen Gifte mit Blut, Lymphe oder Gallenflüssigkeit zu den Ausscheidungsorganen transportiert.
Eine Lymphdrainage fördert Entgiftung, reduziert Schwellungen, unterstützt Immunsystem, lindert Schmerzen, verbessert Hautzustand und beschleunigt Heilungsprozesse.
Winzige Partikel können über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden werden. Größere Partikel werden von der Leber in die Gallenflüssigkeit gepackt. Über die Gallenwege gelangen diese erst in die Gallenblase und dann in den Darm, von wo aus sie mit dem Stuhl ausgeleitet werden können.
Wie gut entgiften Sie?
Die in Detox-Phase I und II beteiligten Enzyme sind bei jedem Menschen unterschiedlich aktiv. Einerseits hängt diese Aktivität natürlich von der Giftbelastung des einzelnen Menschen ab (je mehr Gifte, umso aktiver die Detox-Enzyme), andererseits aber auch von seinen Erbanlagen und vom Zustand seiner Gene. Denn jeder Mensch verfügt über eine genetisch festgelegte Detox-Fähigkeit (Fähigkeit zur Entgiftung).
Das erklärt auch, warum manche Menschen bis ins hohe Alter rauchen, trinken und Fast Food essen können, ohne je krank zu werden (sie sind gute Entgifter), während andere schon von einer einzigen Amalgamfüllung todkrank werden (die schwachen Entgifter).
Zusätzlich können die entsprechenden Gene natürlich auch im Laufe des Lebens beschädigt werden (durch oxidativen Stress), so dass die Entgiftungsfähigkeit infolgedessen immer mehr abnehmen kann.
Wer besonders schlecht entgiftet, sich also ständig mit chronischen Gesundheitsproblemen, mit Leistungsschwäche, Schlafstörungen und vielem mehr herumschlagen muss, könnte auch von KPU betroffen sein. Die Kryptopyrrolurie (KPU) bezeichnet eine Stoffwechselstörung, die oft angeboren, aber auch im späteren Leben erworben sein kann.
Sie geht unter anderem mit einer deutlichen Entgiftungsschwäche einher. KPU kann bei jedem Hausarzt über einen einfachen und kostengünstigen Urintest überprüft werden. Denn bei der KPU werden mit dem Urin sog. Pyrrole in hohen Mengen ausgeschieden, die man jetzt im Urin nachweisen kann.
Menschen mit KPU leiden an extremen Vitalstoffmängeln. Ihnen fehlen in der Hauptsache Vitamin B6, Zink und Mangan. Gerade diese Vitalstoffe aber sind maßgeblich an der körpereigenen Entgiftung beteiligt. Bei einer KPU kann der Organismus also häufig nicht umfassend genug entgiften.
Lesen Sie mehr darüber im Artikel KPU - Die Stoffwechselstörung Kryptopyrrolurie.
Abgesehen von einer KPU wird die Aktivität und Leistungsfähigkeit der Entgiftungsenzyme maßgeblich von der persönlichen Ernährungs- und Lebensweise beeinflusst. Wer beispielsweise zwar ein durchschnittliches Entgiftungssystem hat, aber dabei raucht, viel Alkohol trinkt und gleichzeitig wenige Spurenelemente und Vitamine zu sich nimmt, sorgt automatisch für ein bereits sehr ausgelastetes, wenn nicht gar überlastetes Entgiftungssystem.
Im Gegensatz zu guten Entgiftern werden diese Menschen rascher zum Opfer chronischer Krankheiten und damit zum Opfer ihrer selbst gewählten schlechten Ernährungs- und Lebensweise.
Andererseits kann man auch mit einem recht schwachen Entgiftungssystem gesund und munter bleiben. Denn es kann von einer gesunden Lebens- und Ernährungsweise und mit Hilfe von regelmäßigen Detox-Kuren so weit entlastet, ja sogar gestärkt werden, dass es mit den eintreffenden Giften dennoch zurechtkommt.
Ist eine Detox-Kur nötig?
Eine regelmäßige Detox-Kur ist vermutlich für jeden Menschen sinnvoll, der seinen Körper möglichst frei von Giften halten und damit Krankheiten vorbeugen möchte, um weiterhin fit und gesund zu bleiben. Für Menschen, die bereits an chronischen Krankheiten leiden, ist eine Entgiftung umso wichtiger, weil davon auszugehen ist, dass eine Giftbelastung an der Krankheitsentstehung beteiligt war und jetzt den Heilprozess verhindert.
Wenn Sie wissen möchten, ob bei Ihnen eine Giftbelastung vorliegt und wenn ja, mit welchen Giften, Schadstoffen oder Schwermetallen, können Sie zunächst entsprechende Tests und Untersuchungen durchführen lassen. Weitere Informationen zu möglichen Tests finden Sie oben unter "Giftbelastung überprüfen lassen".
Die Ziele der ganzheitlichen Detox-Kur
Eine effektive und hochwertige Detox-Kur umfasst viele verschiedene Maßnahmen, um zu einer vielschichtigen Entgiftung führen zu können. Wir haben diese Maßnahmen zu einer ganzheitlichen Detox-Kur zusammengefasst. Sie verfolgt ganz bestimmte Ziele:
1. Giftbelastung reduzieren
Zu einer wirksamen Detox-Kur gehört zunächst, dass die Aufnahme weiterer Gifte und Schadstoffe bestmöglich reduziert wird. Dies gelingt, indem Sie Bio-Lebensmittel bevorzugen, die ohne Kunstdünger, Pestizide und ohne Klärschlamm (Cadmium) erzeugt werden, indem Sie nicht mehr rauchen (auch nicht passiv) und indem Sie Naturkosmetik und Bio-Reinigungsmittel verwenden. Selbst in Produkten wie Lippenstift können Gifte enthalten sein, so dass es sich auch hier lohnt, auf Naturkosmetik zurückzugreifen.
2. Giftaufnahme vermeiden
Ebenfalls wichtig ist bei einer Detox-Kur, dass die Giftaufnahme in den Organismus vermieden wird. Selbst dann also, wenn z. B. in der Nahrung Gifte enthalten sind, kann man deren Aufnahme vom Darm ins Blut durch unterschiedliche Maßnahmen verhindern oder geringstmöglich halten.
Eine gute Versorgung mit Eisen, Calcium und Zink verhindert die Cadmiumaufnahme aus dem Darm. Auch Magnesium hemmt die Aufnahme von Cadmium, die Anreicherung und reduziert seine Giftigkeit (13).
Eine gute Versorgung mit Magnesium und Silicium verhindert die Aluminiumeinlagerung im Gewebe.
Eine gesunde Darmflora bzw. die Einnahme von Probiotika (die L. rhamnosus enthalten müssen) reduziert die Giftaufnahme aus dem Darm drastisch (5).
Bentonit, Zeolith oder auch Aktivkohle können Gifte im Verdauungssystem binden, so dass sie mit dem Stuhl ausgeschieden werden können.
Artischockenextrakt entgiftet indirekt, da der Extrakt die Leberregeneration fördert, sowie direkt, da der Extrakt zu einer erhöhten Giftausscheidung bzw. geringeren Giftbelastung führt.
3. Entgiftungsorgane unterstützen, pflegen und regenerieren
Die Entgiftungsorgane (Darm, Leber, Nieren, Lymphe) können natürlich umso besser entgiften, je besser es ihnen geht. Sorgen Sie also dafür, dass Ihre Entgiftungsorgane in einwandfreiem Zustand sind.
Maßnahmen, welche die Entgiftungsorgane unterstützen, pflegen und reinigen, stellen wir in unseren entsprechenden Artikeln vor. Geben Sie einfach die Suchbegriffe Darmsanierung, Lymphreinigung, Leberreinigung oder Nierenreinigung in unser Suchfeld ein.
4. Körpereigene Detox-Fähigkeit verbessern
Glutathion ist ein Stoff, den der Körper dringend zur Entgiftung benötigt. Glutathion ist nicht nur eines der stärksten körpereigenen Antioxidantien, sondern auch Bestandteil der Phase-II-Entgiftungsenzyme. Also liegt es nahe, den Glutathionspiegel zu erhöhen, um die körpereigene Detox-Fähigkeit zu verbessern.
Die Einnahme von Glutathion ist dabei nicht in jedem Falle hilfreich, da es sich um eine Art Eiweiß handelt, das im Magen-Darm-Trakt wieder in seine Einzelteile zerlegt wird. Wirkungsvoller sind Maßnahmen, die zu einer Steigerung der Glutathioneigenproduktion im Körper führen. Dabei handelt es sich u. a. um einen Vierer-Pack: Sulforaphan, Curcumin, Grünteeextrakt und Pterostilben (in allen dunklen Beeren).
Außerdem gehört zu diesem 4. Punkt die Einnahme von Spurenelementen, die zur Bildung der Entgiftungsenzyme nötig sind, wie z. B. Zink und Selen.
Die Details dazu lesen Sie im Artikel Glutathion - Wirkung und Anwendung, wo wir natürliche Maßnahmen zur Erhöhung des Glutathionspiegels vorstellen.
5. Zellen vor giftbedingten Schäden schützen
Sind bereits Gifte im Körper, sorgen diese für eine ganze Kaskade freier Radikale, die sämtliche Zellstrukturen angreifen und zu Funktionsstörungen sowie Gewebe- und Organschäden führen können. Also gilt es während einer Detox-Kur, die Mehrzahl dieser freien Radikale abzufangen, um trotz Anwesenheit der Gifte deren Schadwirkung geringstmöglich zu halten.
Die wichtigsten Helfer sind hierbei Antioxidantien, z. B. Curcumin, Astaxanthin, Sulforaphan, Grünteeextrakt, Resveratrol (9) oder Quercetin.
Diese müssen nicht alle in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden. Sie können teilweise auch mit einer antioxidantienreichen Ernährung verzehrt werden.
Ebenfalls sehr gute antioxidative Eigenschaften wohnen dem Grapefruitkernextrakt inne. Dieser konnte in einer tunesischen Studie vom Juli 2015 oxidativen Stress abwenden, der aufgrund einer Arsenbelastung andernfalls zu Herzschäden geführt hätte (10).
Fazit: Eine regelmäßige Detox-Kur macht Sinn
Wir sind also von Gift- und Schadstoffen umgeben. Unsere körpereigenen Entgiftungsorgane können einen Teil dieser belastenden Stoffe ausleiten, oft aber nicht alles. Natürliche Maßnahmen zum Entgiften (Detox-Kuren) unterstützen die körpereigene Entgiftung und helfen dabei, den Organismus vor weiteren Giften zu schützen.